Berechnung Heiznebenkosten 2-Familienhaus mit Öl Zentralheizung und Kaminofen

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von AntonL, 12.07.2015.

  1. AntonL

    AntonL Gast

    Hallo zusammen,

    ich habe im vergangenen Jahr ein 2-Familienhäuschen gekauft. In die eine Wohnung bin ich nach erforderlicher Renovierung mit meiner Frau eingezogen, die zweite Wohnung soll vermietet werden.
    Bei der Erstellung des Mietvertrags bin ich mit bei der 'erlaubten' Verteilung der Heizkosten unsicher.
    Das Haus verfügt über eine Öl-Zentralheizung mit der auch die Warmwasser-Erzeugung durchgeführt wird. Die Heizkreisläufe der beiden Wohnungen sind nicht getrennt und auch keine Wärmemengenzähler angebracht. Das Haus verfügt über 14 Heizkörper. In unserer Wohnung ist ein kamin-Ofen neu eingebaut, welcher uns das Heizen mit Holz ermöglicht. In der Mietwohnung besteht ebenso die Möglichkeit einen Holzofen anzuschließen.
    Kann ich als Vermieter im Mietvertrag vereinbaren, dass die Heizölkosten gemäß der Wohnfläche abgerechnet werden, wenn die Mieter einen Holzofen einbauen und diesen verwenden. Tun sie das nicht, dann würde ich in den Mietvertrag schreiben, dass die Heizölkosten zur Hälfte von Mieter und zur anderen Hälfte vom Vermieter zu tragen sind. Ist dies zulässig?

    Vielen Dank im Voraus für die Hilfe.
     
  2. AdMan

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  3. #2 anitari, 13.07.2015
    anitari

    anitari Erfahrener Benutzer

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    Wohnen Mieter und Vermieter gemeinsam in einem Haus welches nur 2 Wohnungen hat besteht keine Pflicht nach der Heizkostenverordnung abzurechnen.

    Sprich hier kann wirksam jede andere Verteilung dieser Kosten vereinbart werden. Ich persönlich empfehle die Verteilung nach der Wohnfläche.

    Übrigens gehören zu den Heizkosten mehr als nur die Heizenergiekosten.

    Vor allem ist zu beachten das vertraglich festgehalten wird das und welche Betriebskosten der Mieter zu zahlen hat.

    Das wäre eine bauliche Veränderung die nur mit Deiner Zustimmung möglich ist. Hier ist auch zu bedenken das der Mieter ja mal wieder auszieht. Was dann mit dem Ofen? Mein Vorschlag, entweder Du baust gleich einen Ofen ein und vermietest den mit. Wenn nicht gibt es auch keine Erlaubnis für den Mieter selbst einen einbauen zu lassen. Denn die Verantwortung trägst letztendlich Du.
     
  4. Andres

    Andres
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    Eine derartige Bedingung würde ich keinesfalls aufnehmen. Wie willst du darüber denn den Nachweis führen? Wenn du befürchtest, dass die Abrechnung aufgrund des Kaminofens sehr stark zu eurem Nachteil ausfallen könnte, dann brauchst du eben doch Heizkostenverteiler.

    Komplett vermisse ich in deinem Beitrag eine Regelung zu den Warmwasserkosten. Das muss auch vertraglich vereinbart werden, sonst gilt die Regelung der HeizkostenV, d.h. WMZ und getrennte Warmwasserzähler.
     
  5. AntonL

    AntonL Gast

    Bisher wurde mündlich vereinbart, dass die Mieter, wenn diese einen holzofen anschaffen wollen, die Installation (Loch in Kamin inkl. Einsatz) fachmännisch durchführen lassen und nach Auszug das Loch auch wieder fachmännisch verschlossen wird. Den Ofen würden sie kaufen und später auch mitnehmen. Dies würde ich auch so in den Mietvertrag schreiben, da ich eigentlich kein Interesse daran habe, den Ofen der Mieter zu bezahlen.


    Warmwasser würde ich nicht separat abrechnen, da die Kosten zur Wassererhitzung durch das Aufteilen der Heizölkosten abgedeckt sind und die Wasserkosten (Kalt- und Warmwasserverbrauch) mittels Zähler abgelesen werden können.

    Alternativ:
    Mit welchen Kosten müsste ich ungefähr für die Miete von Heizkostenverteilern (14 Stk) und 2 Messgeräten zur Messung des Warmwasserverbrauchs rechnen? Die warmwasserkreisläufe für beide Wohnungen sind getrennt. Ich habe hier bisher leidet noch keinen Richtwert gefunden. Das Ablesen der Geräte wurde ich, wenn möglich, selbst übernehmen.
     
  6. Andres

    Andres
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    Schon mal was von "Mieteramnesie" gehört? Das ist eine Krankheit, an der hauptsächlich Mieter leiden, bei der man sich eigentlich an beinahe alles erinnern kann - nur nicht an Vereinbarungen, die mit Pflichten für einen selbst verbunden sind. :well


    Selbst wenn die Vereinbarung schriftlich festgehalten wird, was - sollte das gerade nicht klar genug gewesen sein - die absolute Minimalanforderung ist, würde ich bauliche Veränderungen nicht vom Mieter vornehmen lassen. Entweder finde ich für solche Geschichten noch Platz in meiner Mietkalkulation oder der Mieter muss eben ohne auskommen.


    Wohin mitnehmen? In die nächste Wohnung, in der man den Ofen nicht aufstellen kann? Das ist doch der Prototyp einer Vereinbarung, die der Mieter höchstens unter Zwang oder wenn es bequem ist einhalten wird.


    Kein Problem, aber auch das muss so vereinbart sein.


