Auskunfstanspruch / Belegeinsicht Jobcenter

Diskutiere Auskunfstanspruch / Belegeinsicht Jobcenter im Verwaltung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo, ich weiß nicht ob das hier das richtige Unterforum ist... Uns hat das Jobcenter / der Kreis angeschrieben mit der Bitte um Belegeinsicht....

  1. #1 leviathan, 22.01.2017
    leviathan

    leviathan Neuer Benutzer

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    Hallo,
    ich weiß nicht ob das hier das richtige Unterforum ist...
    Uns hat das Jobcenter / der Kreis angeschrieben mit der Bitte um Belegeinsicht. Allerdings eher im Wortlaut "bitte senden Sie Familie XY die Belege der NK-Abrechnung 2015, damit diese sich ein Bild machen kann und die Belege bei uns einreichen. Nur so kann eine Prüfung unserer Seite abgeschlossen werden."

    Nun stellt es sich ja aber so dar, dass eine Belegeinsicht nur vom Mieter gefordert werden kann und wir mit dem Jobcenter selbst nichts zu tun haben. Normalerweise akzeptiert das Jobcenter die "einfache" Abrechnung ohne Belege. Wie sieht das bei euch aus? Sollte ich die Belege dem Mieter schicken, auch wenn der sie eigentlich garnicht angefordert hat? Wäre ein ziemlicher Akt, da momentan das Büro umzieht und alle Belege in alle Winde verstreut sein werden...

    Vielen Dank für eure Einschätzung :)
     
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  3. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Bitten darf das Jobcenter, aber einen Anspruch hat es m.E. nicht. Das Jobcenter ist nicht dein Vertragspartner.

    Was passiert, wenn das Jobcenter die Belege nicht bekommt? Wenn dann die (pünktliche) Miezzahlung darunter leiden könnte, würde ich (in Kommunikation mit dem Mieter) kooperieren.
     
  4. GSR600

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    Liegen Wohnung und Verwaltung im selben Ort?
    Dann kann der Mieter ja zur Belegeinsicht vorbei kommen und den Jobcenter Mitarbeiter mitbringen.
     
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  5. #4 Sweeney, 22.01.2017
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    Das ist nicht das Problem des Mieters.

    Nicht jammern, sondern anpacken und organisieren. Je früher die Organsation der Unterlagen stattfindet, desto eher wird dem Mieter die Summe für eine vermutliche Nebenkostennachzahlung erstattet. Folglich wird der Vermieter auch früher an sein Geld kommen.

    Die Belege werden ja zumindest in Aktenordnern abgeheftet sein und die Kartons sind entsprechend beschriftet. Es ist nicht nachvollziehbar, warum "alle Belege in alle Winde verstreut sein" sollten und dieser Zustand nicht sehr zeitnah abgestellt wird.


    Ich habe sämtliche Unterlagen primär in digitaler Form im Rahmen eines "paperless office" wie es neumodisch heißt. Die Papierform stellt bei mir lediglich eine Redundanzebene dar.
     
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  6. #5 taxpert, 23.01.2017
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    Das Job Center darauf aufmerksam machen, dass der Mieter Anspruch auf Einsicht in die Unterlagen hat (dabei kann er/sie auch von jemandem, z.B. vom Job Center, begleitet werden!

    Der Mieter hat aber keinen Anspruch auf Übersendung der Belege oder Kopien der Belege!

    taxpert
     
  7. #6 anitari, 23.01.2017
    anitari

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    Da könnte man dem Jobcenter mit seinem Standardsatz antworten

    Sie sind nicht mein Vertragspartner.

    Da aber die Gefahr besteht das das JC die kosten nicht übernimmt würde ich kooperativ sein und dem JC mitteilen das Familie XY in meinen Räumlichkeiten (Adresse) die Originalbelege einsehen kann. Zur Zusendung von Kopien bin ich nicht verpflichtet aber gegen Kostenerstattung, 25 Cent pro A4-Blatt, kann Familie XY gern Kopien bekommen.

