Blöd gefragt...

Dieses Thema im Forum "NK - Ankündigungen!" wurde erstellt von Jenna, 08.02.2012.

  1. Jenna

    Jenna Neuer Benutzer

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    Hallöchen :)

    Ich bräuchte mal ein paar Ratschläge, bzw Auskünfte zum Thema Nebenkosten.

    Folgender Sachverhalt:
    Wir möchten uns gerne ein Haus kaufen und haben nun eines gefunden, das alle unsere Kriterien erfüllt. Es ist ein Neubau mit drei Wohnungen, von denen wir zwei zusammenlegen und selbst bewohnen würden, die dritte würden wir dann allerdings vermieten. Bewohnt, bzw vermietet war bisher keine der Wohnungen.

    Nun haben wir eine gute Bekannte, die die Wohnung evtl. nehmen würde und wir haben uns nun über den Mietpreis Gedanken gemacht. Und nun meine Frage:
    Wie ermittle ich denn die Nebenkosten?? Mir liegen ja noch keinerlei Daten über Verbrauch etc. vor...

    Wäre wirklich dankbar für Antworten!!
     
  2. AdMan

    Schau mal hier in diesem Ratgeber. Dort findet man viele Antworten!

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  3. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Auch hier lautet die Antwort, dass meine Glaskugel immer noch in der Reparatur ist. Trotz Androhung einer Milliardenklage wird sich das wohl noch so einige Jahrzehnte hinziehen, bis diese wieder funktionstüchtig ist.

    Aber womöglich kann als Ersatz der Taschnrechner dienen. Allerdings brauche ich da was zum Eintippen. Zum Beispiel die Wohnungsgröße. Auf den Quadratkilometer genau reicht.

    Welche Nebenkosten umgelegt werden sollen könnte möglicherweise noch eine Rolle spielen. Genauso wie die Art der Heizung und das Heizmedium.

    Kommt darauf an wie genau Du die Summe benötigst.
     
  4. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    :wink5: Jenna,

    auch wenn das jetzt sicherlich nicht die professionellste Antwort ist, aber guckt doch einfach nach vergleichbaren Wohnungen im Internet was die ungefähr an Nebenkostenvorauszahlungen von ihren potenziellen Mietern verlangen.

    Grob gesagt müsste das ja fast hinkommen, denn der größte Posten bei den Betriebskosten ist die Heizung und die ist unabhängig von der Gesamtwohnfläche des Hauses. Nur sollte Heizungsart, Wohungsgröße und evtl die Fenster stimmen um diesen Wert grob dafür hernehmen zu können.

    Alternativ: den Vorbesitzer mal fragen, was er für Kosten hatte und dann umrechnen auf die Wohnungsgrößen. Müsste auch grob hinkommen.


    Und spätestens nach einem Jahr, wenn du die Betriebskostenabrechnung für das ganze Haus selber erstellst, spätestens dann hast du genauere Werte die du für`s nächste Jahr dann ansetzen kannst ;)
     
  5. #4 lostcontrol, 09.02.2012
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    wieso ist die heizung unabhängig von der wohnfläche?

    @ Jenna:
    also ich hab das in einem ähnlichen fall so gemacht, dass ich mir die offizielle liste der umlegbaren betriebskosten vorgenommen habe und erstmal in 'ne excel-tabelle gepackt hab.
    dann hab ich stück für stück eingetragen, was ich wusste, einiges wirst ja auch du wissen, z.b. grundsteuer und versicherungen.
    die heizkosten sind natürlich wirklich schwer einzuschätzen, da würde ich mich erstmal am betriebskostenspiegel orientieren (google ist dein freund).
    kaminfeger kann man sich grob vom zuständigen kaminfeger sagen lassen.
    gartenarbeiten, winterdienst usw. - je nachdem was du vorhast, evtl. kostenvoranschlag machen lassen.
    müllgebühren kannst du auch beim zuständigen entsorger erfragen.
    usw.

    mein rat: lass auch die sachen, von denen du glaubst dass sie nicht anfallen werden auf der liste und trag halt 'ne null ein - besser es steht schon drauf, es hinterher dranzufügen wenn du was ändern willst ist schwierig.
    sachen wie aufzug kannst du natürlich weglassen, wenn es keinen gibt (es sei denn du hast vor irgendwann einen einzubauen).

    normalerweise sollte es möglich sein so auf einen vernünftigen wert zu kommen.

