"Aufwandsentschädigung" für Hausverwaltung ohne SEPA Mandat / Aufbewahrung der Unterlagen im Haus?

Diskutiere "Aufwandsentschädigung" für Hausverwaltung ohne SEPA Mandat / Aufbewahrung der Unterlagen im Haus? im WEG-Verwaltung Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo liebe Forumsmitglieder, ich bin seit kurzem Eigentümerin einer kleinen ETW, welche ich an ein Familienmitglied vermiete. Ich habe die...

  1. #1 KaBu2019, 16.06.2019
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    Hallo liebe Forumsmitglieder,

    ich bin seit kurzem Eigentümerin einer kleinen ETW, welche ich an ein Familienmitglied vermiete. Ich habe die Wohnung gekauft, damit dieses Familienmitglied sorgenfrei darin leben kann und nicht aus reinen Renditegesichtspunkten.

    Nun habe ich die erste Einladung zur Eigentümerversammlung bekommen und darin sind ein paar sehr merkwürdige Punkte. Da ich mich noch nicht so richtig auskenne, wollte ich gern fragen, ob dies wirklich normal so ist...
    Soweit ich schon gelernt habe, ist wohl einer der Gesellschafter der Hausverwaltung gleichzeitig einer der Haupteigentümer in der Anlage, und kann daher wohl alle Beschlüsse "durchdrücken"...

    1. Die Hausverwaltung wünscht einen Beschluss, dass Eigentümer, die das Wohngeld nicht per SEPA Lastschrift bezahlen, jeweils über fünf EUR extra bezahlen, da der Aufwand der getrennten Verbuchung von Hausgeld und Rücklagen so "aufwändig" sei. Ich würde ja normalerweise denken, dass die Verbuchung von Ein- und Ausgängen auf Sachkonten eigentlich die Aufgabe ist, für die die HV original bezahlt wird, ist sowas tatsächlich üblich? Gibt es eine Handhabe dagegen? Ich habe grundsätzlich nichts gegen eine Zahlung per Lastschrift, allerdings wollte ich erst ein gewisses "Vertrauen" in die HV gewinnen, bevor ich ihr Zugang zu meinem Konto gewähre...

    2. Die Hausverwaltung ist der Meinung, dass sie nur die Unterlagen der letzten drei Jahre bei sich aufbewahren muss und möchte daher auf Kosten der Gemeinschaft einen "Stahlschrank" anschaffen, welcher im Hausflur der Anlage gelagert werden soll und darin sollen alle anderen Unterlagen gelagert werden, bis zehn Jahre vergangen sind, danach sollen sie auf "Kisten der Gemeinschaft" entsorgt werden. Für mich klingt es hanebüchen, die HV sitzt ca 250 km vom Objekt entfernt, warum sollten die Unterlagen nicht dort gelagert und aufbewahrt werden müssen? Zum einen befürchte ich den Verlust der Unterlagen, wenn sie in einer Anlage einfach "rumstehen" zum anderen dürfte das die Antwortzeiten doch deutlich verlängern und zum dritten verstehe ich nicht, warum die Hausgemeinschaft dafür bezahlen soll, wie die HV die Unterlagen aufbewahrt. Ist sowas wirklich üblich? Außerdem, gehört nicht neben der sorgfältigen Aufbewahrung auch die Vernichtung von Unterlagen zu den originären Aufgaben der Verwaltung, warum sollte dafür extra bezahlt werden müssen?

    Wie schon gesagt, es gibt wohl einen Mehrheitseigentümer in der Gemeinschaft, ich werde als über Punkte nur diskutieren können, wenn ich stichhaltige Argumente dafür habe, daher wäre ich euch sehr dankbar für eure Unterstützung!

    Vielen Dank,
    KaBu2019
     
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  3. Andres

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    Das hast du hoffentlich vor dem Kauf erkannt. Es ist ein durchaus wertmindernder Faktor, egal ob der Kauf nun eine Geldanlage war.


    Zum 1. Themenkomplex:

    Keine Ahnung. Es ist jedenfalls zulässig, auch per Mehrheitsbeschluss.


    Den Antrag mehrheitlich ablehnen.


    Zur 2. Frage:

    Dass Unterlagen der Gemeinschaft im Hausflur aufbewahrt werden? Das kannst du glaube ich selbst beantworten.


    Ich habe es zumindest bisher nicht erlebt, dass die Vernichtung gesondert berechnet wird. Aber ich habe es auch noch nicht erlebt, dass die Verwaltung Unterlagen nicht an ihrem Sitz (ob nun in ihren eigenen Räumen oder ggf. gesondert) aufbewahren will - was machen die denn, wenn sie von dem Zeug etwas brauchen? Auch hier kann ich trotz aller Fragezeichen nicht erkennen, dass ein solches Vorgehen nicht mit ordnungsmäßiger Verwaltung vereinbar wäre. Damit lässt sich das grundsätzlich per Mehrheitsbeschluss durchsetzen.
     
  4. #3 KaBu2019, 16.06.2019
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    Hallo Andres,
    erstmal Danke für deine schnelle Antwort!

