belegeinsicht WEG

Dieses Thema im Forum "Eigentümerversammlung" wurde erstellt von pragmatiker, 07.05.2012.

  1. #1 pragmatiker, 07.05.2012
    pragmatiker

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    dürfen wohnungseigentümer unendlich lange in die vergangenheit alle belege einsehen ? wie lange muss ich als WEG verwalter diese überhaupt aufbewahren ?
    hintergrund: ein bekannter WEG querulant will alle belege seit 2006 prüfen (ist selber erst seit 2010 eigentümer).

    ich hatte vor, ihm die als paket vorzulegen und sie dannch wieder bei ihm abzuholen. erklärungen will ich nicht abgeben. (dazu bin ich soweit ich weiss außerhalb der Eigentümervbersammung auch nicht verpflichtet)

    wie seht ihr das ?
     
  2. AdMan

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  3. RMHV

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    Jeder Eigentümer ist berechtigt, sämtliche Verwaltungsunterlagen einzusehen. Das gilt selbstverständlich auch für alle alten Belege.

    Die Aufbewahrungsfrist sind 10 Jahre. Allerdings hat nicht der Verwalter darüber zu befinden, ob Unterlagen weiter aufbewahrt oder vernichtet werden. Die Unterlagen sind Eigentum der Gemeinschaft und nur die Gemeinschaft kann über eine Vernichtung alter Unterlagen beschließen.

    Ich würde Unterlagen der Gemeinschaft nicht bzw. nur nach einem entsprechenden Beschluss der Gemeinschaft aus der Hand geben.
    Mal ganz unabhängig davon, ob außerhalb einer Versammlung eine Auskunftspflicht des Verwalters besteht oder nicht, wird die Verweigerung von Auskünften m.E. nicht sinnvoll sein.

    Wenn der Eigentümer alte Abrechungen prüfen will, dürfte eine Erläuterung zur Rechtslage eher hilfreich sein. Vermutlich hat dieser Eigentümer noch nicht realisiert, dass er sich das Ergebnis seiner Prüfung nach Beschlussfassung und Ablauf der Anfechtungsfrist i.d.R. allenfalls noch einrahmen und übers Klo hängen kann.

    Im übrigen gilt die regelmäßige Verjährung von 3 Jahren auch für Ansprüche der Gemeinschaft oder der Wohnungseigentümer. Sollte der Eigentümer also Ansprüche aus 2008 oder früher geltend machen wollen, wird höchstwahrscheinlich ohnehin bereits Verjährung eingetreten sein.
     
  4. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    normal hebt man Belege nur so lange auf, wie man evtl das auch muss. Hier mal eine kleine Übersicht ==> Drück mich

    Naja, siehe dazu was "RMHV" schon geschrieben hat. Nutzt dem WEG`ler also wenig, auch wenn er fehler von damals finden würde.
     
  5. #4 pragmatiker, 07.05.2012
    pragmatiker

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    vielen dank. der sinn der auskunftsverweigerung ist, dass verwalter nicht stundenlang seine zeit vergeuden will (denn die kann er dem querulanten oder der WEG wohl kaum berechnen), zumal der typ echt nervig ist. verwalter lässt sich unterschreiben, welche unterlagen er ausgehändigt hat (die kontoauszüge darf queruant auch einsehen - richtig ?) und VW holt sie nachher wieder ab.

    mal angenommen, verwalter lässt ihn nicht einsehen. was droht dem VW schlimmstenfalls ?
    abwahl (nicht anzunehmen, und wenn, wäre nicht schlimm), schadensersatz ?
     
  6. #5 Pharao, 07.05.2012
    Zuletzt bearbeitet: 07.05.2012
    Pharao

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    Hi,

    bloß nicht die Originalbelege, ect dem Mieter oder WEG`ler mitgeben !!!! Wenn der die verschlampt sind die weg.

    Er hat Recht auf Einsicht zB in der Geschäftsstelle, aber nicht auf`s mitnehmen ! Ggf kann er vor Ort Fotos machen, es abschreiben, ect. Falls die Geschäftsstelle zu weit weg wäre, könnte man ihn die Unterlagen auch als Kopie zuschicken, die er aber dann bezahlen muss.

    Achja, Kontoauszüge kann er m.E. nicht verlangen diese Einzusehen. Nur die Belege/Rechnungen die auch Abberechnet worden sind, kann er einsehen.
    Erstmal garnix. Zumal nochmal die Frage, was bringt es dem WEG`ler, wenn er Fehler in Uralt-Abrechnungen jetzt finden würde ????
     
  7. Jobo45

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    naja 2006 würd ich noch nicht zu den Uralt Abrechnungen zählen. Es macht sehr wohl einen Sinn wenn man z.B die Kosten über mehrere Jahre verfolgt um daraus Schlüsse zu ziehen. Z.B. durchschnittlicher Aufwand zur Wärmeerzeugung um zu erkennen wie sich der Verbauch über die Jahre verhält.
     
  8. Pharao

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    Hi,

    da ich jetzt hier mal davon ausgehe, das dieser WEG`ler seit er dort wohnt jedes Jahr eine Betriebsabrechnung bekommen hat, ist eine Einsicht in die Belege m.E. nicht erforderlich um Rückschlüsse zu ziehn.

    Einsicht in die Originalbelege macht m.E. nur sinn, wenn ich was anzweifel, also das was nicht richtig Abgerechnet worden ist. Und dagegen kann er jetzt nichts mehr machen, wenn der Abrechnungszeitraum 2006 war.
     
  9. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    naja er wohnt ja erst seit 2010 dort, also kann es ja sein, dass er vielleicht erst eine Abrechnung erhalten hat, nämlich die aus 2010 denn die aus 2011 ist vielleicht noch nicht gemacht und er möchte sich vielleicht für die anstehende Versammlung vorbereiten.
     
  10. #9 Pharao, 07.05.2012
    Zuletzt bearbeitet: 07.05.2012
    Pharao

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    Ups, das hab ich überlesen .....

    Hmm, ok dann stimmt meine Annahme wohl eher nicht, das er ggf alte Rechnungen anzweifelt. Allerdings bräuchte er ja dazu nicht alle Belege einsehen, sondern ggf nur die Endabrechnungen, oder ?

    Wobei hier dann die Frage aufkommt, hat er ein Recht auf Einsicht alter Abrechnungen die ihn selber nicht betreffen ?
     
  11. #10 Papabär, 07.05.2012
    Papabär

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    Ich tippe mal darauf, daß er es darf.

    Das Konto sollte schließlich auf den Namen der WEG lauten ... damit wäre der Eigentümer also Mit-Kontoinhaber.
     
  12. RMHV

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    Die Frage kommt nicht wirklich auf... Jeder Wohnungseigentümer ist Mitglied der Gemeinschaft und hat damit das uneingeschränkten Recht eines Mitglieds, sämtliche Verwaltungsunterlagen einzusehen. Der Zeitpunkt, zu dem der Wohnungseigentümer in die Gemeinschaft eingetreten ist, ist kein relevantes Kriterium.
     
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