    ACHTUNG: lieber die vorauszahlung etwas zu hoch ansetzen! kein mieter ist jemals zum mieterschutzbund gerannt wenn er was zurückgekriegt hat - viele fangen aber schon wegen 5 euro nachzahlung ein theater an...

    grüssle
    loschdi
     
  6. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    :wink5:

    die Wohnfäche der Wohnung ist natürlich sehr wichtig, ansonsten kann man es ja nicht vergleichen bzw heranziehen. Die Heizung ist aber unabhängig von der Gesamtwohnfläche des Hauses.

    Das ist ja zB bei Müllgebühren, Versicherungen anders, da man da ja nur Anteilmässig entweder nach Wohnfläche oder Personen abrechnet und sowas steht ja nicht im Angebot drinen. Aber da der Hauptkostenpunkt die Heizung ist, ist das eher etwas vernachlässigbar, wenn man hier grob mal danach geht, was andere Vermieter so verlangen an NK.
     
  7. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    Ein Blick in den Energieausweis könnte bei der Einschätzung der Kosten ebnso hilfreich sein.
    Jobo
     
  8. #7 Christian, 09.02.2012
    Christian

    Christian Gesperrt

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    Hallo Jenna,

    es wurden ja schon sehr viele gute Tipps genannt.
    Allerdings ist (noch?) nicht klar, ob eure gute Bekannte eher eine Frostbeule ist oder auch mit 12 Grad im Wohnzimmer auskommt. Ist eure gute Bekannte eher Badewannennutzer oder sparsamer Katzenwäsche-Typ?
    Vielleicht ist sie bisher immer mit wenig Wasser ausgekommen, aber da sie ja jetzt in eine Wohnung mit Badewanne zieht, könnte sie vielleicht jeden zweiten Tag baden?

    So oder so: Man wird die Höhe der Betriebskosten NIE (in Zahlen: NIE) 100% ig vorhersehen können. Du weißt weder, wie viel Wasser deine Mieterin verbrauchen wird, noch weißt du, wie teuer das Wasser in einem halben Jahr ist.
    Daher würde ich empfehlen, einfach einen Betrag X festzulegen (im Optimalfall einigst du dich mit der Bekannten auf einen für beide Seiten akzeptablen Wert) und dann anch einem Jahr zu gucken, obs zu viel oder zu wenig war.

    Gruß,
    Christian
     
  9. #8 lostcontrol, 09.02.2012
    lostcontrol

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    ehrlich gesagt kann ich dir da nicht so ganz folgen... klar zahlt der mieter nur die heizkosten für "seine" wohnfläche, aber letztendlich muss er ja auch die grundgebühren, wartungskosten usw. für die heizungsanlage anteilig mitbezahlen, und die heizungsanlage ist ja immer abgestimmt auf die gesamtwohnfläche.
    ob sich letztendlich die heizkosten pro quadratmeter tatsächlich realistisch vergleichen lassen halte ich für fraglich, denn da muss man ja schon differenzieren um was für 'ne heizungsart es sich handelt usw. (ein ultramoderner gasbrennwertkessel verbraucht z.b. deutlich weniger als ein uraltes ölmonster aus den 70ern).

    weiss Jenna denn schon dass sie verbrauchsabhängig abrechnen muss über HKVs? es handelt sich ja um ein 3-parteien-haus wenn ich's recht verstanden habe, und auch wenn sie da 2 wohnungen selbst nutzt hat sie da nicht die vorteile wie beim 2-parteien-haus in dem eine partei der eigentümer selbst ist und ihr das erspart bliebe...

    bei müllgebühren (klassischerweise wohl eher nach personen abzurechnen) und versicherungen (üblicherweise nach wohnflächenanteil) ist das aber doch sehr viel einfacher die betriebskosten zu berechnen, das sind ja kosten die man im voraus kennt und bei denen es ziemlich egal ist wie kalt der winter wird etc.
    müllgebühren sind aber ohnehin ein sonderfall, da gibt's ja immer diverse möglichkeiten wie man das lösen kann (selbst wenn es nicht so ist wie bei uns, dass der entsorger da ohnehin mit dem mieter direkt abrechnet und das ohnehin nicht in den betriebskosten auftaucht) - da kommt halt viel drauf an ob nach leerung, nach menge (evtl. über chip) etc. abgerechnet wird und welche alternativen man hat, z.b. gemeinsame tonne usw.
    aber das können wir Jenna nicht beantworten, da wird sie sich bei ihrem entsorger selbst erkundigen müssen.

