Balkon/Dachterrasse: Wie weit geht Sondereigentum?

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Eddy Edwards, 14.12.2015.

  1. #1 Eddy Edwards, 14.12.2015
    Eddy Edwards

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    Ein Balkon bzw. eine Dachterrasse ist in der Regel Gemeinschaftseigentum. Lediglich der Aufbau (z. B. Plattenbelag) und die Innenseiten gehören zum Sondereigentum.
    Wie weit geht jedoch das Sondereigentum, wie weit kann man den Begriff "Plattenbelag" auslegen?
    Ist die Rinne sowie das Blech auch Sondereigentum, weil man es z. B. betretten kann wie die Platten?
    Balkon-Dachterrasse.jpg
     
  2. AdMan

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  3. #2 Akkarin, 15.12.2015
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    Warum will ein Junge das wissen?
     
  4. Duncan

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    Aus der zuvor unter Abgrenzung Instandhaltung/Instandsetzung gestellten Frage ist zu schließen, dass "der Junge" die Kosten für ein neues Blech und dessen Einbau nicht tragen möchte. Das Blech kostet je nach Tagespreis Material so 40-45 €, dazu ne Stunde Werkstatt zum Abkanten(10er), etwas Kaltblechkleber, ggf. eine Handvoll Spenglerschrauben + Hauerböden. Den Rost kann man einfach von den übergegangenen Ausblühungen reinigen, ggf. noch etwas (Alu-)Zink-Spray dran. Insgesamt täte der Dachterrasse etwas Pflege wohl ganz gut. Aus welchem Material ist die darüberliegende Dachrinne?
     
  5. GSR600

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    Bei Game of thrones war das aber immer "ein Mädchen"
     
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  6. #5 Tobias F, 15.12.2015
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    Das Blech an der Balkontür gehört, ebenso wie aussenliegende Fensterbänke zum Gemeinschaftseigentum, da beides das Gemeinschaftseigentum WAND vor eindringendem Wasser schützt.
    Auch die Balkonentwässerung (somit also das erwähnte Blech) würde ich persönlich ebenfalls zum Gemeinschaftseigentum zählen, da auch diese, ebenso wie die Abdichtung des Balkons, eine FUNKTION zu erfüllen hat.
    Die Wartungskosten für den Regenaublauf könnten in der GO evtl. dem Sondereigentümer der Einheit auferlegt sein.
     
  7. #6 Akkarin, 15.12.2015
    Zuletzt bearbeitet: 15.12.2015
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    Ein Mädchen hat es erkannt. :)
    Bei dem nick Eddy Edwards passte "ein Mädchen" nicht, daher..
     
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  8. #7 Aktionär, 15.12.2015
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    Je nach Gesicht, kann niemand Junge oder Mädchen sein.
     
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  9. #8 BHShuber, 15.12.2015
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    Hallo,

    weil man vielleicht einmal in die Teilungserklärung und in der Gemeinschaftsordnung nachlesen sollte, was hierüber geschrieben steht, die Frage sollte sich erübrigen, wenn man des Lesens mächtig ist.

    Wie Duncan schon erkannt hat, weht daher der Wind Instandhaltung / Instandsetzung, so, so.....................

    Gruß

    BHShuber
     
  10. Duncan

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    und vor allem, dass es sich mal wieder um Kleinkram handelt, das lästigste daran sind die mind. 2 Mietertermine. Viel wichtiger wäre mir die frage nach der Ursache, daher auch die Frage nach dem Material der Dachrinne darüber....
     
  11. #10 Eddy Edwards, 19.12.2015
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    Die einen sagen so, die anderen so! Es geht gar nicht darum ob ich möchte, sondern darum ob ich derjenige bin der sie zu tragen hat. Und dabei ist es völlig unerheblich ob es 2 Geld 80 sind oder 3 Riesen sind!
    Und ob das mit ein bissl Spray dran nicht doch bissl zum Pfusch wird. Aber ist schon klar, man muss ja dort nicht wohnen.

    Die Dachrinne ist ebenfalls aus Zink. Wobei dies sicherlich unerheblich ist, es ist noch ein Dachüberstand vorhanden.

