Berechnung Warmwasserversorgung durch Heizung

Dieses Thema im Forum "Abrechnungs-/Umlagmaßstab" wurde erstellt von donjupp2009, 22.08.2015.

  1. #1 donjupp2009, 22.08.2015
    donjupp2009

    donjupp2009 Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    ich hoffe mir kann jemand von euch helfen, zur Zeit wohne ich noch zu Miete und mein Vermieter hat mich gefragt, ob ich die Nebenkostenabrechnung für ihn machen könnte bzw einmal "richtig".

    Mein einziges und letztes Problem ist die Heizkostenabrechnung in Verbindung mit der Warmwasseraufbereitung. Früher galt die Faustregel, dass 18% der Kosten der Heizung auf das Warmwasser abfällt. Diese gilt ab letztem Jahr nicht mehr, zu lesen zum Beispielt hier:

    http://www.bfw-gohl.de/§-9-verteilu...-wärme-und-warmwasser-bei-verbundenen-anlagen

    Mit liegt der Gesamtverbrauch vom Warmwasser, Heizungswärme und Stromverbrauch der Erdwärmepumpe vor, doch ich komme nicht wirklich zu einem Ergebnis.

    Hier mal die Fakten:

    Warmwasserzähler: 89m³
    Wärmemenge Heizung: 7170 kWh
    Energieverbrauch Pumpe: 6447 kWh

    Nach dem Formel aus dem oberen Link, komme ich unter der Annahme von tw = 50°C auf folgenden Energieverbrauch für die Warmwasseraufbereitung: 8900 kWh. Der tw ist angenommen und den finde ich persönlich noch niedrig, aber je höher dieser Wert, umso höher wird die benötigte Energie...

    Diese Zahl kommt mir im Verhältnis zur verbrauchten Wärmemenge der Heizung so hoch vor. Das Verhältnis würde sich dann ja von 18:82 auf 55:45 ändern. Das kann ich irgendwie nicht glauben. Muss ich irgendwie noch die Pumpe einbeziehen (Jahresarbeitszahl?)?

    Würde mich auf eine Antwort freuen
    Donjupp
     
  2. AdMan

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  3. #2 donjupp2009, 23.08.2015
    donjupp2009

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  4. #3 anitari, 23.08.2015
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    Ist es ein 2FH in dem Du mit dem Vermieter gemeinsam wohnst muß er nicht nach der Heizkostenverordnung abrechnen, richtig.

    Wenn Ihr diese "18:82-Regelung" so vereinbart habt wäre das völlig in Ordnung.

    Es könnte aber auch rein nach der Wohnfläche abgerechnet werden. Was natürlich viel einfacher ist.

    Wobei, da hast Du recht, 18 % der Gesamtheizkosten für die WW-Aufbereitung ist schon ziemlich viel.
     
  5. #4 donjupp2009, 23.08.2015
    donjupp2009

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    Es ist zwar ein 2FH, aber der Vermieter wohnt nicht drinnen. Daher sollte die Heikostenverordnung greifen. Wir haben nichts vereinbart bzw nicht diese Regelung. "Früher" waren es 15% für Warmwasser bei uns, ob er das mit den anderen auch so geklärt hat, weiß ich nicht. Ich vermute mal eher nein.

    Wir haben hier eine Erdwärmepumpe, gilt dann die Ausnahmeregelung § 11 Pkt. 3a der Heizkostenverordnung? Was bedeutet das dann, dass ich sagen kann 15% fürs Wasser 85% für den Strom? Im Mitvertrag ist das nicht geregelt. Was sagst du zu meiner Berechnung?

    Edit:
    Also nochmals zur Klarstellung. Jede Wohnung hat seinen Wärmemengenzähler für die Heizung, Warmwasser- und Kaltwasserzähler.
     
  6. #5 anitari, 23.08.2015
    anitari

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    Nicht sollte, sondern MUSS

    Ich würde dem Vermieter dringend raten die Abrechnung von einer Firma machen zu lassen.

