Arme Mieter nicht ins Abseits stellen

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wolle

Einfach so im Netz mal entdeckt:

Die Forderungen vom Mieterforum Ruhr

Das veranlasst mich, eine Diskussion zu starten.
Diese Forderungen sind durchaus verständlich (für mich), jedoch denke ich, dass Vermieter die Leidtragenden sein werden. Statt das Wohngeld wieder zu erhöhen (bei klammen Kassen) wird wohl eher eine Neuberechnung der Miete die Folge haben. Also muss der Vermieter mit der Miete weiter runtergehen oder einfach gleich einen staatl. Rabatt gewähren.

Kann das eine Lösung sein, oder sehe ich alles zu schwarz??
 

lostcontrol

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interessantes thema.

zwei aspekte interessieren mich daran vor allem:

1.) was passiert, wenn ein bisher zahlungskräftiger mieter zum sozialfall wird?
normalerweise wird (zumindest bei uns in bawü) das amt darauf drängen, dass der mieter sich eine wohnung sucht, die für ihn und seine situation "angemessen" ist.
will heissen: wenn jemand sich bisher eine 4-zimmer-wohnung für sich alleine leisten konnte, dann wird das amt diese kosten NICHT übernehmen, und mit zuschüssen für makler, umzug und evtl. sogar neue möbel unterstützen (ob das sinn macht, kann man sich fragen - immerhin könnte es ja sein, dass der mieter schnell wieder einen neuen job findet).
für den vermieter bedeutet das aber trotzdem ärger, da das amt bis zum umzug das wohngeld ja nicht in ausreichender höhe bezahlt und so natürlich mietschulden entstehen können. und wie schnell der mieter dann umzieht ist ohnehin fraglich, denn das amt kann ihn nicht zwingen, eine minderwertige wohnung zu nehmen (es sei denn es hat entsprechende sozialwohnungen in petto).

2.) die höhe des wohngelds.
mag sein dass ich da eine radikale ansicht vertrete, aber ich hielte es für sinnvoll, wenn alle sozialfälle wohngeld in gleicher höhe bekommen würden und dann selbst entscheiden dürfen, ob sie sich trotzdem eine grosse wohnung leisten (und dann eben dazuzahlen müssen, wie auch immer sie das machen, z.b. dafür am essen oder am urlaub etc. sparen) oder sich z.b. mit einem WG-zimmer zufrieden geben und dann geld übrig haben.
was "angemessen" ist und was nicht, ist nun mal eine individuelle entscheidung, und wenn sich da die ämter drum kümmern, dann ist das meiner ansicht nach eine irrwitzige verschwendung von staatlichen geldern. nachdem ich selbst schon mal über 2 monate mit einer dame vom amt fast täglich telefoniert habe, weil ich meine einliegerwohnung an einen hartzIV-fall vermieten wollte (was letztendlich mangels heizkostenverteilern und diverser mitbenutzungen nicht genehmigt wurde - totaler schwachsinn!), habe ich das gefühl dass die auf dem amt da wirklich geld verschwenden. ein telefonat hätte eigentlich gereicht, wenn besagte dame ein entsprechendes papier vorliegen gehabt hätte, das da klare vorgaben macht.

so oder so: es kann uns alle treffen.
und man sollte da vernünftige richtlinien schaffen.

was meint ihr denn?
 
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