Böden in Mietwohnungen

Dieses Thema im Forum "Ausstattung" wurde erstellt von hatschi, 03.06.2008.

  1. #1 hatschi, 03.06.2008
    hatschi

    hatschi Benutzer

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    Nachdem in einem anderen Thread das Thema aufkam, habe ich jetzt hier mal einen Platz zum Austausch angefangen.
    Ich schreibe auch noch was dazu, aber jetzt muss ich mal weg.

    Bis später

    Nina
     
  2. AdMan

    Schau mal hier in diesem Ratgeber. Dort findet man viele Antworten!

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  3. #2 lostcontrol, 03.06.2008
    lostcontrol

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    hab's auch gefunden.

    also dann mal hier meine frage:
    mittlerweile vermieten ja viele ohne bodenbeläge.
    was habt ihr denn da so für erfahrungen gemacht?
     
  4. #3 hatschi, 04.06.2008
    hatschi

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    So, jetzt komme ich auch endlich dazu Dir zu antworten. Ich bin ja noch relativ neu im "Geschäft" und so richtig drin bin ich ja auch nicht. (Kurzfassung: Mein Onkel ist überraschend Vermieter eines älteren Mehrfamilienhauses geworden. Ich erledige seit Jahren den Papierkram für ihn und somit kommt das Haus jetzt erstmal noch dazu. Also: Alle Arbeit, keine Entscheidungsfreiheit :party)

    Dadurch, dass das Haus schon etwas älter ist (Ende der vierziger glaub ich), gibt es dort Mieter die schon ewig darin wohnen und solche, die erst vor kurzem eingezogen sind.
    Alle Wohnungen sind somit unterschiedlich ausgestattet. Ich bekomme also gerade einen ganz guten Überblick, was alles geht und was man besser lassen sollte.
    Hier mein Fazit:

    • Teppichböden: NIE wieder. Kaum ein Mieter möchte heute noch einen gebrauchten Teppich in der Wohnung haben. Und das kann ich schon rein aus hygienischen Gründen sehr gut verstehen. Reinigung hin oder her! Außerdem gibt das immer wieder Ärger, was denn jetzt eine "normale Abnutzung" ist.
    • Laminat/Parkett: Kritisch! Einerseits erreicht man so eine Mieterklientel, die auch bereit ist ein paar Euronen mehr zu zahlen. Andererseits muss man Laminat (und auch Parkett) auf eine bestimmte Art und Weise pflegen. Bei Klicklaminat und auch bei verleimtem darf z.B. nicht zu nass gewischt werden. Sonst quellen schon nach wenigen Monaten (aktuell: 4 Monate) die Stoßkanten auf. Ist es eventuell eine Alternative, dem Mieter einen Zuschuss anzubieten, gekoppelt mit der Vereinbarung, dass das Laminat ihm gehört?
    • Fliesen: Es steht aktuell bei uns zur Debatte, wann mitvermietete Fliesen ausgetauscht werden müssen. Dazu später mehr. Grundsätzlich ja sehr haltbar, aber recht teuer (und wer weiß, ob weiße Fliesen in zehn Jahren noch "in" sind). Außerdem: Fliesen in der ganzen Wohnung? Wie ungemütlich!
    • PVC: Finde ich persönlich eher grauenhaft! Die meisten Mieter werden das wohl eher mit Teppich abdecken wollen. Und dann kann man sich die Investition gleich sparen.

    Wenn es nach mir geht, wird künftig "ohne alles" vermietet. Es gibt einen Betonboden, der in den meisten Wohnungen ungestrichen ist. Das würde ich bei Neuvermietungen gerne nachholen und alle Böden mit weißer Betonfarbe streichen lassen. Das müsste dann doch als "tragfähiger Untergrund" gelten, oder? Theoretisch könnte man dann auch direkt darauf wohnen.

    Aber nochmal zu den Fliesen: In einer seit etwa 5 Jahren vermieteten Wohnung liegen in Teilen der Wohnräume (ca. 50 %) Fliesen. Ich habe bisher nicht herausbekommen, wann diese verlegt wurden. (Aber in irgendeiner Kiste im 90 m²-Keller wird sich die Rechnung schon finden...). Der Farbe nach zu urteilen (Braun, braun und nochmal braun und ein kleines bisschen beige...), würde ich mal auf die 70er tippen. An einigen Stellen sind die Fugen gerissen bzw. ausgebrochen. Die Fliesen weisen z.T. kleinere Abplatzer aus. Jetzt befürchtet mein Onkel, dass der Mieter (wie bei einem mitvermieteten Teppich) nach einer gewissen Frist Anspruch auf eine Erneuerung hat. Der Mieter hat bisher nichts gesagt. Ich habe das lediglich bei einer "Bestandsaufnahme" (ich hatte das Haus zuletzt als Kind gesehen) bemerkt.

