Berechnung der Kautionssumme

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von momesana, 16.06.2015.

  1. #1 momesana, 16.06.2015
    Zuletzt bearbeitet: 16.06.2015
    momesana

    momesana Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    16.06.2015
    Beiträge:
    10
    Zustimmungen:
    0
    Hallo zusammen,

    ich habe unlängst eine kleine Wohnung erworben und wollte jetzt zwecks Einforderung der vom derzeitigen Mieter an den Vorbesitzer geleistenten Kautionssumme (vom Vorbesitzer versteht sich) diese genau errechnen. Der Mieter hat den Mietvertrag im November 1983 abgeschlossen (bzw. den Vertrag erneuert, da die Meiter schon seit 1978 in der Wohnung leben).

    Der Berechnung der Gesamtkaution habe ich daher folgende Zinsreihen zugrundegelegt:
    1. https://www.bundesbank.de/Navigatio...te/Functions/glossar.html?lv2=21158&lv3=62852
    2. https://www.bundesbank.de/Redaktion...nditen/S11BATSPAR3.pdf?__blob=publicationFile

    Da ich keinen anständigen Zinsrechner mit variablen Zinsreihen finden konnte habe ich meine eigene Version programmiert. Ich sehe mich nun aber mit dem Problem konfrontiert, dass ich nicht genau weiß, ob ich die Zinsen pro Monat oder pro Jahr abrechnen soll. Auf einer nicht gerade zitierwürdigen Seite habe ich folgenden Kommentar gefunden:
    Die berechneten Werte weichen in meinem Fall zwar nur minimal voneinander ab (385.36 € vs. 387.68 €) aber ich würde trotzdem gerne wissen, wie genau ich die Gesamtsumme zu berechnen habe.

    Eckdaten:
    • Beginn des Mietvertrags: November 1983
    • Damals geleistete Kautionssumme: 409,50 DM (umgerechnet 209,37 €)
    • Datum des Eigentumsübergangs: 01.03.2015
    • Von mir berechnete aktuelle Gesamtsumme: 387,68 € (Zinsen monatlich dem Kapital zugeschlagen)
    • Alternatives Ergebnis: 387,68 € (Zinsen jeweils am Ende des Jahres dem Kapital zugeschlagen)

    Falls noch nicht deutlich geworden sein wollte, was ich mit "pro Monat vs. pro Jahr" meine:
    a. Berechnung auf monatlicher Basis: der Zinssatz des aktuellen Monats durch 12 teilen und mit der bisherigen Kautionssumme multiplizieren. Das Ergebnis dann zur Kautionssumme hinzuaddieren. Zum nächsten Monat übergehen und das Ganze wiederholen.
    b. Berechnung auf Jahres-Basis: Summe über die Zinssätze des jeweiligen jahres bilden und diese dann durch 12 teilen. Diese mit der bisherigen Kautionssumme multiplizieren und zur Kautionssumme hinzuaddieren. Zum nächsten Jahr übergehen und das Ganze wiederholen.

    Ich habe die Formel mal zum besseren nachvollziehen in die Form einer primitiven online-app gequetscht, die ihr unter http://plnkr.co/edit/zHSgJG6x7rhEob3F5dbr?p=preview abrufen könnt, falls ihr daran interessiert seid, mit welchen Werten und welcher Formel (siehe script.coffee) ich gearbeitet habe. Die Formel habe ich selbst hergeleitet also bitte den Würgereiz unterdrücken, falls ich als BWL-Legastheniker grobe Denkfehler gemacht haben sollte.

    Viele Grüße
    momesana
     
  2. AdMan

    Schau mal hier in diesem Ratgeber. Dort findet man viele Antworten!

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. Andres

    Andres
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    04.09.2013
    Beiträge:
    6.713
    Zustimmungen:
    1.253
    Ich bemühe mich, daher ohne jeden Würgereiz:

    Willst du eine Bank eröffnen oder wozu soll diese Rechnung gut sein? Was du dir da bei der Bundesbank herausgesucht hast, ist doch ganz ausdrücklich ein Mittelwert einer Marktbefragung über zwei Wochen. Das muss nicht der tatsächliche Zins sein, der gezahlt wurde - es ist doch noch nicht einmal gesagt, dass überhaupt irgendeine Bank jemals diesen Zinssatz gezahlt hat.

    Der bisherige Eigentümer (nicht Besitzer, das ist der Mieter) teilt den aktuellen Stand der Kaution mit. Den Nachweis darüber könnte man z.B. mit Kontoauszügen erbringen. Deine gesamte Rechnung ist bestenfalls geeignet, die Plausibilität dieses Betrages grob zu überprüfen.

