Anspruch gegenüber dem Energieversorger auf Abrechnung nach Kalenderjahr?

Dieses Thema im Forum "Abrechnungs-/Umlagmaßstab" wurde erstellt von Annika1975, 20.09.2009.

  1. #1 Annika1975, 20.09.2009
    Annika1975

    Annika1975 Erfahrener Benutzer

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    Hat man einen Anspruch gegenüber dem Energieversorger (Strom/Gas) eine Zwischenabrechnung zum 31.12. zu erhalten?

    Einige meiner Versorger machen das anstandslos und sehen es als Service gegenüber dem Kunden, andere wie EON sperren sich. Dann muss man für die Heizkostenabrechnung alles per Hand ausrechnen, was aufwändig und fehleranfällig ist, da sich der Preis zum Teil mehrmals jährlich ändert. Zudem ist das dann bei Prüfungen durch Mieter immer ein Streitpunkt. Eine sauberer Beleg vom Versorger ist da natürlich schöner.
     
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  3. #2 lostcontrol, 21.09.2009
    lostcontrol

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    ich denke mal das problem wird vor allem sein, eine ablesung pünktlich zum 31.12. hinzubekommen - das ist ja nicht immer ein werktag... zudem müssen dann ja meist auch die mieter zu diesem termin anwesend sein (zumindest muss jemand die tür aufmachen), auch das wird schwer zu realisieren sein.

    welche versorger lassen sich denn darauf ein?
    hier macht das leider keiner...

    wenn man die werte selbst ablesen kann ist das kein problem (abgesehen von der geschichte mit der anwesenheit der mieter), aber das ist ja bei HKVs meist nicht gegeben...
     
  4. #3 Annika1975, 21.09.2009
    Annika1975

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    Allmess Integral Wärmemengenzähler für jede Wohnung zentral im Heizungskeller ;) Gas und Hausstromzähler einen Raum weiter.

    Ablesung mit zwei Zeugen jedes Jahr pünktlich zum 31.12., Mieter werden zusätzlich informiert, wann und wo die Ablesung ist, wer will kommt und klönt ne Runde mit, schaut sich die Zahlen an und unterschreibt mit.

    Stadtwerke Barmstedt und Stadtwerke Elmshorn machen automatisch eine Zwischenabrechnung zum 31.12., wenn man die Ablesedaten Faxt. EON hat sich letztes Jahr gesperrt, da wechsle ich mit dem Hausstrom demnächst wohl zu den Stadtwerken Flensburg sofern die das auch machen.
     
  5. Heizer

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    Die meisten Versorger machen zum 31.12. auf Anfrage eine Zwischenrechnung auf Basis selbst abgelesener Werte oder einer Schätzung.

    Es ist für die EVUs unmöglich um die Jahreswende herum fast alle Hauslicht- bzw. Allgemeinstromzähler abzulesen. Zumal da meist noch Betriebsurlaube, Feiertage etc. mit reinspielen.

    Aber auch die Zwischenrechnung muss manuell erstellt werden und verursacht unverhältnismäßig hohe Kosten. Daher verlangen einige Versorger eine zusätzliche Gebühr dafür. Und da eine Zwischenrechnung für die Betriebskostenabrechnung nicht zwingend notwendig ist, ist die Gebühr genaugenommen auch nicht umlagefähig.

    Jedes halbwegs vernünftige Hausverwaltungsprogramm ist aber in der Lage eine Kostenabgrenzung zum Stichtag auszuführen. Excel gehört allerdings nicht dazu.
     
  6. #5 Thomas76, 08.10.2009
    Thomas76

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    Das Problem hatte ich mit EON auch, u.a. deswegen bin ich da auch schon länger nicht mehr.Ist mir ein Rätzel, wieso so ein Riesenkonzern nicht mal eben eine Zwischenrechnung aufgrund übermittelter Daten generieren kann.

    GAG (Gasversorgung Ahrensburg) kann ich diesbezüglich empfehlen, machen "auf Zuruf" quasi zu jedem Zeitpunkt eine Zwischenrechnung und sind auch noch kostengünstiger als EON.

    Abgesehen davon ist es sowieso immer ein Problem, alle abrechnungsrelvanten Daten auch passend zum Abrechnugszeitraum zu bekommen.Wenn nicht der Gasversorger, tanzt der Wasserversorger aus der Reihe :motzki
     
  7. Heizer

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    Ja das Problem ist nicht das nicht können oder wollen, sondern schlicht und einfach die Kosten.

