Beschwerdestelle gegen unseriöse Makler

Dieses Thema im Forum "Makler" wurde erstellt von anderl69, 04.01.2007.

  1. #1 anderl69, 04.01.2007
    anderl69

    anderl69 Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    gibt es eigentlich eine Art Beschwerdestelle an die man sich wenden kann, wenn man das Gefühl hat, ein Makler will einen Betrügen.

    Rein juristisch gesehen kann ja offensichtlich Hinz&Kunz Immobilien-Makler spielen. Ist ja leider - genau wie der sog. Unternehmensberater - kein Beruf für den man irgendwelche Voraussetzungen erbringen muss (Prüfung) etc. .

    Eigentlich sollte es doch schon im ureigensten Interesse der seriösen Immobilien-Makler sein, wenn es eine Stelle gibt, die sich um die "schwarzen Schafe" in der Branche kümmert.


    Also wenn Ihr mir da helfen könnt, dann wäre ich Euch sehr sehr dankbar.

    Beste Grüße,
    Anderl69
     
  2. AdMan

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  3. Irmi

    Irmi Erfahrener Benutzer

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    Hallo,

    Gefühle sind immer sonne Sache :zwinker

    Schildere doch bitte mal, was Dich an dem Makler so ärgert.

    Gruß Irmi
     
  4. #3 anderl69, 04.01.2007
    anderl69

    anderl69 Neuer Benutzer

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    Unten mein Eintrag von gestern.

    Danke schon mal.




    Vormieter beauftragt Makler

    Brauche Hilfe!

    Fand im Juli 2006 im Internet (Immobilien-Scout) eine von einem Makler inserierte Whg. Er schrieb da von 2 MM Provision. Ich rief an und anderntags hatte ich Besichtigungstermin. Makler sagte er schaut mit mir die Whg an. Er war dann allerdings nicht da, sondern der Vormieter. Ich füllte dann noch eine Selbstauskunft aus.
    Schrieb am gleichen Abend noch eine SMS an Makler, dass ich sehr interessiert sei. Drei Tage später ruft Makler an und teilt mir mit, dass ich der präverierte Mieter für den Vermieter sei. Da Vermieter auf Kur ist, würde er (Makler) mit mir schon mal einen Vorvertrag schließen (zu dem es allerdings nie kam).
    Vermieter rief mich gleichentags an und meinte, dass er mit Vormieter gesprochen habe und der Vormieter mich als Nachmieter vorschlägt. Da der Vermieter immer gerne einen persönlichen Eindruck vom Mieter hat, sollte ich mich mit seiner Frau (Vermieterin) treffen (er selbst war ja auf Kur). Dies tat ich dann. Die Dame war von mir überzeugt. Als es dann an die Fakten ging, hatte sie aber total andere Konditionen als im Inserat stand (Miete höher, 2-Jahres-Vertrag). Als ich ihr das Inserat zeigte, fiel sie aus allen Wolken, da sie nichts von einem Makler wusste und sie und ihr Mann generell nicht über Makler arbeiten. Es stellte sich dann schnell heraus, dass der Makler vom Vormieter beauftragt wurde. Die Vermieterin und ich schlossen dann einen Mietvertrag zu anderen Konditionen. Sie schrieb mir zudem, dass der Makler keinen Auftrag hat. Ich unterschrieb den Vertrag natürlich im Glauben, dass keine Provision fällig sein wird.
    Wochen später Anruf vom Makler. Wollte von mir wissen, wie der Stand der Dinge ist. Ich sagte ihm, dass ich mit Vermieterin Vertrag geschlossen habe und er von mir keine Provision bekommt, da er ja nichts geleistet hat.
    Bei der Wohnungsübergabe ließ ich mir vom Vormieter schriftlich bestätigen, dass der Vermieter ihm keine Genehmigung zur Beauftragung eines Maklers gab, und dass er mir (also der Vormieter) die Whg. zeigte und der Makler nicht zugegen war.

