Bodenbelag bei Auszug...

Dieses Thema im Forum "Ausstattung" wurde erstellt von angel9878, 28.02.2009.

  1. #1 angel9878, 28.02.2009
    angel9878

    angel9878 Neuer Benutzer

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    Hallo liebes Forum,

    Nachdem wir in unserer Mietwohnung 3 Jahre und 2 Monate wohnten und wir jetzt ins Eigentum ziehen, war gestern die Übergabe. Dabei gab es mit dem Vermieter wegen des Bodenbelages im Wohn-Essbereich Stress und Diskussionen. Im Korkboden ist ein längerer Kratzer, der vermutlich von einem Stuhlbein stammt. Der Korkboden ist mittlerweile ca. 15-18 Jahre alt und war bei unserem Einzug schon total stumpf und es befand sich augenscheinlich auch keine Versiegelung mehr darauf, was wir damals aber nicht im Übergabeprotokoll festgehalten haben, da wir damals mit Korkböden keine Erfahrung hatten. Ich habe dem Vermieter deshalb heute auch gesagt, dass der Boden schon lange hätte frisch versiegelt gehört, und das ein ordentlich versiegelter Boden auch nicht so kratzempfindlich sei. Nun will der Vermieter den Boden von einem Fachmann angucken lassen und ich habe so das Gefühl, er will auf unsere Kosten einen neuen Fussboden verlegen. Aber der Boden ist ja eh schon so alt und ich frage mich, ob ich dafür aufkommen muss, da ein Kratzer ja auch nur eine "Abnutzungsspur" ist. Wie ist denn bei so einem Boden der Zeitwert?
    Der Vermieter wollten nie Geld in die Wohnung stecken und hat immer nur widerwillig die kaputten Sachen bezahlt. Auch musste ich mit einer kaputten Herdplatte kochen, da der Vermieter es auch nach Aufforderung nicht nötig hatte, einen Elektriker zu schicken. Als einer der elektrischen Heizkörper und die Spülmaschine kaputt gingen, musste ich mir anhören, dass das alles nur bei uns kaputt geht. Uns wurde damals voll das schlechte Gewissen gemacht, obwohl wir ja gar nichts dafür konnten. Aber nach so langen Jahren darf ja auch mal was kaputt gehen.
    Wir waren immer sehr kulante Mieter und haben Kleinreparaturen selbst übernommen und teilweise kaputte Sachen gerichtet, die der Vermieter hätte machen müssen. Wir kommen uns jetzt total verarscht vor, da es scheint, der Vermieter wolle jetzt noch alles, was nicht 100%ig i.O. ist von uns erstattet haben.
    Auch hatten wir in einem Jahr eine regelrechte Mäuseplage (angefressene Tupperschüsseln, 13 gefangene Mäuse in 24 Stunden u.s.w.), wo wir uns auch nicht beklagt haben, da der Vermieter uns damals sagte, dass hin und wieder mal eine Maus drin wäre (ist ein altes Haus mit vielen undichten Stellen), können wir dafür nachträglich die Miete kürzen?
    Auch mit den Leuchtmitteln gab es Diskussionen... Bei Einzug haben wir mündlich mit dem Vermieter besprochen, dass er alle defekten Leuchtmittel ersetzt und wir dann wiederum bei Auszug kaputte Leuchtmittel ersetzen. Leider hat sich der Vermieter nicht an diese Absprache gehalten, sich aber heute darüber geärgert, dass soviele Lampen kaputt sind ( wir haben während unserer Zeit in der Wohnung sehr viele Leuchtmittel ersetzt) und ich sehe nicht ein, warum ich jetzt alle, die noch defekt sind, bezahlen soll... Gibt es da irgendwelche Richtlinien bei mündlich abgesprochenen Sachen?
    Ich bin jetzt total verärgert, da wir zu unserem Vermieter immer ein gutes Verhältnis (wenns nicht um die Wohnung ging) hatten. Auch kennen sich die Vermieter und die neuen Mieter und ich habe auch so das Gefühl, als hätte der Vermieter mit den neuen Mietern abgesprochen, das er uns noch so viel bezahlen lässt wie möglich...
    Oje, oje, was für ein langer Text....
    Ich hoffe, Ihr könnt mir helfen oder habt irgendwelche Ratschläge oder Tipps für mich.

