Beschädigung bzw. Verschmutzung von Autos durch WEG-Bäume

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Buddy1964, 24.05.2014.

  1. #1 Buddy1964, 24.05.2014
    Buddy1964

    Buddy1964 Benutzer

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    Guten Morgen,

    ich hätte da mal eine juristische Frage zu folgender Situation:

    Ein einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) gibt es einen grossen Parkplatz mit zahlreichen Stellplätzen für die Eigentümer. Die Stellplätze sind den Eigentümern zugewiesen, d. h. jeder Eigentümer hat „seinen“ Stellplatz. An einzelnen Stellplätzen befinden sind grosse Bäume, die zeitweise eine Art Harz absondern der dann auf den betroffenen Fahrzeugen auf den Stellplätzen landet und sich nur schwer bzw. teilweise gar nicht mehr entfernen lässt.
    Die Bäume, die diesen Harz absondern stehen auf dem Grundstück der WEG und gehören auch zur WEG.
    Wie ist nun die Situation für die betroffenen Eigentümer?

    Durch die Verschmutzung durch die Bäume müssen die Fahrzeuge öfter und aufwendiger gereinigt werden, als die von den nicht betroffenen Stellplätzen. Dies ist natürlich mit Mehrkosten verbunden.
    Kann die WEG dafür haftbar gemacht werden?
    Wie ist die Situation, sollte der Lack durch die Absonderungen der Bäume beschädigt werden?
    Können die betroffenen Eigentümer auf eine Entfernung der Bäume bestehen und wie ist die Situation, falls dies nicht passiert?

    Die Situation in unserem Fall ist die, dass die betroffenen Fahrzeuge so nach 2 Tagen quasi die Farbe des Harzes tragen und zumindest im Bereich Dach / Motorhaube vom ursprünglichen Lack kaum noch etwas sehen ist.

    Ist es den betroffenen Eigentümern zuzumuten, dass sie ihr Fahrzeug woanders parken müssen und somit den Stellplatz, den die Eigentümer ja schliesslich mal gekauft und bezahlt haben, nicht nutzen können?

    Gibt es hierzu vielleicht schon Urteile?

    Für die Mühe schon einmal vielen Dank im voraus.

    Gruss
     
  2. AdMan

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  3. Duncan

    Duncan
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    Bitte die genaue Art der Bäume mit angeben.

    Ansonsten, die Bäume standen vor deinem Auto da....
     
  4. #3 Buddy1964, 24.05.2014
    Buddy1964

    Buddy1964 Benutzer

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    Mich selber betrifft das nicht sondern eine Miteigentümerin ...

    Keine Ahnung, was das für ein Baum ist, davon habe ich auch keine Ahnung. Der saut lediglich die Autos unter ihm ein.

    Klar war der Baum zuerst da, blos, entweder nimmt sie das in kauf oder park an der Strasse und kann den Stellpatz, den sie ja schlicddkich bezahlt hat, nicht nutzen.
    Oder könnte sie auf eine Entfernung des Baumes bestehen?
     
  5. #4 Bürokrat, 24.05.2014
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    hihi, deswegen habe ich keine Eigentumswohnungen. :unsicher001:

    Wie soll sich sowas je rentieren wenn jeder meint sich an den anderen Eigentümern bereichern zu können...
     
  6. Pharao

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    Hi Buddy1964,

    ich sehe das mal so: wenn du dir eine EG-Wohnung kaufst, darfst du dich auch nicht darüber beschweren, das da evtl. weniger Sonne hinkommt als zb in der DG-Wohnung. Oder das du den Aufzug im Haus als EG-Bewohner garnicht nutzt im Gegensatz zum DG-Bewohner. Alles Dinge, die du mit Kauf akzeptierst.

    Und genauso ist es hier m.E. auch. Du hast dich für die Wohnung x entschieden mit dem dazugehörigen Stellplatz. Und das Bäume eben "dreck" machen, damit muss man rechnen, wenn man sein Auto darunter parkt.
     
  7. Duncan

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    Die Art des Baumes ist bei Fällungsgelüsten von elementarer Bedeutung!

