Aufwandsentschädigung @Nachmietersuche

Dieses Thema im Forum "Makler" wurde erstellt von HeinzG, 01.09.2014.

  1. HeinzG

    HeinzG Gast

    Hallo zusammen,

    ich habe einige Fragen bezüglich einer Gebühr, änlich der Maklergebühr, für die Suche des Nachmieters.
    Darf eine Privatperson das rechtlich verlangen? Gibt es da überhaupt Gesetzt / Vorschriften?

    In meinem Fall konkret,
    ....ich hätte eigentlich laut meinem Mietvertrag noch eine Bindung über 1 Jahr.
    Habe jetzt aber nach einem wirkunslosen Kündigungsschreiben, zumindest die Erlaubniss bekommen vorzeitig auszuziehen,
    wenn ich einen Nachmieter finde der "wirtschaftlich und persönlich Zuverlässig" ist.
    Auch steht im Brief, das das eine "Kulanzgeste ist und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht erfolgt"

    Sind das alles "Standartsätze" in solchen Briefen, und wirklich so gemeint wie mann sie versteht,
    oder heißt das irgendwas besonderes / verstecktes, wie z.B. die versteckten Zeugnissbewertungen?

    Es ist nämlich meine erste Wohnung, und ich habe da noch nicht so viel Ahnung und Erfahrung.
    Habe aber ein Super-Angebot für eine andere Wohnung bekommen, deswegen will ich jetzt hier schnell raus. ;-)

    Der Hausverwaltung bin ich auch sehr Dankbar, das sie mir diese Möglichkeit unterbreitet.


    Jetzt zu meiner eigentlichen Frage:
    Ich habe selber beim Einziehen knapp 2000€ Provision an den Makler zahlen dürfen. :-((
    Was ich mir jetzt gern ein bischen zurück holen würde, auch wenns nur ein Bruchteil dessen ist.

    Da ich selber lange gesucht habe, und mich nur sehr schwer gegen andere Mitbewerber durchgesetzt habe,
    weiß ich das hier in der Gegend ein Platzmangel ist, und ich eigentlich leicht einen Nachmieter finden dürfte.

    Würde die Wohnung selber inserieren, die Nachmieter auswählen, und weiter vermietteln.
    Und dabei würde ich gerne ca. 500€ die natürlich weit mehr als meine Ausgaben sind, aber "einfach weil ichs kann" verlangen.


    Kann ich/Darf ich als Privatperson das?

    Und falls ja,
    - muss das schriftlich sein?
    - muss ich erst die Hausverwaltung fragen, da es ja Ihre Wohnanlage ist.
    - verpflichte ich mich damit zu etwas?


    Vielen Dank schon mal im Vorraus....
     
  2. AdMan

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  3. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Du bist ja lustig.:smile047:

    Wenn Du den Makler bezahlst und eine Wohnung erhalten hast, ist das ein Rechtsgeschäft, welches abgeschlossen ist. Wohnung gegen Maklergebühr.

    Selbst wenn Du einen Nachmieter findest, muss Dein Vermieter den noch lange nicht nehmen. Das wäre ein entgegenkommen von seiner Seite Dir gegenüber.

    Du solltest froh sein, wenn Du aus dem Vertrag früher raus kommen solltest. Ansonsten heißt es bis Mietvertragsende Doppelte Miete.
     
  4. #3 Toffer2105, 01.09.2014
    Toffer2105

    Toffer2105 Benutzer

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    naja, so wie du dir das vorstellst, geht das nicht. Für eine offizielle Maklerprovision sind einige Bestimmungen einzuhalten.

    Wenn deine Wohnung jedoch eine starke Nachfrage hat, das ist das doch an sich schon mal gut. Somit kannst du schon mal aushandeln, dass du keine Schönheitsreparaturen vornehmen musst. Das hat ja schon was.

    Und wenn die Nachfrage wirklich so hoch ist, dann bieten die potenziellen Mieter dir evtl schon selber was an (als Bestechung) oder du schlägst was vor, was aber evtl. einige abschrecken dürfte.
     
  5. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Wenn du vorher ein Gewerbe anmelden, zusätzlich dir noch die Erlaubnis nach §34c holst, usw.: Ja, dann geht das, ansonsten nicht.
     
  6. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Wenn du Geld für eine Leistung verlangst, musst du grundsätzlich auch sicherstellen, dass der Käufer die Leistung bekommt. Und genau das kannst du nicht, weil es nicht in deiner Macht liegt, ob der Vermieter mit deinem Kunden einen Vertrag abschließt.

    Vielleicht musst du deine Leistung anders verkaufen - so, dass du das verkaufte auch leisten/liefern kannst.

    Ob das Ganze am Ende sinnvoll ist, sei mal dahingestellt ...
     
  7. Andres

    Andres
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    Eine Provision (wie man das Kind nennt, ist egal - faktisch ist das eine Provision) wäre in diesem Fall unzulässig, da der Vermittler selbst Mieter der Räume ist.

    Und zu Frage, ob die Formulierung irgendein "Code" ist: Vermutlich nicht. Trotzdem darf der Vermieter sich ganz frei entscheiden, wen er sich als neuen Mieter aussucht. Wenn ihm die ersten hundert Kandidaten nicht gefallen, suchst du dann nach dem 101. Interessenten. Den muss er auch nicht akzeptieren ...
     
  8. HeinzG

    HeinzG Gast

    @Toffer2105
    Natürlich nicht "ofiziell" !
    .....ich schrieb doch vergleichbar der Provision oder Aufwandsentschädigung....

    @dots
    Natürlich würde ich erst das Geld verlangen, wenn Ihn/Sie die Hausverwaltung akzeptiert.

    @Andres
    Einige Vorredner sagten aber, das sei Allgemein als Privatperson unzulässig.
    SIe dagegen sagen, nur wenn ich der Eigentümer wäre, dann wäre es als Privatperson trozdem zulässig.


    Was denn Jetzt?!?!?




    @Pitty
    Sich mit Ihrem Beitrag auseinanderzusetzen wäre genauso sinnlos,
    wie es der Beitrag selbst war.
     
  9. Andres

    Andres
    Super-Moderator

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    Es gibt da kein "(in)offiziell". Die Leistung wird nicht nach ihrer Bezeichnung eingeordnet sondern nach den tatsächlichen Verhältnissen. Und hier soll eine Wohnung gegen Provision vermittelt werden. Ob man diese Leistung nun als "Aufwandsentschädigung", "Finderlohn", "Taschengeld", "Umzugsbonus" oder mit anderen Fantasienamen bezeichnet ist völlig egal.

    Der einzige, der das behauptet hat, war Pitty. Und diese Aussage ist falsch. Für eine einmalige Maklertätigkeit ist keine Gewerbeanmeldung erforderlich.


    Wo habe ich das behauptet? Auch als Eigentümer wäre es unzulässig, eine Provision zu verlangen. Grundlage ist § 2 Abs. 2 WoVermRG.
     
  10. #9 Papabär, 01.09.2014
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    ... und Pharao.

    Die Anmeldung ist bei gewerbsmäßiger Vermittlung erforderlich. Bei einem einzelnen Fall dürfte davon aber kaum die Rede sein.

    Nichtsdestotrotz würde eine eingenommene Provision der Einkommenssteuer unterliegen.
     
  11. #10 Pharao, 01.09.2014
    Zuletzt bearbeitet: 01.09.2014
    Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    ich gehe mal davon aus, das bei "nicht offiziell" der Fragesteller nicht vorhat, das zu versteuern.
     
Thema: Aufwandsentschädigung @Nachmietersuche
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