Berechnung Wasserkosten in NK-Abrechnung

Dieses Thema im Forum "NK - Ankündigungen!" wurde erstellt von Blauaeugig, 26.04.2015.

  1. #1 Blauaeugig, 26.04.2015
    Blauaeugig

    Blauaeugig Benutzer

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    Hallo,
    wir haben unsere erste Nebenkostenabrechnung erhalten (Beginn Mietverhältnis 01.12.14, Doppelhaushälfte, 160 qm Wohnfläche). Ich habe eine Frage zur Berechnung des Anteils der Wasserkosten: der Vermieter hat den lt. Abrechnungsbescheid der Stadt von ihm zu zahlenden Gesamtbetrag durch die Menge der verbrauchten m³ geteilt. Der Gesamtbetrag setzt sich lt. Abrechnungsbescheid zusammen aus: -Frischwasser (Verbrauch + Grundgebühr); -Abwasser; -Niederschlagswasser.
    Um die gesamte Nebenkostenabrechnung nachvollziehen zu können, habe ich den VM um Einsichtnahme in die Belege gebeten. Seine Antwort: so etwas macht er grundsätzlich nicht. Seine Mieter hätten so etwas auch noch nicht verlangt. Aber mit seiner Erlaubnis durfte ich mir bei der Stadt eine Kopie des Abrechnungsbescheides abholen. Damit konnte ich den Preis pro m³ Wasser errechnen. Nun weicht leider die Berechnung des VM von meiner Berechnung ab. Herausgekommen ist eine Abweichung von 8,80€ zu unseren Ungunsten.
    Ist vielleicht meine Berechnung falsch? Ich habe gerechnet: Frischwasser (Preis m³ verbrauchtes Frischwasser + 7% Steuer + Grundgebühr Zähler (1/12)= Gesamtpreis Frischwasser) zzgl. Abwassser (Preis m³ angefallenes Abwasser (=Verbrauch Frischwasser) ) zzgl. Niederschlagswasser (anzurechnende Fläche lt. Abrechnungsbescheid *Preis/qm).
    Ich habe die Nebenkostennachzahlung fristgerecht überwiesen. Wegen des Betrages von 8,80€, die wir bei dieser Abrechnung nach meiner Rechnung zuviel gezahlt haben, handel ich mir sicher keinen Ärger mit dem Vermieter ein. Ich möchte aber Klarheit für die nächste Abrechnung.
    Ich habe inzwischen herausgefunden, dass der VM die Einsichtnahme in die Abrechnungsbelege nicht verweigern kann. Ich glaube ihm jetzt einfach mal die in der NK-Abrechnung genannten Beträge.
    Vielen Dank für Antworten sagt
    Blauauegig
     
  2. AdMan

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  3. #2 anitari, 26.04.2015
    anitari

    anitari Erfahrener Benutzer

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    Dann sag ihm das, solange er das nicht gewährt, die Abrechnung bzw. eine Nachzahlung grundsätzlich nicht fällig ist.

    Lies hier was unter Punkt Zurückbehaltungsrecht des Mieters dazu steht.

    OK, trotzdem kannst Du binnen 12 Monate nach Zugang der Abrechnung noch Einwände gegen diese erheben.
     
  4. Andres

    Andres
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    Da zunächst einmal der Vermieter korrekt abrechnen muss, ist die erste spannende Frage: Wie hat denn der Vermieter abgerechnet? Sollte aus einer formal korrekten Abrechnung ja erkennbar sein ...


    Da ist schon der erste Fehler. Sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist, wird die Grundgebühr nicht zeitanteilig sondern verbrauchsanteilig abgerechnet. Es gibt nur "Kosten der Wasserversorgung" - eine große Summe.


    Die Fläche im Bescheid wird kaum die Wohnfläche sein. Für das Niederschlagswasser werden z.B. auch Dachüberstände und versiegelte, kanalisierte Flächen im Außenbereich (anteilig) einbezogen. Das dürfte also auch nicht identisch sein.


    Insgesamt ist das alles Kaffeesatzleserei. Ohne zu wissen, wie der Vermieter abgerechnet hat, geht hier nichts.


    Damit bist du jetzt in der wenig vorteilhaften Position des Klugscheißers, der noch diskutieren will, obwohl das Spiel längst gelaufen ist.


    Dann streitet ihr eben bei der nächsten Abrechnung, statt das jetzt gleich endgültig zu klären - mit Beträgen, die euch beiden nicht weh tun. Ich versteh's nicht.
     
  5. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Hallo Blauaeugig,

    meiner Vorprosterin @anitari schliesse ich mich grundsätzlich an.

    "der Vermieter hat den lt. Abrechnungsbescheid der Stadt von ihm zu zahlenden Gesamtbetrag durch die Menge der verbrauchten m³ geteilt. Der Gesamtbetrag setzt sich lt. Abrechnungsbescheid zusammen aus: -Frischwasser (Verbrauch + Grundgebühr); -Abwasser; -Niederschlagswasser."
    - Der gute Mann hat recht wenig Ahnung von der Materie, denn die Preise für Frisch- und Abwasser interessieren garnicht. Es interessieren lediglich die (Gesamt-)Kosten dafür. Diese werden, wenn keine Einzelzähler vorhanden sind, mietflächenanteilig auf die Wohnungen aufgeteilt. So einfach ist das. Das betrifft übrigens auch andere Betriebskosten/Nebenkosten.
    Wenn Dir die Pappnase aus fadenscheinigen Gründen die Einsicht in die Originalbelege verweigert, hat er wohl etwas zu verbergen. Ich würde dann die Zahlung der betreffenden Positionen b.a.w. zurückstellen.
     
