Bodenbelag zahlen? Wie würdet ihr rechnen?

Diskutiere Bodenbelag zahlen? Wie würdet ihr rechnen? im Mietvertrag über Gewerberäume Forum im Bereich Mieter- und Vermieterforum; Liebe Foristen, angenommen Mieter möchte Bodenbelag stellen und fragt ob Vermieter Verlegearbeiten zahlt (Kosten angenommen 2000€). Wie würdet ihr...

  1. veto

    veto Neuer Benutzer

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    Liebe Foristen,
    angenommen Mieter möchte Bodenbelag stellen und fragt ob Vermieter Verlegearbeiten zahlt (Kosten angenommen 2000€). Wie würdet ihr reagieren und in welchem Maß eine höhere Miete vorschlagen. Ein Vertrag über 5 Jahre läge zur Unterschrift bereit.

    Bin noch etwas ideenlos...
    Danke + gruß
     
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  3. AJ1900

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    Ich vermiete Wohnungen entweder mit Bodenbelag oder ohne. Klar, die Verlegearbeiten sind meistens das was Geld kostet, nicht das Material, insofern kann ich die Überlegung des Mieters schon verstehen.:lol
    Ist das ein Gewerbe, oder warum geht es da um den Vertragszeitraum?
     
  4. #3 Papabär, 04.01.2017
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Liebe(r) veto,

    einen allgemeingültig-pauschalen Rat kann man hier nicht geben. Bei einer Gewerbeeinheit, die mangels Nachfrage in den letzten 3 Jahren leer stand würde ich vermutlich anders reagieren, als bei einer Einheit mit viel Laufkundschaft, wo ich die Interessenten ggf. schon in Wartelisten kanalisieren muss.
    Die Art der Gewerbeeinheit (Büro/Praxis, Lager/Werkstatt, Ladengeschäft?) und des angedachten Bodenbelages wird eine solche Entscheidung ebenfalls beeinflussen. Dem sehnlichen Wunsch des Interessenten, die Lagerhalle mit angrenzender LKW-Laderampe doch mit einem Kaschmir-Langhaarteppich auszustatten, werde ich eher seltener nachkommen.
     
  5. veto

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    Hallo Aj1900, hallo Papabär,
    genau! es handelt sich um ein gut besuchtes Ladengeschäft. Vertragsverlängerung wird sicher stattfinden.(5Jahre). Der Bodenbelag wird in entsprechender Qualität gestellt.
    Von daher wollte ich dem Mieter zumindest einen Vorschlag unterbreiten, wenn ich die Kosten (2000€ fiktiv) übernehmen würde...
    Es ohne Gegenleistung zu zahlen halte ich in diesem Fall nicht für sinnvoll..
    Mein Gedanke wären entsprechend höhere Miete über 5 Jahre, wobei der Mieter länger bleiben sollte ...

    Gruß
    veto
     
  6. AJ1900

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    Wenn es sich lohnt, kann man das ja machen. Ist halt eine prinzipielle Frage. Wenn man schon anfängt dem Mieter vor MV. Abschluss Geld oder Sachleistungen anzubieten, ist das wohl nicht optimal. Auch stellt sich die Frage, wenn es dann am Ende wegen 1000€ für einen Bodenbelag scheitert, ist das dann der richtige Gewerbemieter?
    Schwer zu beantworten, ist wohl auch von der Nachfrage und Mietpreis usw. abhängig.
    Trotzdem auch einem nackten Gwerbemieter kannst du am ende nicht in die Tasche fassen, da hilft auch kein Jahrhundert Laufzeit.
     
  7. #6 lostcontrol, 04.01.2017
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    Ist der Boden denn überhaupt mitvermietet? Ansonsten würde ich (bzw. ich mach's in der Praxis auch nicht) da überhaupt nichts übernehmen bei einem Gewerbe.

    Und grundsätzlich schon garnicht die Verlegekosten - das ist nämlich (im Normalfall) der weit größere Posten als das Material, und wenn dann das Material Schrott ist darfste das nach ein paar Jahren wieder machen.