    Nun nach 4 Monaten erhalte ich vom Makler ein Rechnung über fast 1.000 €.

    Zur Ergänzung noch. Der Makler spielt(e) mit dem Vormieter in einer Musikband!?
    Der Makler gab sich immer den Anschein, dass er mit dem Vermieter in Kontakt stehe. Allerdings hatte er die ganze Infos natürlich von seinem Freund dem Vormieter. Der Makler ist zudem sehr massiv in seinen Drohungen. Hat auch schon mal beim Vermieter abkassieren wollen.

    Muss ich nun befürchten, dass ich zahlen muss? Oder kann ich den Mietvertrag anfechten, da ich unter völlig anderen Annahmen unterschrieb? Oder hat der Makler gar kein Recht auf die Zahlung? Was wenn Mahnbescheid kommt ...???

    Danke schon mal und Gruss
    Anderl69
     
  5. Irmi

    Irmi Erfahrener Benutzer

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    Hallo,

    habe deinen Beitrag gelesen und kann nur sagen, ganz ruhig, Du hast gar nichts zu befürchten. :top :tröst

    Zunächst darf der Makler ohne Zustimmung d.h. Auftrag des Eigentümers seine Immobilie gar nicht anbieten. Daher hat er auch kein Recht, Dir eine Rechnung zu stellen. Sofern er sich erdreistet, dieses doch zu tun, schickts Du ihm die Rechnung im Original mit der schriftlichen Bestätigung des Vermieters, dass dieser ihm zu keinem Zeitpunkt einen Auftrag erteilt hat, zurück. Dieses dann per Einschreiben mit Rückschein.

    Lass Dich nicht verunsichern und sollte der Makler mit Mahnbescheid kommen, Widerspruch einlegen. Ob er dann einen Prozess führen wird, bezweifele ich auf Grund der Rechtsprechung doch sehr. Hier verstößt der Makler ganz eindeutig gegen die Makler und Bauträgerverordnung.
    Hierzu kannst Du mit ganz viel zeit auch mal gooooogeln!! :error

    Und bevor Du an die Behörden gehen möchstest, brauchst Du entsprechende Beweise. Hierzu wäre dann die besagte Rechnung wieder gut.

    Ausserdem hast Du aus dieser Sache auch schon gelernt und dass wiederum ohne Lehrgeld :party

    Ein Makler kann bzw. darf ohne entsprechende Vollmacht gar keinen Vorvertrag abschliessen. Dieser wäre ungültig. Und für die Zukunft, Hände weg von diesen Leuten, die ohne Leistung an Dein Geld wollen.

    Alles wird /ist gut. :banana :top :party

    Gruß Irmi
     
  6. Irmi

    Irmi Erfahrener Benutzer

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    Hallo,

    und den Mietvertrag kann der Makler auch nicht anfechten. Er ist doch nicht Vertragspartner.

    Also nochmal, Du bist auf der sicheren Seite, denn der Vermieter hat Dir doch bestätigt, dass er keinen Auftrag erteilt hat. Und nur das ist entscheidend.

    Was mich so ärgert, dass diese Gelegenheitsmakler den Berufsstand zu schädigt. :wand: :wand:

    Schwarze Schafe tümmeln sich überall, aber in dieser Branche ist es mehr als ärgerlich und gehört auch angezeigt. Aber nochmals, dafür brauchst Du schriftliche Beweise.

    Lass Dir deine Freude über die neue Wohnung nicht durch solche "Stümper" trüben.
    Du kannst aber auch, wenn die Rechnung kommen sollte, sofort zum Fachanwalt. Bei dieser Rechtslage wirdder Anwalt gerne die Bearbeitung übernehmen und damit hat dann der Makler die Kosten zu tragen :zwinker :hase :banana

    Gruß Irmi
     
  7. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Nur so eine Überlegung:
    Der Makler handelt im Auftrag des Vormieters. Leistung hat er erbracht. Durch ihn ist es ja zum Vertrag gekommen. (Obwohl der Nachweis ziemlich schwer sein wird..)