    Die Rechnung ist übrigens insgesamt schon deshalb vermutlich nicht korrekt, weil sie die Besteuerung der Zinserträge vernachlässigt.
     
  4. #3 momesana, 16.06.2015
    Zuletzt bearbeitet: 16.06.2015
    momesana

    momesana Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    16.06.2015
    Beiträge:
    10
    Zustimmungen:
    0
    Hi,
    Dafür fehlt mir leider das nötige Kleingeld.

    Die Kaution ist zu einem markt- oder banküblichen Zins anzulegen (http://dejure.org/gesetze/BGB/551.html). Selbst, wenn der Vermieter es versäumt dies zu tun muss er für den Betrag aufkommen der durch die Zinsen erszielt worden wäre. Daher ist die Zinsreihe schon nicht verkehrt.

    Es ist kompliziert. Der Vorbesitzer behauptete zunächst, dass es keine Kaution gegeben hätte. Nachdem der Mieter dem widersprach gab er schließlich zu, dass es doch eine Kaution gegeben hätte. Er hat anschließend die Kautionssumme unverzinst direkt an den Mieter ausgezahlt, da es eine Klausel im Vertrag gab, dass die Unverzinslichkeit der Kaution festlegte. Dies ist aber nach neuer Rechtsprechung treuwidrig und der Mieter hat einen Anspruch darauf. Dieser richtet sich jetzt gegen mich, da ich die Immobilie mit allen Rechten und Pflichten übernommen habe. Daher und in Absprache mit dem Mieter muss ich also die Kautionssumme selbst ausrechnen, damit ich die Ansprüche gegenüber dem Vorbesitzer geltend machen kann.

    Das mag sein. Wenn der Rest stimmt, kann man aber die Besteuerung nachträglich hinzufügen. Die Frage ist erstmal, ob die Art der Berechnung der Zinsen so überhaupt legitim ist.
     
  5. dots

    dots Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    08.07.2014
    Beiträge:
    1.628
    Zustimmungen:
    508
    Und wenn das nicht geschehen ist, kannst du das nicht rückwirkend mit einer Formel und dem Umschieben vom Zinsgeld gewährleisten - die Kaution war dann immer noch nicht zu einem markt- oder banküblichen Zins angelegt.

    Ich habe keine Ahnung, daher frage ich: Ist das eine Vermutung deinerseits, Wunschdenken oder tatsächlich eine Tatsache?

    Wenn du die Zeit, die du in deine ganze Überlegung bereits reingesteckt hast, dazu genutzt hättest, mit Mieter und Voreigentümer eine Pauschale in Höhe von 100 € auszuhandeln, und das ganze schriftlich (und von allen dreien unterschrieben) fixiert hättest, wärst du jetzt schon fertig.

    Und da ich das Gefühl habe, dass es sich nur um ein paar läppische Euros handelt, würde ich in Erwägung ziehen, diese paar Euros aus eigener Tasche feierlich dem Mieter zu überreichen - grob überschlagen gerechnet und aufgerundet auf volle Zehner. Dann müsste ich mich nicht mit Formeln rumschlagen.
     
  6. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    26.02.2010
    Beiträge:
    1.300
    Zustimmungen:
    93
    es besteht ja auch noch die Möglichkeit Deine Bank die möglichen Zinsen seit Nov.1983 ausrechnen zu lassen.
     
    momesana gefällt das.
  7. #6 momesana, 17.06.2015
    Zuletzt bearbeitet: 17.06.2015
    momesana

    momesana Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    16.06.2015
    Beiträge:
    10
    Zustimmungen:
    0
    Das ist eine logische Konsequenz des folgenden Paragraphen:

    Es gab bereits Urteile vom Bundesgerichtshof, wonach es für die Verzinsung unerheblich ist, ob das Geld tatsächlich angelegt war und reale Zinsen erwirtschaftete:
    http://www.haufe.de/recht/deutsches...n-mietvertraegen_idesk_PI17574_HI2612506.html

    Wenn man mehr erwirtschaftet, als der Zins hergibt stehen diese Überschüsse übrigens ebenfalls dem Mieter zu und nicht dem Vermieter. Da jeder Vermieter im Zweifelsfalle behaupten könnte, er hätte das Geld nicht angelegt oder kaum Zinsen erzielt ist davon auszugehen, dass die Regelung eben gerade dazu eingeführt wurde, um den Mietern die nötige rechtliche Handhabe zu verschaffen, um zumindest die marktüblichen Durchschnittszinsen für die jeweiligen Zeiträume einzufordern.