    Viele Grüße
     
  5. Capo

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    Meine Meinung/Erfahrung:
    PVC: mein persönlicher Favorit. Schrecklich? Nein -Den gibt's auch in Laminatoptik.
    die Investition sparen, weil Teppich rein kommt? Jupp und dann zieht der Mieter aus und nimmt den Teppich mit. Weil der Mieter machen durfte, was er konnte (oder nicht konnte) ziert den neuen PVC wunderbare Restklebestreifen. Der Teppich ist draussen.

    Fliesen: Teuer und schwierig zu handhaben. (Außer bei Fußbodenheizung ;) )
    Teppich: Never! Entweder zu dreckig oder zu blau oder zu braun oder zu dunkel oder hell.
    Nackig: Wenn das umfeld stimmt, kann man darüber nachdenken. Man sollte sich jedoch bewußt machen, dass man nackig vermietet und einem "naggischen" Menschen kann man nicht in die Tasche greifen... Soll heißen: Die Wohnung ist schwer vermietbar und die interessierten werden uU sogar auf diesem Boden leben. Damit ist eine Estrichsanierung notwendig... evtl ... vielleicht ...

    Ich würde den PVC empfehlen aus 2 Gründen:
    1. Schutz für den Boden
    2. Die beabsichtige Verklebung von Teppich kann man im MV unterbinden (Verbindung zum Gebäude)
     
  6. #5 lostcontrol, 05.06.2008
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    es ist zum mäusemelken!
    jetzt hab ich grad das zweite mal (gesten schon mal) einen elends-langen artikel zu den verschiedenen materialien verfasst und als ich's abschicken wollte, war ich nicht mehr angemeldet....
    zurückbrowsen ging nich, alles wech.
    hätt ich's nur gespeichert vorm abschicken! wo's mir doch gestern schon so ging!

    sorry, aber vielleicht hab ich später nomma den nerv für 'nen versuch...

    *wein*
     
  7. #6 hatschi, 05.06.2008
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    Sorry Capo, entweder ich steh aufm Schlauch oder Du wolltest was anderes sagen: Wenn ich keinen PVC-Boden habe, auf welchem befinden sich dann die Restklebestreifen? :?


    Ist das vielleicht eine Frage der Region? Fast alle Bekannte, die in Mietwohnungen wohnen sind dort "naggisch" eingezogen, soll heißen haben selber für den Bodenbelag gesorgt.


    Stimmt, kommt aber doch stark auf den Zustand an. In unserem Fall würde ein neuer Anstrich reichen.

    Meine Anfängerfragen sind oben vielleicht untergegangen, aber ich wiederhole sie gerne: :]

    1. Ist es eventuell eine Alternative, dem Mieter einen Zuschuss anzubieten, gekoppelt mit der Vereinbarung, dass das Laminat ihm gehört? Wie schaut das denn dann im Streitfall aus? Z.B. Wenn der Mieter doch keinen Boden verlegt oder ihn nachher nicht entfernen will. Oder mit was für Querelen ich sonst noch rechnen muss. (Ich weiß: Vor Gericht und auf hoher See..., aber Ihr macht das ja nicht erst seit gestern!)

    2. Gibt es ähnlich wie bei Teppichböden auch für Fliesen Richtlinien für Austauschintervalle?


    @Lostcontrol: Darf ich Dir für derartige Gelegenheiten einen meiner Lieblingssmilies ans Herz legen: :error
     
  8. Jerry

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    So ist es - ich kenne das an sich auch nur so - ausser bei sehr hochwertigen Wohnungen, wo dann geeigneter Bodenbelag drin ist und i.d.R. auch dem Geschmack der angesprochenen Clientele entspricht. Dann reden wir aber eben schon mindestens von Parkett oder Fliesen, evtl. noch gut verarbeitetes (= teures) Laminat. Ich hatte zu meiner "Mieterzeit" mal exakt eine Bude die incl. Teppichboden vermietet war - eine verzichtbare Erfahrung, ehrlich!

