Anpassung bei Indexmiete

Dieses Thema im Forum "Mieterhöhung" wurde erstellt von cp03525, 28.08.2015.

  1. #1 cp03525, 28.08.2015
    cp03525

    cp03525 Neuer Benutzer

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    Frage 1

    Nach 557b BGB kann die Indexmiete fruehstens 12 Monate nach der letzten Indexanpassung erfolgen und wird den uebernaechsten Monat nach Zustellung der Mitteilung gueltig.

    Das bedeutet eine Verzoegerung von 2 Monaten. Tatsaechlich sind es aber mindestens 3 Monate, da der Index ja erst berechnet und mit Verzoegerung veroeffentlicht wird.

    Bei einem gleichmaessigen Preisanstieg von 0,2% pro Monat (was langfristig ungefaher hinkommt) und einer Verzoegerung von 3 Monaten wuerde der Vermieter also jedes Jahr ca. 0,6% im Vergleich zum tatsachelichen Kaufkraftverlust verlieren. Wenn er die Mieterhoehung nicht auf den Monat genau verschickt sogar mehr.

    Daher die Frage ob nach der neuen Feststetzung, der Differenzbetrag zwischen der alten Miete und der neuen Miete fuer den Zeitraum vom 12. Monat bis zu dem indem die tatsacheliche Zahlung erfolgt, als Nachzahlung berechnet werden darf.



    Frage 2

    Ich habe drei Mieter, bei einem ist die erste Anpassung vor genau einem Jahr erfolgt, die beiden anderen sind zu unterschiedlichen Zeitpunkten eingezogen und leben nun beide etwas laenger als ein Jahr im Haus. Darf ich solange die 12 Monate nicht unterschritten werden einen beliebigen Monat zur Anpassung an den neuen Indexwert bestimmen um alle drei Mieter auf einen Nenner zu bekommen und in Zukunft zum gleichen Zeitpunkt anpassen zu koennen? Hat der Mieter ein Recht darauf das die Mietanpassung nach genau 12 Monaten erfolgt?
     
  2. AdMan

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  3. #2 Glaskügelchen 2, 28.08.2015
    Glaskügelchen 2

    Glaskügelchen 2 Erfahrener Benutzer

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    Warum sollte das bei der Indexmiete gehen? Geht bei normalen Mieterhöhungen ja auch nicht, obwohl die Mieten, sofern man zwischen zwei Mietspiegeln erhöht, sicher auch wieder gestiegen sind.
    Passt nicht zu unserer Gesetzgebung.

    Kein Vermieter wird in D zu Mieterhöhungen gezwungen.

    Sicher nicht! Schliesslich zahlt man überall krumme Summen. Warum nicht auch bei der Miete? Du darfst meines Wissens nach nur dann runden, wenn es nicht anders geht. 596,1256 € kann man nunmal nicht bezahlen.
     
  4. Andres

    Andres
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    Nein. Niemand verbietet dir, die Erhöhungserklärung innerhalb der Jahresfrist abzugeben. Die Wirkung darf eben nicht zu früh einsetzen. Die Lage ist etwas anders als bei der "gewöhnlichen" Erhöhung (§ 558 BGB).


    Bei einem Index, der monatlich berechnet wird, sollte das zu verschmerzen sein. Jedenfalls führt auch das zu keiner Verzögerung.


    Mir kommen die Tränen.


    Deutlicher als § 557b Abs. 3 BGB, letzter Satz, kann ich das auch nicht erklären.


    Ja.


    Wenn der Mieter das will (z.B. weil der Index gefallen ist), kann er selbst die Anpassung erklären. In dem Moment hat sich dann dein Plan auch schon wieder erledigt.


    Nachdem du den Stundenlohn für deine Anpassungsorgie berechnet hast, wirst du zwei DInge tun:
    1. Eine Bagatellgrenze in deine Wertsicherungsklausel aufnehmen. Üblich sind ca. 5 %.
    2. Erhöhungen außer bei massivem Indexanstieg in deutlich größeren Intervallen planen.
    Unverbindliche Prognose ...
     
  5. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Warum inserierst Du drei Mal das gleiche Thema?

    Kann mir jemand die Indexmiete erklären? Ich würde gerne wissen, wie man das anwendet.
     
  6. #5 Glaskügelchen 2, 28.08.2015
    Glaskügelchen 2

    Glaskügelchen 2 Erfahrener Benutzer

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    Zuerst muss man die Indexmiete vertraglich vereinbart haben, um sie überhaupt anwenden zu können.
    Vielleicht einfach mal "Indexmiete" googeln?
     
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