    wie gesagt: ich würde mal schauen was der betriebskostenspiegel dazu hergibt - da kriegt man ja auch den heizkostenanteil normalerweise getrennt ausgespuckt.
    aber eben unter der prämisse dass man schauen muss, um was für eine heizung es sich handelt - ich merk's am eigenen leib im privathaus wie sehr meine heizkosten mit dem neuen gasbrennwertkessel im vergleich zu früher mit dem alten ölmonster zurückgegangen sind.
    und natürlich spielt es auch eine rolle wie gut die fenster sind, wie gut das haus isoliert ist usw.

    vorhersagen wird man's aber so oder so nie können, denn abgesehen von der individuellen haus-situation spielt da, wie bereits erwähnt, auch die persönliche vorliebe des mieters 'ne grosse rolle. wer selbst bei -20°C draussen in seiner bude nackt rumhüpfen will hat natürlich höhere heizkosten als derjenige, der den warmen pulli auch zuhause anlässt.
     
  10. #9 lostcontrol, 09.02.2012
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    genau, spätestens bei der betriebskostenabrechnung sieht man ja was sache ist.

    ich find ja die wasserkosten auch immer extrem schwer einzuschätzen. wir hatten da so extrem unterschiedliche individuelle verbräuche über die jahre (zwischen 10 kubik und 140 kubik bei singles jahresverbrauch) dass ich da auch immer nur raten kann nicht auf die wasserzähler zu verzichten.
    am meisten wasser verbrauchen unserer erfahrung nach übrigens weibliche singles zwischen 20 und 40.
     
  11. Pharao

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    Hi,

    für einen groben Überblick reicht das allemal, wenn man aus dem Internet andere ähnliche & vergleichbare Wohnungen sich raussucht und guckst, was der Vertmieter an NK in dem Angebot ansetzt! Der größte Posten ist nunmal das heizen und nicht die Wartung oder igrendwelche Versicherungen, ect.

    Wenn man also eine ähnliche Wohnung im Internet gefunden hat, wo die Wohngröße ähnlich ist, die Heizungsart ähnlich ist und ggf auch die Fensterart ähnlich sind, dann kann man durchaus diese Nebenkosten die im Internet angegeben worden sind, nun benutzen um grob seine NK abschätzen zu können, wieviel man verlangen sollte.

    Is klar, nur wenn ich so garkeine Werte vom Vorbesitzer habe, dann nützt mir das Wissen um was für eine Heizungsanlage es sich genau handelt auch recht wenig. Oder steht bei dir drauf: ich verbrauche durchschnittlich 6 Liter Öl ?

    Das kann & soll jeder Vermieter machen wie er es für richtig hält. Sorry, aber das geht auch alles ggf über Wohnfläche und ist für den Vermieter wesentlich einfacher zu handhaben, gerade wenn`s mehere Mietparteien oder Mietobjekte sind.

    Im übrigen kann man hier auch so Argumentieren, um so größer die Wohnung, um so mehr Anteil muss man eben zahlen und im normal Fall bewohnen größere Wohnungen auch mehre Leute als eine kleine 30m2 Singlewohnung, oder ?

    Auch wenn man den Müll über Personen abrechnet, auch hier kann ich dagegen Argumentieren: der eine ist super Sparsam, der andere ist ein wahres Müllpruduziermonster. Letztlich gibt es kein super gerechtes Abrechnen, außer ich wiege jedes mal den Müll von jeden Mieter einzeln ab .....

    Es wird wohl schlecht möglich sein, das man vorab a´la Glaskugel schon weis, was am Ende für Kosten entstanden sind. Aber darum giehn`s hier ja auch nicht. Es giehn ja darum, das der Fragesteller so garkeine Ahnung hat was er nun an monatlichen NK-Vorauszahlungen verlangen sollte und da reicht ggf meine Methode völlig aus für den groben Überblick.

    Alternativ muss man ansonsten mal zum Vorbesitzer und sich alle wichtigen Daten des letzten Jahres geben lassen oder erraten .....
     