    Der SuperGAU früher war sicherlich die Unart, Teppiche mit Gummirücken flächig auf dem Estrich zu verkleben. Gut wenn der Mieter dort min. die nächsten 20 Jahre verbringt, in allen anderen Fällen eklig weil der Kleber zusammen mit den Gummiresten nur mit Maschineneinsatz zu entfernen ist... das kommt einer Estichsanierung in der Tat nahe... (ja, okay, könnte schlimmer sein: Estrich rausklopfen und neu legen lassen... *schauder*)

    Wenn Du einen Zuschuss gewähren willst (würd ich extrem stark von der Art der Wohnung und dem Auftreten des Mieters abhängig machen), dann immer den Mieter in Vorleistung gehen lassen und erst nach Vorlage der Rechnung und Abnahme der fachgerechten Verarbeitung erstatten. Das hat sich bei uns bewährt. Die begrenzte Zeit der Vorleistung kriegen die meisten Mieter überbrückt und diejenigen, die auf Laminat gehen, wissen meist ungefähr, was sie da tun. Wenn mit Zuschuss, bleibt der Belag aber normalerweise dann auch drin. Zuschuss für Teppichböden? No way... das ist echtes "Verbrauchsmaterial"...

    Das Austauschintervall für Bodenfliesen definiert sich über Unfall-/Verletzungsgefahr und den "in-diesem-Zustand-mietet-das-keiner-mehr"-Effekt. Selbst Fliesenböden/Wandfliesen im 70er-Jahre-Horrorfarbton lassen sich heutzutage noch vermieten - die besseren Mieterträge bringen aber natürlich Wohnungen mit halbwegs "geschmacksneutralen" oder eben modernen Verfliesungen. Aufwand und Ertrag müssen aber im Verhältnis stehen. Was nicht kaputt ist, muss auch nicht zwangsläufig erneuert werden.

    > 30 Jahre würde ich allerdings auch im Hinblick auf Werterhaltung und wahrscheinlich dringend notwendige Arbeiten an der Hausinstallation (Strom, Wasser etc.) über eine Sanierung nachdenken.

    Gruß

    Jerry
     
  9. #8 lostcontrol, 05.06.2008
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    hey jerry :-)
    hatte dich schon vermisst, freut mich dich wieder zu lesen!
    haben dich deine mieter so in atem gehalten?

    also das hab ich schon beim ersten lesen nicht kapiert:
    wenn man dem mieter einen zuschuss anbietet, warum sollte man dann mit ihm vereinbaren dass es ihm gehört? und dass er es entfernen soll?
    verständlicher wär für mich dass man als vermieter dann sagt "ich hab einen teil bezahlt, abzüglich der abnutzung gehört das jetzt mir".

    mit einer ähnlichen regelung hatten wir aber mal massive probleme: trotz zusage das (von uns bezahlte) material fachgerecht zu verlegen, war das derart murksig gemacht, dass wir nach 1,5 jahren (die mieterin musste ausziehen, weil sie sich die wohnung nicht mehr leisten konnte) die wahl hatten zwischen kostenintensiv überarbeiten lassen oder rausreissen...

    ach ja, von wegen regionales nackt-vermieten:
    hier (schwabenländle, grossraum stuttgart) ist das absolut unüblich ohne boden zu vermieten. und ich denke mieter denen man eine wohnung ohne boden hierzulande anbieten würde, wären ziemlich geschockt.
    erste frage wäre dann immer "aber der boden, der kommt schon noch rein?"
    während meiner freiburger zeit (zwischen schwaben- und badener land liegen auch sonst welten) hab ich das allerdings zu meiner grossen überraschung ein paar mal bei freunden mitbekommen, dass die ohne boden angemietet haben. das schien sie auch nicht weiter zu überraschen dass das so gemacht wird...
     
  10. Jerry

    Jerry Erfahrener Benutzer

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    Hi - danke für das nette "welcome back" - nein, ich hatte andere Themen, die mich beschäftigt haben, passt nicht hierher und ist auch nicht schön...

    Aber schön, dass ich vermisst wurde ;)

    Ungefähr das Verständnisproblem hatte ich auch - die ganze Sache mit Zuschuss macht nur Sinn, wenn es ordnungsgemäß gemacht wird und im Eigentum des Vermieters verbleibt - ansonsten ließe sich der Zuschuss auch steuerlich gar nicht sinnvoll verarbeiten.

