Aufteilung Gewässerschadenhaftpflicht; nur eine Partei nutzt Öltank

Dieses Thema im Forum "Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan" wurde erstellt von rk_berlin, 22.04.2010.

  1. #1 rk_berlin, 22.04.2010
    rk_berlin

    rk_berlin Neuer Benutzer

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    Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus, lt. WEG in 3 Wohneinheiten aufgeteilt. 2 gehören uns (50% der Eigentumsanteile, die wir auch bewohnen), 1 dem Miteigentümer (andere 50%, wohnt ebenfalls im Haus).

    Vor unserem Kauf/Einzug gab es eine gemeinschaftliche Ölheizung.

    Wir haben bei Einzug eine moderne Gasheizung einbauen lassen. Der ME nutzt die Ölheizung weiter, allein. Er möchte jetzt jedoch die Kosten für die Gewässerschadenhaftpflichtsversicherung (wegen des Öltanks) im Verhältnis 50%/50% aufteilen.

    Finde ich "subjektiv unredlich" (Kosten entstehen ja nur, weil *ER* die Ölheizung nutzt). Es gibt auch keinen Beschluss der Eigentümerversammlung, sondern er hat in unserer turnusgemässen Abrechnung einfach erstmals diese Kosten angesetzt (meine Vermutung: um uns zu ärgern), zuvor hatte er mehrere Jahre lang die Versicherung selbst zu 100% bezahlt. Er hat auch die Versicherung von seinem Namen auf die WEG umtragen lassen, ohne dass ein Beschluss der Eigentümerversammlung vorlag.

    Wie ist diese Situation zu beurteilen?
     
  2. AdMan

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  3. RMHV

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    Warum sollte *ER* als Folge der Heizungsumstellung eines einzelnen Eigentümers plötzlich einen höheren Kostenanteil tragen?

    Die Kostenverteilung in der WEG richtet sich nach dem Gesetz, den Vereinbarungen und den gültigen Beschlüssen. Man wird unterstellen können, dass die gemeinschaftliche Ölheizung und der Öltanks vor dem Einbau einer Gasheizung Gemeinschaftseigentum waren und mangels anderweitiger Vereinbarung immer noch sind. Damit hat selbstverständlich auch die Gemeinschaft die Kosten der Gewässerschadenhaftpflichtversicherung zu tragen und nach den für Haftpflichtversicherungen zutreffenden Schlüssel zu verteilen. Soweit in der Teilungserklärung dafür kein anderer Schlüssel vorgesehen ist, ist eine Verteilung nach Miteigentumsanteilen also zutreffend. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass der andere Eigentümer in vorangegangenen Jahren die Kosten grundlos in voller Höhe getragen hat.
     
  4. #3 rk_berlin, 22.04.2010
    rk_berlin

    rk_berlin Neuer Benutzer

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    Aus meiner Sicht kann die Anlage (Öltank) stillgelegt und ausgebaut werden.
    Dann könnte die Versicherung gekündigt werden.
    Da nur einer der Eigentümer die Anlage weiter nutzen möchte, sollten daher auch die Lasten und Pflichten aus dem laufenden Betrieb (nicht für die evtl Beseitigung!) auf ihn übergehen.

    Eine Umstellung der Versicherungspolice vom Namen eines der Eigentümer auf die WEG sollte doch ebenfalls nicht ohne Rücksprache oder formellen Beschluss erfolgen.

    Oder bin ich da schief gewickelt?
     
  5. #4 Michael_62, 22.04.2010
    Michael_62

    Michael_62 Erfahrener Benutzer

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    Du bist nicht nur schief gewickelt sonder völlig neben dem Programm.

    Die orginäre Energieversorgung zu ändern, sowie die dazu gehörige Kostentragung würde einen einstimmigen Beschluss des WEG erfordern.

    Du hast deine anteiligen Kosten an dem Öltank brav weiter zu tragen, bis du deinen Kollegen überzeugst, FREIWILLIG auf Gas umzurüsten.

    Ich verstehe allerdings eure WEG betriebswirtschaftlich überhaupt nicht. Wenn ihr duale Brenner habt, könnt Ihr Öl oder Gas feuern. Dann könnt Ihr die Schwankungszyklen austricksen und eine Menge Geld sparen. :wink


    pS: Wenn der einzelne die Haftpflicht kündigt und etwas passiert, dann bist du mit deinem Privatvermögen in der Haftung, obwohl du da gar nichts mit zu tuen hast.
    Mach dich erst mal Schlau, bevor du wegen Pfennigkram rumzickst. :wand:
     
  6. RMHV

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    Der Tank war schon immer ein Risiko der Gemeinschaft und die Versicherung hätte schon zu Beginn auf die Gemeinschaft abgeschlossen werden müssen. Dass dieser Fehler irgendwann ohne Beschluss korrigiert wird, wird man nicht wirklich beanstanden können.
     
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