Arglistige Täuschung durch Alt-Mieter bei Mieterhöhung

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von ponton, 27.07.2012.

  1. #1 ponton, 27.07.2012
    Zuletzt bearbeitet: 27.07.2012
    ponton

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    Hallo,habe 2011 3-Parteienhaus mit Eckkneipe gekauft.War zu der Zeit nur von einem
    Mieter bewohnt,habe die Wohnungen und Kneipe renoviert,seit 1.6. ist alles belegt.
    Der Vorbesitzer hat mir die Mieteinnahmen der letzten Jahre aufgezeigt,war auch alles nachvollziebar und für mich OK.Nebenkosten hat er pauschal zwischen 80-100 Euro
    erhoben und nie abgerechnet.Den Mietern war das recht,kam ja nur noch Strom zu.
    Die Wohnungen habe alle,auch die Kneipe 70 qm.
    Wollte jetzt dem Mieter,der schon 19 Jahre dort wohnt die Miete erhöhen.
    Lt. Unterlagen des Vorbesitzers zahlt er monatlich 380,-€ inkl. 80,-€ Nebenkosten,also 300,-€ kalt.Auf mein schriftliches Mieterhöhungsverlangen in Höhe von 20% mehr auf
    die 300,-€ also für die nächsten 3 Jahre 360,-€ Miete monatlich,weigerte er sich und schrieb mir,daß seine Miete seit 19 Jahren unverändert wäre,also wie im alten Vertrag angegeben 500,-DM gleich 255,-€ beträgt,also nie erhöht wurde.Nebenkosten lt. altem Vertrag:150,-DM gleich 80,-€,die dann angeblich auf 125,-€ erhöht wurden.Da er sonst sehr genau ist und alles schriftlich macht,wunderte es mich nur daß er weder von der Mieterhöhung irgendwann auf 300,-€ und die angebliche Nebenkostenerhöhung auf 125,-€ nichts vorweisen kann oder will.
    Der Vorbesitzer sagte mir auch noch,wenn dem so wäre,wüßte er nicht warum er jahrelang 300,-€ Miete als Einnahme versteuert hat und nicht 255,-€.
    Vergleichbare Wohnungen in der Gegend und auch im Haus selbst kosten bis zu 560,-€
    Kaltmiete,darum halte ich meine Forderung mit 360,-€ auch nicht für überzogen.
    Bitte um Tips oder rechtliche Grundlagen,wie ich mich verhalten soll,fühle mich von dem Mieter ganz schön verar.....
     
  2. AdMan

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  3. #2 Pharao, 27.07.2012
    Zuletzt bearbeitet: 27.07.2012
    Pharao

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    Hi,

    uninteressant das der alte Vermieter/Eigentümer nie eine Mieterhöhung gemacht hat !

    Wichtig dagegen: was steht im Mietvertrag zur Mieterhöhung oder zu den Nebenkostenvorauszahlungen bzw Pauschale, ect ?

    Also deine Überschrift versteh ich nicht so ganz. Wo ist den hier die arglistige Täuschung ? Nur weil der Mieter sich gegen eine Erhöhung wehrt bzw nicht einverstanden damit ist ?
     
  4. ponton

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    Arglistige Täuschung durch Mieter

    Der Mieter hat durch seine neue Darstellung der Gesamtmiete/Nebenkosten die Miete wieder auf das Niveau von 1993 gebracht und würde bei 20% Mieterhöhung lediglich 6,-€ kalt mehr zahlen wie bisher.Das er bei korrekter Abrechnung mit 80,-€ Nebenkosten nicht mehr hinkommt,war ihm ja wohl klar.
     
  5. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    wenn der Vorbesitzer nie eine Erhöhung gemacht hat bei dem Altmieter, dann musste dieser Mieter ja auch nie mehr zahlen als damals Vereinbart war. Das ist aber kein Argument, warum man jetzt die Miete nicht erhöhen dürfte !

    Was du darfst und was nicht, das kann dir nur der alte Mietvertrag sagen. Also reingucken und nachlesen was zu Mieterhöhung oder ggf Nebenkostenanpassung da drinnen steht.
     
  6. #5 Papabär, 01.08.2012
    Papabär

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    In Zukunft braucht sich die Polizei keine Radarfallen mehr anzuschaffen. Die Verkehrsteilnehmer werden einfach angehalten und nach ihrer gefahrenen Geschwindigkeit befragt - entweder die nehmen einem die Pappe ab weil man die Wahrheit sagt ... und wer´s nicht weiß - weil er z. B. gerade nicht auf´s Tacho geschaut hat - oder die Aussage aus anderen Gründen verweigert, wird wegen "arglistiger Täuschung" gleich eingebuchtet. :doof

    Der Unterschied zwischen einer arglistigen Täuschung durch den Mieter und einer Verleumdung durch den Vermieter nennt sich Beweis.

    Die Beweislast für vollzogene Mieterhöhungen liegt beim Vermieter, die Tatsache das der Mieter die Unterlagen nicht vorlegen kann oder will ist noch lange keine arglistige Täuschung.

    Der ursprüngliche Mietvertrag dürfte hier wenig bringen. Für gewöhnlich hat der Voreigentümer/Vorverwalter diese Belege (z.B. Zustimmungserklärung des Mieters) mitsamt dem ursprünglichen Mietvertrag an den neuen Eigentümer/Verwalter mit zu übergeben ... wenn er das nicht kann, dann verstehe ich allerdings nicht, wie er die Mieteinnahmen der letzten Jahre plausibel darlegen konnte. Hier wäre zu prüfen, WER die ggf. arglistige Täuschung begangen hat.

    Es kommt tatsächlich nicht selten vor, daß solch wichtige Unterlagen gelegentlich verschwinden - häufige Eigentümer bzw. Verwalterwechsel spielen da sicherlich auch eine Rolle bei - aber dann kann man eben nicht seine Wunschmiete als JahresNKM angeben, sondern nur das, was belegbar ist.

    Hier kann man noch versuchen - mit den vorhandenen Unterlagen - kreativ sein und schauen, ob man dem Mieter eine konkludente Handlung nachweisen kann. Wenn z.B. die Betriebskostenabrechnungen der letzten Jahre vorliegen, dann KANN das durchaus hilfreich sein (muss aber nicht), denn hier werden ja auch die geleisteten Vorauszahlungen aufgeführt.

    Aber auch wenn man auf diesem Weg etwas findet, sollte man rechtzeitig einen Fachanwalt aufsuchen. Denn wenn man schon den Verdacht hat, dass die eine oder andere Partei hier die Wahrheit ... na, sagen wir mal "dehnt", dann kann man sein Pulver ohne fachkundige Hilfe auch sehr schnell blind verschießen oder gar einen Rohrkrepierer provozieren.
     
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