  6. #5 Blauaeugig, 27.04.2015
    Blauaeugig

    Blauaeugig Benutzer

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    @ anitari
    Vielen Dank für den interessanten Link.

    @ Berny
    Mein Fehler: ich hätte gleich erwähnen müssen, dass wir pro Doppelhaushälfte eigene Zähler für Frischwasser, Strom und Gas haben. Der VM hat mir erklärt, dass er die anfallenden Nebenkosten für jedes einzelne Objekt (er vermietet eine größere Anzahl von Doppelhaushälften, Reihen- und Einzelhäusern; er ist Privatmann, keine Wohnungsbaugesellschaft o. ä. ) entsprechend zuordnet. Nur frage ich mich, ob der Einzelpreis stimmt. Denn hier komme ich auf andere Beträge.

    @ Andres
    Wie geschrieben hat der VM die in 2014 angefallenen Gesamtkosten (Frisch- + Abwasser + Niederschlagswasser) durch den Gesamtverbrauch für 2014 geteilt und das Ergebnis mit unserem Verbrauch (Zählerstand Ablesetag - Zählerstand Übergabeprotokoll) multipliziert. Insoweit dürfte die Verbrauchsermittlung korrekt sein.

    Danke für das Aufzeigen meines Fehlers, dass die Grundgebühr nicht zeit- sondern verbrauchsanteilig abgerechnet wird.

    Bezüglich des Niederschlagswassers habe ich nie behaupet, dass die Wohnfläche als Berechnungsgrundlage herangezogen worden ist. Es ist sogar mir dummen Mietrookie klar, dass hier die versiegelte Fläche als Bezugsgröße gemeint ist. Die Gebühren für Niederschlagswasser hat der VM wie die Kosten für Frisch- und Abwasser berechnet: Gesamtkosten (Frisch- + Abwasser + Niederschlagswasser) durch den Gesamtverbrauch für 2014 geteilt und das Ergebnis mit unserem Verbrauch (Zählerstand Ablesetag - Zählerstand Übergabeprotokoll) multipliziert.

    Ich empfinde die Bezeichnung "Klugscheißer" sehr beleidigend und bitte darum, dies zu unterlassen. Auch die Anonymität des www gibt niemandem das Recht, mich zu beleidigen. Ich bitte darum, wieder auf die sachliche Ebene (auf der ich deine Beiträge sehr schätze) zurückzukehren.
    Ich will nicht diskutieren, sondern verstehen.

    Ich will auch nicht streiten. Ich möchte die gesetzlichen Bedingungen kennen, wenn ich mit meinem VM das Gespräch suche. Ich möchte mich informieren und die Fakten verstehen. Vielleicht liege ich ja mit meiner Meinung falsch bzw. sind meine Informationen unvollständig/nicht korrekt. Daher versuche ich, mir VOR einem Gespräch mit dem VM das nötige Wissen anzueignen. So brauche ich vielleicht gar nicht mit meinem VM zu streiten. Ich hoffe, Du verstehst das.

    VG,
    Blauaeugig
     
  7. #6 sara, 27.04.2015
    Zuletzt bearbeitet: 27.04.2015
    sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    Da diese versiegelten Flächen gleichbleibend sind, und der Anfall der Regenwassergebühr davon abhängig ist, wäre hier eine Aufteilung dieser Regenwassergebühr nach Monaten richtiger, da es sich um eine Doppelhaushälfte handelt. Denn das hat mit eurem Verbrauch nichts zu tun.
    In eurem Fall Einzug 1. Dez. = 1/12 der Regenwassergebühr.
    Da das aber nur in diesem Jahr überhaupt bei euch zum Tragen kommt, (oder beim Auszug mitten im Jahr) der Betrag eher sehr gering ist bei unterschiedlicher Abrechnung. Lohnt sich deshalb auch kein Streit, könnte ja auch sein, dass du dann mehr bezahlen musst.

    Die anderen Berechnungen sehe ich nach deiner Schilderung auch als richtig an.
    Gleichwohl hast du das Recht dir die entsprechenden Rechnungen zeigen zu lassen.
     
  8. Andres

    Andres
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    Das war nicht als Beleidigung gemeint. Es sollte dir nur zeigen, wie sich der Sachverhalt aus Sicht der Vermieters darstellt: Erst wird die Nachzahlung anstandslos geleistet - dann wird diskutiert. Da fragt man sich dann schon, welche Ziele der Mieter verfolgt und das hier:

    ... ist zwar sicher eine Möglichkeit, aber Klugscheißen ist auch plausibel. Man kann halt schlecht in andere Leute reinschauen.


    Ok, aber was rechnest du dann mit der Fläche? Wenn es einen Gebührenbescheid für das ganze Grundstück der DHH gibt und ihr die einzige Partei im Haus seid (was bisher auch nicht eindeutig klar war), gibt es dafür doch gar keinen Grund.
     
  9. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Hallo Blauäugig

    zu Deiner Aufzählung: Frischwasser + 75 Steuer + Grundgebühr Zähler kommt noch Wasserverlustd.h. es gibt immer blinden Verbrauch, weiß
    man ja, kann Dir aber gerne erklären wie dieser zustande kommt.
     
  10. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    Ja die Empfindungen sind unterschiedlich, aber diese Bezeichnung als "sehr beleidigend" zu empfinden und um "Unterlassung zu bitten" finde ich etwas überzogen. Denn es ist zwar eine derbe Wortwahl aber trifft die Sachlage sehr präzise. Um versuchen "objektiv" zu sein habe ich den Duden bemüht.
    Denn da steht unter Bedeutung: Klugredner und als Synonyme werden Besserwisser, Besserwisserin, Rechthaber, Rechthaberin genannt.
     
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