Beteiligung des Investors an Grundkosten Heizung/Warmwasser bei unverkauften Wohnungen

Dieses Thema im Forum "Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan" wurde erstellt von Fremdling, 06.10.2015.

  1. #1 Fremdling, 06.10.2015
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    Wohnhaus mit ETW wird sukzessive soweit fertiggestellt, dass letztlich nur noch die finalen Innenausbauten (Bodenbeläge, Badausstattung, ...) vom Erwerber nach Standard oder Sonderwünschen entschieden und umgesetzt werden müssen. Der Abverkauf der Wohnungen erstreckt sich über mehr als ein Jahr. Zur Zeit der Erstverkäufe wird ein externer Dienstleister für 10 Jahre mit der Heiz- und Warmwasserkostenabrechnung für die WEG beauftragt.

    Die erste Abrechnung des Dienstleisters nennt einen konkreten Abrechnungszeitraum mit Start- und Endtermin für die Anlage. Besonderheit: Der Abrechnungszeitraum des Investors startet ausweislich der Abrechnungsunterlagen bei den Leerständen (später verkaufte Wohnungen) mit einigen Monaten Verzögerung und verschiebt so 30% Grundkosten (für Heizwärme und Warmwasserbereitung nach m² Wohnfläche gemäß HKVO) für die ausgelassene Periode hin zu späteren Käufern und den anderen Wohnungen.

    Bisher habe ich u.a. durch Euch begriffen, dass die Grundkosten unabhängig von Verkauf/Vermietung zu leisten sind, auch wenn mangels Bewohner keine Heiz- und Warmwasserverbräuche anfallen.

    Somit wäre die hier geschilderte "Sonderlocke" für den Investor als Alternative zum schlichten "irrtümlichen Eingabefehler" wohl nur noch durch Besonderheiten der "kostenbegünstigten" Wohnungen (z.B. Fertigstellungsgrad?) zu erklären. Ich unterstelle mal, der Verwalter meldet an den Abrechnungsdienstleister neben den abzurechnenden Kosten und Wohnungsdaten auch diese "Starttermine".

    Nun drängen sich mir sogleich Fragen auf:
    1. Ab welchem Zeitpunkt muss sich der Investor an den Grundkosten (Heiz-/Wasserwärme) der Wohnungen beteiligen, wenn es nicht den einheitlichen Termin für alle Nutzer der Anlage gibt?
    2. Woran orientiert sich dieser individuelle Zeitpunkt?
    3. Meldet die Verwaltung den Zeitpunkt an den Dienstleister, wie ich es vermute?
    Bitte wer hilft mir bei meinem Verständnis durch Beispiele oder Nennung von Quellen, wo die korrekten Verfahrensweisen erörtert sind? Schon mal herzlichen Dank für Eure Unterstützung!
     
  2. AdMan

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  3. #2 Martens, 06.10.2015
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    Sobald eine Einheit an eine funktionierende(!) Heizungsanlage angeschlossen und mit Heizkörpern ausgestattet ist, also theoretisch eine Beheizbarkeit gegeben ist, nimmt sie an den Heizkosten teil. Wenn in der Abrechnungsperiode keine Verbräuche anfallen, fallen zumindest die 30%-50% Grundkosten an, die nach Heizfläche zu verteilen sind.

    Wer die Daten dann tatsächlich meldet oder wer überprüft, ab wann die Wohnung X zumindest in Teilen oder eben insgesamt beheizbar gewesen wäre... ein weites Feld.

    Christian Martens
     
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  4. #3 Fremdling, 06.10.2015
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    Danke! - Aha, so könnte also die Beteiligung der einzelnen Wohnung an den Grundkosten von der Existenz der Heizkörper und/oder eines Warmwasseranschlusses in eben dieser Wohnung abhängen?

    Genauer: In unserem Fall war die zentrale Anlage für Heizwärme/Warmwasser und die Infrastruktur bis in alle Wohnungen von Anfang an komplett installiert und diente der Versorgung ab der ersten verkauften Wohnung. Allerdings erfolgte erst nach dem jeweiligen Wohnungskauf die individuelle Auswahl der Heizkörper für alle Räume sowie der Wasserventile für Bad und Küche durch den Käufer. Die ausgesuchten Teile wurden sodann im Zuge der Fertigstellung vor der Wohnungsübergabe installiert.

    Sorry, mit Blick auf die Fixkosten einer Anlage, die auch verbrauchsunabhängig anfallen und sich in den Grundkosten wiederfinden sollten, nahm ich bisher an, dass sich auch alle Wohnungen ab dem selben Starttermin an diesen Grundkosten beteiligen müssten.
    Mein "Kurzschluss":
    Heizzentrale existent > 1. Wohnung verkauft > wird mit Wärme beliefert > alle Wohnungen zahlen Grundkosten.

    Nachfrage zum Verständnis: Auf die (theoretische) Spitze getrieben, hätte damit jede Wohnung im Extremfall einen eigenen Starttermin für die Abrechnungsperiode (besser "Nutzungsperiode") und so auch für die Grundkostenbeteiligung? Dieser Starttermin bemisst sich bei jeder Wohnung nach dem Montagetermin von deren Heizkörpern und Auslassventilen in Bad und Küche?
     
  5. #4 Fremdling, 13.10.2015
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    Wiederholung der Nachfrage zum Verständnis: Auf die (theoretische) Spitze getrieben, hätte damit jede Wohnung im Extremfall einen eigenen Starttermin für die Abrechnungsperiode (besser "Nutzungsperiode") und so auch für die Grundkostenbeteiligung? Dieser Starttermin bemisst sich bei jeder Wohnung nach dem Montagetermin von deren Heizkörpern und Auslassventilen in Bad und Küche?

    Kann jemand von Euch bitte nochmals an meiner "Reifung" mitwirken? :152:
     
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