    Deswegen gibt's bei uns die Auszahlung eines Zuschusses erst _nach_ Vorlage der Rechnung und Kontrolle, dass es ordentlich gemacht wurde. Das schützt uns nicht davor, dass der Bodenbelag anschließend unsachgemäß behandelt oder verwohnt wird, aber das Geld ist zumindest nicht zum Zeitpunkt der Auszahlung selbst schon ein Fall für den Schornstein.

    Nunja, hier im "Pott" ist's halt wirklich so, dass insb. die großen Wohnungsbaugesellschaften das "Nacktvermieten" (überwiegend sogar ohne jegliche Wandbeläge - 'ne halbwegs ordentliche Zimmerdecke ist das einzig gewährleistete) derart etabliert haben, dass sich eigentlich jeder Mieter im klaren ist, vor Einzug tapezieren (im Bestfall nur streichen, dann hat's aber auch "nur" Rauhfaser) und Bodenbeläge einbringen zu müssen. Es gibt auch noch recht viel Dielenboden, der oft nicht mehr besonders toll für Abschleifen o.ä. geeignet ist. Wo Fliesen, Parkett oder Laminat in guter Qualität liegen, ist das natürlich anders, aber da sieht dann auch das generelle Preisgefälle pro qm anders aus.

    Übrigens - weil's genannt wurde - kann PVC eine feine Sache sein, muss es aber nicht. Die meisten Leute die ich kenne haben ihre Vorbehalte gegen PVC. Mit flächig (und fachgerecht) verlegtem Linoleum sieht's anders aus, das ist aber auch erheblich teurer als Baumarkt-PVC...

    Gruß

    Jerry
     
  11. #10 lostcontrol, 06.06.2008
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    beim PVC isses ganz wichtig, dass es a) 'ne gute qualität ist und b) dass es vom fachmann verlegt und VERSCHWEISST wird. so bietet es einen optimalen schutz des eigentlichen bodens, auch gegen grössere wassermengen.
    vorteil an PVC ist definitiv auch, dass es nur minimal aufträgt, d.h. man muss keine türen absägen oder ähnliches.
    zudem kann der mieter dann selbst was oben drauf legen wenn's ihm nicht gefällt (aber bitte, bitte NICHT mit dem PVC verkleben!).

    gestern sagte mir allerdings 'ne potentielle mieterin dass sie mit PVC-belag nicht mieten würde, weil der schadstoffe ausdünsten würde. werde mich mal schlau machen ob das nicht nur ein problem minderer qualität ist.
     
  12. #11 hatschi, 06.06.2008
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    OK, dann will ich mal versuchen Euch meinen, vielleicht zu naiven, Gedankengang zu erklären.

    Ausgangspunkt ist die "naggische" Vermietung. Sprich: Ich will nichts mit dem Boden zu tun haben.
    ABER: Jetzt habe ich einen (oder mehrere) Interessenten, die ich auch gerne nehmen würde, aber die wollen nur mit Boden (i.d.R. dann wohl Laminat) mieten.

    Hier wäre meine Überlegung jetzt zu sagen: OK, vermietet wird ohne Laminat, aber ich gebe Euch was zum Laminat dazu.

    War das so weit nachvollziehbar? Von der steuerlichen Seite mal abgesehen.

    Die nächste Überlegung war: Was passiert beim Auszug?
    Ich will ja immer noch "naggisch" vermieten. Wenn ich vereinbare, dass das Laminat drin bleiben muss, muss ich ja mit Laminat an den nächsten vermieten. Oder habe ich da was falsch verstanden? Ich hatte das so behalten, dass wenn Boden drin ist bei Anmietung, dieser dann als mitvermietet gilt. Oder kann man das wirksam ausschließen?

    @Jerry: Eine Komplettsanierung scheint zum Glück nicht nötig. Das Haus und seine Installationen sind auf nem ganz guten Stand. Es ist immer regelmäßig in die Instandhaltung investiert worden. Nicht übermäßig, da die Wohnungen eher im mittleren Preissegment liegen. Aber vor 15 Jahren wurden z.B. die Elektrik auf Vordermann gebracht. Das sagen zumindest die Unterlagen. Ich werde nochmal mit den dienstältesten Mietern sprechen, was genau in welcher Wohnung gemacht wurde. Vor fünf Jahren sind neue Fenster reingekommen.

