Antrag einer E-Ladestation auf einer TG-Stellplatz - Beschlussvorlage

Diskutiere Antrag einer E-Ladestation auf einer TG-Stellplatz - Beschlussvorlage im WEG - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo, mein Mieter möchte sich ein E-Auto kaufen ( 2023 ). Inzwischen habe ich die Verwaltung informiert und gebeten den Antrag auf der...

jahan

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Hallo,

mein Mieter möchte sich ein E-Auto kaufen ( 2023 ). Inzwischen habe ich die Verwaltung informiert und gebeten den Antrag auf der Tagesordnung der Eigentümerversammlung zu setzten. Andere Eigentümer (ing. 9 Wohneinheiten mit Tiefgarage) haben bis jetzt keine Interesse an einer E-Ladestation.

Nun Steht der Punkt auf der Tagesordnung und eine Beschlussvorlage war auch dabei (hier angehängt)

Ich finde das Thema wirklich sehr komplex.

- Kostenübernahme: Es gibt zwei Möglichkeiten, Mieter oder Vermieter? - Was ist hier sinnvoll?
- Die Beschlussvorlage ist sehr detailliert. Viele Vorgaben sind absolut klar und einige für mich noch unklar wie weit sie so zulässig sind, vor allem Punkt d.


Hat jemand hier Erfahrung damit bzw. schon einen Antrag gestellt?

vielen Dank
 

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Ferdl

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- Kostenübernahme: Es gibt zwei Möglichkeiten, Mieter oder Vermieter?
Ich denke zur Kostenübernahme ist der Eigentümer, vermutlich gleich, Vermieter verpflichtet.
In wie weit der die Kosten in welcher Form auch immer dem Mieter überhilft ist im Innenverhältnis M/VM zu klären.
Die Beschlußvorlage scheint mir in allen Punkten schlüssig. Auf den ersten Blick unklar ist mir, wer Eigentümer a) der Stromversorgung und b) der Wallbox wird.
 
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Der Verwalter (oder sein Berater) ist wirklich gut! Ich habe mir jedenfalls den Text gleich mal kopiert.

Zu Deiner Frage: Im Verhältnis WEG/Eigentümer muss natürlich der Eigentümer die Kosten übernehmen. Der Mieter ist kein Vertragspartner der WEG. Inwiefern der Mieter sich an den Kosten beteiligt ist Sache der Vereinbarung zwischen Mieter und Vermieter.

Punkt d) soll für die Gemeinschaft das Problem lösen, dass theoretisch in der nächsten ETV ein oder zwei (oder noch mehr) weitere Eigentümer ebenfalls Wallboxen einbauen wollen irgendwann gibt das Stromnetz die nötige Leistung nicht mehr her.
 

jahan

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...und das ist der Knackpunkt

Da der Mieter keine Möglichkeit hat, seinen Antrag zum Einbau einer Wallbox selber bei der Wohnungseigentümergemeinschaft zu stellen, stelle ich den Antrag. Das habe ich getan.

und für die Umsetzung/ Kostenübernahme scheint es mehrere Möglichkeiten zu geben

Möglichkeit 1: Der Mieter übernimmt sämtliche Kosten für den Kauf der Wallbox – über die Genehmigung bis hin zur Installation. Dafür hat er natürlich auch das Recht, die neue Lademöglichkeit allein zu nutzen. Die Wallbox wird dann mit dem eigenen Stromzähler verbunden und der Verbrauch regulär abgerechnet.

Möglichkeit 2 und 3 : Der Vermieter kann sich an den Kosten für die Installation beteiligen oder komplett übernehmen, wenn er die Ladevorrichtung als Wertsteigerung für das Mietobjekt betrachtet. Soweit so gut.

ich habe mich heute über die vorgegebene Ladestation informiert und dort angerufen. Wenn bei Bedarf und laut Beschluss eine gemeinsame Nutzung vorgegeben wird, kann es kompliziert werden. Die Stromversorgung der Ladestation läuft über den Mieter/ Eigentümer der Ladestation. dann muss der Mieter quasi auch die Abrechnung übernehmen!

Wenn der Mieter als Eigentümer der Ladestation alle Kosten selber übernimmt, können wir ihm eine Ladestation TYP xy konkret vorgeben? Muss er bei Bedarf seine Ladestation auch teilen? (Es ist schon klar dass er nicht alles einbauen kann und die Beratung, Installation und die Abnahme von einer Fachfirma durchzuführen ist)

Es heißt auch dass die Eigentümergemeinschaft eine Mitspracherecht hat über das "wie" - Was ich bis jetzt noch nicht gefunden habe ist, wo und wie ist das "wie" definiert ?

Fragen über Fragen
Der Verwalter (oder sein Berater) ist wirklich gut! Ich habe mir jedenfalls den Text gleich mal kopiert.
Sie lässt sich ganz sicher sehr gut beraten - es freut mich, dann habe ich hier auch etwas beigetragen.
 

Ferdl

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Dafür hat er natürlich auch das Recht, die neue Lademöglichkeit allein zu nutzen.
Dass sehe ich nicht so. Zumindest nicht mit obigem Gestattungsvertrag.
Daher auch meine Frage wer wird Eigentümer von was.
Das liegt sicher auch an den technischen Voraussetzungen, ist es problemlos Möglich von jedem Wohnungszähler ein Kabel zu den dazugehörenden Stellplätzen zu legen und reicht die Kapazität oder muss sowiso eine neue Zuleitung vom Netzbetreiber geschaffen werden?
Ganz nebenbei, was sagt der Brandschutz zur E-Auto-Ladestation in der Tiefgarage?
 
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und reicht die Kapazität oder muss sowiso eine neue Zuleitung vom Netzbetreiber geschaffen werden?

Genau das ist die Frage die ich mir hier stelle! Wann ist Schluss mit dem einfachen Anschluss und es muss die gesamte Hauszuführung "aufgerüstet" werden? Was dann, können die "Neuen" dann keinen Anschluss mehr bekommen ober müssen sich die bereits "Angeschlossenen" dann später an diesen Kosten noch beteiligen?

Wir hatten das hier in der Nachbarschaft schon bei einem Grillabend (muss also vor Corona gewesen sein), einer der Nachbarn ist Ingenieur beim örtlichen Netzbetreiber und hat damals schon gemeint, wenn bei uns in der Siedlung nur jeder Dritte ein E-Auto kauft kommt der große Bagger und die komplette Straße muss aufgerissen werden weil das Netz dann nicht mehr ausreicht.
 
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