BHKW und NK-Abrechnung in MFH

Diskutiere BHKW und NK-Abrechnung in MFH im Abrechnungs-/Umlagmaßstab Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Es wird in Erwägung gezogen, ein Mini-Blockheizkraftwerk in einem MFH mit 9 Parteien einzubauen. Dieses liefert bei Betrieb an der Gasversorgung...

  1. heineu

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    Es wird in Erwägung gezogen, ein Mini-Blockheizkraftwerk in einem MFH mit 9 Parteien einzubauen. Dieses liefert bei Betrieb an der Gasversorgung neben Wärme für Wohnungsbeheizung und Warmwasser-Versorgung auch Strom.

    In der NK-Abrechnung dürfte dann vom Gasverbrauch der Energieanteil für den erzeugten Strom herauszurechnen sein. Die Sache muss selbstverständlich rechtssicher gestaltet werden.

    Gibt es hier einen verbindlichen Aufteilfaktor, wieviel Prozent o.ä. von der verbrannten Gasmenge für Heizung und WW und wieviel entsprechend für die Stromerzeugung verwendet wird?

    Kann hierzu die erzeugte elektrische Energie, die mit einem Einspeisezähler in kWh o.ä. gemessen werden kann, einfach von der gelieferten Energiemenge Gas vom Versorger (Brennwert ausgewiesen in kWh auf Versorger-Rechnung) und der am WW-Speicher gemessenen Aufheizenergie in kWh abgezogen werden und direkt das Ergebnis in die Wohnraum-Beheizung einfliessen?

    Ist hier noch ein Umrechnungsfaktor (Brennwert/Heizwert, Heizenergie/Elektrische Energie o.ä.) oder sonstiges anzusetzen?

    Gibt es Erfahrungen, wenn eine Brennwert-Therme durch ein BHKW ersetzt wird. Ergeben sich günstigere Heizkosten in der NK-Abrechnung?
     
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  3. Andres

    Andres
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    Mir nicht bekannt. Es würde mich sehr wundern, denn das Verhältnis von elektrischer und Heizenergie ist alles andere als konstant.


    Der Wirkungsgrad würde dann voll der Heizwärme zugeschlagen. Ich habe keine Ahnung, ob das zulässig ist, aber mindestens riecht es komisch ...

    Mir bekannte BHKW werden über Betreibergesellschaften abgerechnet. Das ist dann so ähnlich wie Contracting.


    Wie soll das möglich sein? Der Betrieb des BHKW ist eher teurer und der Wirkungsgrad wird (bzw. kann) nicht höher als beim Brennwertkessel sein - homöopathisch unter 100 %. Die Einsparung ergibt sich - wenn überhaupt - durch den "kostenlosen" Strom.


    Ich bin persönlich ein großer Fan von BHKW und dezentraler Energiegewinnung im Allgemeinen. Das Problem ist halt wieder mal, eine technisch gute Idee in den rechtlichen Rahmenbedingungen unterzubringen.
     
  4. heineu

    heineu Benutzer

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    Dann müsste man wohl erstmal mit ALLEN Nutzern eine Vereinbarung über die Nebenkostenbelastung nach der Umstellung in Verbindung mit einem günstigen Stromangebot schliessen.

    Dies setzt aber voraus, dass man die Kosten "voraussagen" kann. Wie aber bei einer zentralen Heizanlage mit Gas-Brennwert-Technik wird man wohl auch erst nach längerer Betriebsphase nach Neuinstallation der konkreten Heizanlage im Wohnobjekt "Zahlenmaterial" erhalten. Wie soll das gehen? Es unterschreibt doch niemand eine Vereinbarung über eine Änderung der Kosten, wenn er diese nicht vorher benannt bekommt.
    Bei vermieteten Eigentumswohnungen wird das sehr schwierig. Wie schaffen das andere Vermieter in MFH, die auf neue Technik umstellen wollen?
     
  5. #4 ehrenwertes Haus, 21.02.2019
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    Ohne Stromeinspeisung sind BHKW nicht nur teurer in der Anschaffung sondern auch im Unterhalt als "normale" Zentralheizungen.

    Zukunftsicher im Sinn günstiger Brennstoffeinkauf ist das nur, wenn die Anlage alle Brennstoffe (Flüssig, Gas, und Festbrennstoffe) verwerten kann, was die Alage wieder entsprechend verteuert.

    Nach den meisten Musterrechnungen amortisieren sich diese Anlagen nach 9-12 Jahren. Allerdings sind alle diese Rechnungen ohne Reparaturen, nur mit reinen Wartungskosten. Reparaturen fallen in der Zeit sicherlich auch an. Bisher habe ich noch keinen Vergleich der Ersatzteilkosten + Aufwand dafür gefunden. Mehr Einzelteile, damit steigen aber die Chancen, das irgendwas kaputt geht.


    Für MFH halte ich das nur für Sinnvol, wenn das MFH im Alleineigentum eines Eigentümers ist und nur Erstvermietungen anstehen.
    Dann kann man relativ einfach diese Art Wärmecontracting den Mietern aufs Auge drücken.
    Man macht sich damit aber neue Problemstellen auf. Ob das dann unterm Strich wirklich eine gute Lösung ist, außer für Leute (Mieter) die freiwillig bereit sind für den Umweltschutz den Geldbeutel zu öffnen, wage ich zu bezweifeln.
     
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