    @dot: Ich habe das Gefühl, dass dieser Diskurs alles andere als zielführend ist. In einem Forum geht es nicht darum, alles was das Gegenüber sagt in Frage zu stellen oder seine aufgestellten Behauptungen als Wunschträume und Fantastereien abzustempeln. Damit ist , wenn überhaupt, nur dem eigenen Geltungstrieb gedient. Es geht vielmehr darum, dass jene, die mit einem bestimmten Themenbereich bereits über Erfahrung verfügen andere an ihrem Wissen und ihrer Erfahrung teilhaben lassen. Zudem wird dieses Wissen und die Diskussion dazu "verschriftlicht" und steht damit all jenen, die sich künftig mit dem selben Problem konfrontiert sehen als Referenz und Entscheidungsstütze zur Verfügung.

    Der Voreigentümer hat nach eigenen Angaben die etwas höhere (monatlich verzinste) Summe bereits überwiesen. Darum geht es hier auch gar nicht. Es geht darum zu eruieren, wie diese Zinsrechnung generell korrekt zu erfolgen hat. Da die Pflicht ein dediziertes Treuhand-Konto für die vom Mieter gezahlte Kaution bereitzustellen erst seit einigen Jahren gesetzlich festgeschrieben ist, die Verzinsung aber rückwirkend erfolgt ist das kein esoterischer Sonderfall. Sie betrifft vielmehr jeden, der eine Immobilie erwirbt, die bereits seit geraumer Zeit vermietet ist, die Kaution nicht auf einem dedizierten Treunhandkonto abgelegt war und wo sich die Parteien über die aktuelle Kautionssumme (bzw. der erzielten Zinsen und Zinsenzinsen) uneinig sind.

    @alle anderen
    Ich habe die Formel jetzt von einem Kollegen, der Mathematik studiert hat, gegenprüfen lassen. Beide Formeln (bzw. Funktionen: getTotal und getTotalOnMonthlyBasis) sind unter den gegebenen Annahmen korrekt. Ich konnte weder in den einschlägigen Paragrafen noch im Netz stichhaltige Anhaltspunkte dafür finden, warum als Laufzeit immer ein Jahr angenommen werden muss/soll und nicht ein Monat. Daher würde ich eher zu der ersten Formel tendieren. Eine mögliche Kapitalertragssteuer habe ich in der Formel überdies nicht berücksichtigt.

    Wer keine Lust hat sich die Summe selbst auszurechnen, kann also mein kleines Online-Programmchen unter dem oben und hier angebeben Link: http://plnkr.co/edit/zHSgJG6x7rhEob3F5dbr?p=preview verwenden. Die Monate, die für die Verzinsung berücksichtigt werden einfach im angegebenen Format (ansonsten wird der zur Berechnung notwendige Button ausgegraut) in das Textfeld pasten und den Button "berechne Zins" betätigen. Vielleicht erspare ich euch damit etwas Arbeit. Der Code steht unter einer freien Softwarelizenz (GPL v3) und kann damit verwendet, verändert und weitergereicht werden.

    Viele Grüße
    momesana
     
  8. Andres

    Andres
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    04.09.2013
    Beiträge:
    6.713
    Zustimmungen:
    1.253
    Vielleicht. Es wäre jedenfalls deutlich einfacher, wenn du den Sachverhalt von Anfang an vollständig geschildert hättest.


    Nicht Rechtsprechung, nicht treuwidrig und ganz sicher nicht neu. Aber im Ergebnis richtig: Der Mieter hat einen Anspruch auf Verzinsung der Kaution, egal was im Vertrag steht.


    Das sehe ich nicht so. § 556 Abs. 1 BGB lautet:

    "Wird der vermietete Wohnraum nach der Überlassung an den Mieter von dem Vermieter an einen Dritten veräußert, so tritt der Erwerber anstelle des Vermieters in die sich während der Dauer seines Eigentums aus dem Mietverhältnis ergebenden Rechte und Pflichten ein."

    Der Voreigentümer hat über die Kaution abgerechnet. Dass er das falsch getan hat, ist sein Problem. Der Anspruch auf Auszahlung der Verzinsung ist nicht während deines Eigentums entstanden, also trittst du in ihn nicht ein. Eigentlich ist das die gleiche Situation, wie wenn über Betriebskosten vergangener Jahre abgerechnet wird.