    Lass dir ein Angebot machen - oder besser zwei. Von den (mindestens) zwei großen, bundesweit operierenden Anbietern würde ich dabei Abstand nehmen, weil sie traditionell am teuersten sind. Du brauchst übrigens 14 HKV, 2 Warmwasserzähler und einen Wärmemengenzähler.
     
  7. #6 lostcontrol, 14.07.2015
    lostcontrol

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    Sind die Wohnungen denn beide gleich groß?
    Wenn die zu vermietende Wohnung deutlich kleiner ist lohnen sich die HKVs nach meinen Kalkulationen nicht.
    Du musst immer bedenken: Wenn von Deinen 14 Heizkörpern 10 in Deiner Wohnung sind, dann kostet Dich die Zählermiete womöglich mehr als Dir Dein Gerechtigkeitssinn wert ist...
    Bei mir hier im Privathaus mit Einliegerwohnung wäre das definitiv so, ich hab mir das auch mal von mehreren Firmen anbieten lassen. Für das Geld kann ich verdammt viel heizen...

    Ganz wichtig wenn man bezüglich der Betriebskosten abweichende Regelungen vereinbart:
    Unbedingt immer auch mietvertraglich vereinbaren dass man auch unterjährig bei Veränderungen die Betriebskostenvereinbarung ändern kann. Ganz wichtig ist das natürlich vor allem bei Pauschalen.
     
  8. AntonL

    AntonL Gast

    Das Verhältnis ist ungefähr 3/5 zu 2/5 bei 250 am Wohnfläche.
    Bei mir sind 8 Heizkörper, in der Mietwohnung 5 und im Flur eine gemeinsam genutzte.

    Ich habe heute mit einem regionalen Anbieter gesprochen, der mir 2-fühlige Heizkostenverteiler für die Heizkörper angeboten hat (31€ bei 10 Jahren Laufzeit inkl Montage). Hinzu würden jährlich 100+ märchensteuer für die NebennierenAbrechnung bei 2 Parteien kommen.
    Den Verbrauch an Heizöl für Warmwassererwarmung würde er mittels Formel berechnen, weswegen keine Wärmemengenzähler notwendig sind.
    Er hat mich mit dem, was er gesagt hat, schon davon überzeugt, dass Verteiler besser wären. Schließlich wird laut Hausvorbesitzerin jährlich 3500l Heizöl benötigt und die Mietwohnung scheint heizintensiver zu sein, da sie teilweise im Keller liegt.

    Es wären für mich also ca 100€/Jahr um eine verbrauchsabhangige Heizkostenabrechnung erstellen zu lassen, die ich nicht an den Mieter weitergegeben kann.

    Sind die Angaben des Unternehmens vollständig oder muss ich nach euer Erfahrung mit Mehrkosten rechnen?
     
  9. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    100 Euro, damit man vermeintlich sagen kann, dass alles gerecht zugegangen ist?

    Na ja ... wenns dir das wert ist ...

    Ob es gerecht ist, dem Mieter die Kosten für das Messgedöns anteilig aufzubürden, obwohl man die Kosten hätte sparen können?
     
  10. #9 lostcontrol, 14.07.2015
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    Bei diesem Verhältnis solltest Du Dir tatsächlich mal Angebote von verschiedenen Anbietern machen lassen.

    Jeder andere Anbieter wird genauso versuchen Dich zu überzeugen...
    Hier in meinen Privathaus hätte ich rund 250 Euro zusätzlich jährliche Kosten, die ich eben nicht zusätzlich absetzen könnte. Davon kann man die Einliegerwohnung locker auch ein, zwei Monate jährlich voll beheizen.

    Äh - wenn Du's nicht an den Mieter weitergeben kannst, wofür dann diese Abrechnung?

    Mit Sicherheit fehlt da so einiges.
     
  11. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

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    Hallo AntonL,

    Mit welcher Begründung?

    Für eine korrekte Abrechnung ist seit 2014 ein WMZ vorgeschrieben. Davon darf nur abweichen werden, wenn dies unzumutbar wäre.
    Ist es bei dir unzumutbar?

    VG Syker
     
  12. #11 lostcontrol, 15.07.2015
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    Im Zwei-Parteien-Haus das der Vermieter selbst bewohnt brauchst Du keinen Wärmemengenzähler sodern darfst auch abweichend abrechnen.
     
  13. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

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    Ja das ist bekannt ... Und muss vereinbart sein ...
    Jetzt schreibt aber ein unbedarfter VM nichts zur Abrechnung oder sogar nach HeizkostenV in den MV. Man hat ja schliesslich einen Dienstleister beauftragt und dann?
     
  14. Andres

    Andres
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    Und schon wieder einen gespart: Für den gemeinsam genutzten Heizkörper brauchst du keine HKV.


    Geht, muss aber vertraglich vereinbart sein.


    Aber sicher kannst du, zumindest anteilig. Außerdem könntest du die Abrechnung auch selbst erstellen.


    Wegen des Heizöls ist der ganze Zirkus nicht nötig. Selbst wenn dich ein fester Umlageschlüssel ein bisschen benachteiligt, spare ich mir lieber das Geld für die Verbrauchserfassung und den Aufwand für die Abrechnung. Der Grund, weshalb ich an eine Verbrauchserfassung denke, ist der Kamin.

    Thema Kamin: Hat sich der Anbieter zur Frage geäußert, wie man Fehlerfassungen durch die Wärmeabstrahlung des Kamins verhindert?


    Halte Ausschau nach Kosten für den ersten Einbau.
     
  15. #14 lostcontrol, 15.07.2015
    lostcontrol

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    Genau darum geht's doch hier.
     
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