Bankbürgschaft anfordern..wie funktioniert das?

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Soraja, 28.07.2013.

  1. Soraja

    Soraja Neuer Benutzer

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    Hallo!

    Unsere Ex-Mieter haben auch nicht auf die letzte Mahnung/Anforderung der Mietnebenkosten reagiert.
    Wir möchten nun unseren Anspruch über eine bestehende Bankbürgschaft geltend machen.
    Wie funktioniert das?
    Fordere ich das über meine Hausbank an, oder schreibe ich an die Bürgschaftsvergebende Bank des Ex-Mieters?
    Hat da jemand ERfahrung?

    MfG
    Soraja
     
  2. AdMan

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  3. #2 Neu-Vermieter, 29.07.2013
    Neu-Vermieter

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    Hallo, in solch einem Fall muss der Betrag bei der Bank angefordert werden, die die Bürgschaft ausgestellt hat. Die Bürgschaft muss dabei im Original bei der Bank eingereicht werden. Im Regelfall zahlt die Bank "auf erstes Anfordern", d.h. auch bei einem Widerspruch des Ex-Mieters.

    Gruß
    Neu-Vermieter
     
  4. #3 Fremdling, 29.07.2013
    Fremdling

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    Oh nein, das wird nicht die Regel sein!

    Für die 'Zahlung auf erste Anforderung' bedarf es zwingend eines entsprechenden Urkundentextes. Selbst bei Vorliegen einer solchen Bürgschaft ist die Bank allein aus kaufmännischer Sorgfaltspflicht gehalten, ihren Auftraggeber (hier: Mieter) schriftlich zu fragen, ob der Anspruch des Vermieters begründet ist, selbst wenn dieser die Begründung bei der Abforderung bereits formuliert hat (empfehlenswert). Dabei setzt sie dem Auftraggeber eine angemessene Frist (ca. 10 Tage). Sollte der Auftraggeber der Zahlung sogar begründet widersprechen, wird die Bank Dir das zunächst mitteilen und es kann schlimmsten Falls am Ende statt zur sofortigen Zahlung zu einem Rechtsstreit kommen. Erst nach dessen Abschluss ist dann klar, ob zu zahlen ist oder nicht und wer die Zusatzkosten trägt.

    Wie heißt es hier oft so nett? 'Nur Bares ist Wahres!'

    Aber das alles gilt eben nur allgemein. Für Deinen individuellen Fall wünsche ich Dir eine naive Bank oder das flinke Eingeständnis Deines Mieters auf Bankanfrage und somit eine zeitnahe Zahlung auf eine Bürgschaft mit dem richtigen Text.
     
  5. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    da es hier um eine Bürgschaft geht und nicht um ein Kautionskonto, kann ich dazu nicht viel sagen, kann mir aber auch nicht vorstellen, das dies so unterschiedlich seinen soll. Aber bei einem Kautionskonto ist das einfordern kein großer Akt für den Vermieter, da teil die Bank dann nur dem Mieter mit, das der Vermieter hier was geltend gemacht hat.
     
  6. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    das macht überhaupt keinen Sinn!

    Denn die Bankbürgschaft hast du für etwaige Schäden bzw. Forderungen nach Auszug.
    Wenn du nun die Bankbürgschaft schon für Nebenkostennachzahlungen in Anspruch nimmst, hast du nach Auszug keine/bzw. geringere Sicherheiten mehr.

    Es ist besser die Nachzahlungen schriftlich mit Fristsetzung anzumahnen, und wenn dann nicht gezahlt wird, einen Mahnbescheid zu erlassen.

    Diese Konsequenz aber auch schon bei der Mahnung mitteilen.
    Die Kosten dafür werden dem Mieter auferlegt. (Allerdings muss man die erst mal selbst zahlen, aber die Gebühren sind nicht sehr hoch.)
     
  7. #6 Neu-Vermieter, 29.07.2013
    Neu-Vermieter

    Neu-Vermieter Neuer Benutzer

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    Das ist - bei den meisten - Banken mittlerweile anders. Ersten sind wir Banker von Natur aus bequem :50:, zweitens hatten die Banken in der Vergangenheit häufiger Probleme, wenn Zahlungen nicht ausgeführt wurden, da der Berechtigte dann die Bank verklagt hat, statt dem Zahlungspflichtigen. Daher sind alle Bürgschaftsformulare mittlerweile so ausgestellt, dass sofort gezahlt werden muss. Im Zweifelsfall muss dann der Kunde das Geld wieder beim Empfänger einklagen.
     
  8. #7 Fremdling, 30.07.2013
    Fremdling

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    Soraja's Frage nach dem Adressaten der Anforderung ist beantwortet. Mein 'Korrekturbeitrag' betraf ausschließlich die zur Regel erklärte Zahlung 'auf erstes Anfordern', sogar bei Widersprüchen (!) des Ex-Mieters. Diese Absolutheit gilt es, aufgrund der gelebten Praxis zu relativieren.

    Meines Wissens unterhalten große Institute eigene Stabsabteilungen mit Juristen, andere Institute mögen auf fremde Expertisen zurückgreifen. So existieren in der Praxis recht detaillierte Guidelines mit Mustertexten für die unterschiedlichen Fälle der Bürgschaftsinanspruchnahmen. Es liegt mir fern, Dir zu widersprechen, doch Dein Beitrag gibt nochmals nicht die Regel wieder.

    Manches Institut handelt im Interesse des eigenen Kunden und zögert auf der Suche nach einem außergerichtlichen Einvernehmen (ggf. durchsetzbarer Einspruch des Kunden = Ex-Mieter?). juristisch unterstützt zumindest mit der Zahlung. Eine Freizeichnung für komplett prüfungsfreie sofortige Zahlungen ist sicherlich auch nicht im Bürgschaftsformular (Rechtsverhältnis: Bürge <=> Begünstigter) sondern eher im Kundenauftrag und/oder dem 'Kleingedruckten' (Rechtsverhältnis: Bürge <=> Auftraggeber) zu finden? Das mag bei Euch ja dann auch so sein.

    Jedem Empfänger einer Mietbürgschaft sollte m.E. klar sein, dass selbst bei der Floskel 'auf erste Anforderung' das Geld zwar rasch fließen kann, aber eben nicht fließen muss. Sollte Dir eine (über entschiedene Einzelfälle hinaus) allgemeingültige Rechtssprechung bekannt sein, die Kreditinstitute zur sofortigen Zahlung (selbst bei Einspruch des Auftraggebers!) zwingt, danke ich schon jetzt für eine Quellenangabe. - Das war's dann meinerseits zu diesem Thread.
     
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