Berechnung Heizkosten

Diskutiere Berechnung Heizkosten im NK - Ankündigungen! Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo, ich als Vermieter möchte nun meine erste Neben- und Heizkostenabrechnung erstellen. Hier ist nun folgendes Problem aufgetreten. Insgesamt...

  1. #1 betonwerk, 15.06.2018
    betonwerk

    betonwerk Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    15.06.2018
    Beiträge:
    5
    Zustimmungen:
    0
    Hallo,

    ich als Vermieter möchte nun meine erste Neben- und Heizkostenabrechnung erstellen.
    Hier ist nun folgendes Problem aufgetreten.

    Insgesamt wurde lt. Gasrechnung 43000 kwh verbraucht.
    Wenn ich aber die Ablesewerte der Mieter addiere komme ich bei den Wärmemengenzählern auf 6000 kwh + nach Umrechnung des Warmwassers auf 15000 kwh. Zusammen wurden also tatsächlich nur 21.000 kwh verbraucht.
    Die Differenz ist dann als Wärmeverlust zu deuten.

    Ich will jetzt die Heizkosten auf die Mieter umlegen (Umlageschlüssel 30:70).

    Heizkostenanteil = 1086,10 €
    30% Grundkosten = 325,83 € - das muss ich dann nach Quadratmetern auf die Mieter verteilen
    70 % Verbrauchskosten = 760,27 € - durch welche Gesamteinheiten muss ich das teilen? Wären hier 6000 kwh anzurechnen damit ich die kompletten Kosten auf die Mieter umlegen kann?

    Es wäre super, wenn Ihr mir helfen könntet.

    Im Voraus vielen Dank.
     
  2. Anzeige

    Schau mal hier in diesem Ratgeber. Dort findet man viele Antworten!

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. Andres

    Andres
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    04.09.2013
    Beiträge:
    8.435
    Zustimmungen:
    2.650
    Nicht nur. Auch der Wirkungsgrad der Heizung ist zu berücksichtigen, denn nicht der gesamte Brennwert des Gases kommt am Ende auch im Heizkreislauf an.


    Anteil wovon?


    Was gibt es da zu rechnen? Der Anteil des Warmwassers am Gesamtverbrauch wird über einen Wärmemengenzähler ermittelt.


    Ich skizziere einfach mal den Rechenweg:

    § 9 HeizkostenV schreibt vor, wie zunächst in die Kosten von Warmwasser und Heizung aufzuteilen ist. Der Aufwand für die Warmwasserbereitung ist über einen WMZ zu ermitteln, die gelieferte Energie gibt in deinem Fall der Versorger an. Unter der Annahme, dass die 15000 kWh der Ablesewert des WMZ sind fließen 15000 / 43000 = 35 % der Gesamtkosten in die Warmwasserabrechnung und der Rest in die Heizung. Sämtliche Verluste werden also den Heizkosten zugeschlagen - der Gesetzgeber will es so.

    Die Warmwasserkosten werden dann weiter verteilt, 30 % nach Wohnfläche, der Rest im Verhältnis der Ablesewerte der Warmwasserzähler, § 8 HeizkostenV.

    Die übrigen Heizkosten werden ebenfalls weiter verteilt, 30 % nach Fläche (da gibt es Auswahlmöglichkeiten), der Rest im Verhältnis der Ablesewerte der WMZ für die Heizung, § 7 HeizkostenV.
     
  4. #3 anitari, 15.06.2018
    anitari

    anitari Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    30.01.2007
    Beiträge:
    2.193
    Zustimmungen:
    971
    Ort:
    Glienicke ohne Agentenbrücke
    Wirklich Wärmemengenzähler oder Heizkostenverteiler?
     
  5. #4 betonwerk, 18.06.2018
    betonwerk

    betonwerk Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    15.06.2018
    Beiträge:
    5
    Zustimmungen:
    0
    Wärmemengenzähler!
     
