Backofentür geplatzt

Diskutiere Backofentür geplatzt im Kleinreparaturen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo, Unsere Wohnung hat eine EBK (Einliegerwohnung, Vermieter lebt im Haus) und vor kurzem ist die äußere Backofentür einfach weggeplatzt, ohne...

Chessala

Benutzer
Dabei seit
16.07.2015
Beiträge
36
Zustimmungen
2
Hallo,

Unsere Wohnung hat eine EBK (Einliegerwohnung, Vermieter lebt im Haus) und vor kurzem ist die äußere Backofentür einfach weggeplatzt, ohne das wir den ofen zu der Zeit benutzt haben (er funktioniert noch Problemlos, es ist nur die äußere Scheibe)

Wir haben einen Standardmietvertrag (betreffs Reperaturen) und ich bin nun nicht sicher, wer für den Ersatz der Tür verantwortlich ist? Ich habe kein Problem damit sie zu ersetzten (ca. 180€), wollte mich aber informieren.

Bisher hat mein Vermieter alle Reperaturen ohne Beschwerden behoben (2 Wasserhähne und Heizungsventile - der zweite Wasserhahn wird per Vereinbarung auf die Nebenkosten angerechnet), ich möchte ihn aber auch nicht nerven oder wollen, dass er sich ausgenutzt fühlt.

Der Vollständigkeit halber, wir wohnen nun über 2 Jahre hier, Miete wird immer pünktlich bezahlt und unsere Nebenkostenabrechnungen sind auch geklärt (wir hatten Guthaben von 2016, die jedoch mit den nächsten Nebenkosten verrechnet werden).

Ich danke im Vorraus für jede Antwort :)
Chess
 
#
schau mal hier: Backofentür geplatzt. Dort wird jeder fündig!

Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
immobiliensammler

immobiliensammler

Erfahrener Benutzer
Dabei seit
17.09.2015
Beiträge
6.705
Zustimmungen
3.922
Ort
bei Nürnberg
Hallo Chess,

wie lautet denn die Formulierung über Kleinreparaturen in Deinem Mietvertrag? Wahrscheinlich hat sich die Frage, ob die Backofentür darunter fällt sowieso schon erledigt, denn die 180 € werden denke ich die Summe dafür schon sprengen!
 

ehrenwertes Haus

Erfahrener Benutzer
Dabei seit
13.10.2017
Beiträge
6.477
Zustimmungen
3.766
Wie alt ist der Ofen denn? Vielleicht ist noch Garantie darauf. Das vielleicht zuerst klären.

Mit ca. 180€, denke ich auch das es den Kleinreparaturbetrag übersteigt und Vermietersache ist, selbst mit wirksamer Reparturklausel im Vertrag.

Aber ganz unabhängig davon, wenn dein Vermieter bisher euch gegenüber kulant war und ihr ein gutes Verhältnis habt, ist es eine Überlegung wert die Kosten selbst zu übernehmen. Wasserhähne und Heizungsventile liegen vermutlich noch im Bereich der Kleinreparatur, wenn ihr entsprechendes im Vertrag habt.
Am Besten fährt man eigentlich mit Fairness auf beiden Seiten.
 

Chessala

Benutzer
Dabei seit
16.07.2015
Beiträge
36
Zustimmungen
2
Danke für die Antworten! Ich schaue nacher gleich mal im Mietvertrag nach, was die Klausel sagt.

Betreffs der Wasserhähne, der eine war direkt am Einzugstag kaputt (war eine sehr teuere mit Temperatureinstellung und der Temperaturfühler war kaputt. Ich wusste zu der Zeit nicht genau was ich damit machen sollte. Für die zweite (durchgerostet in der Küche) habe ich wie gesagt die kosten mit der Nebenkostenabrechnung übernommen.

Wir haben eigentlich ein gutes Verhältnis denke ich. Ich habe nur angst etwas falsches zu holen und dann habe ich den Salat. Der Ofen ist doch schon etwas älter, ich weiss nicht genau wie alt aber 5+ Jahre bestimmt,
 

Nanne

Erfahrener Benutzer
Dabei seit
06.02.2014
Beiträge
6.484
Zustimmungen
1.334
Unsere Wohnung hat eine EBK (Einliegerwohnung, Vermieter lebt im Haus) und vor kurzem ist die äußere Backofentür einfach weggeplatzt, ohne das wir den ofen zu der Zeit benutzt haben (er funktioniert noch Problemlos, es ist nur die äußere Scheibe)

Was es nicht alles gibt. Die Backofentür ist weggeplatzt, einfach so ohne ersichtlichen Grund. Oder ist es nicht so, dass die Glasscheibe der Backofentüre zerbrochen ist, weil man aus Versehen drangestossen ist? In diesem Fall würde ich die Privathaftversicherung verständigen um das gute Verhältnis zum Vermieter aufrecht zu erhalten.

