Anrechnung/Erstattung Kosten Heizölkauf vom Vorbesitzer

Dieses Thema im Forum "Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan" wurde erstellt von podima, 21.05.2014.

  1. podima

    podima Neuer Benutzer

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    Guten Abend,
    nachdem mir in diesem Forum schon wertvolle Tipps gegeben wurden, hoffe ich auch bei diesem Problem auf Eure Hilfe. Zur Information vorab:
    Wir sind seid Anfang des Jahres Eigentümer einer Wohnung in einem 3-Familienhaus. Wir sind die einzigen Vermieter; beide anderen werden von den Besitzern selbst bewohnt. Einer davon macht seit Jahren die Verwaltung. Mit Eurer Hilfe haben wir es auf den Weg gebracht, sowohl Verwalterkonto als auch Eigentümerversammlung, Wirtschaftsplan usw. auf den Weg zu bringen (war vorher absolut nicht so....).
    Nun zum Thema:
    Bislang hat Besitzer/Verwalter den Heizölkauf komplett vorfinanziert (Feinheiten bzgl. der bislang getätigten Abrechnungen lasse ich hier 'raus und schildere nur die relevanten Fakten). Von den geleisteten Hausgeldzahlungen der anderen Eigentümer wurde dann das verbrauchte Heizöl und die anderen Nebenkosten gegengerechnet und den Eigentümern entsprechend erstattet oder eine Nachzahlung eingefordert. Und jetzt geht es um den Restbetrag, der halt im Tank ist: De facto hat Hausverwalter alles bezahlt und den Eigentümern gegengerechnet. Wir haben jetzt (als Beschluss der Eigentümerversammlung) die Summe (Wert des verbleibenden Öls) auf die jetzigen Eigentümer umgelegt (also auch auf uns), damit ab diesem Jahr eine ordnungsgemäße Abrechnung stattfinden kann. Wir meinen nun, dass wir diese Summe vom Vorbesitzer einfordern können, denn wir haben doch die Wohnung mitsamt des Öls gekauft. Der Vorbesitzer hat sich an den Hausverwalter gewandt. Der meint nun, dass eine Erstattung an uns nicht zu leisten wäre. Der Vorbesitzer habe ja mit der Abrechnung für das vergangene Jahr seine "Schuld" beglichen.
    Ich hoffe, ich konnte mein Problem einigermaßen darstellen...Was meint Ihr: Können wir denn nun diese Summe einfordern oder nicht?
    Konfuse Grüße
    Podima
     
  2. AdMan

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  3. Andres

    Andres
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    Mit anderen Worten: Der Rest- bzw. Anfangsbestand (kommt darauf an, aus welcher Richtung man das betrachten möchte) gehört der Gemeinschaft und ist von ihr vollständig bezahlt?


    Dieser Beschluss würde mich näher interessieren. Wie lautet der angenommene Beschlusstext? Ich bin noch etwas unschlüssig, was hier eigentlich genau vereinbart wurde.


    Nein. Das Öl konntet ihr gar nicht kaufen, weil es nicht "getrennt" zum Verkauf stand - im Gegensatz zum Sondereigentum an der Wohnung. Das Öl und alle damit vebundenen Ansprüche gehören der Gemeinschaft.

    Ich blicke wie gesagt noch nicht ganz durch, was hier beschlossen wurde. Wenn nach dem Übergang von Nutzen und Lasten und vor allem nach eurer Eintragung ins Grundbuch irgendwelche Dinge beschlossen werden, die zu (Nach-)Zahlungen führen, ist das aber regelmäßig euer Problem.


    Falsche Adresse. Seit ihr im Grundbuch steht, hat der Vorbesitzer nichts mehr mit der Gemeinschaft zu tun. Es sind wie gewohnt zwei Rechtsverhältnisse zu unterscheiden:
    • zwischen der Gemeinschaft und dem Eigentümer und
    • zwischen Käufer und Verkäufer.
    Für beide Verhältnisse sind die Ansprüche separat zu überprüfen.
     
  4. podima

    podima Neuer Benutzer

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    Hallo Andres,
    versuche nochmal mein Bestes:
    1. (ich nehme hier mal beispielhafte Zahlen): Anfangsbestand 3000 l => 1.500 wurden verbraucht und in die "Betriebskostenabrechnung" 2013 übernommen und gegengerechnet. Restbetrag 1.500 l (um die es geht) wurden, wie gesagt, vom Verwalter bezahlt (auch die verrechneten 1.500 l ). Eigentlich soll man meinen, dass das Öl dann dem Verwalter gehört; dieser hat aber keine Betriebskosten bezahlt und praktisch seine Kosten mit der Öllieferung verrechnet (um es jetzt so richtig kompliziert zu machen...).
    2. Beschlossen wurde, dass der Restbestand des Öls dem Hausverwalter vom neu einzurichtenden Hausgeldkonto zu erstatten ist. Da aber das Konto, welches erst im neuen Jahr eingerichtet wurde, keine so hohe Deckung aufweisen konnte, sollte der Betrag durch eine Sonderumlage eingezogen werden. Und eben diese Sonderumlage möchten wir jetzt rückerstattet haben.
    3. Dass sich der Vorbesitzer an den Hausverwalter wendet, schuldet einfach den jahrelangen Gepflogenheiten der Herren; da will ich die Sache 'mal nicht so hoch hängen. Klar, ist das ärgerlich, vor allem weil "Hausverwalter" jahrelang sein eigenes Süppchen gekocht hat (siehe meine ersten Fragen in diesem Forum). Aber ich möchte eigentlich alles auf gütlichem Wege "erarbeiten".
    Habe ich die Sachlage jetzt besser erklären können?
    Vielen Dank erstmal und schönen Abend
    Podima
     
  5. Andres

    Andres
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    Die Frage hat mit deinem Problem eigentlich nichts zu tun, daher möchte ich das gerne für den Moment ausklammern.