    Na gut, wenn du entschlossen bist, das zu tun:

    Es gab bestimmt weise Gründe, das in CoffeeScript zu tun, z.B. dass so viele Leute mit Kompetenzen im Mietrecht dir helfen können. Dass du mit einer Tabellenkalkulation in einem Bruchteil der Zeit ans Ziel gekommen wärst und gleichzeitig Leute, die dir in der Sache helfen wollen, dein Vorgehen verstehen könnten, können wir daher großzügig unter den Tisch fallen lassen.

    Stattdessen weise ich darauf hin, dass der Code völlig unzureichend kommentiert ist. Ich habe keine Lust, so etwas im Detail nachzuvollziehen. Den wesentlichen Fehler entdecke ich auch so: Die Zinssätze sind p.a. angegeben und die Umrechnung in einen monatlichen Zins ist nicht einfach eine Division durch 12. Das würde den Zinseszins vernachlässigen. Wenn das ein studierter Mathematiker nicht erkennen kann (vorausgesetzt dass er es ernsthaft versucht hat, woran man schon zweifeln darf - du hast die Hürde ja ausreichend hoch gesetzt), dann hat er ein Problem. Zu meiner Schulzeit war das Stoff in der Mittelstufe.

    Hier liegt ein exponentieller Sachverhalt vor, daher ist die 12. Wurzel angesagt:
    • jährlicher Zinssatz p
    • Wachstumsfaktor jährlich: 1+p
    • Wachstumsfaktor monatlich: (1+p)^(1/12)
    Das sollte als Lösungsskizze genügen.

    Natürlich könnte man sich das Leben auch ganz einfach machen und dem Rat von Jobo45 folgen. Aber das wäre wohl zu einfach ...
     
    momesana gefällt das.
  9. #8 momesana, 17.06.2015
    Zuletzt bearbeitet: 17.06.2015
    momesana

    momesana Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    16.06.2015
    Beiträge:
    10
    Zustimmungen:
    0
    Ich habe das Problem/die Fragestellung selbst adäquat beschrieben. Die Begründung warum das Problem zustandegekommen ist (also die Motivation dahinter) ist unerheblich.

    Rechtsprechung = die Tätigkeit der rechtsprechenden Gewalt. Es gab dazu ein Urteil also ist es "Rechtsprechung". Und genau in dem Urteil wird festgehalten, dass der Ausschluss der Verzinsung den Mieter nach Treu und Glauben benachteiligt, daher ist es "Treuwidrig".
    Das sehe ich nicht so. § 556 Abs. 1 BGB lautet:

    Nein, dem muss ich wiederum widersprechen. Ich habe das mit dem Notar diskutiert und auch die entsprechenden Urteile nachgeschlagen. Im Zweifelsfalle muss der neue Besitzer haften, da der Besitzübergang die Miete nicht bricht und sich sämtliche Ansprüche der Mieter gegen den neuen Besitzer richten:

    Kurze Antwort: Deployment. Der funktionierende, einsehbare und veränderbare Code ist ein Klick entfernt und es ist weder ein Herunterladen einer Datei noch das Installieren einer Software vonnöten.

    Lange Antwort:
    • Ich bin Softwareentwickler und produziere sicherlich besseren Code in einer Programmiersprache als mithilfe von Excel-Makros.
    • Ich bin Linux-User und habe kein Windows und damit kein Excel. Ich müsste LibreOffice benutzen und da haben wir schon die ersten Kompatibilitätsprobleme. Jene, die sich das anschauen bräuchten auch OpenOffice und so weiter und so fort.
    • Coffeescript ist nur ein Javascript-Aufsatz und kompiliert lesbar nach JavaScript und letztere ist (ob gut oder schlecht) die meistgenutzte Programmiersprache der Welt und sehr simpel aufgebaut. Daher war die Wahl der Sprache meiner Meinung nach nicht verkehrt, zumal man das Ergebnis online ausprobieren und verändern kann.

    Ich nehme an, es sind die Funktionen map und reduce, die dich verwirren, aber diese sind nicht Coffeescrip- bzw. Javascript-spezifisch, sondern stellen ein allgemeines Mittel der funktionalen Programmierung und der Mathematik dar und sollten jedem geläufig sein, der sich (nach 1936: Einführung des Lambda-Kalküls) mit Programmierung auseinandergesetzt hat: https://www.wikiwand.com/en/Higher-order_function.

    Stichwort: Clean Code. Kommentare sind Code-Smell. Die bestehenden habe ich jetzt auch entfernt. Danke für den Hinweis.

