Außerordentliche Kündugung/ Kündigungsauscschluss/ Schadensersatz

Diskutiere Außerordentliche Kündugung/ Kündigungsauscschluss/ Schadensersatz im Mietvertrag über Stellplätze Forum im Bereich Mieter- und Vermieterforum; Guten Tag, ich habe vor 2 Monaten einen Garagenstellplatz an eine Privatperson vermietet. Wir haben uns darauf geeinigt, dass der Vertrag...

  1. MH_GWP

    MH_GWP Neuer Benutzer

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    Guten Tag,

    ich habe vor 2 Monaten einen Garagenstellplatz an eine Privatperson vermietet.
    Wir haben uns darauf geeinigt, dass der Vertrag frühestens zum 31.12.2019 gekündigt werden kann.
    Dies ist schriftlich im Mietvertrag (Standardmietvertrag für Garagenstellplätze) festgehalten.

    Nun zahlt der Mieter weder die Kaution, noch die Miete.
    Inzwischen ist die Kaution und 2 Monatsmieten fällig.
    Ich habe schritflich per Einschreiben mehrere Nachfristen gesetzt. Mir wurde immer wieder versprochen zu bezahlen
    bzw. dass ich zu gewissen Daten nochmals abbuchen soll. Alles ergebnislos bzw. Rücklastschrift.

    Wenn ich nun außerordentlich kündige, wie kann ich dann einen event. Schadensersatz geltend machen.
    Ich befürchte, dass ich den Stellplatz nicht sofort wieder vermieten kann.
    Muss ich den event. Schadensersatz direkt im Kündigungsschreiben ankündigen? Könnte ich im Extremfall Schadensersatz bis Ende 2019 berechnen? Wann kann/ darf ich diesen verrechnen? Monatlich oder erst, wenn das Ende erreicht ist?
    Hat vielleicht sogar jemand einen Mustertext für eine solche Kündigung mit Androhung Schadensersatz?

    Ich danke herzliche für die Hilfe.
    MH_GWP
     
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  3. #2 ehrenwertes Haus, 20.12.2018
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    Bevor du irgendwelche Aktivitäten unternimmst, versuche doch zuerst die Frage der Zahlungsfähigkeit deines Mieters zu klären.
    Wenn er zahlungsunfähig ist, kannst du dir zwar einen Titel besorgen, das Geld aber dennoch (vorläufig) in den Wind schreiben.
    Wenn auch die deine Einschätzung für zukünftige Zahlungsfähigkeit des Mieters schlecht ist, dann lass die Sache mit Schadenersatz fordern. Das würde nur deine Kosten unnötig in die Höhe treiben.

    Außerordentlich Kündigen kannst du vermutlich und scheint mir auch sinnvoll.
    Schau aber in den Vertrag, ob du diese Option nicht auch ausgeschlossen hast.

    Da du mir insgesamt unsicher erscheinst, wie am besten vorzugehen ist, rate ich dir einen Anwalt hinzu zu ziehen.
    Die Gebühren sind bei einer Garagenmiete nicht so hoch und viel günstiger als Formfehler, die du vermutlich selber machen würdest.
     
  4. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Was ist schlimmer? Ein, zwei oder wenige Monate Mietausfall - oder quasi garantierter Mietausfall bis Ende 2019?
    Folglich würde ich den Vertrag schnellstmöglich beenden wollen, selbst wenn nicht sofort wieder vermietet werden kann.
    Warum per Einschreiben?
    Damit du nachweisen kannst, dass ein Briefumschlag zugestellt wurde?
    Was in dem Umschlag war, ist dadurch genau so unklar, wie bei einer Zustellung ohne Einschreiben.
    Eine Glückwunschkarte zum Geburtstag? Weihnachtsgrüße? Nichts? Oder eine "Nachfrist-Setzung"?
    Den Mehrpreis fürs Einschreiben hättest du dir also m. E. sparen können.
    Der Mieter hat doch bewiesen, dass er nicht zahlen kann oder will. Warum sollte das nur für die Miete, nicht aber für Schaden(s)ersatz gelten?
    Ich befürchte, dass du geltend machen und verlangen kannst, was du willst - du wirst (vermutlich) keinen einzigen Cent sehen.
    Wenn du schon drohen solltest, solltest du auch bereit sein, das wirklich durchzuziehen. Um welchen Betrag geht es? Lohnt sich da der Aufwand und das Risiko, auf den Kosten sitzen zu bleiben?
    Wenn deine Drohung ohne Folgen bleibt, machst du dich erstens lächerlich und zweitens weiß der Mieter spätestens dann, dass er es mit dir ja machen kann und er nichts zu befürchten hat.
     
  5. Andres

    Andres
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    Gibbet net. Wenn dir jemand was von "Standardvertrag" erzählt, will er dir entweder eine Vertragsvorlage verkaufen oder dich vom Durchlesen abhalten. Begründung jeweils: Steht ja in allen Verträgen ohnehin so drin. Das ist aber Quatsch.


    Spätestens hier ist es dann auch kein "Standardmietvertrag" mehr. Mit welchem Wortlaut wurde die Kündigung ausgeschlossen?


    Nein.


    Ja, allerdings muss dazu auch ein solcher Schaden entstanden sein, d.h. trotz ernsthafter Versuche (Schadenminderungspflicht!) ist eine Neuvermietung nicht gelungen.


    Bevor das Ende erreicht ist, ist der Schaden ja noch nicht entstanden. Außerdem kennst du jetzt die Schadenshöhe noch nicht.


    Hilft jetzt auch nicht mehr, aber: Warum kassiert man die Kaution bei einem reinen Stellplatzmietvertrag nicht komplett vor Übergabe? Und bei der Gelegenheit gleich noch die Miete für das erste Quartal, wenn nicht schon gleich für das ganze Jahr.


    Auch ein Weg, die Forderung zu erhöhen. Wer auch nur ein einziges mal erlebt hat, wie Gläubiger um Zahlungstermine herumlawieren, unternimmt nie wieder einen zweiten Lastschriftversuch. Der Mieter soll überweisen.
     
    taxpert und immobiliensammler gefällt das.
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