Asbest in der Wohnung

Diskutiere Asbest in der Wohnung im Modernisierung und Sanierung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Guten Tag liebes Forum, Ich habe kürzlich eine Wohnung an ein junges Paar vermietet. Diese waren mit dem, zugegebenermaßen abgenutztem PVC-Boden...

  1. #1 Christian 1917, 12.03.2018
    Christian 1917

    Christian 1917 Neuer Benutzer

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    Guten Tag liebes Forum,

    Ich habe kürzlich eine Wohnung an ein junges Paar vermietet. Diese waren mit dem, zugegebenermaßen abgenutztem PVC-Boden in der Wohnung unzufrieden und wollten ihn ersetzten. Ich habe ihnen zugesagt die Materialkosten zu übernehmen, wenn sie den Boden selbst verlegen.

    Jetzt haben sie beim Herausreissen des alten Bodens Anstoß an den darunterliegenden Flex-Platten genommen. Die sollen Asbest enthalten. Ich glaube dass das zwar sein kann, bisher gab es damit aber nie Probleme. Jeder Bodenleger, der bisher in dem Haus gearbeitet hat, hat zerbrochene Platten einfach entfernt und ausgetauscht, da musste nie eine maskentragende Asbestbrigade anrücken.

    Die neuen Mieter weigern sich jetzt, die zerbrochenen Platten selbst auszubauen und zu entsorgen und fordern, dass ich das professionell machen lasse. Das ist mir aber nun wirklich zu teuer und ich sehe auch keinen Grund dafür, es hat bisher nie Probleme mit dem Boden gegeben. Am liebsten soll ich den ganzen Boden herausreissen. So ein Unsinn!

    Ich habe ihnen angeboten einen Bodenleger den Boden machen zu lassen, dafür würde ich dann aber die Miete erhöhen wollen, denn sowas kostet ja auch Geld. Nun wurde aber bereits ein Mietvertrag mit fester Miete unterzeichnet. Ich habe den Mietern auch wegen dem zerrütetem Vertrauensverhältnis eine Auflösung des Vertrages vorgeschlagen. Immerhin werfen sie mir vor, sie angelogen zu haben (sie meinten ich hätte ihnen sagen müssten dass es in der Wohnung Asbest gibt. Aber das ist bei einem 60er Jahre Bau jawohl vorprogrammiert).

    Habe ich nun eine Mietminderungsflut zu befürchten? Wie sollte ich vorgehen?
     
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  3. #2 ehrenwertes Haus, 12.03.2018
    ehrenwertes Haus

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    Ab 1980 wurden nur noch asbestfreie Floor-Flex-Platten vertrieben.
    Weißt du wann genau diese Platten verlegt wurden?

    Verlegte Platten können auch mit Asbestanteil liegen bleiben, besonders wenn sie unter irgendeinem anderen Boden liegen.
    Für Mieter aber u.U. ein gefundenes Fressen für Ärger machen.
     
  4. Andres

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    Der bekannte, faule Deal. Warum das keine so prickelnde Idee ist, wurde hier im Forum wirklich schon oft geschildert.


    Wenig überraschend. Wenn man Asbest friedlich liegen lässt, passiert meistens auch recht wenig.


    Das hat dir viel Geld gespart. Dass es eher nicht im Sinne des Erfinders ist, sollte aber eigentlich jedem einleuchten. Wenn mit offenen, zerbrochenen Materialien mit Asbest hantiert wird, ist eine Belastung der Umgebung praktisch nicht mehr zu vermeiden.


    Die Mieter fordern exakt das, was das Umweltbundesamt empfiehlt, lustigerweise genau am Beispiel solcher Flex-Platten (etwa Mitte der Seite).


    Jetzt müsste man für diesen Wunsch nur noch eine Rechtsgrundlage finden. Ich kenne keine.


    Schlimmer, zumindest wenn die Mieter rechtlich gut beraten sind. Dann fordern sie nämlich eher Erfüllung, d.h. sie werden dich verpflichten, die Wohnung in einen einwandfreien Zustand zu bringen.