    Ehrlich? Es gibt zwei Verfahren: das eine hat ca. 12 Zeilen Code, das andere 4. Wenn man die nicht nachvollziehen kann, wäre man auch an Excel-Makros gescheitert und sollte es erst gar nicht versuchen.

    Code:
    values.reduce (acc,cur) ->
          currentRate = getRateDataForMonth(cur).rate
          acc + ( currentRate * acc)/12
        , deposit
    
    Mal schauen, wie schwierig das wird: Reduziere die angegebenen Werte indem du für alle Ratenwerte
    • dir die aktuelle Rate besorgst
    • und anschließend für jeden Monat zum Zwischenergebnis (acc: akkumulator) die neuen Zinsen (<aktuelle Monatsrate> * <Zwischenergebnis> / 12) hinzuaddierst.
    • Als Anfangwert soll die ursprüngliche Kaution dienen (deposit)
    Du hast recht! Dafür braucht man freilich einen Doktor in theoretischer Physik.

    Falls das Wort Akkumulator für Verwirrung gesorgt hat:

    Der Code selbst war m.E. sprechend genug und ich weiß gar nicht mal, warum dieser auf Mal so in den Fokus gerückt ist. Ich habe auch niemanden gebeten sich den Code anzuschauen sondern eine einfache fachliche Frage gestellt. Der Code sollte jenen, die sich wirklich für meine genaue Vorgehensweise bei der Berechnung interessieren, als Dokumentation dienen. Wenn das Ganze so schnell mittels Tabellenkalkulation gemacht werden kann, hätte es auch gereicht eben kurz nachzurechnen, diese mit meinen die Ergebnisse (die ich ebenfalls gepostet hatte) zu vergleich und mir zu sagen, dass meine Ergebnisse falsch sind.

    Das sind keine Fehler sondern Gegenstand der ganzen Diskussion. Eben das war ja die Frage, die es hier anfänglich zu beantworten galt. Nämlich, ob die Zinsen wirklich nur einmal am Ende des jahres berechnet und zugeschlagen werden (wie eine im ersten Posting zitierte Quelle im Internet behauptet hat) oder allmonatlich. Die variierenden Monatstage sind indes irrelevant, da für Banken ein Monat immer 30 Tage und ein Jahr immer 360 Tage hat. Die Funktion getTotalOnMonthlyBasis macht es übrigens auf monatlicher Basis, getTotal nur einmal jährlich. Daher habe ich auch zwei Ergebnisse in der Liste, die dir offenkundig entgangen sind.

    Siehe oben :-).

    die Zinsenzinsformel ist mir geläufig, hier haben wir aber variierende Zinssätze. Daher ist der iterative Ansatz meiner Meinung nach verständlicher.

    Der Vorschlag/die Antwort von Jobo45 war in der Tat der einzig konstruktive Beitrag. Dafür möchte ich ihm mal einen Dank aussprechen. Den Code herzuleiten und niederzuschreiben hat übrigens kaum Zeit in Anspruch genommen (die monatliche Variante, war in ca. 10 Minuten geschrieben). Die DKB zu kontaktieren und zu bemühen hätte dennoch vermutlich länger gedauert, zumal es sicherlich nicht deren Job ist nachzuholen, was der Vorbesitzer versäumt hat. Das was wirklich Zeit gekostet hat war das ständige "sich rechtfertigen" in diesem Forum.

    Ich danke trotzdem jedem, der sich an der Diskussion beteilligt hat.
     
  10. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    19.09.2011
    Beiträge:
    2.814
    Zustimmungen:
    347
    Ort:
    28857 Syke
    Hallo zusammen,

    Was bisher noch nicht so zur Sprache gekommen ist, ist m.E. das die Zinsen von Kautionskonten i.d.R. Quatarlsmäßig abgerechnet werden und nicht monatlich.

    Und zum programmieren des Zinsrechners kann ich nur www.zinsen-berechnen.de empfehlen, dort bin ich bisher immer fündig geworden. Ich habe für diesen speziellen Fall allerdings nicht geguckt ob es was passendes gibt.

    VG Syker
     
  11. GJH27

    GJH27 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    20.03.2013
    Beiträge:
    1.172
    Zustimmungen:
    281
    Ort:
    Nordostoberfranken
    Hi!

    Versteh ich das richtig: das Mietverhältnis ist ungekündigt, der bisherige Eigentümer hat aber die hinterlegte Kaution an den Mieter zurückerstattet? Wenn ja: wieso? was bringt das wem?
     