    Kann ich leider nichts zu sagen, weil ich mich mit Wärmepumpen und wie dann abgerechnet werden muß, nicht auskenne.

    Da meldet sich aber bestimmt noch eine Experte.
     
  7. Andres

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    Du hast meinen Hinweis ja schon im anderen Thema ignoriert. Vielleicht schlägt es ja diesmal ein: Hier liegt eine Ausnahme nach § 11 HeizkostenV vor. Es MUSS NICHT nach HeizkostenV abgerechnet werden.

    Wie abgerechnet werden muss, bestimmt sich damit zunächst aus dem Mietvertrag. Fehlen hier anwendbare Bestimmungen, greift § 556a Abs. 1 BGB. Da der Verbrauch nicht (bzw. nicht ausreichend nutzerbezogen) erfasst wird - was ja genau das Problem von donjupp ist - werden die Kosten somit nach Wohnfläche verteilt.
     
  8. #7 donjupp2009, 23.08.2015
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    Hallo ihr 2,

    genau den Hinweis meinte ich. In dem anderen Thread steht, dass bei einer Wärmepumpe nicht nach Heizkostenverordnung abgerechnet werden muss. Lege ich dann "einfach" die Gesamtkosten auf beide Wohnungen um? Sprich wenn es 1000 Euro für Heizung (Warmwasser) sind, bei den Wohnungsgrößen 33m² und 66m², zahlt erstere Wohnung 333€ und die zweitere 666€?

    Aber wie sieht es aus, wenn ich nach der HeizkostenV abrechen würde, die Werte hätte ich ja theoretisch. Mir kommt es halt spanisch vor, dass die Warmwasseraufbereitung einen so hohen Teil einnimmt. Genau die Frage bekomme ich mir selber nicht beantwortet.

    "Genauer" ist natürlich die Rechnung nach Verbrauch.
     
  9. Andres

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    Ja.


    Nein, 333,33 € und 666,67 €. Man hätte sich bei der Wahl des Beispiels auch selbst einen Gefallen tun und für die Gesamtkosten einen durch 3 teilbaren Wert ansetzen können. Sorry, beim Rechnen kann ich mir den Klugscheißer nicht verkneifen. :069sonst:


    Ohne entsprechende Vereinbarung wäre das schlicht unzulässig.


    Nein, hast du nicht. Dir fehlt eine nutzerbezogene Erfassung sowohl bei der Heizung als auch beim Warmwasser. Außerdem fehlt dir der nach HeizkostenV vorgeschriebene Wärmemengenzähler für die Erfassung des Energieanteils, der auf die Warmwasserversorgung entfällt. Dieser ist seit 2014 vorgeschrieben, während die von dir genannte 18 %-Formel schon länger Geschichte ist.


    Und damit sind wir beim technischen Grund, warum deine Kostellation von der HeizkostenV ausgenommen ist: Diese Berechnungsmethoden gehen davon aus, dass die eingesetzte Gesamtenergie aus dem Brennstoffverbrauch ermittelt werden kann. Bei Öl, Gas, Pellets und Co. ist das auch sinnvoll - bei einer Wärmepunmpe nicht. Hier ist nur die eingesetzte elektrische Energie bekannt, während der "geschenkte" Anteil ohne Messung nicht bekannt ist und abhängig vom Temperaturgradient, an dem gearbeitet wird, auch ziemlich variabel sein kann.


    Auch das ist bei einer gut konstruierten Wärmepumpeanlage nicht unbedingt richtig. Die Gesamtkosten werden hier nämlich weniger von den Verbrauchsgewohnheiten dominiert als bei anderen Heizungsarten. Die Fixkosten spielen damit eine größere Rolle.
     
  10. #9 donjupp2009, 23.08.2015
    donjupp2009

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    Schonmal danke für die Antworten. Mal schauen, ob es vielleicht einen internen Wärmezähler bei der Nibe Fighter 1140 gibt.
     
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