    Also hat er seinen Part erfüllt. Zahlt jetzt der Auftraggeber?

    Wäre das eine nette Variante die Provision zu umgehen, wenn der Vermieter dem Mieter immer einen Makler an die Backe empfiehlt? Der Mieter beauftragt einen Makler (im Glauben, der Vermieter will das so) und keiner zahlt die Zeche?


    Sorry, aber ich fand es immer schon sehr bedenklich, dass die Maklerdienstleistung nicht automatisch vom Auftraggeber gezahlt wird...
     
  8. Irmi

    Irmi Erfahrener Benutzer

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    Hallo Capo,

    ein Maklerauftrag kommt grundsätzlich nur mit dem Eigentümer zustande :wand:

    es sei denn, dass der Mieter das Einverständnis des Eigentümers hat, einenMakler zu beauftragen. :vertrag

    Dies ist hier nicht der Fall.

    Der Makler kann ja nun seine Aufwandsentschädigung bei seinem Freund- sprich Vormieter geltend machen :zwinker

    Gruß Irmi
     
  9. #8 lostcontrol, 05.01.2007
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    irmi - und warum genau braucht anderl jetzt schon wieder einen rechtswanwalt?
    er IST im recht! er kann sich zurücklehnen und das ganze aussitzen.
    muss man denn immer gleich zum anwalt rennen?
    diese ganze prozesshanselei macht doch nur die anwälte reich und ihre klientel arm (denn einer der beiden beteiligten klienten wird ja die kosten für die unnötige juristerei hier bezahlen müssen).

    kein wunder dass die gerichte keine zeit haben, sich um ECHTE probleme zu kümmern, wenn sie zugeschmissen werden mit fällen, in denen die rechtslage KLAR ist.

    entschuldige, aber ich hab einfach kein verständnis für deinen fast schon gebetsmühlenartig vorgetragenen rat zum anwalt, auch wenn das garnicht nötig ist.
     
  10. Irmi

    Irmi Erfahrener Benutzer

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    Hallo lostcontrol,

    bitte richtig meine Beiträge lesen.

    Der Weg zum Anwalt dann, wenn der Mahnbescheid kommt!! Oder wie soll sich der Laie ohne Anwalt vor Gericht verteidigen??

    Scheinst keine Praxis zu haben :? Theoretisches Wissen bringt die Fragenden nicht weiter. Wenn aber Praxiswissen vorhanden, warum dann keine konkreten Antworten?? :vertrag


    Gruß Irmi
     
  11. #10 lostcontrol, 05.01.2007
    lostcontrol

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    irmi - ich habe im entsprechenden thread schon geantwortet.
    warum tust du das nicht auch? hier ist das thema ja ein anderes, der thread ist ja auch überschrieben mit: "Beschwerdestelle gegen unseriöse Makler".

    und bezüglich mahnbescheid:
    auch dafür braucht es keinen anwalt.
    widerspruch einlegen innerhalb der 14tägigen frist reicht da völlig aus. ein kreuzchen, eine unterschrift (evtl. auch ein satz in der art "es wurde kein auftrag erteilt"). das wars schon. der angebliche gläubiger kann dann eine mündliche verhandlung beantragen (vermutlich ist er aber klug genug, das zu unterlassen).
    dem antrag auf eine mündliche verhandlung wird mit sehr hoher wahrscheinlichkeit garnicht erst stattgegeben, weil die rechtslage so klar ist.
    und selbst wenn es zu einer solchen kommen sollte: für die simple aussage "ich habe keinen auftrag gegeben" braucht man keinen teuren anwalt.

    offensichtlich fehlt es DIR an praxis, zumindest bezüglich des mahnverfahrens und dessen ablauf. schlag das doch mal nach, da gibt es im internet jede menge ausführliche informationen.

