Betrug?

Dieses Thema im Forum "Maklerforum" wurde erstellt von Eszet, 31.05.2014.

  1. Eszet

    Eszet Neuer Benutzer

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    Guten Morgen,

    Ich war jetzt im ganzen Internet auf der Suche nach einer Antwort, zu meinem bestehenden Problem mit einem 'angeblichen' Markler.

    Meine Freundin und ich sind im Februar dieses Jahres in eine Whg gezogen, der Vormieter gab sich als Markler aus, wollte von uns 1000€ haben, damit wir diese Whg anmieten können. Da der Markt sehr knapp ist für Whg haben wir zugesagt. Anwesend waren: er, meine Freundin und ich.
    Er wollte uns keine Rechnung ausstellen auf das Geld, was wir etwas .... Merkwürdig fanden. Die Zeit verging, immer wieder kontaktierten wir ihn, damit wir nochmal in die Whg konnten (zusagen vom Vermieter stand bereits!), immer eine andere Ausrede.
    Dann das erste Anwaltsschreiben, wo wir aufgefordert wurden diesen Betrag zu zahlen. Wir telefonierten mit dem Anwalt, wollten schriftlich haben, wo es aufgeführt ist das wir dies schriftlich zugesagt hätten. Keine Reaktion. Mit dem Hinweis an den Anwalt von ihm, das dies, da er keine Rechnung ausstellen wolle, Schwarzgeld sei. Wieder lange Zeit vergangen, jetzt haben wir n gelben Brief im Briefkasten gehabt.

    Meine Frage, ist das zulässig bzw was kann ich machen um da rauszukommen? Wo kann ich überprüfen das er wirklich ein Makler ist?

    Gruß und danke für jeden Tipp,

    Eszet
     
  2. AdMan

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  3. #2 Bürokrat, 31.05.2014
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    So lange ihr keine Vereinbarung unterschrieben habt seid ihr fein raus. Anwälte die auch so einen unsinn vertreten gibts genügend, das sagt wenig. Ist der gelbe brief eine gerichtliche mahnung? Dann widersprechen.
    Andererseits wundert es mich doch sehr warum jemand der illegalerweise 1000.- euro kassieren will einen anwalt einschaltet und ein gerichtliches mahnverfahren beantragt (letzeres kann er natürlich auch selbst getan haben, dazu brauchts keinen anwalt). Vielleicht ist eure geschichte auch nicht vollständig erzählt? Wisst ihr genau dass der angebliche Makler der Vormieter war?
     
  4. #3 BHShuber, 31.05.2014
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    § 34C GewO

    Hallo, scheinbar seid ihr hier einem dreisten Betrüger aufgelaufen.

    Ein Immobilienmakler erhält seine Provision auf Erfolgsbasis, in eurem Fall die Vermittlung eines Mietvertrages, ist dieser nicht hergestellt durch die Bemühungen des angeblichen Maklers, dann hat kein Anrecht auf Provision schon gar nicht ohne Rechnung.

    Das zuständige Gewerbeamt gibt Auskunft, wenn der wehrte Herr keine Gewerbeerlaubnis nach § 34 c GewO besitz, dann gleich eine Beschwerde über Gewerbeaufsichtsamt und Straganzeige wegen Betrug.

    Ebenso, das zuständige Finanzamt informieren, das ist Steuerhinterziehung.

    Gruß

    BHShuber
     
  5. Andres

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    Irgendwie hätte ich hier zu jedem zweiten Satz eine Nachfrage:

    Warum steht das "angeblich" in Anführungszeichen? Ist er ein Makler oder nicht?


    Da (auch echte) Makler das regelmäßig nicht alleine entscheiden können, stellt sich für mich die Frage: Welche Leistung war hier eigentlich vereinbart? Wer hat die Wohnung inseriert bzw. durch wen habt ihr Kenntnis von der Wohnung erlangt?


    Ok, es gibt also Zeugen.


    Vielleicht ist er nicht verpflichtet, eine Rechnung auszustellen.


    Kam denn nun ein Mietvertrag zustande oder nicht?


    Auch wenn man immer einen Anwalt findet, der im eigenen Auftrag den letzten Sch... schreibt, wird dieses Schreiben doch bestimmt eine Begründung der Forderung enthalten. Wie lautet diese?


