Brandschutz bei Einzelgaragen in einer Tiefgarage

Diskutiere Brandschutz bei Einzelgaragen in einer Tiefgarage im WEG - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo Forum, ich bin neu hier und würde mich mit meinem Problem mal hier anhängen. In unseren Gemeinschaft Tiefgarage haben hier Einzelboxen,...

  1. #1 Wohnung3711, 11.05.2020
    Wohnung3711

    Wohnung3711 Neuer Benutzer

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    Hallo Forum,

    ich bin neu hier und würde mich mit meinem Problem mal hier anhängen.


    In unseren Gemeinschaft Tiefgarage haben hier Einzelboxen, mit gemauerten Trennwänden aus
    Porenbeton-Steinen zwischen den Boxen und vollflächigen Toren vor dem Boxen zur Fahrgasse.
    Die TG ist unterteilt in 5 Abschnitte, die von jeweils mittels eines Brandschutztores gegen die Hauptgasse
    abgeschlossen sind. Die zentrale Zufahrt zur TG ist mittels eines "Hauptores" auf Grund der anstehenden
    Situation und Problemen in 2019 wieder gegen fremde Leute verschlossen.

    Nach 45 Jahren in denen das Gebäude steht kommt nun die Gemeinde um die Ecke und bemängelt
    die Situation in der TG.
    Aus brandschutztechnischen Gründen kommt für die Gemeinde nur folgende Lösungsmöglichkeiten
    in Frage:
    Sprinkler - Anlage:
    für uns finanziell nicht zu stemmen, da grossflächiger Umbaut für einen Sprinklertank etc.
    notwendig. Kostenschätzung Sprinklerfirma 300.000,- bis 400.00,- Euro

    Tore offen lassen bzw. Tore ausbauen um den Verschluss der TG Box zu verhindern.
    Wollen viele Eigentümer nicht - weil dann die Fahrzeuge nicht mehr "sicher" stehen.
    Ich muss ergänzen 20198 wurden mehrere Fahrräder hier aus der TG geklaut.
    Oder:
    Alle Tore ausbauen bzw. austauschen gegen Tore mit mindestens 50% offener Fläche und 10 x 10 cm Raster
    in der Fläche. Abgesehen davon, dass es nur Tore mit 9 x 9 cm Raster gibt, Kosten pro Tor ca. 1.250,- Euro.
    Das will sich nun auch nicht jeder leisten.

    Hat jemand hier schon mal so eine oder so eine ähnliche Situation gehabt?
    Der Beriat (da gehöre ich dazu) hat in 2 Wochen einen Gesprächstermin mit der Verwaltung.

    Welche Argumente kann ich dabei ins Feld führen?

    Kann / muss die Gemeinde einen Angriffsplan der Feuerwehr für die TG machen?
    Immerhin ist die letzte TG vom Eingang aus 150 Meter entfernt, wenn's dort brennt, mit dem Auto einfahren
    ist da nicht. Außerdem muss die Feuerwehr dabei das Haupttor auf bekommen 6 Meter breit, 2 Meter hoch,
    das Gitter-Tor wiegt auch gerne 500 kg
    Wenn die Brandschutztore zugehen - geschätztes Gewicht ca. 800kg auf Rollen wie lassen sich diese öffnen?
    Ist das so schwer wie ein Auto anschieben?
    Können man über diesen Angriffsplan nochmals zwingen, sich die Örtlichkeiten genauer anzuschauen um dann
    eventuell noch zu Maßnahmen zu kommen, die weit weniger "schmerzhaft" für die Eigentümer wäre?

    Welche anderen Maßnahmen können wir uns im Kreise der Beiräte noch einfallen lassen um die Gemeinde
    zunächst davon abzuhalten, die vermeindlichen Vorschriften, es wird immer mit § 15 LBO BW argumentiert
    und einen Gutachten eines Brandschützers, (der natürlich viel finden wollte und manches in seinem Gutachten
    einfach mal behauptet hat) umzusetzten. Die Gemeinde dort ganz unverholen damit, dass sie die TG schließen
    lässt, wenn sich die Gemeinschaft nicht schnellstens für eine der obigen 3 Punkte entscheidet.