  12. #11 momesana, 17.06.2015
    Zuletzt bearbeitet: 17.06.2015
    momesana

    momesana Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    16.06.2015
    Beiträge:
    10
    Zustimmungen:
    0
    Hi Skyer,

    das ist sehr interessant. Die andere Quelle sagte, dass dies alljährlich erfolgen soll, die meisten behaupten, dass dies monatlich erfolgen kann. Online finde ich dazu keine aussagekräftigen Quellen. Gerade das Herausfinden der üblichen und rechtlich legitimen Laufzeiten für die Zinsen sind hier das Problem bzw. Gegenstand der Diskussion. Hast du zufällig einen Link oder Verweis zur Hand, dem ich nachgehen könnte?

    Über die Seite war ich auch gestoplert, sah bzw. sehe aber nicht, wo/wie man das System mit den entsprechenden Zinsreihen füttern kann.

    Viele Grüße
    momesana
     
  13. #12 momesana, 17.06.2015
    momesana

    momesana Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    16.06.2015
    Beiträge:
    10
    Zustimmungen:
    0
    Hi GjH27
    Jupp,

    der bisherige Eigentümer behauptete, dass keine Kaution hinterlegt war. Als er einige Wochen später den Mietvertrag rausrückte (der im Jahre 1983) abgeschlossen worden war stellte sich heraus, dass sehr wohl eine Kaution hinterlegt wurde. Der Vorbesitzer hat es dennoch weiterhin bestritten, woraufhin ich ihm eine Zahlungserinnerung mit Androhung rechtlicher Schritte zukommen ließ, da wir im Vertrag ausdrücklich vereinbart hatten, dass die Wohnung ohne jegliche Ansprüche Dritter oder jedwede Schulden erworben wird. Daraufhin bekam ich ein Schreiben, indem der ehemalige Besitzer bekundete die Sache "im Innenverhältnis" mit dem derzeitigen Mieter geklärt zu haben.

    Der Mieter wiederum sagte mir, dass die ursprüngliche Kautionssumme an ihm gezahlt wurde aber nicht die Zinsen bzw. Zinseszinsen (bei 37 Jahren ist das schon ein kleineres Sümmchen). Ich kontaktierte den Vorbesitzer und er verwies zunächst darauf, dass im Vertrag eine Verzinsung explizit ausgeschlossen worden war. Die Klausel ist natürlich nach neuer Rechtssprechung nichtig. Der Vorbesitzer hatte vom derzeitigen Mieter (was schon an Betrug grenzt) das Unterschreiben eines Dokuments gefordert, wonach jegliche darüber hinausgehenden Ansprüche abgegolten gewesen sein sollten. Dieser hat sich verständlicherweise geweigert und sagt, dass ihm nach Beendigung des Mietverhältnisses die gesamte gesamte Kautionssumme (also inklusive Zinsen und Zinseszinsen) zusteht. Daher gilt es jetzt diese vom ehemaligen Besitzer zu beschaffen. Der Mieter zahlt die Summe natürlch anschließend auf ein von mir gesondert für Kautionen eingerichtetes Treuhandkonto.

    Wie es aussieht könnte sich das Problem aber in Wohlgefallen aufgelöst haben, wenn der Vorbesitzer die Restsumme, wie von ihm behauptet, wirklich bereits überwiesen hat. An sich sind es im Grunde genommen Peanuts, aber es stört mich ungemein, dass der Vorbesitzer (der schon wegen anderer verschwiegener Mängel jegliche Sympathien bei mir verspielt hat) hier noch zusätzlich die Kaution einstreichen wollte. Wie heißt es noch so schön: Fiat justitia et pereat mundus (Es soll Gerechtigkeit geschehen, und gehe die Welt darüber zugrunde).

    Viele Grüße
    momesana
     
  14. Andres

    Andres
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    04.09.2013
    Beiträge:
    6.713
    Zustimmungen:
    1.253
    Was wirklich Zeit gekostet hat, war deine Unwilligkeit, eine hinreichend konkrete und abgegrenzte Frage, nach dem was du wirklich wissen willst, zu stellen. Lies doch nochmal deinen ersten Beitrag. Findest du eine Frage? Ist es da ein Wunder, dass Antworten nur allgemeines Blabla zu allen möglichen Inhalten sind, die du zur Diskussion gestellt hast?

    Warum dieser altbekannte Ratgeber (vor allem ab hier, Überschriften wörtlich nehmen, den Rest abstrahieren) nicht auch für nicht-technische Fragen gelten sollte, weiß ich nicht.


    Mein Ansatz ist nicht iterativ? Das wäre mir neu. Statt mir zu erklären, wie Lambda-Kalkül in CoffeeScript funktioniert (was entweder arrogante und völlig nutzlose Angeberei ist, wenn ich davon keine Ahnung hätte, oder ziemlich peinlich wäre, wenn sich am Ende vielleicht herausstellen sollte, dass ich so etwas studiert habe), hättest du mal ein paar Gedanken daran verschwenden können, dass ich ein Verfahren beschrieben habe, mit dem du einen auf ein Jahr bezogenen Zins auf einen Monat herunterbrechen kannst. Das ist nichts anderes als dein Verfahren a. ohne das mathematisch absurde Vorgehen, den jährlichen Zins durch 12 zu teilen. Während man nämlich durchaus darüber streiten kann, wie das Guthaben zum Stichtag zu berechnen ist (Klartext: Es gibt mehr als eine Lösung), ist dein erster Vorschlag ganz objektiv falsch.

    Dein Verfahren b. hat den gleichen grundsätzlichen Haken: Dass die Zinssätze zu Jahresbeginn sich stärker auf das Ergebnis auswirken, wird nicht berücksichtigt.

    Die Frage nach dem Zeitpunkt der Zinsgutschrift ist nur soweit relevant, wie sie Auswirkungen auf die Rundung von Zwischenergebnissen hat. Diesen Aspekt habe ich bisher komplett ignoriert - er hat keine wesentlichen Auswirkungen auf das Ergebnis. Man darf sich nur nicht wundern, wenn eine tatsächliche Berechnung einer Bank zu ein paar Cent mehr oder weniger führt.

    Man kann den Zins tageweise berechnen und die Zinsen trotzdem nur quartalsweise ausschütten. Du kommst auf verschiedene Werte (die ich übrigens nicht reproduzieren kann), weil du mit völlig anderen Zinssätzen rechnest.


    Auch das hast du nicht gefragt, aber wenn du meinst: Ich komme auf 384,08 €.

    Zeitaufwand für mich: 4 Minuten. Die Zinsreihe habe ich von dir übernommen. Den Aufwand, den du damit hattest, muss man dazu also addieren. Besonders geschickt habe ich mich nicht angestellt. Du verstehst, warum ich mich über 16 LOC beschwere?
     
  15. #14 momesana, 17.06.2015
    momesana

    momesana Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    16.06.2015
    Beiträge:
    10
    Zustimmungen:
    0
    Hi Andres,
    Ich merke, die Emotionen schaukeln sich hoch. Versuchen wir mal das Ganze zu deeskalieren :-). Also, in meinem ersten Beitrag war das der Kern meines Anliegens:

    Die ist glaube ich halbwegs abgesteckt, aber da mag man anderer Meinung sein. Vergessen wir das also erstmal.


    Ok, die Monatswerte sind also derart zu verstehen, dass sie bei beispielsweise konstanten 6% pro Monat am Ende des jahres als 6% Jahreszins zu verstehen sind. Das heißt ich müsste bei einem Anfangskapital von z.B. 100 Euro bei monatlichen Werten von 6% bei 106 € am Ende des Jahres landen.

    Ich habe die Zinseszinsen innerhalb der Zinsperioden absichtlich (und das ist wohl falsch) vernachlässigt. Ich versuche das mal mit deiner Formel nachzurechnen und zu sehen, ob ich auf das selbe Ergebnis komme. Abgesehen von den hochkochenden Emotionen und der Polemik war die Diskussion ja letztenendes doch ganz ertragreich für mich ;-). Danke für den Input.
     
  16. GJH27

    GJH27 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    20.03.2013
    Beiträge:
    1.172
    Zustimmungen:
    281
    Ort:
    Nordostoberfranken
    Was mich an dieser Konstellation stört, ist die Rückzahlung der Kaution im unverändert laufenden Mietverhältnis. Besteht denn, wenn vom Vermieter im laufenden Mietverhältnis die Kaution an den Mieter zurückgezahlt wurde, überhaupt noch ein Anspruch des Vermieters, die Kaution später doch wieder zu erhalten? Spontan hätte ich da ziemliche Zweifel...
     
  17. #16 momesana, 17.06.2015
    momesana

    momesana Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    16.06.2015
    Beiträge:
    10
    Zustimmungen:
    0
    Ja, der neue Wohnungseigentümer hat einen Anspruch darauf:
    In meinem Fall hätte der Vorbesitzer üblicherweise die Kaution einfach an mich überweisen müssen. Vielleicht war seine Annahme, dass die Transaktion (für ihn) reibungsloser verlaufen würde, wenn er sich direkt an den Mieter wendet.

