bis wann 11% bei modernisierung erheben?

Diskutiere bis wann 11% bei modernisierung erheben? im Modernisierung und Sanierung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo! Wenn man eine Modernisiserung durchführt, wie lange danach kann man noch die 11% der Kosten umlegen, also eine Mieterhöhung durchführen...

onkelfossi

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Hallo!

Wenn man eine Modernisiserung durchführt, wie lange danach kann man noch die 11% der Kosten umlegen, also eine Mieterhöhung durchführen? Man muss es natürlich wieder drei Monate vorher ankündigen, das ist klar.

Vielen Dank

fossi :wink
 

Capo

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Meinst du damit, wann die Mieterhöhung durchgeführt wird NACH der Mod? Jederzeit!
Durch die Modernisierung hat der Vermieter einen Anspruch auf die Mieterhöhung. Wann er die umsetzt, bleibt ihm überlassen. Bei einer normalen Mieterhöhung wie die Mod ja raus gerechnet...
Eine "Verjährung" der Mod ist mir nicht bekannt...

Dauer: Für den Rest der Mietzeit...
 

onkelfossi

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Hi!

Ja, wir haben im Juni 2006 die Heizung erneuert, bisher aber keine 11% geltend gemacht. Also kann ich das demnächst tun? Drei Monate Ankündigungsfrist vorausgesetzt.

VG

fossi :wink
 

Capo

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Abzüglich der Kosten, die eine neue gleichwertige Heizung gekostet hätte - Ja, das könnt ihr..
 

onkelfossi

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Wieso das denn? Die Heizung war doch nicht kaputt. Da kann ich doch 11% der Gesamtkosten umlegen.
 

Capo

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und die Abgaswerte der alten Heizung waren auch okay? Warum hast du dann die Heizung ausgetauscht?
 

onkelfossi

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weil das ding zu alt war und zu viel verbraucht hat. außerdem wollten wir auf gas umstellen. am tage des ausbaus war sie funktionstüchtig und vom schornsteinfeger abgenommen.
 

Capo

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wenn auch keine Instandhaltungen notwendig wurden, dann ist der Abzug 0 ;)
 

onkelfossi

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riiiiichtiiiiiiig :lol :top
 

Insolvenzprofi

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Original von fossipower
weil das ding zu alt war und zu viel verbraucht hat. außerdem wollten wir auf gas umstellen. am tage des ausbaus war sie funktionstüchtig und vom schornsteinfeger abgenommen.

frage; hast du die sache finanziert oder ggf. zuschüsse erhalten, denn dann kannst du nicht die kompletten 11% umlegen, so eine heizung geht schließlich richtig ins geld..
 

onkelfossi

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normal bezahlt. aber selbst wenn ich mir dafür nen normalen kredit hole, kann ich doch volle 11% geltend machen. bei zuschüssen sieht es natürlich anders aus.

VG

fossi :wink
 

Insolvenzprofi

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Original von fossipower
normal bezahlt. aber selbst wenn ich mir dafür nen normalen kredit hole, kann ich doch volle 11% geltend machen. bei zuschüssen sieht es natürlich anders aus.

VG

fossi :wink

stimmt hab mich geiirt, habe gerade nochmals im murfeld nachgeschaut... nur bei zuschüssen bzw. zinslose Darlehen...
 

ergi

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Hallo
Was ist denn wenn der Mieter nicht zustimmt, um 11 % mehr miete zu bezahlen ?

gruss
erkan
 

Capo

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Einverständnis einklagen.
 

Niko

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Original von Capo
Einverständnis einklagen.

OK - und wie sieht die fundierte Beweisführung vor Gericht für diesen hier geschilderten Fall aus? Sprich Nachweis von nachhaltiger Einsparung von Heizenergie für den Mieter?
Wenn nämlich die alte Heizung noch funktioniert hat und auch die Abgaswerte OK waren (gemäß 'onkelfossi'), wird der Richter sicherlich fragen, wo denn die Einsparung ÜBER DAS AKTUELL TECHNISCHE MAß vergleichbarer Geräte hinaus besteht? (Genauso allerdings auch, wenn die Heizung defekt war und ein Austausch notwendig. Die Einsparung einer neuen Therme ist "Pech" des Vermieters)

Und meiner Meinung nach wird selbst dann der Preis für ein vergleichbares Ersatzgerät aus der Modernisierungserhöhung herausgerechnet.
Ob überhaupt ein Modernisierungseffekt vorliegt ist (juristisch/richterlich) fraglich, denn ein Vergleichsgerät entspricht heute eben dem aktuellen Stand der Technik und gilt daher "nur" als Ersatzbeschaffung im Rahmen der dem Vermieter obliegenden Instandhaltung. Oder?