    Vielen Dank schonmal
     
  2. AdMan

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  3. #2 lostcontrol, 28.02.2009
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    naja - ich würde 3 jahre und 2 monate nicht "so lange jahre" nennen...

    das ist keine leistung auf die ihr stolz sein könnt.
    genau dafür gibt's ja die kleinreparaturenklausel, und ich wüsste nicht, warum es etwas besonderes sein sollte, wenn man sich an seinen vertrag hält - das ist schlicht selbstverständlich.

    nachträglich miete mindern geht nicht.

    dazu ist der vermieter nicht verpflichtet. es steht nirgendwo, dass glühbirnen beim einzug vorhanden sein müssen. nicht mal fassungen müssen da sein.

    musst du auch nicht.

    nein. hast du unabhängige zeugen für die mündliche absprache?
    aber bedenke: wenn ihr mündlich abgesprochen habt, dass du beim auszug defekte glühbirnen ersetzt, dann wird der zeuge ja auch dies bezeugen.
    aber du willst ja wohl nicht ernsthaft wegen centbeträgen zoff anfangen?

    bitte achte auf eines:
    bei der wohnungsübergabe sollte genug licht da sein, damit man auch alles sieht.

    ansonsten ist das halt wie's meistens ist:
    der vermieter ist der meinung ihr habt den boden stärker abgenutzt als üblich. ihr seht das anders. hat denn überhaupt schon mal jemand einen fachmann gefragt ob man den kratzer nicht flicken kann?
    mein lieblings-bodenleger kann sowas, da wird der kratzer einfach mit einer halbflüssigen korkmasse ausgefüllt und das ganze wieder versiegelt, das siehst du hinterher nicht mehr und die aktion ist nicht sonderlich teuer...

    habt ihr bilder von der übergabe der wohnung an euch?

    p.s.: ich muss los, hab morgen wohnungsübergabe und muss noch baufassungen besorgen, damit der neumieter licht hat wenn er einzieht. die 10 euro für 6 oder 7 baufassungen mit glühbirnen nehme ich aus der portokasse...
     
  4. #3 angel9878, 02.03.2009
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    Da hab ich mich unverständlich ausgedrückt, die Wohnung wurde vor etwa 15-18 Jahren renoviert und sämtliche Beläge und Ausstattungen sind noch die Ersten...Das halt einer der Elektroheizungen und die Spülmaschine zufällig bei uns kaputt gingen, war halt blöd...wobei eine Spülmaschine, die soviele Jahre auf dem Buckel hat, das gibts wohl nicht so oft...

    wir haben (da mein Mann handwerklich einiges drauf hat) sehr viel selbst repariert, das unser ehemaliger VM sonst hätte vom Fachmann machen hätte lassen müssen, dass hat ihm einiges an Geld gespart. Und das waren viele Sachen, die uns als Mieter eig. nix angehen... Naja, blöd, wenn man so gutmütig ist...

    Ist halt ein tieferer Kratzer, der höchstwarscheinlich durch das Ziehen eines Stuhls verursacht wurde, auch haben wir Kinder, die den Kratzer ev. mit einem ihrer Spielzeuge verursacht haben könnte. Der Diskussionsgrund war halt der, das keine Versiegelung schon bei unserem Einzug drauf war und deshalb der Kratzer tiefer ist als wenn eine Versiegelung oder Lackschicht draufgewesen wäre...

    wär ja für uns völlig i.O., wenns denn so machbar ist... Muss ich dann die ganze Versiegelung auch bezahlen? Ich meine, die Reparatur des Kratzers zu bezahlen, wäre kein Thema, aber wenn der VM den Boden frisch versiegeln lässt, ist halt die Frage, was bleibt da an Kosten bei uns hängen? Ich bin auf jedenfall gespannt, was da noch kommt, die Wohnung war ja sonst in ordentlichem Zustand, es gab ja nicht wirklich groß was zu bemängeln...
     