    Mal eben schnell so einen Zählerstand einhämmern und auf den Rechnungsknopf drücken ist eben leider nicht. Das ist richtig Aufwand. Und gerade im Januar flattern tausende, im Falle von EON wahrscheinlich sogar hunderttausende derartiger Zwischenrechnungsanforderungen ins Haus.

    Die müssen alle manuell bearbeitet werden. Angefangen von der Verfilmung der Kundenschreiben über die Zuordnung zu den entsprechenden Sachbearbeitern. Diese müssen dann erstmal die übermittelten Daten prüfen. Nicht selten haben die Verwalter, Hausmeister etc. nämlich Mist abgelesen. Ist alles i.o. wird der Ablesewert eingegeben und zum gewünschten Stichtag hoch- bzw. runtergerechnet. So unterjährig bekommt man dann immer ein kleines Problem mit den Abschlägen. Die sind ja für das ganze Jahr vorgesehen. Also muss auch da eine Anpassung erfolgen. Hat sich inzwischen eine Zahlung oder Abbuchung überschnitten, muss auch noch was etsprechend umgebucht werden.

    Und erst dann erfolgt der Rechnungsdruck, die Kuvertierung und der Versand. Meist den gewohnten automatischen Weg, aber auch der kostet natürlich Geld. Und nicht nur das Porto.

    Wie gesagt treiben viele Versorger aus Kundenfreundlichkeit diesen Aufwand oder lassen es sich bezahlen. Aber ein Recht darauf hat man nicht.


    Und diesen ganzen Aufwand könnte man sparen, wenn man ein vernünftiges Hausverwaltungsprogramm nutzt.
     
  8. #7 Thomas76, 08.10.2009
    Thomas76

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    Also ganz so ist es ja nun nicht.

    Ich gehe davon aus, das heutzutage jeder Versorger über leistungsfähige IT verfügt.Da sollte es kein Problem sein, Zählerstand X und Zählerstand Y, jeweils mit Datum einzugeben und eine Pseudorechnung dafür zu erzeugen, die alle Preisänderungen in dem Zeitraum berücksichtigt.Mehr will ich nämlich gar nicht.Da kann mir keiner Erzählen, das wäre ein hoher Aufwand.Und wenn doch, sollte der Betroffene Versorger mal ganz dringend was an seinen Organisationsabläufen und seiner IT-Ausstattung ändern.

    Verfilmt werden muß da gar nichts, meine Anfragen und die Zählerstände kommen entweder per Mail oder Telefonisch.

    Und ob die Daten korrekt sind und wie das mit den Abschlagsbeträgen aussieht braucht den Versorger nicht zu interessieren, denn ich brauche ja nicht zwingend eine Rechnung, die ich auch bezahlen kann/muß, sondern nur einen Rechnungsbeleg, damit ich die Abrechnung mit den Mietern machen kann.

    Und das Ergebniss kann man mir auch gerne per Mail schicken, da muß nichts kuvertiert und Freigemacht werden.

    Ich glaube, das Problem ist einfach die unflexibilität mancher Versorger.Gerade bei den Großen scheint der Ablauf so starr zu sein, das man sich da durch "sonderwünsche" der Kunden nicht aus der "Ruhe" bringen lassen möchte.

    Zudem sind die Versorger doch auch selber Schuld an der Misere.
    Durch ihre undurchsichtigen Tarifgebilde und dauernde Preisänderungen (leider meist nach oben hin) ist es nicht möglich, sich das selber auszurechnen.Könnte man z.b. beim Gas ganz klar sagen 1 Kwh kostet X Euro, würde ich mir einfach an Ende&Anfang der Abrechnungsperiode die Zählerstände aufschreiben und das in ein paar Sekunden selbst ausrechnen.
    Das ganze hat natürlich auch den Hintergrund, Preise nicht so einfach vergleichbar zu machen.

    Gerade obersuperteuerabzocker EON könnte da ruhig mal etwas Kundenfreundlicher werden, sonst haben die am Ende wirklich bald keine Endkunden mehr.Bei EON ist doch eh' nur noch, wer zu faul zum wechseln ist.
     
  9. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    So könnte man es auch ausdrücken.
     
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