    1 - 2 Termine zur Wahl anbieten.

    Eine Zweitschrift am Familie XY. Beide Schreiben per Einwurfeinschreiben.
     
  8. Nanne

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    Es sei denn die Entfernung ist dem Mieter zur Einsichtnahme nicht zumutbar. In diesem Fall zahlt der M. die Kopien.
     
  9. Pitty

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    Die Frage ist doch, ob sie nur Belege von der gesamten Abrechnung haben wollen oder von den gesamten Rechnungen wie Du auf die Zahlen kommst.

    Ich würde die NK Abrechnung zuschicken und mitteilen, sofern weitere Belege gewünscht werden, so kostet es Summe XY (0,25 Cent)
     
  10. #9 anitari, 23.01.2017
    anitari

    anitari Erfahrener Benutzer

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    Die, so verstehe ich das, ist dem Mieter ja zugegangen.

    Das keine Belege dabei sein müssen ist klar. Möglicherweise aber war die Abrechnung zu "einfach", sprich nicht nachvollziehbar.
     
  11. Andres

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    ... und zwar vorschüssig, ganz besonders bei dieser Klientel.
     
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  12. Berny

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    Je früher ich kooperativerweise der Bitte nachkomme, desto eher habe ich mein Geld.
     
  13. #12 Papabär, 23.01.2017
    Papabär

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    Von der vorschüssigen Zahlung der Kopierkosten sind wir - zumindest teelweise - bereits wieder abgekommen. Der Verwaltungsaufwand (Der Betrag steht ja der Verwaltung zu - hat also auf dem Konto des Eigentümers nicht zu suchen ... Geldeingang muss überwacht werden) ist meist höher, als die paar Euronen.
    Derartige Mailanfragen werden i. d. R. innerhalb von drei Minuten beantwortet. Antworten -> pdf-Dokument der angefragten Kostenposition angehangen -> absenden -> fertig.
    Lediglich, wenn der Mieter die Zählerstände aller Mietparteien haben möchte und das mehrere Seiten sind (die hier meist erst noch anonymisiert werden müssen) - oder wenn der Mieter uns ohnehin mächtig auf´n Puffer geht, kann´s schon mal zur Forderung von Kopierkosten kommen.
     
  14. #13 leviathan, 02.02.2017
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    Vielen Dank für die vielen Reaktionen.

    Das mit den Belegen ist soeine Sache, ich bin da leider auch nur hilfsweise (bin der Neffe) dran und wohne 350km weit entfernt. Von daher versuche ich schon das papierlose Büro umzusetzen, was mit vielen Beteiligten (auch vom älteren Schlag) schwierig ist.
    Dann ist mal eine Rechnung in dem Ordner und mal in dem (Abfallentsorgung z.B. wird gern unter Lieferanten abgelegt etc pp) und ich darf mich dann mal ein ganzes Wochenende hinsetzen und alles möglichst einscannen. Mittlerweile habe ich die meisten aktuellen Rechnungen "gefunden" und auch digital. Bei dem betreffenden Jahr 2015 sah das leider noch nicht so aus.

    Die NK-Abrechnung ist definitiv schlüssig und listet die Positionen sowie den Verteilerschlüssel (Gesamtkosten und Anteil des Mieters) auf. Positionen sind z.B. Wasser, Abwasser, Müllgrundgebühr und Müllentsorgung, Haftpflichtversicherung, Versicherungen allgemein.
    Heizung und Strom wird nicht umgelegt, außer Allgemeinstrom.

    Bisher hat das Jobcenter auch jede so angefertigte NK-Abrechnung akzeptiert. Sogar 2013 als ein 3x höherer Wasserverbrauch als die Jahre zuvor abgerechnet wurde. Wir haben generell einige Mieter, die das Geld vom Jobcenter erhalten. Diese Familie erhält allerdings noch nicht lange Hilfe.