  6. #5 betonwerk, 18.06.2018
    betonwerk

    betonwerk Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    15.06.2018
    Beiträge:
    5
    Zustimmungen:
    0
     
  7. #6 betonwerk, 18.06.2018
    betonwerk

    betonwerk Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    15.06.2018
    Beiträge:
    5
    Zustimmungen:
    0
    Wenn ich das richtig verstehe muss ich die 760,27 € (Verbrauchskosten Heizung) durch die 6000 kwh (Summe Ablesewerte Mieter) teilen. Dann erhalte ich meinen Preis je Einheit. Das muss ich dann mit dem Verbrauch des jeweiligen Mieters multiplizieren damit ich auf die Heizkosten des Mieters ermitteln kann.

    Oder muss ich das durch 28.000 kwh (43.000 kwh Gesamtverbrauch abzgl. 15000 kwh Warmwasser) teilen?

    Was ist richtig?
     
  8. #7 Newbie15, 18.06.2018
    Newbie15

    Newbie15 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    27.04.2015
    Beiträge:
    525
    Zustimmungen:
    183
    Wie viele Einheiten der Versorger angibt, spielt für deine Abrechnung keine Rolle.
     
  9. Andres

    Andres
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    04.09.2013
    Beiträge:
    8.435
    Zustimmungen:
    2.650
    Grundsätzlich letzteres. Und ich frage mich nach wie vor, was der Ausgangspunkt der Rechnung ist:
    Nach grobem Überschlag sollten schon die Kosten des Brennstoffs höher sein, von den anderen Kosten ganz zu schweigen. Hier stimmt etwas nicht. In das Umlageverfahren der Heizkosten fließen alle Kosten ein, also auch Wartung, Schornsteinfeger, Betriebsstrom usw., nicht nur die Kosten der Brennstoffe.


    Doch, sogar eine entscheidende. Gibt der Versorger den Brennwert des gelieferten Gases an, ersetzt diese Angabe die Berechnung mittels Hi-Wert, § 9 Abs. 3 HeizkostenV, letzter Satz.
     
  10. #9 betonwerk, 18.06.2018
    betonwerk

    betonwerk Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    15.06.2018
    Beiträge:
    5
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Andres,

    Der Heizkostenanteil ist der Anteil von den Gesamtkosten.
    Insgesamt sind Kosten in Höhe von 1773,81 € entstanden. Lt. Gasrechnung wurden 43831 kwh (entspricht 4443 cbm) Gas verbraucht.

    Hier die Ablesewerte der einzelnen Zähler:
    Wärmemengenzähler Heizung insgesamt = 6000 kwh
    Warmwasser = 124,031 m³ (entspricht 15.503,88 kwh Gasverbrauch)
    Insgesamt wurden lt. Ablesung aber nur 21.503,88 kwh Gas verbraucht! Der Rest müsste dann Wärmeverlust sein.

    Um den Heiz- und Warmwasserkostenanteil zu berechnen bin ich wie folgt vorgegangen:

    B = 2,5 x V x (tw-10)/Hi = 2,5 x 124,031 x (60-10)/9 = 1722,65 cbm Gas

    Q = 2,5 x V x (tw-10) = 2,5 x 124,031 x (60-10) = 15.503,88 Kwh

    Warmwasserkostenanteil = 1722,65 cbm x 100/4443 cbm = 38,77 %
    Heizkostenanteil = 100-38,77 % = 61,23 %

    Die Gesamtkosten verteilen sich dann wie folgt:
    Heizkosten = 1773,81 € x 61,23 % = 1086,10 €
    Warmwasserkosten = 1773,81 x 38,77 % = 687,71 €

    Berechnung Warmwasser:
    30% Grundkosten = 206,31 € / 472,60 m² x qm Wohnung des Mieters
    70% Verbrauchskosten = 481,40 € / 124,031 m³ x abgelesenem Warmwasserverbrauch des Mieters

    Berechnung Heizkosten - Variante 1:
    30% Grundkosten = 325,83 € / 472,60 m² x qm Wohnung des Mieters
    70% Verbrauchskosten = 760,27 € / 28327,12 kwh x abgelesenem Verbrauch des Mieters

    Die 28.327,12 kwh berechnen sich aus 43.831 kwh Gesamtverbrauch lt. Gasrechnung Versorger minus 15.503,88 kwh Warmwasserverbrauch.
    Bei dieser Berechnung bleibe ich aber auf den Kosten für den Wärmeverlust sitzen. Das heißt hier würde ich 22.327,12 kwh nicht auf die Mieter umlegen können.