    die frage "wie soll sich der laie ohne anwalt vor gericht verteidigen" halte ich für lächerlich. da unterstellst du anderl, dass er zu dumm sei für ein simples "NEIN".
    ausserdem gibt's ja auch noch den spruch: "im zweifel für den angeklagten" - und hier gibt es noch nicht mal zweifel.
    selbstverständlich gibt es situationen, in denen man einen anwalt braucht.
    aber hier einen zu beauftragen wäre wie einen elektriker zu rufen, wenn man eine glühbirne wechseln muss. nur teurer.

    in diesem falle ist der unseriöse makler unter druck: ER muss nämlich beweise vorlegen, dass es einen auftrag gegeben hat. und solange die nicht vorliegen, braucht anderl sich da definitiv keine gedanken zu machen.
     
  12. Irmi

    Irmi Erfahrener Benutzer

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    Hallo lostcontrol,

    leider hast Du meine Beiträge immer noch nicht richtig verstanden :zwinker :tröst

    Wenn in diesem Fall ein unseriöser Makler ohne Auftrag des Eigentümers tätig wird und dann versucht, ungerechtfertigte Kosten geltend zu machen, sollte und das war mein Rat, bei Mahnbescheid Anderl diese Sache einem Anwalt übergeben, da dann die Kosten der Makler zu tragen hätte. Somit hätte Anderl dann auch einen rechtlichen Hintergrund für die Weitergabe an die Verbände! :top

    Natürlich halte ich Anderl in der Lage ein Kreuzchen auf dem Mahnbescheid zu stellen. Aber warum soll er sich selbst darum kümmern, wenn das Recht- sprich Anwalt auf seiner Seite steht?? Und außerdem prüft das Mahngericht die Berechtigung des Mahnbescheides nicht. Dieses ist nur ausführendes Organ.
    Alles weitere würde dann im Gerichtsverfahren geklärt werden.
    Und nochmals, ich würde auch in so einer eindeutigen Sache niemals allein, d.h. Anwalt das Gericht betreten bzw. das Verfahren führen.
    Aber das ist ja nur mein Rat, jeder kann es ja schliesslich für sich selbst entscheiden. :tasse

    Gruß Irmi
     
  13. #12 lostcontrol, 05.01.2007
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    und anscheinend hast du immernoch nicht den richtigen thread gefunden...
    und auch nicht - wie empfohlen - im internet nachgeschlagen, wie so ein mahnverfahren abläuft...

    das ist aber ein sehr schlechter rat, denn:
    anderl hätte stress, aufwand und kosten damit, und der makler hat die kosten ja ohnehin zu tragen.
    sofern es überhaupt zu einer mündlichen verhandlung kommt.
    dies ist aber SEHR unwahrscheinlich, weil ja die rechtslage völlig klar ist.
    anderl müsste in diesem fall die kosten für den unnötigerweise beauftragten anwalt dann dummerweise selbst zahlen. aber ein guter anwalt würde ihm das (im kostenpflichtigen erstgespräch) sicherlich auch sagen.

    den braucht er aber garnicht. eine entsprechende meldung reicht völlig aus, evtl. mit anlage der unterlagen. wenn die verbände ihre aufgabe ernst nehmen, sind sie ohnehin bemüht, solche fälle aufzuklären.
    und warum sollte anderl sich die kosten für einen anwalt aufhalsen, nur um einen unseriösen makler zu melden? aus purer nächstenliebe oder was?

    weil es ihn dann kein geld kostet, ganz einfach.
    und weil er keinen aufwand und stress hat bis auf das mit dem kreuzchen und der unterschrift.