Wenn ich bspw. im Altbau das Dach (oder das ganze Haus) von innen isoliere/dämme, verändere ich damit den Wärmeübergangskoeffizienten (sog. K-Wert) günstig, so dass aus der entsprechenden mathemat. Gleichung ein geringerer Wärmeverlust errechenbar ist. Das ist ein gerichtsanerkannter Nachweis zur Einsparung von Heizenergie (vorausgesetzt der K-Wert wurde vorher und hinterher gemessen bzw. abgeschätzt), die zu einer Modernisierungserhöhung gemäß BGB §559 Abs. 1 berechtigt.

Niko
 

Capo

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schön, noch einen Ing der alten Garde hier zu treffen. (Ich wehre mich auch gegen die neue EU-Bezeichnung)
Allein die Umstellung von Öl auf Gas für sich kann als Wohnwertverbesserung gelten. zumal hier auch der Brennwert höer anzusehen ist. Wenn ein Richter zur Zeit des Klimawandels das nicht anerkennt, muss sich niemand wundern, wenn bald wieder Holzöfen und Plumpsklos gebaut werden (zumal der CO2 Wert zudem viel besser ist...)
 

Niko

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Original von Capo
..., wenn bald wieder Holzöfen und Plumpsklos gebaut werden (zumal der CO2 Wert zudem viel besser ist...)

Vorsicht mit Holzöfen... Ich sage nur "Holzpellets"... und "Bundesländerzuschüsse" dafür...

Niko
 

RMHV

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Original von Capo
Einverständnis einklagen.
Da das Einverständnis des Mieters bei der Modernisierungsumlage nicht erforderlich ist, muss es auch nicht eingeklagt werden. Ein Klage richtet sich auf Zahlung der fälligen Miete. Gegen den Zahlungsanspruch wird der Mieter vortragen müssen, warum die geforderte Summe nicht fällig sein soll.


Original von Niko
OK - und wie sieht die fundierte Beweisführung vor Gericht für diesen hier geschilderten Fall aus? Sprich Nachweis von nachhaltiger Einsparung von Heizenergie für den Mieter?
Wenn nämlich die alte Heizung noch funktioniert hat und auch die Abgaswerte OK waren (gemäß 'onkelfossi'), wird der Richter sicherlich fragen, wo denn die Einsparung ÜBER DAS AKTUELL TECHNISCHE MAß vergleichbarer Geräte hinaus besteht?
Diese Frage wird der Richter nicht stellen. Es geht nur und ausschließlich und die Frage, ob die neue Heizung weniger Energieverbrauch hat als die alte Anlage. Die fundierte Beweisführung dazu dürfte bei Bedarf - notfalls durch ein Sachverständigengutachten - einfach zu erbringen sein. Liegt eine Einsparung vor, sind die Kosten der neuen Anlage im Grundsatz als Modernisierungskosten umlagefähig.


(Genauso allerdings auch, wenn die Heizung defekt war und ein Austausch notwendig. Die Einsparung einer neuen Therme ist "Pech" des Vermieters)
Der Austausch einer defekten Anlage ist eine Instandsetzung. In diesem Fall hat der Vermieter tatsächlich Pech gehabt und der Mieter kann sich über einen geringeren Verbrauch der neuen Anlage freuen.