    Berechnung Heizkosten - Variante 2:
    30% Grundkosten = 325,83 € / 472,60 m² x qm Wohnung des Mieters
    70% Verbrauchskosten = 760,27 € / 6000 kwh (tatsächlicher abgelesener Gesamtverbrauch aller Wohnungen) x Verbrauch des Mieters

    Bei dieser Berechnung würde ich fast alle Kosten inkl. Wärmeverlust auf die Mieter umlegen können ohne auf hohen Kosten sitzen zu bleiben.


    Welche Variante ist richtig?

    Im Voraus vielen Dank für Eure Hilfe.
     
  11. Anzeige

    Vielleicht wirst du HIER Antworten finden.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  12. GSR600

    GSR600
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    04.10.2011
    Beiträge:
    1.912
    Zustimmungen:
    652
    Ort:
    Stuttgart
    Ach übrigens kWh Gas sind nicht gleich kWh Wärme.
     
  13. Andres

    Andres
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    04.09.2013
    Beiträge:
    8.435
    Zustimmungen:
    2.650
    Wir nähern uns dem Problem. Der Warmwasserkostenanteil wird höchstens ausnahmsweise berechnet. Im Regelfall wird er gemessen, wozu eine zentraler Wärmemengenzähler für das Warmwasser benötigt wird? Hast du einen solchen WMZ? Falls nein: Warum nicht?

    Von der Frage nach Ausnahmen von der Pflicht für WMZ abgesehen, wird B bei dir ohnehin nicht ermittelt. Der Versorger weist die gelieferten kWh aus. Das ist B.


    Der Rechenweg ist richtig.

    Außerdem ist mein Hinweis von oben zu beachten:
    Heizkosten sind nicht nur die reinen Brennstoffkosten.


    Das ist die richtige Variante.


    Grundsätzlich bleibst du auf Betriebskosten nicht sitzen. Das passiert höchstens ausnahmsweise bei Leerstand, wenn man mit einzelnen Mietern bestimmte Betriebskostenarten nicht zur Umlage vereinbart hat, wenn man mit Mietern unterschiedliche Abrechnungsmaßstäbe vereinbart hat, ... .
     
Thema:

Berechnung Heizkosten

Die Seite wird geladen...

Berechnung Heizkosten - Ähnliche Themen

  1. Berechnung der Steuerberatergebühren bei Anlage V

    Berechnung der Steuerberatergebühren bei Anlage V: Hallo, wie berechnet ein Steuerberater den Gegenstandswert bei Vermietung zur Erstellung der Anlage V? Beispiel: Kauf einer vermieteten Immobilie...
  2. Berechnung rückwirkende Mietermässigung bei Mängeln

    Berechnung rückwirkende Mietermässigung bei Mängeln: Hallo gebeutelte Mieter und Vermieter, mich plagt die Frage, wie ich meinem (einen) Mieter eine Ermässigung bzw. Gutschrift gerecht berechnen...
  3. Heizkosten an den Mieter berechnen

    Heizkosten an den Mieter berechnen: Hallo zusammen, Ich musste dieses Jahr meine erste Nebenkostenabrechnung machen. Alles soweit gut bis auf das Thema Heizkosten. Mein Mieter ist...
  4. Berechnung maximale Mieterhöhung

    Berechnung maximale Mieterhöhung: Hallo, ich habe folgende Frage: Wie hoch kann die Miete maximal erhöht werden? Rein rechnerisch, ohne Kappung durch ortsübliche Vergleichsmiete....
  5. Heizkosten und Nebenkostenrückstand

    Heizkosten und Nebenkostenrückstand: Frohes Weihnachtsfest! Eine Mieterin von mir zahlt stattn 460,- Euro nur 400,- € mtl Miete setzt sich aus 300 Kaltmiete, 80,- €...
  1. Diese Seite verwendet Cookies um Inhalte zu personalisieren. Außerdem werden auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Mit dem weiteren Aufenthalt akzeptierst du diesen Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden