Beglaubigung Protokoll der Verwalterbestelltung

Dieses Thema im Forum "WEG-Verwaltung" wurde erstellt von cgz3008, 22.10.2007.

  1. #1 cgz3008, 22.10.2007
    cgz3008

    cgz3008 Neuer Benutzer

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    Hallo,

    der Vertrag der Vorverwaltung wurde nicht verlängert und wir wurden als neuer Verwalter bestellt. Nun muss das Protokoll der Versammlung von der alten Verwaltung und den beiden Eigentümern, die unterschrieben haben, beglaubigt werden. Die alte Verwaltung verlangt 75 Euro zzgl. MwSt. plus Auslagen beim Notar. Ist dies normal? Wir sind ja der alten Verwaltung ausgeliefert... oder hat jemand eine Idee, wie wir uns verhalten können?

    Danke!

    Olli
     
  2. AdMan

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  3. SRE

    SRE Neuer Benutzer

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    Hallo Kollege,

    dies sollte dich bekannt sein.

    Was sagt der Verwaltervertrag dazu?. Kosten können unter Umständen im Nachweis von der WEG verlangt werden. Jedoch sollte jemand dem alten Verwalter den Tip geben, dass in Hessen die Ortsgerichte Unterschriften beglaubigen, die ca. 10,-- € kosten.

    Gruß
     
  4. Beluga

    Beluga Erfahrener Benutzer

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    offensichtlich verlangt der vorige Verwalter nicht nur die Auslage für die
    Notarkosten von €.10,-
     
  5. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Ist es normal, dass für eine Leistung auch eine Vergütung verlangt wird?
    Nun mag man durch einen Blick in den Verwaltervertrag feststellen, ob die Unterschriftenbeglaubigung bereits mit irgendeiner Vergütung abgegolten ist und dem Verwalter damit eine zusätzliche Vergütung nicht zusteht.

    Offenbar - warum sonst würde wohl irgendjemand behaupten "ausgeliefert" zu sein - verlangt der bisherige Verwalter aber Vorkasse. Damit gibt es ohne Zahlung, zumindest vorläufig, auch keine Beglaubigung.
    Es bieten sich also unübersehbar 2 kurzfristig realisierbare Möglichkeiten an:
    - Zahlung leisten und die Unterschriften werden beglaubigt oder
    - Zahlung verweigern und die Unterschriften werden nicht beglaubigt.

    Falls die Überzeugung besteht, dass den bisherigen Verwalter die verlangte Vergütung nicht zusteht, kann die Zahlung unter Vorbehalt erfolgen und später zurückgefordert werden. Im Streitfall wird dann das Gericht entscheiden.

    Man könnte auch noch prüfen, ob die Beglaubigung überhaupt erforderlich ist. Es gibt nämlich keine Rechtsvorschrift, die die Beglaubigung zur Gültigkeit irgendwelcher Beschlüsse der Eigentümergemeinschaft verlangt. Auch die Verwalterbestellung muss keineswegs beglaubigt werden.
     
  6. #5 cgz3008, 20.11.2007
    cgz3008

    cgz3008 Neuer Benutzer

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    Hallo RMHV,

    gem §26 (4) müssen die Unterschriften öffentlich beglaubigt sein.

    Wir hatten dem alten Verwalter angeboten die Kosten zu übernehmen, die auch in der Vergangenheit gezahlt wurden. In dem Verwaltervertrag steht da zu nur, dass die Auslagen zu erstatten sind und was sind dann die Auslagen?

    Bei uns kostet die Beglaubigung 5 Euro pro Unterschrift (Ortsgericht), also sind doch 75 Euro eher übertrieben. Erst bezahlen unter Vorbehalt und dann wegen 75 Euro einen Prozess führen ist wohl auch nicht der richtige Weg. Da sollten die Verwalter doch eher fair miteinander umgehen.

    Aber es gibt auch die ersten Eigentümer, die jetzt Geld für "den Weg zum Ortsgericht" verlangen. Wer hatte diesen Fall auch schon und wie gelöst?

    Danke und Grüße

    Olli
     
  7. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Zunächst gibt es im WEG aktueller Fassung keine § 26 Abs. 4... Es dürfte wohl Abs. 3 gemeint sein und der lautet: "Soweit die Verwaltereigenschaft durch eine öffentlich beglaubigte Urkunde nachgewiesen werden muß, genügt die Vorlage einer Niederschrift über den Bestellungsbeschluß, bei der die Unterschriften der in § 24 Abs. 6 bezeichneten Personen öffentlich beglaubigt sind".

    Warum sollte sich daraus eine Verpflichtung zur Beglaubigung ergeben? Wenn eine Beurkundung überhaupt erforderlich ist, dann in Form der Unterschriftenbeglaubigung.
    Dass die Beurkundung erforderlich ist, ist Voraussetzung. Wenn die Voraussetzung vorliegt, ergibt sich dann die Rechtsfolge Unterschriftenbeglaubigung. Es ergibt sich aus der Vorschrift aber nun mal nicht die Pflicht zur Schaffung der Voraussetzung. :help
     
  8. Beluga

    Beluga Erfahrener Benutzer

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    Die Unterschriftbeglaubigung wegen Verwalterwechsel gehört eigentlich zu
    vorhersehbaren selbstverständlichen Tätigkeit des Vorverwalters.
    Der Verwaltervertrag ist ja befristet !
    Meines Erachtens verdient der Vorverwalter keine Sondervergütung für EIGENkosten.
    Die Bank darf für Kontoauflösung auch keine Extra Gebühr verlangen.
    Oder Vermieter etwa für Objekt-Rücknahme ?


    ... Aber es gibt auch die ersten Eigentümer, die jetzt Geld für "den Weg zum Ortsgericht" verlangen. Wer hatte diesen Fall auch schon und wie gelöst ?..
    Auch hier handelt es sich um EIGENkosten aus Mitwirkungspflicht.
     
  9. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Das mag man so sehen und das mag in manchen Fällen sogar zutreffen und in manchen Fällen wird dies unzutreffend sein.
    Die pauschale Aussage ist aber ohne Kenntnis der bestehenden Vereinbarungen für den Einzelfall wenig sinnvoll.
    Generell kann man feststellen, dass die Argumentation nicht zur Begründung des gewünschten Ergebnisses geeignet ist.
    Der Verwalter verlangt keine Kosten, sondern eine Vergütung. Dass dem Verwalter eigene Kosten durch die Leistungserbringung entstehen, steht einem Vergütungsanspruch nun nicht entgegen. Damit spielt es auch keine Rolle, ob nun EIGENkosten - was immer das auch sein mag - angefallen sind oder vielleicht fremde Kosten oder auch überhaupt keine Kosten.
     
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