Und meiner Meinung nach wird selbst dann der Preis für ein vergleichbares Ersatzgerät aus der Modernisierungserhöhung herausgerechnet.
Ob überhaupt ein Modernisierungseffekt vorliegt ist (juristisch/richterlich) fraglich, denn ein Vergleichsgerät entspricht heute eben dem aktuellen Stand der Technik und gilt daher "nur" als Ersatzbeschaffung im Rahmen der dem Vermieter obliegenden Instandhaltung. Oder?
Jeder darf jede beliebige Meinung haben. Unsinn wird allerdings auch durch ständige Wiederholung nicht besser. :zwinker

Wenn ich bspw. im Altbau das Dach (oder das ganze Haus) von innen isoliere/dämme, verändere ich damit den Wärmeübergangskoeffizienten (sog. K-Wert) günstig, so dass aus der entsprechenden mathemat. Gleichung ein geringerer Wärmeverlust errechenbar ist. Das ist ein gerichtsanerkannter Nachweis zur Einsparung von Heizenergie (vorausgesetzt der K-Wert wurde vorher und hinterher gemessen bzw. abgeschätzt), die zu einer Modernisierungserhöhung gemäß BGB §559 Abs. 1 berechtigt.

Wo sollte der Unterschied sein zwischen einer Verbrauchsreduzierung durch eine Änderung an der Außenhaut und einer Änderung der Heizungsanlage? Es gibt einfach keinen. Es handelt sich lediglich um unterschiedliche Maßnahmen, die aber alle das gleiche Ziel haben: Reduzierung des Brennstoffverbrauchs und die Reduzierung des Brennstoffverbrauchs rechtfertigt die Modernisierungsumlage.
Allerdings ist nicht zu übersehen, dass der Beweis der Energieeinsparung durch Änderung der Außenhülle tatsächlich den Umweg über den K-Wert erfordert. Dies steht allerdings nun dem Beweis eines geringeren Verbrauchs einer neuen Anlage nicht entgegen und damit auch nicht der Umlage von Modernisierungskosten bei Austausch der Heizungsanlage.
 

Capo

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Dies steht allerdings nun dem Beweis eines geringeren Verbrauchs einer neuen Anlage nicht entgegen und damit auch nicht der Umlage von Modernisierungskosten bei Austausch der Heizungsanlage.

Im Gegenteil: die energieeinsparverordnung fordert den Energiebedarfnachweis. ein Bedarf steht in direkter Verbindung zur Aussenhaut UND der Heizungsanlage. Somit reicht es auch mathematisch erklärt, einen der beiden Faktoren zu reduzieren, um einen geringeren Wert zu erhalten. Der K-Wert fließt in Berechnung des Energiebedarfs ein. Anhand des energiebedarfs (K-Wert; umbauter Raum) wird die geeignete Heizanlage gewählt.

Somit habe ich drei Möglichkeiten, um den Energiebedarf und damit den Verbrauch zu reduzieren:
  1. Änderung des umbauten Raumes
  2. Reduzierung des K-Wertes durch Isolierung der aussenhaut
  3. Heizanlage, die den Brennwert des Mediums, besser ausnutzt.
    [/list=1]

    Da die wenigsten Vermieter Alternative 1 wählen, was auch keine echte Einsparung darstellt (pro m³), sind 2+3 die einzigste Möglichkeiten, die EnEV annähernd zu erfüllen. (Was auch die Absicht war)
 

LukasS

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Der drei-Monate-Frist bezieht sich auf die Ankündigung der Modernisierungsmaßnahmen.
Nachgelesen in:

Modernisierung und Renovierung

Desweiteren:
Zur Wirksamkeit einer Modernisierungsmieterhöhung gehört neben einer Berechnung dieser Erhöhung aus den entstandenen Kosten, dass die Erhöhung erläutert wird. Der Vermieter muss darlegen, inwiefern die Baumaßnahme zum Beispiel eine nachhaltige Energieeinsparung bewirkt. Ausreichend ist es, wenn der Mieter anhand der Erläuterungen den Grund der Mieterhöhung als plausibel nachvollziehen kann, auch wenn dies nur unter Hinzuziehung von sachverständigen Personen möglich ist. Der Mieter muss alle Tatsachen erfahren, anhand derer er überschlägig beurteilen kann, ob die bauliche Änderung eine nachhaltige Einsparung von Heizenergie bewirkt.

Quelle: siehe oben

Für einen Grund zum Lachen, für den anderen - zum Weinen. :x
 
Thema:

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