    Kompliziert ist das nur, wenn man den Unterschied zwischen einer Buchung und einer Zahlung nicht kennt. Ich weiß ja nicht, wie wirr die Buchführung in der Gemeinschaft ist - vielleicht ist es auch schwer, diesen Unterschied sauber nachzuvollziehen.


    Das war die Information, auf die ich gewartet habe: Keine Chance, diese Sonderumlage trifft euch und nicht den alten Eigentümer.


    Ist auch kein Problem - was die beiden ausbaldowern, hat nur absolut keine Bedeutung mehr.
     
  6. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    wenn ich es richtig verstanden habe habt Ihr beschlossen dass Ihr den Restbestand des Öles einkauft.

    Euch trifft nun die "nicht ordnungsgemäße Verwaltung" der WEG. Nun läßt sich trefflich darüber streiten wer den für Dich enstanden Schaden bezahlen muss. Aber Du solltest auch bedenken, dass der bisherige Verwalter das Öl (anteilig) ja auch nochmal bezahlen muss, obwohl er es dem Lieferanten ja schon gezahlt hat.

    Mir stellt sich die Frage, wann war der Nutzen Lasten Übergang? und wann wurde das Öl beim Händler gekauft?
     
  7. #6 sara, 22.05.2014
    Zuletzt bearbeitet: 22.05.2014
    sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    wieso Schaden?
    Das Heizöl ist im Tank vorhanden.
    Ihr bezahlt euren Teil des Restbestandes, der ja auch von euch nun mit verbraucht wird (Restbestand + Zukauf) und bei der Heizkostenabrechnung abgerechnet wird.

    Da hat der Voreigentümer doch nichts mehr mit zu tun.

    Also doppelt wird das Öl nicht bezahlt! :huepfend006:
     
  8. podima

    podima Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,
    vielen Dank für die Antworten!
    Dass die Sachlage gegen uns spricht, finde ich natürlich nicht so toll.
    Aber ich hatte mich gedanklich mittlerweile so verrannt, dass ich gar nicht mehr wußte, was nun eigentlich richtig sein soll.
    Schön, dass es dieses Forum mit Euch kompetenten Ansprechpartnern gibt.
    Bis zum nächsten Mal
    (hoffentliche in weiter Zukunft...)
    Podima
     
  9. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    was heißt gegen euch spricht...
    du bezahlst doch nur das Öl das du auch selbst verbrauchst und nicht der Vorbesitzer...
    Oder wolltest noch auf Kosten des Vorbesitzers deine aktuellen Heizkosten abwälzen?
     
  10. podima

    podima Neuer Benutzer

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    Hallo Sara,
    wie ich bereits geschrieben hatte, war die ganze Angelegenheit mittlerweile etwas konfus. Mir wurde (nicht in diesem Forum, sondern von einem Bekannten) der Rat gegeben, die Sonderumlage zurückzufordern, da lt. Kaufverträgen eben auch das vorhandene Öl mitverkauft wird. Wir hatten schon bei der Kontrolle der Betriebskostenabrechnungen erhebliche Probleme, alles mögliche zuzuordnen. Das zu schildern würde den Rahmen sprengen. Und so ging, um es salopp zu sagen, alles in einem Wirrwarr unter - nichts für ungut, wir wollten uns nicht bereichern...! Kannst also die (Moral-)Keule wieder wegstecken; ich lass' mich ja belehren.
    Schönen Abend allerseits
    Podima
     
  11. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    @sara

    Unter entstandenem Schaden würde ich das "erneute bezahlen" des Heizöls bezeichnen. Denn, nun kommt es eben darauf an, wann der Kosten Lasten Übergang war.
    Denn wenn z.B. das Heizöl im Januar 13 gekauft wurde aber erst im Januar 14 die Rechnung (vom Verwalter) für das Öl gestellt wurde, der Kosten Lasten Übergang jedoch im August 13 statt fand, dann wurde das Öl zwar mit der Wohnung verkauft (es war ja im Tank) obwohl es nicht der Gemeinschaft gehört hat, weil ja noch nicht bezahlt war.


    Mit doppelt zahlen meine ich, dass der Verwalter (hier auch Eigentümer) den gesamten Öl Einkauf bezahlt hat. Nun aber anteilig nocheinmal seinen Ölverbrauch und die Sonderumlage Restöl bezahlen muss.
     
  12. #11 sara, 24.05.2014
    Zuletzt bearbeitet: 24.05.2014
    sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    Nein!

    Der Verwalter/Eigentümer der diese Heizöl-Rechnung bezahlt hat bekommt natürlich den noch nicht abgerechneten Teil - die (z.B. oben angegebenen)1500l Heizöl Restbestand erstattet (er verkauft quasi den Rest-Bestand an die Gemeinschaft).

    Natürlich muss er dann wie die anderen auch seinen Anteil an die WEG dann zahlen. Aber das ist nicht doppelt!
    Das einzige ist, er hat den Eigentümern bisher immer ein zinsloses Darlehen gewährt...:84:
     
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