    "mahngericht"? was ist das denn bitte? für mahnverfahren ist (je nach streitwert) das amtsgericht bzw. das landgericht (ab € 5.000) zuständig.
    lies doch einfach mal im internet nach, wie so ein mahnverfahren abläuft.
    da wirst du auch sehen, dass zwar der ANTRAG auf einen MAHNBESCHEID nicht geprüft wird, sehr wohl nach einem widerspruch gegen denselben der gläubiger eine mündliche verhandlung beantragen kann. ob es dann zu einer mündlichen verhandlung kommt, entscheidet dann das zuständige amts- bzw. landgericht.

    zu einem "gerichtsverfahren" kommt es bei keinem gerichtlichen mahnverfahren.
    wenn in der mündlichen verhandlung ein vollstreckbares urteil gefällt wurde und der schuldner trotzdem nicht zahlt, muss der gläubiger die zwangsvollstreckung einleiten.
    dann kann der schuldner immernoch einspruch dagegen erheben. in diesem falle gibt es dann nochmal eine mündliche verhandlung - dieses mal von amts wegen und ohne entsprechenden antrag des gläubigers. wenn wieder ein vollstreckbares urteil gefällt wird, wird die zwangsvollstreckung eingeleitet. wenn die forderungen nicht beglichen werden, kann der gläubiger dann veranlassen, dass der schuldner eine eidesstattliche versicherung abgeben muss...

    dass es wegen eines mahnbescheids zu einer mündlichen verhandlung kommt ist realtiv selten. auch bei deutlich höheren streitwerten.
    und: nicht der schuldner "führt" das "verfahren" (es handelt sich NICHT um ein verfahren, sondern um eine mündliche verhandlung!), sondern der gläubiger.
    es kann auch sein, dass der "schuldner" da überhaupt nicht vorgeladen wird, wenn die rechtslage so klar ist wie hier.

    DEIN RAT IST TEUER!
    mag sein dass du dir das leisten kannst - aber andere können und wollen das vielleicht nicht, unnötig geld aus dem fenster blasen.

    und ich WETTE darauf, dass anderl auf den anwaltskosten sitzen bleiben würde, weil dem antrag auf eine mündliche verhandlung aufgrund der sonnenklaren rechtslage garnicht erst stattgegeben würde. und dann müsste er ja zumindest das informationsgespräch mit dem anwalt bezahlen, da kein "verfahren" stattgefunden hat, das dem gläubiger diese kosten aufzwingen würde.
     
  14. Beluga

    Beluga Erfahrener Benutzer

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    gemäß Schilderung von Anderl69 könnte Maklerleistung zustande gekommen sein.


    1. Anderl hat erst durch Annonce von Makler auf die Wohnung gekommen.

    2. der Makler hat für Anderl Kontakte hergestellt, die letztlich zu der Vermieterin
    geführt hat.

    3. Der Mietvertrag für betr. Wohnung ist zustande gekommen. Die Vermittlung
    erfolgreich (auch wenn die Konditionen später anders gestaltet werden).

    4. Was steht in Makler`s Geschäftsbedingung (Internet) drin ? 2MM Provision.


    Vermutlich spielt da auch keine Rolle, wenn eigentlich der Vormieter einen Nachmieter zu bringen hätte und deshalb Makler beauftragt hat.
    Ausschlaggebend ist, dass Andrl auf Annonce mit Maklerbedingung 2mm Provision reagiert hat und zu der gewünschte Wohnung gekommen ist.
    Der Maklervertrag kommt durch Inanspruchnahme (nicht durch bloße Beauftragung) von Maklerleistung zwischen Makler und Anderl zustande.
    Der Vermieter hat zwar keinen Makler direkt beauftragt, stimmte bzw. akzeptierte jedoch die Maklerleistung.
    Es ist doch oft so, dass der Vermieter die Annonce für die Vermietung einem Makler überläßt, die Provision hat jedoch der Makler von dem Mieter zu holen.
    :?
     
