Bauschutt-Schotter in Einfahrt nach Auszug abtragen?

Dieses Thema im Forum "Gartenpflege" wurde erstellt von Tom86Be, 19.08.2015.

  1. #1 Tom86Be, 19.08.2015
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    Tom86Be Neuer Benutzer

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    Liebe Forums-Mitglieder,

    leider habe ich kein vergleichbares Thema gefunden, sodass ich ein neues Thema aufmache. Ich bitte um Verzeihung, wenn Ähnliches schon in einem anderen thread besprochen wurde.
    Unsere Mieter haben zum Ende Juli fristgerecht gekündigt, allerdings sind wir uns jetzt noch nicht ganz mit der Zurückzahlung der Kaution einig. Die Mieter haben uns während ihrer Mietzeit darum gebeten, neben der eigentlich gepflasterten Einfahrt einen ebenso breiten Streifen mit Beton-Split anzulegen, damit ein zweites Auto gestellt werden kann. Diese Fläche war vorher eine Rasenfläche. Nach Zustimmung und Mithilfe der Abtragung der besagten Rasenfläche wurde nicht Beton-Splitt, sondern Bauschutt-Schotter von den Mietern aufgetragen. Die Mieter reden sich raus uns sagen uns, es wurde das falsche Material geliefert. Wir haben dann gesagt, dass wir damit so nicht einverstanden sind, aber es wurde nichts geändert und unternommen. Jetzt möchten wir einen Teil der Kaution einbehalten, um den oben beschriebenen Vorgang wieder Rückgängig zu machen, sprich den Bauschutt-Schotter abzutragen, Mutterboden aufzufüllen und Rasen einzusäen. Jetzt kürzlich kam ein Schreiben des Rechtsanwaltes der Mieter mit der Aufforderung die Kaution in voller Höhe auszuzahlen. Was ist eure Meinung, dürfen wir einen Teil der Kaution einbehalten um die verschandelte Einfahrt wieder in den Ursprungszustand zu bringen?

    Über eine Antwort würde ich mich freuen. Viele Grüße aus der Eifel
     
  2. AdMan

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  3. Duncan

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    Was ist genau wie vereinbart worden? Könntest du eine anonymisierte Kopie des entsprechenden Zusatzes zum Mietvertrag hier einstellen?
     
  4. #3 Tom86Be, 19.08.2015
    Tom86Be

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    Hallo Duncan,
    ein Zusatz wurde diesbezüglich nicht im Mietvertrag aufgenommen. Das war eine reine mündliche Vereinbarung und ein entgegenkommen unsererseits, dass die Mieter die Einfahrt umgestalten können um ein weiteres Auto zu parken. Wir haben gedacht, dass das vernünftig mit Splitt gemacht wird, aber leider wurde dieser Abriss-Schotter eingefüllt. Wer ist nun also für die Abtragung verantwortlich und können wir die Kaution nutzen um die Fläche in den ursprünglichen Zustand zu bringen.

    Viele Grüße
     
  5. Andres

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    Klasse. Der Mieter kann also so ziemlich alles behaupten, u.a. - um nur die naheliegendste Aussage zu nennen - dass die Ausführung dieser baulichen Veränderung genau so vereinbart war.


    Nächstes Problemfeld: Was umgangssprachlich gerne als "Splitt" bezeichnet wird, muss technisch nicht unbedingt auch Splitt sein. Was viele Leute als "Splitt" bezeichnen (beliebte Ausgleichsmasse im Außenbereich), ist eigentlich Feinkies. Je nach Normenwerk kann Splitt Korngrößen von bis zu 20 bzw. 32 mm umfassen. Beides ist schon weit jenseits von dem, was der durchschnittliche Gartenzwergeigentümer als "gepflegte Auffahrt" bezeichnen würde.

    Will man sich über diese Feinheiten wirklich mit dem Mieter streiten?


    Selbst wenn man Punkt 1 und 2 vollumfänglich in eurem Sinn bewerten würde, ist der Rückbau in den ursprünglichen Zustand vom Mieter nicht geschuldet. Bestenfalls schuldet er den vereinbarten Zustand, d.h. Entfernung des zu groben Schüttguts und Aufschütten des vereinbarten Belags. Mutterboden oder gar Rasen ist nicht geschuldet.


    Ich würde umgehend aufhören, an diesen Quatsch weitere Gedanken zu verschwenden. Ihr habt das im Alleingang verbockt und der Schaden fällt für mich in die Kategorie Lehrgeld.

    Wenn man dem Mieter bei solchen Umgestaltungswünschen schon entgegenkommen will (was ich grundsätzlich für fragwürdig halte), dann wird das erstens schriftlich festgehalten, zweitens bevorzugt von mir selbst durchgeführt oder beauftragt, womit die Kontrolle über Art und Qualität in meiner Hand liegt, und drittens eine geeignete Kostentragung durch den Mieter vereinbart, z.B. in Form einer Mieterhöhung. Wenn Punkt 2 nicht sein soll und der Mieter Eigenleistungen bringen soll (wovon ich prinzipiell abrate), dann passiert das nur bei Arbeiten mit geringem Zerstörungspotenzial (Außenbereich wäre denkbar) und nur gegen Rückbaupflicht bei Vertragsende.
     
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  6. Duncan

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    Das war mir bei der Stellung der Frage schon klar, ich hoffe du hast auch verstanden warum und warum du dass nie wieder machst.
    Wenn überhaupt, dann ganz klar regeln wer, was, wann, wie genau macht und was nach Ende der Nutzung damit zu geschehen hat und wer die Kosten für die einzelnen Posten zu tragen hat. Persönlich und moralisch sehe ich dein Anliegen als berechtigt an, aber mit der juristischen Durchsetzbarkeit aufgrund des Kardinalfehlers s.o. sehe ich die maximalen Chancen beim Mieter....

    Zum Rest hat Andres sich schon ausführlich geäußert.
    Willkommen in der manchmal harten und unbequemen Welt der Vermieter und auch hier im Forum, hoffentlich mit zukünftig positiveren Input.
     
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  7. #6 Tom86Be, 19.08.2015
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    Herzlichen Dank für eure Antworten. Ja, das hört sich ganz so an, als wäre man wieder zu gutmütig gewesen und muss jetzt das Lehrgeld dafür zahlen. Naja, aus Fehlern lernt man ja bekanntlich .

    Viele Grüße
     
  8. Duncan

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    Was meinst warum wir hier sind? Weil wir alle schon Fehler gemacht haben und nun hoffen aus denen anderer zu lernen, um sie nicht selbst zu machen. Nebenbei kann man sich so ein wenig gegenseitig helfen.
     
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