    Wir haben in unseren Gewerbeobjekten nichts drin was mitvermietet wird - weder Küchen (Teeküchen) noch Böden, noch Raumtrenner usw., sonst wären wir da ständig nur am hinterherhecheln und das auch noch bei gigantischen Ansprüchen wegen "Publikumswirksamkeit".
    Und das mit der höheren Miete ist so 'ne Sache für sich - hier bei uns stehen jede Menge Gewerberäume leer und unsere Kleinstadt steht damit nicht alleine da.
    Die Vermieter sind meist so drauf dass sie dem nächsten Gewerbemieter dann die Leerstandskosten wieder draufhauen wollen, der macht dann auch pleite usw...
    Wir vermieten da dann doch lieber etwas günstiger und haben dafür Mieter die lange bleiben - und sind in unserer ganzen "Marktstraße" auch die einzigen die im Ladengeschäft "schon" seit über 10 Jahren einen festen Mieter haben - alle anderen haben immer wieder Leerstand dazwischen und somit im Endeffekt weit weniger Gewinn gemacht, trotz immens hoher Mieten.
     
  8. #7 Anhalter, 04.01.2017
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    Meine hier irgendwo mal den Rat gelesen zu haben das andersrum zu handhaben: Du kaufst das Material, Mieter lässt es fachmännisch verlegen. Dann kannst du nämlich erstmal mit über die Qualität entscheiden und außerdem ist danach der Boden deiner, sollte sich der Mieter entschließen in 6 Monaten wieder auszuziehen ist das dann sein Problem.
     
  9. Andres

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    Ablehnen, und zwar auf dieser Basis:
    Wenn der Mieter den Bodenbelag mitmieten will, kann man darüber reden - kein Problem. Dann habe aber ich den Finger auf dem gesamten Vorgang und die Miete liegt - soweit durchsetzbar - höher, denn jetzt bin ich für den Boden verantwortlich. Bei der Materialauswahl darf der Mieter gerne Wünsche äußern, die endgültige Auswahl treffe ich.

    Wenn der Mieter das nicht will, muss er eben selbst ran. Auch das ist kein Problem und beim Auszug reden wir dann darüber, was mit dem Boden passiert (Rückbau/Ablöse).

    Teilt man die Arbeiten auf, beschuldigen sich am Ende beide gegenseitig, dass der Pfusch des jeweils anderen Mangel X verursacht hätte. Wem nützt das?
     
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  10. #9 Papabär, 04.01.2017
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    Wenn möglich würde ich immer versuchen, die Ausstattung so spartanisch wie möglich zu halten (halt so wie von lostcontrol beschrieben). Natürlich hatten wir auch schon Fälle, wo man für eine solche Einheit dann einfach keine ernsthaften Interessenten gefunden hat ohne mit dem Mietpreis deutlich unter das Wohnungsniveau zu gehen. Dann werden auch mal ein paar Euronen investiert ... wobei je nach Größe/Schnitt der Einheit der Bodenbelag da eher als letztes in Betracht kommt. Wenn der dann irgendwann abgenutzt ist und erneuert werden soll (was ja schon mal 1-3 Tage dauern kann) dann steht der Vermieter sonst u. U. noch für die entgangenen Einnahmen gerade, weil das Geschäft in dieser Zeit ja nicht geöffnet werden kann.
     
  11. #10 BHShuber, 04.01.2017
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    Hallo,

    riguros ablehnen, das geht nicht gut.

    Entweder stellst du den Boden und die Verlegearbeiten oder der Mieter soll das tun.

    Warum, ich gehe jede Wette ein, bei Mietende möchte der Mieter seinen Boden mitnehmen, raus reissen, ja nicht dem Vermieter überlassen und schon beginnt der Ärger!

    Entweder oder, mach dir das Leben leichter und lehne es ab die Kosten für die Verlegung zu übernehmen, wenn der Mieter einen neuen Boden haben möchte dann soll er sich einen rein machen lassen, allerdings, nach Mietende den vorherigen Zustand wieder herstellen.

    Gruß
    BHShuber
     
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  12. veto

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    Vielen Dank für eure Antworten! Nach dem nächsten Gespräch mit dem Mieter werde ich einschätzen müssen ob ich hier ablehne oder dann zusätzlich das Material zahle und entsprechend die Miete gestalte.
     
  13. #12 BHShuber, 04.01.2017
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    Hallo,

    lieber alles machen lassen, den Mieter davon ausnehmen und die Miete entsprechend anpassen, das spart Zeit, Geld und Nerven, sowie Ärger.