  5. #4 lostcontrol, 02.03.2009
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    also bei dem alter ist der zeitwert gleich null.
    und sowas zu reparieren lohnt sich schon garnicht - das sagt dir auch jeder vernunftbegabte elektriker oder installateur. da ist die reparatur teurer als der neuerwerb (zumal diese geräte in den letzten 15 jahren um einiges billiger geworden sind).
    ich bin sicher da wird der ex-vermieter wenig chancen haben, von euch dafür noch geld einzufordern.

    naja - bei meinen schlechten erfahrungen mit angeblich handwerklich begabten mietern kann ich nur davon abraten, die mieter sowas überhaupt selbst machen zu lassen. mal ganz abgesehen vom versicherungsschutz, der wegfällt, wenn mieter sich z.b. an elektrik oder installationen selbst zu schaffen machen.
    ob das dem vermieter wirklich geld gespart hat, zeigt sich ohnehin erst im ernstfall.
    ich hab mich erst heute wieder fürchterlich geärgert, weil ich schon wieder geld in mietermurks stecken muss, der nicht nur scheisse aussieht, sondern uns mittlerweile mehr geld gekostet hat, als der fachmann, ders eben gleich richtig gemacht hätte.

    muss denn korkboden überhaupt versiegelt werden?
    und wenn, muss das regelmässig wiederholt werden? hat der vermieter sich darum gekümmert dass das durchgeführt wird?

    sorry, keine ahnung - ich hab mit korkböden null erfahrung.
    steht irgendwas in eurem mietvertrag bezüglich pflege des bodens?
    vielleicht bei den schönheitsreparaturen (in ehemaligen mustermietvertrag des bundesministeriums der justiz steht bezüglich böden etwas drin, aber ich weiss ja nicht was für einen vertrag ihr habt...).
     
  6. #5 angel9878, 02.03.2009
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    Ja, ein Korkboden wird wohl tatsächlich mit einer Lackschicht versiegelt und dies sollte wohl auch regelmässig wiederholt werden. Ich hab das bei meiner Freundin im neuen Haus gesehen, der Korkboden glänzt richtig und lässt sich super wischen, unserer dagegen war total stumpf und jedes Fleckchen hat sich richtig festgesetzt. Man spürte beim Wischen einen richtigen Widerstand und musste teilweise mit einer Bürste hartnäckigere Flecken wegbürsten. Ich denke auch, so ein Kratzer wäre nur halb so schlimm, wenn auf dem Boden eine Versiegelung drauf gewesen wäre. Da hätte es warscheinlich nur die Versiegelung erwischt. Hab bisher im I-net leider auch noch nix zum Zeitwert eines Korkbodens gefunden...
    Wie schon erwähnt, hat sich der VM die Jahre, in denen wir drin waren, nicht die Bohne um diese Wohnung gekümmert. Wenn was nicht i.O. war, mussten wir auch immer länger warten, bis was repariert wurde und das wurde auch nur widerwillig gemacht...

    Mein Mann ist Zimmermann und hat die schimmeligen Dachfenster gerichtet, die sonst hätten wohl ersetzt werden müssen (sind übrigens wegen falschem Heizungsstandort schimmelig gewesen und der Vormieter nicht vernünftig gelüftet hat. Ausserdem hat er Dachdämmung auf dem Dachboden verlegt, da der VM dies bei der Renovierung nicht ordentlich gemacht hat (fehlt teilweise ganz, auch die Folie zwischen Dämmung und Lattung fehlt schlicht...). Natürlich repariert mein Mann nix, wovon er nix versteht...(Elektro u.s.w.)

    Mal schaun, was noch auf uns zukommt...Ich bin jedenfalls froh, aus dieser zugigen pfuschigen Wohnung raus zu sein... Leider lässt man sich beim Besichtigen von Wohnungen oft vom ersten Eindruck täuschen und man merkt erst dann, dass man sich getäuscht hat. Beispiel Elektroheizung: Ist ja recht und schön, aber nur, wenn man nicht zum Dach oder jeder kleinen Ritze rausheizt... Nicht umsonst hatten unsere Vormieter und wir auch im Winter einen zusätzlichen Gasofen, da es bei Minusgraden ums Verrecken nicht wärmer wurde als 22 Grad und das bei Vollleistung der Heizung...Naja, einmal Miete und nie wieder!
     
Thema: Bodenbelag bei Auszug...
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