    Wir sind hier im Umkreis von gut 20 km die einzige WEG in der es diese Problematik gibt. Die anderen TGs
    aus einem ähnlichen Baujahr mit einer ähnlichen Bausituation, die lässt man (bisher) vollkommen in Ruhe.
    Schient mir fast so als seinen wir das "Versuchskaninchen".

    Danke schon mal für die Antwort(en).

    Wohnung 3711
     
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  3. Andres

    Andres
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    Abgetrennt von hier. Während der Anlass zwar einigermaßen ähnlich ist, geht es in deinem Fall nicht um Mietrecht, das Unterforum passt nicht und nach wie vor gilt es als äußerst unhöflich, fremde Themen zu kapern.

    Nach dem Verlauf des letzten Themas wäre es außerdem nett gewesen, das Bundesland, in dem die Geschichte spielt (Baden-Württemberg) nicht im 8. Absatz in der Nennung einer Rechtsnorm zu verstecken. Soweit zur moderativen Seite dieser Frage.
    Jetzt zur Sache:

    Die Antwort ist immer die gleiche: Rechtslage klären und von Fachleuten beraten lassen.

    Das ist mal so ziemlich die allgemeinste Norm, auf die man sich beziehen kann. Konkreter ist das in der Garagenverordnung BW, geregelt, insbesondere deren § 12. Das wirft mindestens einige Fragen auf:

    Das ist keine Lösung für die abgetrennten Stellplätze, deutet aber darauf hin, dass es hier ein zweites Problem gibt: Hier scheinen die Voraussetzungen des § 12 Abs. 2 GaVO BW gegeben zu sein, d.h. die Garage liegt im Mittel mehr als 4 m unter der Oberfläche. Alternativen findest du dort ebenfalls. Grob geschätzt: Die Sprinkleranlage ist noch die billigste Lösung.


    Das wäre wohl der Weg, um die Voraussetzungen von § 12 Abs. 3 GaVO BW zu umgehen. Durch eine Sprinkleranlage könnte man das jedenfalls nicht erreichen.


    Der Versuch, so etwas ohne solide Fachkenntnisse im Selbstversuch zu lösen, kann nur in die Hose gehen. Stattdessen sollte man sich rechtlichen und technischen Rat holen, und zwar lieber heute als morgen. Wenn du die zitierte Vorschrift liest, wirst du feststellen, dass den Behörden hier ein erheblicher Ermessensspielraum zusteht. Das ist ein Chance, aber auch eine Gefahr: Wenn man sich erst einmal mit absurden Forderungen wie ...

    ... solchen unbeliebt gemacht hat, wird es deutlich schwerer, zu einer vorteilhaften Lösung zu kommen. Das ist aber weder das Fachgebiet der Verwaltung noch des Beirats.
     
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  4. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Damit wird bestimmt das hier gemeint sein:
    ---

    Das bezweifele ich. Ich kann es sogar beweisen.
    Soll ich mal ein Foto vom hiesigen Tor machen? Dessen Raster ist garantiert nicht 9 x 9 cm.


    ---

    Ich finde es fast schon erschreckend, wie viele klein(st)e Fehler sich durch den ganzen Text ziehen. Hier fehlt mal ein Wort, da ein Buchstabe, da ein Satzzeichen, dann ist da mal ein "n" zu viel, oder eine Ziffer ...
    Wenn du im gleichen Stil mit der Gemeinde kommunizierst ...
     
  5. #5 Goldhamster, 12.05.2020
    Goldhamster

    Goldhamster Erfahrener Benutzer

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    Hallo,

    abweichend von der wenig zielführenden Antwort meines Vorposters und der mittelzielführenden Antwort noch einen Beitrag drüber, kann ich dir den einzigen für euch gehbaren Weg aufzeigen:

    Ihr müsst ein anerkanntes Ingenieurbüro für Brandschutzplanung beauftragen.
    Diese sollen nach Beauftragung für euch eine (interne) Beurteilung der Situation vornehmen.
    Diese Büros sind teuer! Deutlich teurer als z. B. ander Bauingenieure wie Statiker, Baubiologen, Vermesser, Bauphysiker oder Architekten.