  12. #11 lostcontrol, 09.02.2012
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    also ich wär mir da nicht so sicher, dass man einfach die betriebskosten übernehmen kann, denn:
    die betriebskostenvorauszahlung wird üblicherweise in inseraten nicht bis ins detail erklärt, d.h. du kannst da im normalfall nicht rauslesen, wieviel davon die heizkosten sind.
    nur mal als beispiel: wir haben in den meisten wohnungen wohnungs-heizungen bei denen die mieter sich selbst um den energieträger kümmern müssen. trotzdem gibt's natürlich 'ne betriebskostenvorauszahlung. bei uns fällt sie nicht sonderlich hoch aus, weil's wirklich recht wenig posten sind die da anfallen, z.b. fallen bei uns auch keine müllgebühren an, da diese bei uns vom entsorger direkt beim mieter kassiert werden usw. aufzug gibt's auch nicht, auch keinen winterdienst, keine gartenpflege, keine putzkraft etc.
    das könnte aber alles in den betriebskosten bei einer anderen wohnung enthalten sein. hätten wir all diese posten mit drin wären die betriebskostenvorauszahlungen wesentlich höher und jemand der nicht bescheid weiss könnte annehmen dass da auch die heizkosten schon mit drin sind - allein so vom betrag her.

    kurz gesprochen: bei uns ist der grösste anteil in den betriebskosten das wasser. und zwar mit abstand.

    versicherungen, grundsteuer usw. sind ohnehin wohl kaum Jennas problem, denn wie gesagt: die zahlen diesbezüglich hat sie ja, das ist ja dann leicht auszurechnen wie gross der anteil des mieters ist.

    also wenn ich die inserate z.b. auf quoka so anschaue, dann sind es nur ganz wenige wohnungen, bei denen tatsächlich was über heizungsart, fensterart, dämmung usw. drin steht... könnte 'ne sisyphos-arbeit werden da was zu finden. am besten dann noch mit aufgeschlüsselten betriebskosten.
    aber gut, nachschauen kostet nichts. nur 'ne menge zeit...

    aber man könnte auch anders rangehen:
    als ich meine neue heizung einbauen liess, hab ich den heizungsbauer gefragt was er meint wie hoch die kosten liegen werden, und seine einschätzung war sehr nah an den späteren tatsächlichen zahlen.
    vielleicht einfach mal 'n heizungsbauer fragen? am besten den, der ohnhin die heizung betreut (wenn man's nicht vom voreigentümer erfährt: meist haben die ihren wartungs-aufkleber irgendwo hingepappt, da steht normalerweise auch 'ne telefonnummer drauf).

    nö, das steht bei mir natürlich auch nicht drauf. schon weil ich mit gas heize.
    aber es stehen technische daten drauf, und anhand derer kann man recht leicht auch im internet recherchieren wie hoch der verbrauch jährlich in etwa liegt. bei meinem brennwertkessel gibt's da jede menge entsprechende tabellen im netz, sogar mit verschiedenen durchschnittstemperaturen usw.

    leider nicht - wir haben ja die heizkostenverordnung. und bei Jenna handelt es sich ja nicht um einen der ausnahmefälle.

    nun ja - das sagt aber trotzdem nichts darüber aus wie hoch die heizkosten wohl sein werden.
    mehrere leute in einer wohnung bedeuten ja deswegen keine höheren heizkosten als wenn die wohnung von einem single bewohnt wird, im gegenteil (wenn man die körperwärme dazurechnet müssten die heizkosten sogar niedriger werden als beim single).
    auch was versicherungen, grundsteuer und ähnliche "kalten" betriebskosten angeht spielt es keine rolle wieviele leute die wohnung bewohnen, solche kosten legt man üblicherweise ja auch nach fläche und nicht nach personen um.
    der wasserverbrauch dagegen erhöht sich natürlich wesentlich wenn mehrere personen da wohnen, logisch. auch die müllgebühren dürften höher liegen (sofern überhaupt in den betriebskosten enthalten).

    das hängt doch vom bei Jenna angewandten abrechnungsprinzip ab, das wir nicht kennen. vielleicht muss sie sich ja - wie ich - garkeine gedanken darüber machen, weil der entsorger ohnehin direkt mit dem mieter abrechnet?
    oder vielleicht entscheidet sie sich ja für getrennte tonnen, um sich die abrechnung zu erleichtern?
    vielleicht wird auch tatsächlich (wie z.b. in karlsruhe) von den müllautos gewogen wieviel müll in der tonne ist?
    sprich: da können wir nur spekulieren. aber: auch hier sind konkrete zahlen und durchschnittsverbräuche problemlos vom jeweiligen entsorger abfragbar, also ist das auch nicht wirklich Jennas problem.

    nun ja, ich könnte ja jetzt mal hier 'ne liste veröffentlichen was wir so an betriebskostenvorauszahlungen für unterschiedliche wohnungen veranschlagen.
    um's gleich vorwegzunehmen, bei 4 wohnungen (45qm, 2x 55qm, 65qm) bei grob gesprochen zwischen 40 und 60 euro, die 60 euro bei den wohnungen, die von pärchen bewohnt werden.
    so, und jetzt? schön billig, gell? blöd nur dass da weder heizung noch müll noch putzkraft noch winterdienst noch gartenpflege noch aufzug noch tiefgarage noch kabelfernsehen noch xyz drin ist.
    verstehst du worauf ich rauswill?
    ich schreib in meine inserate deshalb auch immer ausdrücklich rein dass heizkosten extra gehen, ich will ja nicht dass sich jemand da falschen hoffnungen hingibt. und ich informiere jeden miet-interessenten ausführlich über die zusammensetzung und explizit darüber was eben nicht drin ist.

    naja, ist halt die frage ob das wirklich soviel bringt. bei den heizkosten sicher. aber ansonsten?
    beispiel gebäudeversicherung: da sie nicht mehr pflicht ist wie früher, könnte man theoretisch auch ganz drauf verzichten (ich hoffe mal niemand ist so wahnsinnig). wenn man sie aber abschliesst, dann hat man da 'ne riesenauswahl an varianten, angefangen mit einer ganz einfachen, günstigen, bis hin zu einer die leitungsschäden, glasbruch, vandalismus usw. mit abdeckt und wesentlich teurer ist.
    natürlich hast du recht wenn du sagst das ist normalerweise ein eher kleiner posten. aber was ist schon "normal"? ich würde z.b. nie im leben 'ne glasbruchversicherung abschliessen, das ist einfach nicht realistisch, denn wann hat man schon mal den fall? und zahlt die versicherung dann überhaupt? bei vandalismus z.b. nicht. auch nicht wenn der mieter den glasbruch verschuldet hat. auch nicht wenn du als vermieter den glasbruch verschuldet hast. was genau müsste passieren damit die versicherung zahlt? und wie hoch ist dann dein eigenanteil? sprich: das lohnt sich im normalfall eben NICHT.

    also ich denke Jenna wird sich halt die mühe machen müssen und die einzelnen positionen so genau wie möglich selbst ermitteln müssen. beim wasserverbrauch ist es absolut unmöglich das vorab abzuschätzen, deshalb setze ich da eigentlich immer den deutschen durchschnittswert von 35 kubik pro person und jahr an (der aber eigentlich immer daneben liegt).
    selbst die heizkosten sind leichter abzuschätzen, notfalls halt mit hilfe des profis (so teuer dürfte das nicht sein, für den profi ist das 'ne sache von ein paar minuten) oder eben indem man sich die entsprechenden infos mit hilfe der gerätedaten aus dem netz oder telefonisch direkt beim hersteller holt.

    selbstverständlich sollte man auch den energieausweis zurate ziehen - so er denn vorliegt und so es sich um einen bedarfsorientierten handelt (wobei hier wohl auch der verbrauchsorientierte zumindest ein bisschen helfen kann).
     
  13. #12 lostcontrol, 09.02.2012
    Zuletzt bearbeitet: 09.02.2012
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    @ Jenna:
    wollt ihr das haus dann beim bauamt entsprechend ummelden von einem 3-parteien-haus zu einem 2-parteien-haus?
    ich hab zwar keine ahnung ob und wieviel das kosten würde (grundbuchänderungen kosten ja normalerweise geld), aber ihr hättet dadurch den vorteil dass ihr in die sondersituation "2-parteien-haus in dem eine partei vom eigentümer selbst bewohnt wird" und kämt dann in den genuss, dass ihr so einiges auch anders machen könnt als es die heizkostenverordnung vorschreibt...
     
  14. #13 Papabär, 09.02.2012
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Da wird der glatt fragen: "Vor, während oder nachdem die Fenster eingebaut - bzw. das Dach gedeckt wurde?"
    Lt. TE handelt es sich um einen Neubau - vermutlich ein Erstbezug.