    Ach ja: Nochmal die Austauschintervalle. Also für Fliesen gibt es also keine. Die muss man nur austauschen, wenn sie kaputt sind.
    Wie schaut's denn mit Teppich aus? Hat der Mieter während seiner Mietzeit denn nun wirklich einen Anspruch auf einen neuen? (Für Badewannen habe ich eine Aussage dazu gefunden, aber bei Teppich find ich nichts. Oder ich bin im Moment zu unkonzentriert. Sorry)

    Jetzt hab ich schon soooo viel gelernt, aber die Fragen werden immer mehr...
     
  13. #12 lostcontrol, 06.06.2008
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    du kannst natürlich für den boden auch 'nen abschlag verlangen.
    is nur dann blöd, wenn der mieter ihn nicht haben will...

    es gibt festgelegte austauschintervalle für badewannen?
    *schockiertguck*
    wo kann man das nachlesen?
     
  14. Capo

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    @losti ;)
    Die ausdünstungen sind der vor 30-40 Jahren verwendete Weichmacher (also Lösungsmittel). Inzwischen sollte auch klar sein, dass sich die Zeiten geändert haben und Lösungsmittel (auch schnüffelstoff genannt :D) im Wohnbereich weder verkaufbar noch lohnenswert sind.
    Ob die anderen Weichmacher nun besser sind, wird abzuwarten sein. Ebenso ist es nicht sicher, dass weder die Kleidung noch andere Chemie am Körper diesen "gefährlichen" Stoff enthält.
    PVC als solches gibt es nicht mehr. Linoleum ist das neudeutsche Wort dafür und schon der Name soll eine deutliche Abgrenzung zur verteufelten Chemie zeigen.

    Mit anderen Worten: Die Zeiten, in denen der PVC-Belag (nennen wir ihn so fälschlicherweise) ausdünstet ist vorbei. Kennt noch jemand die wunderbaren PVC Fliesen (60x60cm) nach 30 Jahren ist der Weichmacher weg. Dann sind die so schön porös und lösen sich auf...
    Auch mindere qualität sollte das Lösungsmittel nicht haben. (turnschuhe beinhalten mehr Lösungsmittel)

    @ all
    ein Ausgleichsbetrag würde ich nicht wählen (das wird bei einzug noch früh genug fällig; zB wenn mal ein Eimer Farbe zur Bestechung erhalten muss).
    Das Laminat liegt (unfachmännisch) drin und der Mieter läßt es drin. Der nächste Mieter hat dann tausend Fragen: Welcher Belag ist drunter (wegen Allergie), wann wurde der gelegt, diese Brett ist schief geschnitten - kann man das austauschen).
    umgekehrt ist es auch nicht einfacher. Der Mieter zieht aus und nimmt das Laminat mit. Der Nachmieter wollte aber die Wohnung nur mit Laminat. Wem gehört das nun? Was ist mehr wert? die unfachmännische Arbeitslohn oder das Material? Mieter richten sich ihre Wohnung gerne gehoben aus und manche vergessen dann auch, dass das Laminat ihnen gehört. wichtig: Wenn es für ds eigene Geld und die eigene Wohnung ist, wird es nunmal besser behandelt und die Mieter wohnen länger...

    Die Klebestreifen sind auf dem Estrich und nach ein paar Jahren Einwirkzeit geht der mit dem Teppich mit auf die Reise...
    Jeder Vermieter von Altbauwohnungen kann sich glücklich schätzen. holzdielen abschleifen, versiegeln lassen und Ruhe ist. (Von der unbestechlichen Optik mal abgesehen)
     
  15. #14 Eddy Edwards, 07.06.2008
    Eddy Edwards

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    das würde mich auch noch interessieren. Davon hab ich auch noch nix gefunden.

    Gibt es auch einen festgelegten Interval zum Wechseln des Wassers in der Wanne? :? (Neee, späßle)
     
  16. Capo

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    Die austauschintervalle gibt es für alles, das man in eine wohnung einbauen kann. Die liste dazu nennt man Versicherungstabelle.
    Ursprünglich als Wertermittlung von Versicherungsgegenständen (Hausrat etc) gedacht, hat diese Liste es nun zu den Gerichten geschafft.
    Beispiel:
    Was ist ein Teppich nach 15 Jahren noch wert? Nix, weil die Lebensdauer abgelaufen ist.

    Habe diese Tabelle auch schon im Netz gesucht, weil sie auch die Lebensdauer von Bauteilen angibt (Fenster, etc) und so die Instandhaltung wunderbar geplant werden kann. Leider ist die Liste ein sehr gut gehütetes Geheimnis.
    Wenn diese Liste also jemand im Netz findet, nur zu... Ich stelle sie gerne hier online...
     
