Automatische Anpassung der Verwaltervergütung

Dieses Thema im Forum "WEG-Verwaltung" wurde erstellt von landtom, 23.06.2009.

  1. #1 landtom, 23.06.2009
    landtom

    landtom Neuer Benutzer

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    Hallo.

    Bin neu hier und hätte mal eine Frage. Seit Anfang des Jahres haben wir einen neuen Verwalter und der hat sich im Vertrag eine Erhöhung der Verwaltervergütung von 2 % pro Jahr festschreiben lassen. Ich war damit nicht einverstanden bin aber überstimmt worden.Nun wollte ich mal nachfragen ob jemand weiß ob diese Klausel im Verwaltervertrag überhaupt zulässig ist.

    MfG
    landtom :stupid
     
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  3. #2 pragmatiker, 23.06.2009
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    sicher, warum sollte es unzulässig sein ?
     
  4. #3 landtom, 23.06.2009
    landtom

    landtom Neuer Benutzer

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    Danke für die schnelle Antwort.

    Habe dies im Netz gefunden und würde gerne wissen wie die aktuelle Rechtliche Lage ist.

    Eine Klausel im formularmäßigen Verwaltervertrag, wonach Verwaltergebühren der allgemeinen Verwaltungskostenentwicklung angepasst werden können, ist nach § 307 Abs. 1 BGB ungültig.

    OLG Düsseldorf, Beschluss vom 25.01.2005, Aktenzeichen 3 Wx 326/04

    Das ein Verwalter seine Gebühren dem Markt anpasst ist mir schon klar und auch vollkommen in Ordnung. Unser alte Verwalter hat dies alle drei Jahre getan und dann auf der Eigentümerversammlung beantragt.
    Aber welche Angestellter und Arbeiter hat schon in seinem Arbeitsvertrag eine Jährliche Erhöhung des Lohns vereinbart ?

    MfG
    landtom
     
  5. #4 PHinske, 23.06.2009
    PHinske

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    Hallo landtom,

    hättest du mal schon gegoogelt, bevor der Verwaltervertrag unterschrieben war.

    Mach es nun halt zum Thema bei der nächsten Eigentümerversammlung. Der Verwalter sollte dann ein Einsehen haben und freiwillig von der Erhöhung Abstand nehmen.

    Ansonsten dürfte es wohl zu einer gerichtlichen Klärung kommen.

    MfG
    PHinske
     
  6. #5 pragmatiker, 23.06.2009
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    ein verwalter ist weder arbeiter noch angestellter, er ist selbstständig und kalkuliert deshalb auch selbstständnig seine kosten und seine gehaltsvorstellungen.
    eine formularmäßige anpassung an die entwicklung der betriebskosten würde auch ich als völllig sachfremd ablehnen, eine angemessenen jährliche erhöhung (zB von 2%) oder anlehung an einen sinnvollen index aber sicher nicht.

    und mal am rande: für erstgenannte gibt es gewerkschaften, die dann nach vorherigem abzug der "minimalen" kosten für ihre gewerkschaftsbosse dann sicher eine gute arbeit für ihre mitglieder machen... :help
     
  7. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Im Gegensatz zu einer Erhöhung von 2% pro Jahr ist die Anpassung an die Verwaltungskostenentwicklung zu unbestimmt und genau aus diesem Grund als Formularvereinbarung unwirksam.

    Der Verwalter hat "beantragt" und die Eigentümer haben beschlossen. Es wurde also alle drei Jahre ein Vertrag abgeschlossen/geändert und die Eigentümer hatten bei jeder Abstimmung die Möglichkeit mit Ja oder mit Nein zu stimmen. Das ist etwas völlig anderes als eine Vereinbarung über ein bestimmtes Verfahren, nach dem sich die Vergütung automatisch verändern soll.

    Daws ist ein völlig überflüssiger Einwand. Lt. Sachverhalt soll es einen Vertrag geben mit 2% Erhöhung pro Jahr. Wenn dieser Vertrag so abgeschlossen wurde, ist das - zumindest bis zum Beweis des Gegenteils - für beide Seiten auch verbindlich.
    Dass ein Eigentümer gegen einen Beschluss stimmt, ist ein normaler Vorgang. Jeder Beschluss ist trotzdem für alle Eigentümer verbindlich.
     
  8. #7 landtom, 23.06.2009
    landtom

    landtom Neuer Benutzer

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    Danke noch mal für die Antworten.
    Ich will doch dem Hausverwalter nichts böses. Vieleicht hätte ich die Frage anders stellen sollen. Auf meinen Einwand bezüglich der Automatischen Anpassung wurde mir von der Hausverwaltung nur mitgeteilt das es sich um einen Standartvertrag handelt und dies heutzutage so üblich ist.
    Ich habe darauf hin einige im Netz angebotenen Standartverträge angesehen und habe die Aussage nicht bestätigt bekommen.
    Vieleicht sollte ich noch erwähnen das ich Verwaltungsbeiratsmitglied bin und wir als Beirat beauftragt wurden den Verwaltervertrag abzuschließen. Ich persönlich kann es mir nicht vorstellen das die Mehrheit der Eigentümer ( 25 Parteien ) dem so zugestimmt hätte, deswegen wahr ich dagegen. Aber wie schon erwähnt wurde ich von meinen beiden Beiratskollegen überstimmt was in einer Demokratie ja in Ordnung ist.

    MfG
    landtom :bier
     
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