Sollte die Türe/Glastüre tatsächlich ganz ohne ersichtlichen Grund flöten gegangen sein ist die Reparatur Sache des Vermieters. Vielleicht ist Kostenteilungt möglich.
 

Berny

Erfahrener Benutzer
Dabei seit
26.09.2010
Beiträge
9.795
Zustimmungen
896
Hallo Chessala,
was meint denn der Vermieter zu dieser Angelegenheit?
 

Chessala

Benutzer
Dabei seit
16.07.2015
Beiträge
36
Zustimmungen
2
Was es nicht alles gibt. Die Backofentür ist weggeplatzt, einfach so ohne ersichtlichen Grund. Oder ist es nicht so, dass die Glasscheibe der Backofentüre zerbrochen ist, weil man aus Versehen drangestossen ist? In diesem Fall würde ich die Privathaftversicherung verständigen um das gute Verhältnis zum Vermieter aufrecht zu erhalten.

Sollte die Türe/Glastüre tatsächlich ganz ohne ersichtlichen Grund flöten gegangen sein ist die Reparatur Sache des Vermieters. Vielleicht ist Kostenteilungt möglich.

Wir hatten gekocht und während wir gegessen haben gab es einen lauten Knall und die Scheibe war dahin. Wemm wir es selbst gewesen wären, dann würde ich hier gar nicht fragen und es wäre selbstverstüändlich, dass wir es ersetzen.

Ich möchte ihm doch die Kosten nicht aufdrücken. Ich tendiere sowieso dazu die Kosten selbst zu tragen, ich wollte eigentlich nur die Rechtslage kennen :)

Hallo Chessala,
was meint denn der Vermieter zu dieser Angelegenheit?

Ich habe ihn bisher noch nicht informiert, da beide momentan im Urlaub sind. Daher dachte ich, dass ich erstmal nachfrage :)
 
BHShuber

BHShuber

Erfahrener Benutzer
Dabei seit
12.12.2013
Beiträge
4.313
Zustimmungen
1.891
Ort
München
Hallo,

ich habe eigentlich nirgends gelesen, dass die Küche mitvermietet ist?? Gehen wir mal davon aus.

Was liegt im häufigen Zugriff des Mieters? Der Griff dieser Backofentüre, nicht der Glaseinsatz, zudem ist ein Austausch notwendig so dass es sich keinesfalls mehr um eine Kleinreparatur handelt.

Des Backofens in seiner Einheit an sich könnte man als Reparatur sehen, doch die meisten Glaseinsätze sind herausnehmbar und austauschbar so sehe ich keine Reparatur sondern den Austausch.

Sowie die restlichen Bestandteile der Mietsache unterliegt auch dieser Backofen wenn denn mitvermietet der Instandhaltungspflicht des Vermieters damit die mitgemieteten Bestandteile im vertragsgemäßen Zustand erhalten bleiben.

Gruß
BHShuber
 

Papabär

Erfahrener Benutzer
Dabei seit
16.12.2010
Beiträge
7.669
Zustimmungen
2.180
Ort
Berlin
Jupp ... vorbehaltlich der Antwort auf die Frage, ob die EBK Bestandteil der Mietsache ist (d.h. bei Mietbeginn bereits eingebaut war), würde ich zunächst mal davon ausgehen, dass der Vermieter für die Reparatur/den Austausch aufkommen muss (§535 (1) Satz 2 BGB).



Wie der Schaden entstanden ist. wäre trotzdem nicht ganz uninteressant. Ich hätte mir ja vorstellen können, dass das Öffnen eines Fensters bei gleichzeitig heißem Backofen zu einer thermischen Spannung hätte führen können - aber wenn der Ofen garnicht an war (sondern nur der Herd) ... :?

Allerdings muss nicht der Mieter beweisen, was er nicht gemacht hat ... vielmehr müsste der Vermieter nachweisen, dass der Mieter seine Sorgfaltspflicht hier vernachlässigt hat (falls dem so wäre).
 