    Evtl. werde ich dem Jobcenter nun also schreiben, dass wir nicht der Vertragspartner sind und die Mieter gerne Belegeinsicht fordern können. Entfernung ist ca. 15km. Oder ich zögere noch etwas hinaus und werde versuchen die Belege für 2015 zusammen zu kriegen und dann kriegen sie ihre Belege. Was eine Arbeit.
    Aber wie jemand schon trefflich sagte: Nicht jammern :)
     
  15. #14 Pharao, 02.02.2017
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 02.02.2017
    Pharao

    Pharao Gast

    Hi,

    das spielt überhaupt keine Rolle was bisher dieses JC akzeptiert hat oder wie das bei anderen abläuft. Anscheinend wollen die das eben überprüfen, was m.E. durchaus ihr gutes Recht ist. Nur bist du i.d.R. nicht ihr Ansprechpartner, auch wenn`s der einfachere Weg wäre.

    Alternative wäre u.a. auch (gerade weil das JC auch gerne so reagiert): Leider können wir ihnen die geforderte Auskunft aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht mitteilen ;)

    Und welche Rechte der Mieter hat, das muss m.E. der Mieter selber wissen. Also dazu würde ich freiwillig garnix schreiben. Und bis der Mieter dann vielleicht mal Einsicht verlangt und einen Termin bei dir aus macht, bis dahin hast du dann auch sicherlich alle Belege gefunden, die der Mieter dann gerne selber abfotografieren kann ... :91:


     
  16. Nanne

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    Die Abrechnung liegt dem M.vor, Kopien bekommt er von allen Rechnungen die er lt.NK anteilmäßig zu begleichen hat.
     
  17. #16 BHShuber, 02.02.2017
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    Hallo Nanne,

    von mir würde er diese nicht bekommen, wenn es dem Mieter zu zumuten ist, diese Unterlagen, die zum Ergebnis der Neben- Betriebs- und Heizkostenabrechnung geführt haben einsehen möchte oder eben das JC, es sei denn, dass hier eine Aufwandsentschädigung in angemessener Höhe erstattet wird.

    Der Vermieter ist auch den JC gegenüber nicht verpflichtet auf eigene Kosten und Arbeitszeit Unterlagen und Belege zustellen zu müssen.

    Gruß
    BHShuber
     
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  18. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Da hast Du wohl recht. Ich würde die Kopien auch nur an meinen Vertragsprtner, nämlich dem Mieter, zusenden, sofern dieser aus verständlichen Gründen nicht in der Lage sein sollte bei mir Einsicht zu nehmen.
     
  19. #18 Papabär, 02.02.2017
    Papabär

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    Das ist gut so ... denn da gehört´s ja auch hin.

    Schlüssig ist eine Abrechnung erst, wenn der Mieter die Kosten mit den Belegen vergleichen kann - besser gesagt die abgerechneten Kosten auch auf den Belegen wieder findet.



    Warum sollte es dem Mieter nicht zuzumuten sein, die Belege einsehen zu wollen? :unsicher001:

    Ob es ihm zuzumuten ist, die Reise zu den Belegen hin anzutreten steht auf einem anderen Blatt. Bei uns ist es eher so, dass wir uns den teilweise mehrstündigen Aufenthalt eines Mieters in unseren Geschäftsräumen (mit entsprechenden Benimm-Regeln) nicht zumuten wollen. Regelmäßig ist dann ein Mitarbeiter nur für diese Leute eingebunden. Und es gibt da Mieter, die kommen eigentlich nur wegen unseres Café-Automaten her ...:021sonst:
     
  20. #19 BHShuber, 02.02.2017
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    Hallo,

    warum sollte der Vermieter aufgrund der Aufforderung Belege an den Mieter zu übersenden, dieser nachkommen?

    Die Frage sollte man an den Mieter stellen, nicht an mich.

    Gruß
    BHShuber
     
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