    Ein Blick in den örtl. Heizkostenspiegen könnte hilfreich sein. Ggf. tatsächlich mal nach vergleichbaren Inseraten schauen. Wem das zu kompliziert ist, der nehme so etwa 2,30 €/m². Für "meine Platten" komme ich mit diesem Richtwert gut hin - allerdings ohne Aufzug oder Concierge.
     
  15. #14 lostcontrol, 09.02.2012
    lostcontrol

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    hihi - da haste natürlich völlig recht. ich konnte den einbau von ein paar neuen fenstern auch direkt an meiner gasrechnung ablesen - hätt ich garnicht gedacht, erst recht nicht da es ja nicht alle fenster waren sondern nur einzelne.

    naja - in einer "platte" gibt's aber üblicherweise mehr als nur 3 wohnungen. ob das dann so vergleichbar ist?
    vor allem: wasserkosten sind EXTREM unterschiedlich, nicht nur die verbräuche. in münchen kostet wasser+abwasser doppelt so viel wie bei uns hier. dafür nehmen sie dort nichts fürs regenwasser auf versiegelten flächen (sprich: was in die kanalisation abgeleitet wird und nicht versickert) wie bei uns neuerdings.
    ich würde auf keinen fall einen allgemeinen betriebskostenwert pro quadratmeter nehmen - das ist einfach zu allgemein.
    aufzug? concierge? das sind normalerweise höhere kosten als versicherung und grundsteuer.

    ich würde Jenna wirklich empfehlen lieber die bekannten kosten herzunehmen und nur den rest zu schätzen.
    und es dürften wirklich die meisten kosten bekannt sein, auch wenn ihr das im moment nicht unbedingt klar ist.
    muss sie halt nachschauen was das bei ihr vor ort ausmacht, aber das muss sie doch eh, wenn sie selbst da auch wohnt.
    und die heizkosten: wie wär's mit dem mittelweg aus dem was der heizungsbauer meint, dem was im energiepass steht, dem was der versorger so veranschlagt und dem was in vergleichbaren anzeigen steht?

    bezüglich versorger: als ich im privathaus auf gas umgestellt hab, hat mir mein versorger garkeine wahl gelassen, die haben mir von sich aus gesagt was sie von mir als vorauszahlung haben wollen, da war auch nichts zu diskutieren (was ärgerlich war, da zu diesem zeitpunkt mehrere räume im haus garnicht geheizt habe). entsprechend hab ich hinterher natürlich auch mächtig geld zurückgekriegt (bzw. gutgeschrieben), aber ärgerlich fand ich das schon, dass die meinten besser zu wissen wieviel ich verbrauche ohne das haus und dessen nutzung genau zu kennen.

    bei öl ist das natürlich anders. aber mal ehrlich: was nutzt es dir zu wissen, wieviel öl du durchschnittlich pro jahr zum heizen brauchst, wenn du den preis garnicht kennst, den das öl hat dann wenn du es kaufen willst?
    kennen wir das nicht alle (also zumindest diejenigen die mit öl heizen) dass der preis extrem schwankt? dass es unheimlich drauf ankommt WANN du dein öl einkaufst? ich hab jahre erlebt, da hat der heizölpreis innerhalb von 2 monaten um 20 cent geschwankt. da fühlste dich manchmal wie an der börse.
    ich erleb das immer ganz extrem im einen mietshaus, wo jeder mieter seinen eigenen tank hat. würden die alle einzeln für sich öl bestellen (keine wohnung dort braucht mehr als 350 liter im jahr, und das ist dann wirklich mollig warm), sie würden sich totzahlen. wenn alle zusammen bestellen wird's natürlich deutlich billiger. wenn ich für die im gleichen haus auch vorhandene zentralheizung für die beiden gewerbe-einheiten öl auch gleich mitbestelle, wird der preis richtig gut. wenn der nachbar sich noch mit dranhängt lohnt sich's richtig, auch wenn das dann vom papierkram her ein bisschen komplizierter wird.

    dass die ölpreise so unheimlich schwanken war übrigens einer der gründe warum ich auf gas umgestellt hab (nicht der wichtigste, aber einer davon): weil mir das ganz fürchterlich auf den keks ging dass ich quasi täglich auf die heizölpreise schielen musste um den richtigen zeitpunkt zum tanken zu erwischen... jetzt komm ich zwar nicht billiger weg, hab aber den stress weg. bzw.: ich komm schon billiger weg, aber das liegt dran dass die neue heizung einfach besser ist, nicht daran dass gas billiger wäre (*LOL*).
     
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