Nanne

Erfahrener Benutzer
Dabei seit
06.02.2014
Beiträge
6.484
Zustimmungen
1.334
Allerdings muss nicht der Mieter beweisen, was er nicht gemacht hat ... vielmehr müsste der Vermieter nachweisen, dass der Mieter seine Sorgfaltspflicht hier vernachlässigt hat (falls dem so wäre)

Entschuldige, es ist keine Kritik, aber muss hier nicht der Mieter beweisen, dass er nicht schuld ist an der kaputten Glasscheibe? Wenn der VM den Beweis antreten muss, müsste er praktisch gesehen haben wie der M die Scheibe zerbricht. So gesehen kann der VM keinen vom M verursachten Schaden beweisen, weil er so gut wie nie dabei steht, und es würde genügen, wenn der M bestreitet.
Ich denke, hier ist der M beweispflichtig, er hat die Sache in Ordnung übernommen. Sehe ich das falsch?
Darüber gibt es wohl keine 100%ige Einigkeit, oder doch?
 
immobiliensammler

immobiliensammler

Erfahrener Benutzer
Dabei seit
17.09.2015
Beiträge
6.705
Zustimmungen
3.922
Ort
bei Nürnberg
Entschuldige, es ist keine Kritik, aber muss hier nicht der Mieter beweisen, dass er nicht schuld ist an der kaputten Glasscheibe? Wenn der VM den Beweis antreten muss, müsste er praktisch gesehen haben wie der M die Scheibe zerbricht. So gesehen kann der VM keinen vom M verursachten Schaden beweisen, weil er so gut wie nie dabei steht, und es würde genügen, wenn der M bestreitet.
Ich denke, hier ist der M beweispflichtig, er hat die Sache in Ordnung übernommen. Sehe ich das falsch?
Darüber gibt es wohl keine 100%ige Einigkeit, oder doch?

Doch, ist relativ sicher, spätestens wenn es vor Gericht gehen würde. Immer der, der etwas geltend macht muss es beweisen. Der Mieter will eine neue oder reparierte Backofentür und beweist das Verlangen dadurch, dass die alte kaputt ist. Wenn der Vermieter nun meint, der Mieter hätte diese selbst beschädigt oder sei dafür verantwortlich, dann muss er dafür Beweis antreten. Er muss dafür nicht direkt anwesend gewesen sein, als der Schaden entstand, es könnte z.B. auch ein Gutachten reichen, sofern der Gutachter den Richter davon überzeugt, dass nur der Mieter den Schaden verursacht haben kann - halte ich eher für unwahrscheinlich!
 

Papabär

Erfahrener Benutzer
Dabei seit
16.12.2010
Beiträge
7.669
Zustimmungen
2.180
Ort
Berlin
... aber muss hier nicht der Mieter beweisen, dass er nicht schuld ist an der kaputten Glasscheibe?
Nope! Zumindest nicht, solange der Vermieter keinen schlüssigen Beweis für die Schuld des Mieters vorgebracht hat. Das wäre auch möglich, indem der Vermieter Beweise vorbringt, die alle denkbaren anderen Gründe ausschließen lassen. Stellt sich mir die Frage, ob es diesen Aufwand bei vlt. 180,- € Kosten lohnt.


Wenn der VM den Beweis antreten muss, müsste er praktisch gesehen haben wie der M die Scheibe zerbricht. So gesehen kann der VM keinen vom M verursachten Schaden beweisen, weil er so gut wie nie dabei steht, und es würde genügen, wenn der M bestreitet.
So isses!


Ich denke, hier ist der M beweispflichtig, er hat die Sache in Ordnung übernommen. Sehe ich das falsch?
Darüber gibt es wohl keine 100%ige Einigkeit, oder doch?
Dafür gibt es die Rosenberg´sche Formel
Das Grundprinzip der der Beweislastverteilung besagt, dass grds. der Kläger die Erfüllung des Tatbestands bzw. der Erfüllung seiner Tatbestandsmerkmale beweisen muss. Allgemein gesprochen kann auch festgehalten werden, dass grds. derjenige, der im Prozess etwas für sich Positives behauptet, dieses Vorbringen auch beweisen muss.

Wird im Gesetz auf die Beweislastverteilung eingegangen, handelt es sich regelmäßig um Abweichungen von diesem Grundprinzip.
Quelle

Wer´s genauer wissen will, kann sich das dazugehörige Buch bestellen: Rosenberg, Die Beweislast auf der Grundlage des bürgerlichen Gesetzbuchs und der Zivilprozeßordnung, 5. Auflage 1965
 
Thema:

Backofentür geplatzt

Sucheingaben

welche kosten trägt der Mieter kaputte backofenscheibe

,

backofentür geplatzt

,

backofenscheibe geplatzt

,
elektroherd platzt das glas von der tür
, glasscheibe vom backofen geplatzt, äußere scheibe vom backofen geplatzt, backofenscheibe geplatzt ursache, Backofenscheibe gwplatzz, aussenscheibe backofen geplatzt
Oben