  15. #14 lostcontrol, 05.01.2007
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    beluga,

    heisst das, ich könnte mich hinsetzen, die wohnungsinserate durchsehen, mir ein paar schöne aussuchen, selbst eine anzeige mit diesen infos und meiner telefonnummer in die zeitung setzen, die vermieter anrufen und bescheid geben, dass ich einen interessenten vorbeischicke und dann hinterher, falls ein vertrag zustande kommt, provision kassieren?

    klingt nicht nach sauberer geschäftspraxis sowas...

    warum hat der makler es denn nötig nachzufragen, wie denn der stand der dinge sei?
    wenn er kontakt zum vermieter gehabt hätte, dann müsste er das ja wohl kaum fragen, oder?

    wir hatten übrigens auch schon mal so einen fall, bei dem ein makler von uns provision haben wollte, ohne überhaupt einen entsprechenden auftrag bekommen zu haben.
    der hat auch ganz finster gedroht und ziemlich dicke backen gemacht.
    natürlich mussten wir dann nichts zahlen.
    scheint irgendwie eine durchaus verbreitete "masche" zu sein.
    vor allem das mit dem doppelt kassieren wollen (also bei mieter UND vermieter) - das war da nämlich auch der fall.
     
  16. #15 anderl69, 08.01.2007
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    Es tut mir richtig leid, dass mein Fall solche Wellen schlägt.
    Beluga hat grundsätzlich schon recht mit dem was er schreibt.
    Allerdings habe ich mir bei der Wohnungsübergabe schriftlich von Vormieter und Vermieter geben lassen, dass der Vermieter dem Vormieter keine Erlaubnis gab einen Makler einzuschalten. Hier zu möchte ich kurz da Gesetz zur Regelung der Wohnungsvermittlung zitieren (vom 6. Juni 1994 - hoffe das ist so noch aktuell):
    "§6 (1) Der Wohnungsvermittler darf Wohnräume nur anbieten, wenn er dazu einen Auftrag von dem Vermieter oder einem anderen Berechtigten hat."

    Auch würde mein Vermieter jederzeit aussagen, dass er nie mit dem Makler Kontakt hatte und jegliche Korrespondenz zw. Vormieter und Vermieter über den Vormieter lief. Sprich ich habe auch nur mit dem Vermieter in Kontakt treten können und den Mietvertrag (unter geänderten Konditionen) unterschreiben können, weil mich der Vermieter anrief und mir den Kontakt zu seiner Frau herstellte (Vermieterin).

    Ich habe inzwischen bei beiden Makler Dachverbänden nachgehakt. Beim einen kam keine Reaktion, beim anderen der Rat mich an die Verbraucherzentrale zu wenden, was ich auch tat. Meine Anfrage ist nun bei der Verbraucherzentrale. Werde Euch die Antwort - sollte eine kommen - zukommen lassen.

    Vielen Dank schon mal und Gruss,
    Anderl69
     
  17. Beluga

    Beluga Erfahrener Benutzer

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    [quote]Original von anderl69
    Es tut mir richtig leid, dass mein Fall solche Wellen schlägt.

    Aber nein ! Es ist sogar gut, dass Probleme offen vorgetragen werden. Hier und dadurch lernen wir alle mit. :top


    Allerdings habe ich mir bei der Wohnungsübergabe schriftlich von Vormieter und Vermieter geben lassen, dass der Vermieter dem Vormieter keine Erlaubnis gab einen Makler einzuschalten. Hier zu möchte ich kurz da Gesetz zur Regelung der Wohnungsvermittlung zitieren (vom 6. Juni 1994 - hoffe das ist so noch aktuell):

    Ohne Maklervertrag arbeiten auch Makler regelmäßig für mich. z.B. vermitteln sie Mieter/Wohnungen ohne vorher genau zu wissen, welche Wohnung ich gerade frei habe.
    Oder wie in Andrl69 `s Fall mein Mieter sucht Nachmieter durch Makler.