    Wenn man das ungeschickt formuliert, hat man zugegeben, dass ein Vertrag auf anderem Wege entstanden ist - oder zumindest die Möglichkeit dafür eröffnet.


    Diese Aussage muss nicht richtig sein.


    Handelt es sich dabei um einen gerichtlichen Mahnbescheid? Es ist eine nicht ganz unbeliebte Betrugsmasche, Schreiben zu verfassen, die diesen Eindruck erwecken sollen. Wer ist der Absender? Handelt es sich wirklich um eine PZU (Vermerk des Zustellers)? Was steht drin?

    Sollte es sich um einen Mahnbescheid handeln, sollte man dem fristgerecht widersprechen, falls die Forderung unberechtigt ist - was ich aktuell noch überhaupt nicht überblicke.


    Makler ist er, wenn er Maklerleistungen erbringt. Oder meinst du die Erlaubnis dazu? Die ist nicht unbedingt notwendig. Wenn du das trotzdem überprüfen willst: Dafür ist die Stadt oder Gemeinde zuständig, in der der Makler seinen Sitz hat. Für Auskünfte wirst du ein berechtigtes Interesse nachweisen müssen, was aber in diesem Fall nicht schwer sein sollte.
     
  6. Andres

    Andres
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    Das nennt man dann wohl Schnellschuss.

    Und was, wenn keine gewerbliche Tätigkeit vorliegt?


    Bisher dürfte noch gar keine Steuerpflicht entstanden sein.


    Das einzige, was man mit diesen Anzeigen erreicht, ist ein mögliches Strafverfahren wegen falscher Verdächtigung gegen sich selbst. Die strafrechtliche Seite ist aktuell völlig uninteressant. Zuerst einmal geht es um die Abwehr zivilrechtlicher Forderungen. Ob man danach noch motiviert ist, die Auswüchse der Maklerzunft in der eigenen Freizeit mit Strafverfahren zu bekämpfen, kann man dann sehen.

    Natürlich riecht das hier etwas seltsam - das will ich gar nicht bestreiten.
     
  7. #6 BHShuber, 31.05.2014
    BHShuber

    BHShuber Erfahrener Benutzer

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    mal das hier lesen

    Hallo Andres,

    bitte hier mal lesen:

    Maklerrecht - IHK Frankfurt am Main

    Eine Vermittlungsprovision kann lt. Wohnungsvermittlungsgesetz ausschließlich derjenige erheben, der hierzu berechtigt ist, die Berechtigung ergibt sich nach der Erlaubnis nach § 34c GewO.

    Gruß

    BHShuber
     
  8. Andres

    Andres
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    Keine Lust, mich durch eine Übersicht über das ganze Maklerrecht zu kämpfen - der Inhalt ist mir ohnehin bekannt. Kannst du mir bitte sagen, auf präzise welcher Grundlage diese Aussage beruht:

    Ich halte das nämlich für falsch.


    Statt sich hier über das (streitbare) Merkmal der Erlaubnispflicht den Kopf zu zerbrechen, könnte man sich das Leben auch einfacher machen: Der Makler ist bzw. war Mieter der Wohnung und kann daher keinen Provisionsanspruch haben.

    Und wenn man noch einen zweiten Grund sucht: Makeln ohne Auftrag.
     
  9. #8 Papabär, 02.06.2014
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Da gehe ich mit.
    In der Aussage ist mir ein "ausschließlich" zu viel - und ein "gewerbsmäßig" zu wenig drin.

    Trotzdem entsteht der Provisionsanspruch ja i.d.R. erst mit Abschluss des Vertrages, was ja hier augenscheinlich noch nicht geschehen ist.
     
  10. #9 BHShuber, 05.06.2014
    BHShuber

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    Hallo Andres,

    hierauf beziehe ich mich:

    Der Anspruch des Wohnungsvermittlers ist unter bestimmten Voraussetzungen ausgeschlossen, zum Beispiel dann, wenn lediglich ein Mietverhältnis über dieselben Wohnräume fortgesetzt, verlängert oder erneuert wird oder wenn er gleichzeitig Eigentümer, Verwalter, Mieter oder Vermieter der Wohnräume ist. Dies gilt auch bei bestimmten rechtlichen und wirtschaftlichen Verflechtungen.

    Gruß

    BHSHuber
     
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