Befristete Vermietung zuerst an eine Person dazwischen aber an eine zweite.

Diskutiere Befristete Vermietung zuerst an eine Person dazwischen aber an eine zweite. im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Werte Foristas! Es geht um eine möblierte Wohnung die an eine ausländische Studentin befristet auf 5 Monate vermietet werden soll. Soweit nichts...

laser

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Werte Foristas!
Es geht um eine möblierte Wohnung die an eine ausländische Studentin befristet auf 5 Monate vermietet werden soll.

Soweit nichts besonderes. Allerdings würde die Wohnung an 2 der 5 Monate von einer weiteren Studentin (gute Freundin der eigentlichen Mietinteressentin) mitbewohnt werden.

Für diese zwei Monate sind sich Vermieter und Mietinteressentinnen einig dass die Miete - Pauschalmiete übrigens - um einen bestimmtem Betrag höher ausfallen soll.

Die Frage ist jetzt wie man den Mietvertrag diesbezüglich vernünftig aufsetzt. Also sollten beide Damen im Vertrag erwähnt werden oder nur die Hauptmieterin und die Freundin gilt dann für die zwei Monate nur als sozusagen Besuch und man könnte der Einfachheit halber verzichten sie extra schriftlich zu erwähnen?

Mein Gedanke wäre den monatlichen Durchschnitt der Gesamtsumme der Miete (also über die gesamten 6 Monate)
anzugeben und es den beiden selbst zu überlassen, sich bezüglich der Mietzahlungen zu verständigen.
Als Beispielrechnung: 3 Monate x 500€ = 1500€ (für die alleinige Nutzung) plus 2 Monate x 600€ = 1200€ (für die Nutzung von zwei Personen) macht zusammen 2700€ . Das dann geteilt durch 5 ergibt einen Durchschnitt von 540€. Das würde ich dann auch als Monatsmiete im Mietvertrag angeben.
Macht das Sinn, ist das Quatsch? Hat jemand evtl. eine Idee oder besseren Vorschlag?
 
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Andres

Andres

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Es geht um eine möblierte Wohnung die an eine ausländische Studentin befristet auf 5 Monate vermietet werden soll.
Einfach nur eine ausländische Studentin oder eine Studentin während eines Auslandssemesters? Das ist eine wichtige Unterscheidung: Der zweite Fall kann noch Wohnraum "zum vorübergehenden Gebrauch" sein und damit von meisten Schutzvorschriften für Wohnraum ausgenommen, § 549 BGB. Das ist einer der Fälle, in denen dieser vorübergehende Gebrauch auf 6 Monate ausgedehnt werden kann, ansonsten ist man nämlich gut beraten, bei 3 Monaten eine Grenze zu ziehen, um nicht im Wohnraummietrecht zu landen.

Im ersten Fall hat die Studentin nach allgemeiner Rechtsauffassung ihren Lebensmittelpunkt in der Wohnung. Da für mich bisher kein zulässiger Befristungsgrund nach § 575 BGB erkennbar ist, wäre das der Einstieg in ein unbefristetes Mietverhältnis, in dem auch die uneingeschränkte Pauschalmiete nicht mehr zulässig wäre. Ich gehe daher nachfolgend vom ersten Fall aus.

Die Frage ist jetzt wie man den Mietvertrag diesbezüglich vernünftig aufsetzt. Also sollten beide Damen im Vertrag erwähnt werden oder nur die Hauptmieterin und die Freundin gilt dann für die zwei Monate nur als sozusagen Besuch und man könnte der Einfachheit halber verzichten sie extra schriftlich zu erwähnen?
Der Grund, zusätzliche Bewohner in Wohnraummietverhältnissen nicht in den Vertrag aufzunehmen, ist die einfachere Abwicklung, insbesondere Beendigung des Mietverhältnisses: Wenn z.B. eine Beziehung in die Brüche geht, muss man sich nicht mit zwei verstrittenen Mietern herumschlagen, sondern nur mit dem "eigenen" Mieter, der sich dann seinerseits mit seinem Untermieter (oder wie das Verhältnis auch immer geregelt sein mag) befassen muss.

Das fällt hier komplett weg - das Mietverhältnis ist ja sowieso befristet, andernfalls wäre es auch vom Vermieter zu kündigen. Daher sehe ich nur den Vorteil eines zusätzlichen Mieters: Eine zusätzliche Sicherheit durch einen zusätzlichen Mithafter. Ich hätte kein Problem damit, beide Studentinnen als Mieterinnen in den Vertrag aufzunehmen. Dann hat sich auch die Frage erledigt, wie man den "Besuch" in Worte fasst.

Mein Gedanke wäre den monatlichen Durchschnitt der Gesamtsumme der Miete (also über die gesamten 6 Monate)
anzugeben und es den beiden selbst zu überlassen, sich bezüglich der Mietzahlungen zu verständigen.
Genau so würde ich das machen. Ich würde dabei noch nicht einmal das Wort "Durchschnitt" in den Mund nehmen, einfach nur eine monatliche Miethöhe kommunizieren. Dabei ist in meiner interne Kalkulation (vor allem wegen der Pauschalmiete) natürlich berücksichtigt, wie die Wohnung genutzt werden soll, aber ansonsten stimme ich dir voll zu: Das sollen die beiden untereinander auskaspern.
 

laser

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Vielen Dank @Andres !!
Es handelt sich um eine (bzw. zwei) Studentinnen aus dem Ausland die vorübergehend in Deutschland eine Art Auslandssemester oder -praktikum machen werden. Danach würden sie wieder in deren Heimat ziehen (so der Plan)
 
Andres

Andres

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... und ich habe mich ganz böse verschrieben:
Ich gehe daher nachfolgend vom ersten Fall aus.
Meine Antwort basiert auf der Annahme des zweiten Falls: Die Studentinnen sind nur für dieses Semester im Land und die Überlassung von Wohnraum zum vorübergehenden Gebrauch ist möglich.
 
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