    Danke. Persönlich sehe ich das genauso. Nachdem mir die Rechnung wie im erwähnten Beitrag "Abgrenzung Instandhaltung / Instandsetzung" mit dem Hinweis übersandt wurde, dass die Instandsetzung von Gemeinschaftseigentum, an denen Sondereigentumsrechte eingeräumt sind durch den Sondereigentümer zu tragen sind, ist jetzt die Argumentation der Hausverwaltung, dass es sich bei dem Blech sowie der Rinne um Sondereigentum handelt. Begründung: Das Blech sieht man wie den Plattenbelag als rein begehbar an. Man könnte das Blech auch weglassen, es erfüllt angeblich keine Funktion am Haus.

    Zur Rinne zitiert man wieder einen Punkt der Gemeinschaftsordnung: "zum Sondereigentum gehören: ... die Entwässerungsleitungen bis zur Anschlussstelle an die gemeinsame Fallleitung..." Nun meines Wissens hat die Rinne aber keinen direkten Anschluss an die Fallleitung, sondern, wenn doch mal etwas Wasser durch Schlagregen reinkommt "versickert" es doch und läuft im Bettungsmaterial der Platten auf der Abdichtung bis zur Dachrinne, oder?

    Man stelle sich vor, dass man diese Unterlagen schon zur Hand hatte. Aber wie das so ist, jede Kleinigkeit ist eben nicht niedergeschrieben. Es muss ja noch Platz für Interpretation und Beschäftigung der Gerichte geben...
    Im Übrigen sind in unserer im Prinzip nur Sachen für in der Wohnung geregelt.
     
  12. #11 Tobias F, 19.12.2015
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    Ich würde die mal fragen ob das wirklich deren Ernst ist. Dieses Blech ist kein begehbarrer Bodenbelag, sondern dichtet die Wand nach oben hin ab-



    Wenn der regen im "Bettungsmaterial versickern" würde bräuchte es ja keine Rinne von der Balkontür. Ich gehe daher davon aus, dass diese einen Anchluss an das Fallrohr hat.
     
  13. Duncan

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    Das Spray ist für die Stellen am Gitterrost gedacht, die durch die Ausblühungen optisch beeinträchtigt sind. Die Ausblühungen entfernt man mittels Drahtbürste, stellt die abgelöste Beschichtung mittels des Zink-Spray wieder her und hat so ein nahezu neuwertiges Abdeckrost, aber man kann auch für richtig Geld ein neues kaufen. Ich mache solche Reparaturen im selbstgenutzten Eigentum grundsätzlich selbst im vermieteten kommt es auf das Objekt drauf an, das ist aber eher eine politische als eine handwerkliche Entscheidung.
    Für dich mag das unerheblich sein, nicht für den Techniker, der die Ursache der Ausblühungen ergründen möchte, galvanische und andere elektrochemische Reaktionen sind da die ersten Verdächtigen. Für solche Bleche nimmt man übrigens Titan-Zink.
    Die Funktion ist in erster Linie optisch und schützt die darunterliegende bituminöse Dichtungsschicht(en) und die Randanschlüsse der Dachbahnen. Da mögen Hausfrauen im Sommer immer gerne reintreten bevor sie auf den weißen Wohnzimmerteppich gehen. Man nennt sie Trittschutzbleche.
    hier kommt es auf die genaue Konstruktion und die anfallenden Mengen an. Manche Rinnen entwässert man mittels Rohr direkt andere über eine gesonderte Drainnageschicht, die mittels Kunststoffprofilmatten hergestellt wird, und darüber in die Terassen/Balkonentwässerung angebunden wird. Ich arbeite da gerne mit Gutjahr, nicht billig, aber bisher über 20 Jahre gute Erfahrungen.
    Ich finde ja eine Kosten-/Nutzenrechnung viel interessanter, unterm Strich zahle ich eh immer den größten Teil der Maßnahme.
    In meinen Augen war hier ganz viel optischer Schaden, ein wenig technischer Schaden. Die Ursache finde ich viel interessanter, die könnte die Kostentragung auch noch ganz extrem beeinflussen. Kupferne Blumenbehälter? Billiges (verzinktes) Eisen? Irgendwelche Matten oder Gedöns das da immer rübergepackt wird?
     
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