Aufforderung zur Berichtigung von alten Abrechnungen

Diskutiere Aufforderung zur Berichtigung von alten Abrechnungen im Fristen Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; ?? Muss ich jetzt nicht verstehen, oder? Nach Aussage von "gasfy" beginnt die Verjährungsfrist erst wenn wer auch immer merkt das was auch immer...

  1. #21 Tobias F, 08.10.2019
    Tobias F

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    Muss ich jetzt nicht verstehen, oder?
    Nach Aussage von "gasfy" beginnt die Verjährungsfrist erst wenn wer auch immer merkt das was auch immer falsch war. Da dies auch erst in 280 Jahren geschehen kann sind also sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten bis dahin offen. :005sonst:
     
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  3. #22 immobiliensammler, 08.10.2019
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    Wobei mich da mal die genaue Rechtsgrundlage (bzw. ein Urteil dazu) interessieren würde, ich glaube das nämlich nicht so ganz. Ich schaue mal, ob ich noch die Abrechnung meiner letzten selbst gemieteten Wohnung aus 1994 finde, mal Belegeinsicht fordern, vielleicht finde ich da ja auch noch was ..........
     
  4. #23 Papabär, 08.10.2019
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Guckst Du §199 BGB


    Mit etwas Glück findest Du ja einen Grund (nebst Nachweis), warum Du die verspätete Geltendmachung (siehe §556 (3) Satz 5+6 BGB) nicht zu vertreten hast.
     
  5. #24 immobiliensammler, 08.10.2019
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    Hallo @Papabär
    § 199 BGB ist klar, aber wie will der Gläubiger (hier also der Mieter) darlegen, dass er nicht von den den Anspruch begründenden Umständen (also z.B. das Recht auf Einsichtnahme in die Unterlagen) oder von der Person des Schuldners (hier der Vermieter) Kenntnis gehabt hat?
     
  6. Andres

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    Hier wurde ja ins Feld geführt, dass der Vermieter den Mieter vorsätzlich getäuscht hätte. Weiter oben habe ich schon die Möglichkeit gesehen, dass das irgendein Manöver werden soll, um die allgemeine oder spezielle Verjährung auszuhebeln. Ich glaube nicht, dass diese Argumentation erfolgreich sein wird, aber wenn man jetzt noch Abrechnungen von 2012 beanstanden will, wird man solche Figuren bemühen müssen ...


    Das ist der typische Schwachsinn, den unsere "Freunde" vom Mieterbund verzapfen, und man sieht hier sehr schön, mit welchem Kalkül: Für einen ausreichend unsicheren Vermieter ist nicht einzuschätzen, wie die Rechtslage tatsächlich ist. Bei Vorsatz wäre das dann Betrug.

    Nochmal ganz klar: Aus meiner Sicht versucht die Gegenseite hier, deine Unsicherheit auszunutzen. Die Sache gehört damit in die Hände eines Anwalts. Außerdem wäre es sicher nicht die schlechteste Idee, die Abrechnung mal mindestens einmalig von einem professionellen Hausverwalter erstellen zu lassen, um mal zu sehen, wie es richtig geht.
     
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  7. #26 ehrenwertes Haus, 08.10.2019
    ehrenwertes Haus

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    Ich kann mich Andres nur anschließen.

    Wobei ich die Erfahrung gemacht hab, dass nicht nur wirkliche Unsicherheit von Mieteranwälten und Mietervereinen ausgenützt wird, sondern auch gerne mit oftmals haltlosen Vorwürfen versucht wird diese Unsicherheit erst zu erzeugen.
    Manche bauen einfach gerne Drohkulissen auf mit Schlagworten wie Vorsatz, Unterschlagung, Betrug, Schikane durch Vermieter usw. einfach nur um sich in eine scheibar überlegene Position zu argumentieren, auch wenn da nix dran ist.

    Lass dich nicht einschüchtern von solchen Vorwürfen, wenn du dir nichts vorzuwerfen hast.
    Fehler kann und darf man machen. Das ist nicht wirklich schlimm (kratzt halt am eigenen Ego, kann peinlich sein und kostet meistens Lehrgeld) und läßt sich aus der Welt schaffen.

    Gib das in die Hände eines Anwalts und lasse deinem Mieter korrigierte Anbrechnungen, soweit das nicht verjährt ist, zukommen.
    Ich denke zukünftig wirst du noch genauer auf deine Abrechnungen schauen und dir das auch von einem Profi zeigen lassen. Damit sinkt die Gefahr auf weitere Abrechnungsfehler schon deutlich. Ganz sicher ist man nie davor, oder Wer kann Schreibfehler und Zahlendreher absolut sicher ausschließen?

    Dieser Mieter hätte bei mir aber Bonuspunkte für eine Mieterhöhung zum nächstmöglichen Zeitpunkt gesammelt.
    Meine Gutmütigkeits-/Toleranzgrenze ist wie ein Gummiband. Je stärker Mieter versuchen mit angeblichen Druckmitteln zu kommunizieren, desto geringer ist meine "Dehnfähigkeit" bei Mieterwünschen. Ist manchmal echt amüsant, wenn man "versehentlich" laut nachdenkt wie lange die letzte Mieterhöhung schon her ist und der Mieter einem gegenüber steht.
     
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  8. #27 FMBerlin, 09.10.2019
    FMBerlin

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    Mal als Denkanstoß, so der Vollständigkeit halber: Ich habe mir als Jungspund noch den Spruch anhören dürfen "Ein anständiger Kaufmann beruft sich nicht auf die Verjährung.". Später durfte ich dann selbst erfahren, daß bezüglich der Anzahl "anständiger Kaufleute" echter Fachkräftemangel herrscht. Trotzdem ist es nicht verboten, jemandem nichts schuldig zu bleiben.
    Wenn alle Abrechnungen mit geringem Aufwand berichtigt werden können, warum dies nicht tun? Gerade, wenn man dabei im Plus ist. Allerdings dann ohne Belegübersendung für verjährte Zeiträume, die hat eh schon stattgefunden und die Betonung liegt auf "mit geringem Aufwand".
    Das ist jetzt keine direkte Empfehlung, alle Abrechnungen zu korrigieren. Ich finde das Verhalten des Anwaltes berufstypisch und das ist kein Kompliment.
     
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