Antiheberventil bei Ölheizung

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von pragmatiker, 06.03.2010.

  1. #1 pragmatiker, 06.03.2010
    pragmatiker

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    Wer kann mir sagen, ob bei einer Ölheizung ein Antiheberventil geseztlich vorgeschrieben ist und wenn ja, wo finde ich die norm ?
    wenn, würde ich eine einbauen und als modernisierung auf die mieter umlagen. hättet ihr begründete einwände ?

    und wer hat erfahrung mit heizungspumpen, die stromsparender sind als die üblichen ? lohnt sich der umbau. auch modernisierung ?(würde ja strom gespart)
     
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  3. #2 Michael_62, 06.03.2010
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    Der Umbau der Pumpen lohnt sich nur, wenn du diese sehr billig einkaufen und selbst einbauen kannst.
    Anderenfalls ergibt sich eine viel zu späte Amortisation.

    Eine Umlage der Pumpe auf die Mieter ist möglich, da es eine Energiesparmassnahme ist.
    Genauso Unsinnig wie Dämmung in den meissten Fällen.
    :tröst
     
  4. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Voraussetzung für eine Umlage der Kosten ist nach § 559 Abs. 1 BGB, dass die Maßnahmen "den Gebrauchswert der Mietsache nachhaltig erhöhen, die allgemeinen Wohnverhältnisse auf Dauer verbessern oder nachhaltig Einsparungen von Energie oder Wasser bewirken (Modernisierung)" oder dass die Maßnahmen auf Grund von Umständen durchgeführt wurden, die der Vermieter nicht zu vertreten hat.
    Dass der Gebrauchswert der Mietsache erhöht wird, wird man ausschließen können. Eine Verbesserung der allgemeinen Wohnverhältnisse sehe ich auch nicht. Energieeinsparung dürfte ebenfalls ausscheiden. Bleibt also noch die Maßnahme auf Grund von Umständen, die der Vermieter nicht zu vertreten hat. Jeder Argumentation in dieser Richtung wird man entgegen halten können, dass der störungsfreie Betrieb der Heizung zu den Obliegenheiten des Vermieters zählt. Gäbe es eine Vorschrift zum Einbau, hätten wir die Umstände, die der Vermieter nicht zu vertreten hat. Ohne den Zwang zum Einbau geht es aber nur um die Erfüllung seiner vertraglichen Verpflichtungen und mögliche Mängel an der Heizungs- bzw. Tankanlage hat der Vermieter zu vertreten.



    Erfahrung habe ich keine. Die Rechtsfragen sind allerdings einfach. Eine nachhaltige Einsparung von Energie berechtigt zur Umlage der Kosten.
    Ob sich der Umbau lohnt, ist nicht wirklich zu beantworten. Der Vermieter bekommt zwar 11% der Kosten als Mieterhöhung und steht zumindest bei bestehenden Mietverhältnissen beim derzeitigen Zinsniveau ganz sicher sehr gut da. Ob diese Miethöhe bei der nächsten Neuvermietung allerdings wieder erzielbar sein wird? Im Grundsatz wird man auch das Kündigungsrecht des Mieters nicht aus dem Auge verlieren dürfen. Wenn dem Mieter die Miete zu hoch wird ist er weg und die frage der bei einer Neuvermietung erzielbaren Miete stellt sich unmittelbar und nicht erst irgendwann.
    Damit sind die relevanten Aspekte aber noch nicht abgehandelt. Interessant wird die Modernisierung, wenn demnächst Instandsetzungsbedarf zu erwarten ist, die Geräte mithin schon ein gewisses Alter haben. Defekte Geräte sind auf Kosten des Vermieters auszutauschen. Durch die Modernisierung zahlt nun plötzlich der Mieter die neuen Geräte. Wenn die stromsparenden Geräte allerdings deutlich teurer sind als herkömmliche, wird man sich über die Lebensdauer Gedanken machen müssen. Man erkauft sich mit der Modernisierung dann auch potenziell höhere Instandsetzungskosten.
     
  5. #4 Michael_62, 06.03.2010
    Michael_62

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    Genau. Und gerade bei Installationen für Vermietobjekte gilt das KISS Prinzip.
    Keep It Simple & Stupid.
    Kompliziert wird es von alleine.
     
  6. #5 pragmatiker, 06.03.2010
    pragmatiker

    pragmatiker Erfahrener Benutzer

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    ich danke euch beiden. allerdings frage ich mich immer noch, ob ein sogenanntes antiheberventil eine pflicht geworden ist, wie mein installateur behauptet.
    auch behauptet er, für öltanks aus kunststoff müssten doppelwandige tanks verwendet werden und die wanne müsste mit ölabweisender farbe gestrichen werden.

    was stimmt davon ? wo finde ich ggfls. die normen ? ich weiss, ich kann mich auch rumgoogeln, aber falls hier einer direkt ahnung hat, würde ich mich freuen.

    problem: das verwaltete haus wurde von einem voreigentümer im wesentlichen selbst umgebaut. nun stehen im keller also 3 öltanks aus kunststoff zu je 1000 liter. ob die doppelwandig sind, weiss ich nicht. (wie kann man das feststellen ?) wie soll die wanne angestrichen werden, wenn 3 tanks darauf stehen, die ja bis zu 3000 kg schwer sind ?
     
  7. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Das ist eine nette Auskunft. Ich kenne noch jede Menge KuSto-Tanks und die sind nicht doppelwandig. Wenn der Inst. meint, dass es Vorschrift geworden ist, dann hat er recht, aber was nicht heißt, dass ein sofortiger Umbau notwendig ist.

    Vorteil der DIN Normen ist ja, dass die ERSTELLUNG nach den aktuellen Regeln der Technik vorgenommen werden muss und nicht der Umbau vorgeschrieben wird. Die EnEV ist ebenfalls ein gesamtpaket, das nur das bewertet, was am Ende raus kommt. Das ist wie bei Autos: Nur weil ein Auto keine grüne Plakette bekommt, darf man es trotzdem noch fahren...

    Bei den heizöltanks gibt es eigentlich nur eine Vorschrift, die zur Nachrüstung veranlasst: Dass der Standort der Tanks auslaufsicher ist bzw die tanks in einer Betonwanne stehen. Da diese Vorschrift aber schon einige Jahre existiert, gehe ich davon aus, dass diese Mauer am Raumeingang schon steht...

    wie man das streicht: Seilzug an die Deckenträger -> anheben und danach wieder ablassen. auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass dies noch nciht passiert ist.
     
Thema: Antiheberventil bei Ölheizung
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