    Ja, bitte. Damit wir alle mitlernen, und das Wissen in diesem Forum anderen Interesenten weiter geben können. Vielen Dank. :top
     
  18. #17 anderl69, 08.01.2007
    anderl69

    anderl69 Neuer Benutzer

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    Hallo Beluga,

    ich gehe mal davon aus, dass Du was mit Immobilien zu tun hast und zwar in der Form, dass fDu ür etliche Wohnungen verantwortlich bist, und dafür verantwortlich bist, dass diese bewohnt werden. Da kann ich dann schon verstehen, dass für Dich Makler ohne konkreten Auftrag tätig werden. Aber diese Makler (es werden ja wohl immer die selben sein) haben doch von Dir mehr oder weniger eine Art Generalvollmacht für Dich Deine Objekte an den Mann zu bringen. Und wenn`s spitz auf Knopf steht, wirst Du denen auch bescheinigen, dass sie für Dich tätig werdenu durften.

    Mein Fall ist aber doch ein wenig ganz anders geartet. Da will mein Vormieter früher aus seiner Bude ausziehen. Daher sucht er einen Nachmieter, damit er nicht Gefahr läuft temporär zwei Mieten bezahlen zu müssen. Soweit verständlich.
    Aber er kommt dann auch noch auf die verwegene Idee mit seinem Music-Band-Kollegen den Maklertrick anzuwenden. Würde ich zahlen, würden sich die Beiden wahrscheinlich auch noch meine "Provision" brüderlich teilen und ins Fäustchen lachen.

    Da ich ja ursprünglich von einem normalen Vorgang ausging war ich auch entspannt. Aber mittlerweile - vor allem wenn ich jetzt schön langsam auch mitbekomme wie ungeschützt Nachmieter in Bezug auf Makler rein rechtlich gesehen sind - werde ich ärgerlich.
    Mich stören einfach mehrere Dinge. Zum einen diese fast schon heuchlerischen Maklerverbände. Die so tun als ob für sie diese unseriösen Makler ein Dorn im Auge sind. Gleichzeitig unternehmen sie doch konkret überhaupt nichts gegen diese schwarzen Schafe. Ganz im Gegenteil, sie sind mit der laxen Gesetzgebung total einverstanden, weil sie diese ja für die eigenen Geschäfte auch sehr vorteilhaft auslegen können. Würden diese Dachverbände und seriösen Makler wirklich was unternehmen wollen, hätten wir sicherlich schon viel schärfere Gesetze und vor allem auch eine Art Ombudsmann (Ombudsfrau) bzw. eine Beschwerdestelle etc.
    Aber sowas gibt`s ja offensichtlich nicht.
    Zum anderen stört mich die zunehmende Tendenz, dass jeder jeden übers Ohr hauen will und dieses Ausreizen von Graubereichen. Das ist aber ein gesellschaftliches Problem.

    Die ganze Leistung die dieser Quasi-Makler in meinem Fall für die Anbahnung des Mietvertrages erbracht hat ist, dass er das Objekt in Internet im Immobilienscout inseriert hat. Ein Vorgang für den ein durchschnittlich intellegenter Mensch vielleicht 12 Minuten benötigt. Und bei diesem Vorgang ist nicht einmal sicher, ob nicht der Vormieter - sprich sein Freund - das Inserat geschalten hat.

    Also für fast 1.000 € möchte ich auch eine Gegenleistung sehen und zwar eine ordentliche und nachvollziehbare.

    Du zahlst ja auch nicht 1.000 € beim Mediamarkt und freust Dich, dass Du eine Tastaturtaste eines Computers erstanden hast.

    Was ich mir generell wünsche ist, dass sich auch Makler ihr Geld verdienen müssen. Für das Schalten eines Inserats im Internet kann man m.E. max. 10 € verlangen - aber nicht 1.000 €.