    Der Stellplatz wurde mit Wissen um den Baum und die damit einhergehenden möglichen Nutzungseinschränkungen und Gefahren erworben! Offensichtlich kann ohne konkrete Gefahr kein Anspruch auf Beseitigung bestehen. Es bestände die Möglichkeit einen entsprechenden Vorschlag an die ET-Vers. heran zutragen, dabei sollte die örtliche Satzung oder sonstige Bestimmungen zur Fällung von Bäumen beachtet werden, es sollte tunlich vermieden werden, dass sich die WEG selbst zu Gesetzesverstößen verpflichtet. Nach der bisherigen Beschreibung gibt es keinerlei Hinweis darauf, dass ein Antrag auf Fällung des Baumes genehmigungsfähig wäre.
    Der Eigentümerin steht es frei den Stellplatz halt mit Einschränkungen oder auch nicht zu nutzen oder zu veräußern ggf. mit dem zugeordneten Wohneigentum.


    Wir haben einige Birken, gut zwei Dutzend Eichen zw. 150 und 240 Jahren und einige kleinere Bäume in der WEG. :15:
     
  8. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Also Briken sind bei uns Zitat "nicht Erhaltungswürdig" und dürfen somit ohne Genehmigung gefällt werden. Bei Eichen dürfte das anders aussehen.
     
  9. #8 Buddy1964, 24.05.2014
    Buddy1964

    Buddy1964 Benutzer

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    Gut, nehmen wir mal an, dass das Fällen dieses Baumes seitens der Kommune kein Problem wäre, wie siehst dann innerhalb der WEG aus?

    Das muss doch bestimmt beschlossen werden und können eizelne Eigentümer das Fällen blockieren, weil die den Baum so schön finden?
     
  10. ika

    ika Erfahrener Benutzer

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    "^^"

    Sorry, mehr fällt mir zu der Frage nicht ein.

    Haften tut man generell nur bei Verschulden!
     
  11. #10 notwendiges Übel, 25.05.2014
    notwendiges Übel

    notwendiges Übel Benutzer

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    Wie wär's auf den Stellplätzen unter den Bäumen Carports aufzustellen ?
    Einheitliche (für's Auge) und jeder zahlt selbst (damit's keine Kostendebatten gibt)
     
  12. Andres

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    Nein, aber mal angenommen es wäre so: Das Verschulden läge hier z.B. der verletzten Verkehrssicherungspflicht.
     
  13. ika

    ika Erfahrener Benutzer

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    Zugegeben, war vielleicht etwas lapidar ausgedrückt, aber im Sinne der ursprünglichen Fragestellung durchaus zutreffend.

    Ich glaube allerdings nach wie vor nicht, dass der einzelne WE'er bzw. Stellplatznutzer hier einen Anspruch gegen die WEG hat. Solange die Harzabsonderung zur normalen Baumfunktion gehört und kein Ausdruck von z.B. Krankheit oder Schädlingsbefall ist liegt m.E. kein Verstoss gegen die Verkehrssicherungspflicht vor.

    Wäre ja auch noch schöner; ich glaub nächste Woche verklage ich meinen Vermieter mal weil mir letzten Herbst ne Walnuss aufn Kopf gefallen ist!
     
  14. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    sehe ich auch so, denn ansonsten klagt der nächste Mieter, das er seinen Balkon wegen den Bäumen ja öfters putzen müsste, der nächste weil er allergisch auf diese Bäume reagiert, usw.
     
  15. Duncan

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    Die Verkehrssicherungspflicht sehe ich nach bisheriger Darstellung nicht als verletzt an. Herabfallende Äste, akute Windbruchgefahr usw. wurde nicht beschrieben.

    Man könnte darüber nachdenken ob ein Pflegeschnitt die Problematik verringern könnte. Muss man vor Ort beurteilen.

    So langsam wird die Art des Baumes wirklich interessant.

    Holunder und Sommerlinden sind ein gutes Duo in Verbindung mit Drosseln und anderen Vögeln. :unsicher019:


    PS: ich zitiere mal meinen Nachbarn: Erst ziehen die Leute ins Grüne und das Erste was sie dort machen, ist alle Bäume abhacken.
     
  16. Andres

    Andres
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    Das war glaube ich missverständlich ausgedrückt. Ich sehe hier auch keinen Verstoß gegen die Verkehrssicherungspflicht. Ganz im Gegenteil halte ich es für die natürliche Funktion eines Baumes, dass gelegentlich mal etwas runterfällt - und wenn es nur von einem Vogel ist. ;)

    Mir ging es nur um die Frage, wie hier das Verschulden aussehen könnte. Sorgfaltspflichten sind eben ein klassischer Fall, in dem man "doch gar nichts gemacht hat :unsicher001:" und trotzdem Schuld ist.
     
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