    @Andres
    Hab vorhin deine Version ausprobiert und bekomme jetzt das selbe Ergebnis:
    Code:
    getTotal = (values, deposit) ->
        finalRate = values.reduce((acc, cur) ->
          currentRate = getRateDataForMonth(cur).rate
          i = Math.pow(1 +  currentRate, 1/12) - 1
          acc * (1 + i)
        , 1)
        deposit * finalRate
    
    Danke für den Hinweis.
     
  18. #17 immodream, 17.06.2015
    immodream

    immodream Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    05.05.2011
    Beiträge:
    2.207
    Zustimmungen:
    460
    Hallo momesana,
    ich vermiete seit über dreißig Jahren Wohnungen und ich habe die Kautionen immer auf normale Sparbücher angelegt.
    In den 80ziger und 90ziger Jahren hat es auf diesen popeligen Sparbüchern 2-2,5 % Zinsen / Jahr gegeben. Und in den letzten Jahren liegt die Verzinsung bei weniger als 1 %.
    Selbst ohne Berechnungsprogramm kann ich mit dem Taschenrechner für 30 Jahre den Zins und Zinseszins berechnen.
    Wenn du soviel Zeit und Mühe für die Berechnung der Kautionszinsen aufwendest, wirst du bei der Vermietung nie " auf einen grünen Zweig " kommen.
    Grüße
    immodream
     
  19. #18 momesana, 17.06.2015
    momesana

    momesana Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    16.06.2015
    Beiträge:
    10
    Zustimmungen:
    0
    Hi immodream,

    wir sind ja hier irgendwann von der eigentlichen Frage abgekommen und bei der Evaluierung der Formel zur Zinsrechnung gelandet. Ich glaube auch nicht, dass ich jedes mal bei Cent-Beträgen auf Formel-Suche gehen werde ;-). Schadet jedenfalls nicht mal diesen kleinen Exkurs gemacht zu haben.

    Viele Grüße
    momesana
     
  20. #19 Goldhamster, 18.06.2015
    Goldhamster

    Goldhamster Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.01.2015
    Beiträge:
    566
    Zustimmungen:
    171
    Das ist geil!
    Schon am Gebrauch eines unverständilichen Fachwortes erkennt man, dass die Materie nicht richtig verstanden wurde.
    Das Problem ist nicht neu und in diesem Falle nicht richtig gelöst. (ist aber auch kein Beinbruch)

    Würden Sie uns erläutern, warum Sie sich für Immobilien als Kapitalanlage entschieden haben?
     
  21. #20 alibaba, 18.06.2015
    alibaba

    alibaba Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    11.12.2014
    Beiträge:
    1.188
    Zustimmungen:
    146
    Ort:
    Berlin
    die beste Bank ist die vom FinanzAmt ,so zahlt sie 6% jährlich auf AnlageGeld bei Gewinn oder vergleich :D

    Gruss
    alibaba :D
    PS: das mit dem MietsKautionsVerKürzer oder gar HabeGarKeineKautione ..... iss ja een Ding , naja sachen gibs ...:D
     
Thema: Berechnung der Kautionssumme
Besucher kamen mit folgenden Suchen
  1. kaution zinsen rückwirkend berechnen

    ,
  2. mietkaution rückwirkend berechnen

    ,
  3. kautionssumme rechner

Die Seite wird geladen...

Berechnung der Kautionssumme - Ähnliche Themen

  1. Mietvertrag, Garten berechnen

    Mietvertrag, Garten berechnen: sagt mal, wie berechnet ihr der Wohnung zugeteilte Gartenpazellen? Die Wohnung hat Ca. 100m2 Garten. Da ja in Berlin die Mietpreisbremse gilt,...
  2. Wie die Stromkosten von der Inklusivmiete abziehen und gesondert berechnen?

    Wie die Stromkosten von der Inklusivmiete abziehen und gesondert berechnen?: Ich vermiete Zimmer in einer WG. Bislang gab es eine Inklusivmiete wegen der eher hohen Fluktuation; manche sind eingezogen, wollten das Zimmer...
  3. Wohnfläche berechnen nach welcher Vorlage?

    Wohnfläche berechnen nach welcher Vorlage?: Hallo Gemeinde, Würde mal wieder Euren fachmännischen Rat benötigen und zwar steht in nächster Zeit Wohnflächenberechnungen für unser komplett...
  4. Berechnung der Nebenkosten

    Berechnung der Nebenkosten: Guten Abend, ich besitze eine Eigentumswohnung, die ich bisher selbst bewohnt habe, in Zukunft aber vermieten möchte. Ich versuche nun, die...