    Gruß
    BHShuber
     
  14. #13 lostcontrol, 04.01.2017
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    Wohlgemerkt: Das gilt nur für die Gewerbeeinheiten. Wohnungen vermieten wir nur noch mit Bodenbelag.
    Die letzten Male als jemand unbedingt was neues auf seine Kosten reinlegen wollte und wir das genehmigt haben, gab's nichts als Ärger und zusätzliche Kosten für uns. Von ohne Genehmigung abgesägten Türen will ich garnicht erst anfangen...

    Das Probem beim Gewerbe ist in meinen Augen, dass jeder Gewerbemieter gerne einen neuen Bodenbelag hätte (selbst wenn der alte noch "pfenniggut" ist), neue Raumteiler, eine neue Teeküche usw. - eben wegen der Publikumswirksamkeit. Und so schnell wie in deutschen Kleinstädten die Mieter von Ladengeschäften wechseln, kannst Du dann alle paar Jahre neue Böden legen.

    Klar, es kommt natürlich auch immer drauf an was für ein Gewerbe und ob Ladengeschäft oder Büro. Aber selbst in unserer Arztpraxis haben wir keinen Bodenbelag mitvermietet. Erst als die Räumlichkeiten dann wieder in Wohnraum umgewandet wurden haben wir selbst das übernommen.

    Interessanter Aspekt - klar, auch sowas ist möglich.

    Und dann muss im Gewerbe so ein Boden auch häufiger neu gemacht werden als in Wohnungen - auch dann wenn man schon entsprechend darauf ausgerichteten Bodenbelag nimmt (der - nur mal am Rande - auch gleich deutlich teurer ist).

    Das ging mir auch spontan durch den Kopf - kennen tu ich das zum Glück aber nur von den schlechten Erfahrungen in den Wohnungen.

    Das mit dem vorherigen Zustand ist im Normalfall ja garnicht machbar - weder in Wohnungen noch im Gewerbe. Man kann natürlich von Anfang an klarstellen dass man das möchte und dann beim Auszug entscheiden ob man drauf bestehen will oder nicht. Vielleicht ist der Gewerbemieter ja auch schon nach 'nem knappen Jahr pleite und der Boden wie neu (und neutral genug dass ihn vielleicht jemand anderes übernehmen könnte). Ich weiss, das klingt ultra-pessimistisch, aber wenn ich sehe wieviele hier nach so kurzer Zeit schon wieder aufgeben...
     
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  15. Pitty

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    Wo liegt denn das Objekt, wie groß ist es und was zahlt er an Miete? Was ist das für ein Gewerbe?
     
  16. Nanne

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    Ich würde auch rigoros ablenen.
     
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  17. GJH27

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    :059sonst: Du hast nen Pickel auf der Nase! :127:
     
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  18. Nanne

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    War nur eine kleine Revanche für verbraten- Shuber meinte es würde" verbrätst" heissen.

    Jedem seinen Pickel auf die Nase:unsicher014:
     
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  19. GJH27

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    KIN-
    DER-
    GAR-
    TEN
    !!!
    :011sonst:
     
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  20. dots

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    Georg, ich bin früher gerne in den Kindergarten gegangen. Du nicht? ;-)

    Ich verstehe ja, dass es nervt, wenn es zu viel wird.
    Aber bisher war es noch nicht zu viel - finde ich.
     
  21. #20 GJH27, 04.01.2017
    Zuletzt bearbeitet: 04.01.2017
    GJH27

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    Das schon, ist aber schon a weng her und alles im Leben hat seine Zeit...
    Sehnse, da sind wir uns grad mal nicht einig: diese ewige Rechtschreib-Beckmesserei bei absolut jeder sich auch nur halbwegs (vermeintlich) bietenden Gelegenheit hat inzwischen in keinster Weise mehr irgendeinen Reiz der Neuheit. Meine Meinung. :91:
    Ist ja nicht so, dass ich irgendwelchen Flachsereien grundsätzlich abgeneigt wär - ganz im Gegentum! :005sonst:



    PS: natürlich dreht sich auch mir bei einigen hier vorgebrachten radebrechenden Stammeleien, die nur höchst geringfügig was mit der allgemein praktizierten Schriftfassung der deutschen Sprache zu tun haben, der Sprachmagen um, aber wenn man da erklären muss, braucht man's gar nicht zu erklären versuchen. Und wenn man überhaupt nicht versteht, was da geschrieben werden wollte, kann man ja entweder nachfragen oder beschäftigt sich gar nicht damit.
     
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