    Die Asbestsanierung vornehmen, den Mietern das Material für den Bodenbelag zahlen, dann die Erfüllung des Vertrags fordern.
     
  5. #4 Christian 1917, 12.03.2018
    Christian 1917

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    Danke für die Antwort,

    Ehrlichgesagt weiß ich nicht genau wann die Platten ursprünglich verlegt wurden, ich meine aber der Belag liegt da seit den späten 60ern, immer unter einem anderen Boden allerdings.

    Nun liegt der Boden in diesem Falle ja frei und eine der Platten leigen herum. Muss ich mich darum kümmern oder sind die Mieter selbst Schuld wenn die Platten bei der Renovierung zerbrechen?
     
  6. #5 immobiliensammler, 12.03.2018
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    Wurde von Andres in #3 doch hinlänglich beantwortet!
     
  7. #6 Christian 1917, 12.03.2018
    Christian 1917

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    Bitte entschuldigen Sie, Andres und ich haben unsere Beiträge wohl zeitgleich verfasst. Mein Kommentar bezieht sich noch auf den vorherigen. Heist das, ich muss nun den Boden aus dem ganzen Haus entfernen? Das werden ja ruinöse Kosten!
     
  8. #7 immobiliensammler, 12.03.2018
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    Das ist halt das Problem wenn man Schadstoffe im Haus hat .....

    Besser wäre es natürlich gewesen, man hätte das vor dem Einzug in der leeren Wohnung selbst erledigt, dann hätte man selbst entscheiden können, wie man sich schützt und die Entsorgung (dass sind wohl die größten Kosten) hätte man ggfs. auch minimieren können!
     
  9. Berny

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    Zusamen mit den Mietern nach einer für alle Seiten tragbare und preislich angemessene Lösung für weniger bornierte Zeitgenossen suchen.
     
  10. Andres

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    Nein. Wenn man es genau nimmt, müssen nur die zerbrochenen Teile raus - aber das macht ja keinen Sinn. Praktisch lässt man dann eben doch alles entfernen ...


    Das ist übertrieben. Die Kosten werden aber deutlich höher, wenn die Mieter erst einmal eingezogen sind. Die Baufreiheit hätte der Vermieter auf eigene Kosten herzustellen. Noch teurer wird es, wenn der Vermieter mit der Beseitigung in Verzug gerät und die Mieter zur Selbstvornahme gegen Kostenersatz (§ 536a Abs. 2 BGB) greifen.

    Daher ja auch meine Einschätzung von oben: Das Problem sollte zeitnah gelöst werden. Das belastete Material liegt nun offen und jede Verzögerung macht die Sache nur noch teurer.
     
  11. Pitty

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    Warum sollen Flexplatten raus gerissen werden um einen neuen Fußboden zu verlegen? Solange sie fest sind setzt sich kein Asbest frei. Dieses passiert erst wenn sie in Verbindung mit Wasser kommen, wo sich der Kleber auflöst.

    Lasse die Flexplatten drin und lasse den neuen Fußboden auf die Platten von einen Fußbodenleger verlegen. Das die Mieter das Zeug nicht anrühren ist sein gutes Recht. Er darf das Zeug nicht anrühren, dafür gibt es Entsorgungsfirmen. Die Wohnung muss beim entfernen eingehaust werden, die Monteure haben Schutzanzüge und Mundschutz, der Abbau muss in Berlin dem Lagetsi vor Beginn der Arbeiten gemeldet werden.

    Das ist richtig kompliziert.

    Ich kann Dir auch sagen, dass wenn Du einen Fußboden rüber packst und die Ränder ordentlich verschließt, wird kein Asbest in den Wohnraum dringen.

    Wir hatten einmal einen Mieter, der hatte eine Mietminderung durchsetzen wollen. Dann wurde ein Unterdruckgutachten erstellt, was zu keinen überhöhten Asbestgehalt in der Luft führte.

    Wenn Du die Platten von einer Firma ohne Asbestentsorgungsgenehmigung entfernen lässt, droht Dir und der Firma eine Strafe von 50.000€.

    Da der Mieter weiß, dass es sich um Asbest handelt würde ich vorsichtig sein!!!!!
     
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