Anpassung der Heizkostenvorauszahlung

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  1. #1 Ich-bin-es, 12.08.2018
    Ich-bin-es

    Ich-bin-es Erfahrener Benutzer

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    Hallo zusammen,

    ein Mieter hat eine hohe Heizkostennachzahlung. Da er aber erst im Januar eingezogen ist und ihm die Vorauszahlung der Sommermonate fehlen, bin ich unsicher, wie und ob ich die Vorauszahlung erhöhen sollte. Kann ich das in persönlicher Absprache mit ihm regeln, ohne dass es ggf. rechtliche Konsequenzen nach sich zieht, wenn ich zuwenig Vorauszahlung verlange, wo doch die letze Abrechnung zeigt, dass er mehr verbraucht? Verletze ich da irgendwelche Sorgfaltspflichten?

    Der Abrechnungszeitraum geht bei uns vom 1.6 bis zum 31.5. des nächsten Jahres.

    Viele Grüße
    ich-bin-es
     
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  3. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Ich schreibe es in die Betriebskostenabrechnung als letzten Satz rein das die Betriebskosten angehoben werden.
     
  4. #3 ehrenwertes Haus, 12.08.2018
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    Schau mal hier:
    https://deutschesmietrecht.de/betriebskosten/23-betriebskosten-hohe-nachzahlung.html
    http://mein-mietrecht.de/mein-mietrechtlexikon/heizkosten-vorauszahlung-und-abrechnung/

    Um wieviel würde sich denn die Vorauszahlung nach deiner jetztigen Abrechnung erhöhen?
    Wenn es nur ein relativ kleiner Betrag von z.B. 5€ monatlich ist, hätte ich keine Bedenken die Vorauszahlung entsprechend anzupassen.

    Bei einer deutlichen Erhöhung, sollte man sich für mein Empfinden etwas anderes überlegen.
    Z.B. einen Mittelwert bilden aus der bisherigen und jetzt errechneten Vorauszahlung (ich glaube rechtlich nicht ganz ok).
    Eine andere Möglichkeit wäre eine Kalkulation mit Gradtagen (formal korrekt und wirkt professioneller).

    Wenn eine Vorauszahlung geleistet werden soll, soll sie nur "angemessen" sein, also nicht bewußt übertrieben hoch oder niedrig.

    Rede doch einfach mal mit deinem Mieter.
    Gemeinsam findet ihr bestimmt eine Lösung mit der ihr beide zufrieden sein könnt.
    Nach der 1. Abrechnung über einen vollen Abrechnungszeitraum habt ihr dann genaue Zahlen.
    Vorauszahlungen sind ja immer nur ein Schätzwert für die Zukunft.
     
  5. Andres

    Andres
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    An der für mich relevanten Messstelle hätte der Mieter bei dieser Wohndauer im fraglichen Zeitraum ca. 55 % der Gradtage "erlebt". Vorauszahlungen hat er auf 5/12 des Abrechnungsjahres (ca. 42 %) gezahlt. Das darf man nun nicht einfach linear hochrechnen, denn es gibt ja noch andere Kostenpositionen, die nicht vom Verbrauch der Heizung abhängen. Daher sieht die Überschlagsrechnung so aus:
    • Der Verbrauchsanteil der Heizkosten (meist 70 %) wird mit 1,8 multipliziert (100/55),
    • die übrigen Betriebskosten werden mit 2,4 multipliziert (100/42),
    • die neue Summe wird durch 12 geteilt und
    • das sollte etwa die neue Vorauszahlung sein.
    Man errechnet also fiktiv die Positionen der nächsten Abrechnung. Diese Rechnung ist nicht perfekt. Andere verbrauchsabhängige Positionen können das Bild verfälschen, das Wetter könnte anders sein, der Mieter könnte seine Gewohnheiten ändern, ... . Als Überschlag allerdings reicht das gut aus.

    Großartige rechtliche Konsequenzen sind nicht zu erwarten, solange man den Mieter nicht gezielt verschaukelt. Schon aus taktischen Gründen bin ich aber nach Kräften bemüht, keine großen Nachzahlungen entstehen zu lassen. Es macht Beschwerden der Mieter und Zahlungsausfälle wahrscheinlicher. Beschwerden über Betriebskostenguthaben haben dagegen Seltenheitswert und wenn's wirklich gar nicht passt, senkt man die Vorauszahlung eben wieder.
     
  6. #5 Ich-bin-es, 15.08.2018
    Ich-bin-es

    Ich-bin-es Erfahrener Benutzer

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    Danke euch allen
     
  7. #6 immodream, 15.08.2018
    immodream

    immodream Erfahrener Benutzer

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    Hallo Ich- bin-es,
    ich habe bei einem Objekt einen ähnlichen Abrechnungszeitraum.
    Wenn dann neue Mieter erst zum Winter einziehen, reichen die Vorauszahlungen oft nicht aus .
    Ich rechne dann aus, ob der Mieter, wenn er 12 Monate dort gewohnt hätte, mit seine Vorauszahlungen ausgekommen wäre.
    Wenn nicht, schreibe ich immer den netten Satz " Wenn sie im nächsten Jahr eine Nachzahlung vermeiden wollen, bitte die Vorauszahlung um Summe X /Monat erhöhen "
    Funktioniert in 90 % der Fälle reibungslos.
    Bei den Mietern , die das nicht ändern und denen ich Jahre lang wegen 30 € Nachzahlung / Jahr hinterher laufe, wird einfach wenn es möglich ist , die Netto-Miete incl. Nebenkostenvorauszahlung erhöht.
    Grüße
    Immodream

    PS: Die meisten Mieter freuen sich, wenn ich ihre Spardose bin und es regelmäßig Geld zurück gibt
    Ich habe langjährige Mieter, die bekommen jedes Jahr mehrere hundert Euro zurück und wollen ihre
    Vorauszahlungen nicht verringern
     
  8. Duncan

    Duncan
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    kenne ich auch so. Bei einer Familie ist es fast eine komplette Miete. Die wird ob der Abrechnung meist kurz vor Weihnachten fällig, scheint den Mietern so ganz gut zu passen...
     
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