Bestellerprinzip umgangen?

Diskutiere Bestellerprinzip umgangen? im Makler Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo Forenmitglieder, Mir liegt als Interessent an einem Mietangebot auf Immobilienscout24 ein Exposé des betreffenden Objekts vor, das mir die...

  1. #1 Mattieu, 09.09.2019
    Mattieu

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    Hallo Forenmitglieder,

    Mir liegt als Interessent an einem Mietangebot auf Immobilienscout24 ein Exposé des betreffenden Objekts vor, das mir die beauftragte Immobilienvermittlung nach Kontaktaufnahme über das Internetportal zugesendet hat. Das Exposé enthält einen Absatz, Courtagepassus genannt, mit folgendem Inhalt:

    Der Maklervertrag mit uns und/oder unserem Beauftragten kommt durch schriftliche
    Vereinbarung oder durch die Inanspruchnahme unserer Maklertätigkeit auf der Basis
    des Objekt-Exposés und seiner Bedingungen zustande. Die Mietercourtage in Höhe von
    der 2,38-fachen vereinbarten Nettokaltmiete (bei Staffelmiete bezogen auf die
    Durchschnittsnettokaltmiete der festen Vertragslaufzeit) inkl. der gesetzlichen
    Mehrwertsteuer ist mit Abschluss des Mietvertrages verdient und fällig. Die Firma
    Mustermann [Name geändert] und ggf. deren Beauftragte erhalten einen unmittelbaren Zahlungsanspruch gegenüber dem
    Mieter (Vertrag zugunsten Dritter, § 328 BGB). Alle Angaben sind ohne Gewähr und
    basieren ausschließlich auf Informationen, die uns von unserem Auftraggeber zur
    Verfügung gestellt wurden. Wir übernehmen keine Gewähr für die Vollständigkeit,
    Richtigkeit und Aktualität dieser Angaben.

    Ich verstehe das so, dass ich mit Absprache eines Besichtigungstermins, denn darum geht bei der Kontaktaufnahme überhaupt, einen Maklervertrag über das Objekt eingehe und bei Abschluss des Mietvertrages die genannte Courtage zu zahlen habe.

    Wie ist das rechtlich zu bewerten? Ist das nicht ein Verstoß gegen das Bestellerprinzip?
    Ich bin nicht selbständig auf den Makler zugegangen und habe um Angebote gebeten, sondern melde mich auf eine Annonce auf Immobilienscout24 für ein Objekt, dessen Vermieter offenbar einen Makler mit der Abwicklung beauftragt hat. Das habe ich aber nicht aus der Annonce erfahren, sondern erst in der Rückmeldung auf meine Anfrage. Das Objekt liegt in Dortmund.

    Wenn dies Verhalten des Maklers nicht rechtskonform ist, wie sollte ich mich am besten verhalten? Es besteht reales Interesse an einer Anmietung. Welche Optionen habe ich?

    Schönen Dank für eure Ideen.
     
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  3. #2 Aktionär, 09.09.2019
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    Hallo!

    In den Scout-Annoncen im Netz steht doch oben rechts über der Schaltfläche "Anbieter kontaktieren" wer die Anzeige aufgegeben hat. Makler, Wohnungsgenossenschaften, Vermietungsgesellschaften, etc. oder Privatleute. Damit es doch sehr leicht ersichtlich wer inseriert und wen man kontaktiert, wenn man besichtigen möchte.
     
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  4. Duncan

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    @Aktionär : mir sind durchaus Personen bekannt die sich Makler nennen und einen entsprechenden Gewerbeschein vorweisen können, die da als Privatperson annoncieren. Auch eingedenk der Tatsache das Makler dort nicht unerhebliche Rabatte bekommen können.
     
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  5. #4 Mattieu, 09.09.2019
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    Das ändert meiner Meinung nichts an der Tatsache, dass der Anbieter (hier ist der Makler in der Annonce aufgeführt ) den Mieter zur Zahlung der Maklerprovision heranziehen will.
     
  6. #5 Aktionär, 09.09.2019
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    Oh, das war mir jetzt neu. Gut zu wissen. Danke.
     
  7. Andres

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    Ich vermute es. Der Makler muss einen Vermittlungsauftrag haben, um die Wohnung anbieten zu dürfen, § 6 Abs. 1 WoVermRG, und wenn er einen solchen Auftrag hat, darf er vom Wohnungssuchenden keine Provision mehr verlangen, § 2 Abs. 1a WoVermRG.


    Allein das dürfte bereits eine Ordnungswidrigkeit sein.


    Die zwei Möglichkeiten, die du hast, sind so offensichtlich, dass ich wirklich nicht weiß, was man dazu noch schreiben sollte.
     
  8. #7 Benni.G, 10.09.2019
    Benni.G

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    Ich würde die Wohnung besichtigen und wenn dir die Wohnung zusagt, würde ich überlegen, was mir die Wohnung wert wäre.
    Der, der dem Makler am meisten bringt und am wenigsten Aufwand macht, bekommt im Zweifelsfall die Wohnung (bei ansonsten gleichen Sicherheiten).
     
  9. #8 teilhalt, 10.09.2019
    teilhalt

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    Einfach: Wohnung besichtigen, bei Interesse anmieten und Makler auflaufen lassen. Je nachdem was der Makler _vor_ Vertragsabschluss vorlegt würde ich mir das sehr genau durchlesen. Ggf. kommt man hinterher mit "ohne Unterschrift keinen MV" auch vor Gericht weiter.

    Oder - Variante zwei - Der Makler hat einfach nur seine Textbausteine nicht aktualisiert. Passiert bei Maklern häufiger, gerade bei den kleinen.
     
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