    Ich habe die Wohnung ja gerade nicht als Geldanlage gekauft, sondern weil ein Familienmitglied bereits darin wohnte, die Wohnung verkauft werden sollte, und sie für dieses Familienmitglied "gesichert" werden sollte. Unter anderem weil eben dieser Eigentümer alles "aufkauft" was in dem Gebiet zum Verkauf steht und so langsam die Vergleichsmieten in die Höhe treibt. Mein Mitanteil liegt bei unter 1%, insofern wäre meine Stimme eh nicht viel wert, aber ärgerlich ist es dennoch, dann so abhängig zu sein.

    Lt Beschluss sollen die Unterlagen ja in besagtem Stahlschrank auf der Liegenschaft verschlossen werden, Zitat aus der Einladung "Unterlagen der letzten drei Jahre verbleiben bei der Verwaltung. Darüber hinaus verbleiben die Unterlagen bis zu 10 Jahren bei der Gemeinschaft"... Es geht in meinen Kopf nicht rein, warum das so sein sollte, wenn wir doch eine Verwaltung haben, die für die Liegenschaft auch locker 2500 EUR im Monat erhält... Ich mach mir weniger Sorgen wegen der 1% Kosten für den Stahlschrank, als mehr um die Sicherheit und den Zugriff der Akten. Gibt es eine Vorschrift für Verwalter, wer welche Unterlagen wirklich vorhalten muss, oder kennst du einen Grund, warum gerade die 3 Jahre? Irgendwie klingt mir das nicht nach sorgfältiger Behandlung der Akten...

    Ich werde morgen mit der Verwaltung eh telefonieren müssen, da es mit der Einladung noch massive andere Probleme gibt (Verweis auf Beschlüsse in vergangenen Sitzungen, die da nicht in den Protokollen drinstehen, aber teuer werden, Verweise auf vergangene Sitzungen mit anderem Datum als auf den mir vorliegenden Protokollen, etc.), bevor ich aber mit denen spreche, wollte ich gern wissen, ob ich mit meinem Verständnis (welches nur auf Menschenverstand und nicht auf Fachwissen über Verwaltertätigkeiten beruht...) nicht doch auf dem Holzweg bin.
    Kann ich eigentlich als neu-dazugekommener Eigentümer ohne Sitz im Beirat eine Kopie des Verwaltervertrages anfordern, um zu wissen, was da eigentlich drin steht? Denn eigentlich müssten seine Pflichten da ja drin geregelt sein...

    Eigentlich hatte ich vor, aufgrund der örtlichen immensen Entfernung zwischen der Wohnung und meinem Wohnsitz, mich auf der Sitzung durch mein Familienmitglied vertreten zu lassen, aber ich schätze, ich werde wohl extra zwei Tage Urlaub nehmen müssen, um mir mal selbst ein Bild dieser Verwalter zu machen...
    Aber wie führt man sich da als "Neue" ein, ohne gleich der Querulant zu sein.......?

    Danke,
    KaBu2019
     
  5. Andres

    Andres
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    Nein.


    Das ist die regelmäßige Verjährungsfrist. Innerhalb dieser Frist ist es deutlich wahrscheinlicher, dass man die Unterlagen tatsächlich noch einmal braucht und nicht nur aufgrund diverser AUfbewahrungsfristen eben irgendwo lagern muss.


    Natürlich. Die Ausfertigung, die die Gemeinschaft davon erhalten hat, gehört dir zusammen mit allen anderen Eigentümern - das gilt auch für alle anderen Unterlagen der Gemeinschaft.


    Indem man mit den anderen Eigentümern in Kontakt tritt - und zwar vor der Eigentümerversammlung. Das ist der bessere Weg um die Vorgänge in der Gemeinschaft richtig einordnen zu können und ggf. Mehrheiten oder wenigstens Verbündete zu finden.
     
    immobiliensammler und Wohnungskatz gefällt das.
  6. heineu

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    Empfehlung: die aktuelle Eigentümerliste anfordern und als Neueigentümer Kontakte suchen.

    (Meine ganz persönliche Meinung: es ist schon ein merkwürdiges Vorgehen, Verwaltungsunterlagen - egal wie lang zurück - die für eine kompetente Bearbeitung benötigt werden, als Verwalter nicht im Zugriff haben zu wollen und dafür den Eigentümern noch Geld abzuverlangen. Bei der lfd. Bearbeitung von Instandsetzungen, Reparaturen und Gewährleistungsaspekten werden eigentlich frühere Unterlagen wie Rechnungen, Abnahmeprotokolle u.s.w. immer gebraucht, will man nicht alles "neu beauftragen". Eine mitdenkende Verwaltung könnte der Eigentümergemeinschaft Geld sparen, wenn sie die Reparatur-Historie etc. jeweils beachtet ...)


    Besser wäre natürlich gewesen, vor dem Kaufvertrag die Kontakte aufzubauen und die Stimmung zu kritischen Punkten der Protokolle und ggf. gegenüber der Hausverwaltung zu erkunden.
     
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