  17. #16 lostcontrol, 08.06.2008
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    so hab ich mir das auch gedacht...

    da liegst du falsch capo.
    PVC gibt es sehr wohl - ich hab hier 'n ganzen berg von prospekten (ich muss mich ja grad mal wieder damit auseinandersetzen). es gibt natürlich diverse kunststoffe, die für bodenbeläge verwendet werden, PVC ist nur einer davon, sehr beliebt ist derzeit auch vinyl.
    echtes linoleum gibt es sehr wohl noch. linoleum ist ein sehr hochwertiges material, das entsprechend teuer ist (preislich ähnlich wie korkböden oder billiges parkett), es wird gerne als "natürlich" bezeichnet, weil es aus natürlichen rohstoffen hergestellt wird.
    wikipedia schreibt dazu: "Linoleum besteht hauptsächlich aus oxidativ polymerisiertem Leinöl, Baumharzen (Kolophonium), Kork- und Holzmehl, Kalksteinmehl,Titanoxid, Farbstoffen und Jutegewebe."
    nach langer flaute wird mittlerweile wieder öfter linoleum eingesetzt - eben weil es "natürlich" ist und auch von allergikern gut vertragen wird. zudem ist es hochelastisch und hat einen sehr guten dämmeffekt.
    ist halt leider wie gesagt TEUER. und die muster sind auch nicht jedermanns sache, auch wenn's mittlerweile nicht nur grau-meliert sondern auch fröhlichere farben gibt.

    naja. seh ich nicht so.
    erstens haben nicht alle altbauwohnungen automatisch dielenböden.
    zweitens sind nicht alle dielenböden in einem zustand, der die arbeit mit dem abschleifen wert wäre. sehr häufig gibt's zum beispiel breite fugen zwischen den dielen (bis zu mehreren millimetern) die man nicht stopfen kann und soll (dehnung).
    drittens sind holzdielen meist sehr, sehr laut, und da freut sich dann der mieter darunter mächtig dass er immer gut mitbekommt, wo sich der mieter über ihm in der wohnung befindet.

    holzdielen in altbauten waren nur im allerseltensten fall als bodenbelag gedacht sondern sind fast immer lediglich eine unterkonstruktion.
    entsprechend wird man nur selten eine qualität finden, die sich aufbereitet tatsächlich als bodenbelag eignet.
     
  18. #17 Teutenburg, 13.07.2008
    Teutenburg

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    Hallo,

    dazu ein kleiner Tipp, falls Du es noch nicht ausprobiert hast...


    Ich war an dieser Liste auch Interessiert.
    Offiziell soll es diese Liste nicht im Netz geben...
    Aber evtl hast Du ja einen Bekannten oder Freund der in der Versicherungsbranche tätig ist.
    Diesen könntest Du ja mal vertraulich danach fragen.
    An sonsten gehe doch mal ganz unverbindlich direkt zu Deiner Versicherung für Wohngebäude und / oder Hausrat und frag dort danach. Die geben die Liste evtl auch raus, wenn du einen guten Draht zu denen hast...

    Grüße

    Teutenburg
     
  19. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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  20. #19 lostcontrol, 14.07.2008
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    stimmt - ich kenn auch so 'ne liste.
    aber was etwas noch wert ist, ist ja nicht gleichbedeutend mit "muss ausgetauscht werden".
    will heissen: selbst wenn in dieser liste stehen würde, wann eine badewanne "nichts mehr wert ist" heisst das noch lange nicht, dass man als vermieter deshalb verpflichtet wäre, das auszutauschen.
    wenn z.b. ein altbau mehr jahre auf dem buckel hat als in URL-liste angegeben, dann muss man ihn noch lange nicht einreissen und neu aufbauen.
     
  21. Capo

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    Nein, das soll es auch nciht heißen.
    Vielmehr ist es so, dass es für den Fall der Fälle ist.
    Mieter reklamiert den Teppich. Vermieter antwortet: Tausch ihn selbst aus! der ist noch gut.
    Wann etwas noch gut ist, entscheidet dann leider diese Tabelle.
    10 Jahre ist das Minimum während 25 das Maximum ist. Wird der Teppich also gepflegt, hält er 25 Jahre und vielleicht auch mehr. Wenn nicht, gibt es keine Entschuldigung für den Vermieter...

    Gut, dass diese Vorgehensweise von den Mietern nicht aufgenommen wird...
     
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