    Gruss vom verärgerten,
    Anderl69
     
  19. #18 lostcontrol, 08.01.2007
    lostcontrol

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    GENAU anderl!
    da wird gemauschelt was das zeug hält - und der dumme ist der ahnungslose verbraucher...
    SO nicht!

    wie gesagt: wir hatten ja auch so einen fall, bei dem ein makler von beiden seiten kassieren wollte - und zwar nicht 50:50 sondern 100:100.
    das 50:50 wäre ja ok gewiesen - immerhin ging es hier um eine gewerbliche geschichte, und da ist man dann doch froh um die hilfe eines maklers.
    nur: der mensch hat uns in keinster weise bei irgendetwas geholfen - er hat lediglich eine anzeige geschaltet. hätte er uns wenigstens geholfen, den (bei gewerblichen sachen doch erheblich komplizierten) mietvertrag aufzusetzen oder so, dann wäre eine entsprechende rechnug ja in ordnung gewesen. aber das haben wir selbst mit einem rechtsanwalt gemacht (ja irmi - es gibt fälle, in denen auch ich einen rechtsanwalt befürworte!).

    offensichtlich kannte er das "objekt der begierde" noch nicht einmal, sonst hätte ihm ja auffallen müssen, dass wir unsere mieter selbstverständlich persönlich kennen und entsprechend über sowas reden und das dann auffliegt.

    wie an andere stelle schon gesagt: wenn leute, die eine ausbildung zum immobilien-kaufmann machen, hier in diesem forum nachfragen müssen, wo sie denn informationen zum mietrecht bekommen, wundert mich garnichts mehr.

    vielleicht sollte ich mich auch mal als makler betätigen, solange man weiss wie man rechnungen stellt, leute unter druck setzt, und das gerichtliche mahnverfahren kennt scheint das ja fürs geldverdienen auszureichen...

    (sorry an diejenigen, die sich seriös in dieser branche betätigen - und gleichzeitig der aufruf: eliminiert mal eure schwarzen schafe, denn solange es diese gibt, bleibe ich misstrauisch...)
     
  20. Irmi

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    Hallo,

    unseriöse Makler können nur entsprechend verfolgt werden, wenn auch Tatsachen auf dem Tisch liegen :vertrag, will sagen, in diesem Fall auch eine Rechnung.
    Erst dann kann entsprechend gehandelt werden.

    Nur mal so einen Anruf, Beschwerde losslassen geht nicht, Leute, :wand:

    Auch die Berufsverbände werden dann entsprechend tätig. Nur wenn nichts schriftlich vorliegt, was sollen die Leutchen denn machen???

    So ein Vorgang wie geschildert, sollte m.M. nach konsequent abgearbeitet werden, mit allem Drum und dran- siehe hierzu meinen Rat zum Fachanwalt.
    Auch wenn ich jetzt wieder Schelte bekomme :shame.

    Erst durch Vorlage der Rechnung ist auch erst sichtbar, ob der gute Mann steuerlich angemeldet ist, auch hier kann dann sehr gut nachgefragt werden, nicht nur beim Finanzamt sondern auch beim Gewerbeamt etc.

    Aber wenn keine Rechnung dann nur Aussage gegen Aussage und darauf läßt sich doch nichts aufbauen bzw. nachweisen, dass hier unkorrekt gearbeitet wurde :gehtnicht


    Gruß Irmi
     
  21. #20 anderl69, 08.01.2007
    anderl69

    anderl69 Neuer Benutzer

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    Du hast ja so recht lostcontrol,

    und auch ich möchte mich gegen den Verdacht verwehren, dass ich die seriösen Makler mit meiner Schmähschrift meine.

    Aber es ist schon erstaunlich, dass man für jeden kleinen Frisörladen, wo man den Kunden vielleicht um max. 100 € schädigen kann, einen Meister benötigt, hingegen der Immobilienmakler gar nichts nachweisen muss.

    Bin gespannt, ob mir vielleicht doch noch irgendjemand eine unabhängige Beschwerdestelle bzgl. der unseriösen Makler nennen kann?!

    Beste Grüsse,
    Anderl69
     
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