Anpassung der Nebenkostenvorauszahlung

Dieses Thema im Forum "Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung" wurde erstellt von DE13845, 04.10.2010.

  1. #1 DE13845, 04.10.2010
    DE13845

    DE13845 Neuer Benutzer

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    Hallo,
    die Nebenkostenabrechnung 2009 ergab jetzt für meine Mieter eine deutliche Nachzahlung (+ca. 20% gegenüber 2008). Die Richtigkeit der Abrechnung als solche wird vom Mieter nicht bestritten, jedoch ist die Frage, wie ich korrekt die Anpassung der zukünftigen monatlichen NK-Vorauszahlung vornehmen kann. Ich habe gelesen, dass gemäß § 560 BGB jeder Vertragspartner bei vereinbarten Betriebskostenvorauszahlungen "durch Erklärung in Textform" eine Anpassung auf eine "angemessene" Höhe vornehmen kann. Was heißt das konkret?

    Reicht eine email-Aufforderung an den Mieter, ab dem kommenden Monat die mtl. Vorauszahlung auf ein Zwölftel der abgerechneten Mietzeit (= 1 Jahr) zu erhöhen (also bei 1.200 EUR Betriebskosten für 12 Monate auf 100,00 EUR monatlich)?
    Muß ein Hinweis zusätzlich gegeben werden, dass der Mieter bei zukünftig sinkenden Nebenkosten die Vorauszahlung genauso nach unten anpassen kann?

    Was tun, wenn der Mieter weiterhin die bisherige (zu niedrige) Nebenkostenvorauszahlung zahlt und die Erhöhung verweigert?

    Ab wann kann die Erhöhung formell gefordert werden?

    Danke für Tipps!
     
  2. AdMan

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  3. #2 Christian, 05.10.2010
    Christian

    Christian Gesperrt

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    Hallo,

    mein Tipp: Rede mit dem Mieter.

    Ich hab meinen Mieter Anfang dieses Jahres im Treppenhaus angesprochen, wie er denn zu einer Erhöhung der BK-Vorauszahlung steht. Er war direkt einverstanden, nachdem klar war, daß dadurch die Gefahr einer Nachzahlung verringert wird.

    Wenn sich beide Parteien einig sind, kommt es doch gar nicht mehr darauf an, was der eine oder andere Vertragspartner in welcher Form machen kann/darf.

    .. und wenn dein Mieter die BK-Vorauszahlung nicht erhöhen will, muss er halt tendentiell nachzahlen. Sein Pech. Dir steht das Geld so oder so zu.


    Der Mieter zahlt jeden Monat einen Euro. Die Abrechnung zeigt, daß er betriebskosten in Höhe von 24 Euro zu tragen hat. Das wäre eine Nachzahlung von 12 Euro.

    Wenn er monatlich 2 Euro gezahlt hätte (und dann keine Nach- oder Rückzahlung gehabt hätte), hättest du die gleichen 24 Euro bekommen.
     
  4. #3 BarneyGumble2, 05.10.2010
    BarneyGumble2

    BarneyGumble2 Erfahrener Benutzer

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    Ich schreibe so etwas direkt in das Anschreiben der Nebenkostenabrechnung mit rein.

    Á la "Bitte erhöhen Sie ab dem 01.03.xx Ihre Nebenkostenvorauszahlung von xx € auf xx €, damit die Nebenkostenabrechnung des folgenden Jahres in etwa ausgeglichen sein wird."

    Wenn es sich nicht um eklatant hohe Beträge (z.B. nur 5 €/Monat o.ä.) handelt, dann hake ich aber auch dann nicht mehr nach, wenn sich nichts verändert.
    Dann hat der Mieter halt wieder ne Nachzahlung von 60 € zu erwarten. Sein Pech.
    Bei höheren Beträgen sähe das allerdings anders aus, ist jedoch noch nicht vorgekommen, die Beträge kommen i. d. R. ganz gut hin...

    Per E-Mail würde ich soetwas nicht machen, auch wenn es vielleicht sogar rechtlich OK ist. Ein Brief ist m. E. förmlicher, hat damit auch psychisch mehr "Gewicht" und macht mehr Eindruck.

    Einen Hinweis auf eine evtl. Senkung brauchst Du nicht mit hinein nehmen. Wenn er etwas zurück bekommt und künftig weniger vorauszahlen möchte, dann soll er sich selbst drum kümmern! Ich denke, der Fall, dass etwas billiger wird, wird aber recht selten sein :lol

    Wenn er sich trotz Allem weigern sollte, dann bleibt Dir wohl nur der Weg zur Klage. Aber ob sich das lohnt, muss jeder von Fall zu Fall selbst entscheiden.
     
  5. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Ja das ist so die gängige Praxis.
     
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