    Danach entscheidet ihr weiter.
    Wenn das Büro eine für euch akzeptable Lösung aufzeigt, lasst ihr darüber ein Brandschutztechnische Stellungnahme anfertigen und legt diese der Bauaufsicht vor.

    Das muß die Behörde in der Regel akzeptieren. Und wird sie auch.

    akzeptable Vorschläge erarbeitet auch
    DER HAMSTER
     
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  6. #6 Papabär, 13.05.2020
    Zuletzt bearbeitet: 13.05.2020
    Papabär

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    Hast Du nicht verstanden, dass der TE von einer anstehenden Situation und Problemen in 2019 berichtet hat? Ich weiß zwar auch nicht, welche anstehende Situation er meint, aber vielleicht wird die Terminplanung der Einbrecher dort ja im örtlichen Gemeindeblatt abgeruckt ... also rechtzeitig für das Jahr 20200 :gehtnicht


    Na, wer will das schon? Die Feuerwehr? Nee, die sind doch nicht blöd - die wissen, dass so ein Auto nicht ohne giftigen Qualm abbrennt. Außerdem hat so ein HLF eine lichte Höhe von gut 3,20m und mit ´nem Trabbi werden die ja wohl kaum anrücken.



    Wetten die schaffen das? Die Frage ist lediglich wie das Tor hinterher aussieht und auf wieviele Autos das Feuer durch die Verzögerung übergreifen kann.


    Suuper Idee! Auf der anderen Seite brennt es, mehrere hundert °C, giftiger und u.U. hochentzündliche Gase sammeln sich unter der Decke und Du willst das Tor öffnen, damit da ein bisserl frischer Sauerstoff dran kommt, gell? Viel Spaß.


    Ja ... nur musst Du das Auto erst ein bischen vorwärmen um einen realen Vergleich zu bekommen. 200°C dürften ausreichen.

    Ach ja, Ohropax nicht vergessen. Falls da ein Wagen mit LPG-Anlage in der TG steht. Die sind immer so laut, wenn sie platzen. :5:


    Also ich bin da zwar kein Fachmann, aber ich glaube nicht, dass es keine Tore mit geeignetem Gitter gibt. Hier würde ich ggf. mal bei einem örtlichen Schmied (Schlosserei, Karosseriebauer etc.) nachfragen, ob es möglich wäre die vorhandenen Tore entsprechend umzubauen. Ich meine die Garagentore die ich kenne, bestehen ja i.d.R. aus einem Stahlrahmen mit angeflanschtem Blech. Wenn man dieses Blech nun durch geeignete Betonstahlmatten ersetzt und das ganze feuerverzinkt ... müsste das nicht auch gehen?
    Ich könnte mir zumindest vorstellen, dass so ein mittelständicher Metallbaubetrieb für so einen Auftrag auch deutlich günstiger ist, als der Garagentorhersteller, der gleich ganze Tore neu verkaufen will und dafür alles an einem Tag anliefert und einbaut..
     
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  7. #7 Wohnung3711, 14.05.2020
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    Hallo Forum,

    zunächst vielen Dank für die Antworten.

    Es tut mir leid, dass ich mich an dieses Thema angehängt habe, in den Foren in denen ich mich sonst rumtreibe
    ist es dagegen nicht immer gerne gesehen, wenn man zum "gleichen Thema" jedes mal einen neuen Fred aufmacht.
    Aber geschenkt....

    Ich erlaube mir noch zu meinem Vorredner zu antworten und möchte auf das Tor:
    novoferm schwingtor k90 air
    Den link dazu darf ich leider nicht posten - aber mit diesem Text dürfte das Tor leicht zu finden sein.
    Es gibt natürlich von vergleichbaren Herstellern wie Hörmann, Teckentrup und wie sie alle heissen vergleichbare
    Produkte.

    Zitat: ".... Um hier eine einheitliche Beurteilung durch die Brandschutzdienststellen zu ermöglichen, wurden jüngst die
    Anforderungen an wirksame Löscharbeiten im Zusammenhang mit separierten Parkboxen in Großgaragen bundesweit
    durch Profis der Berufsfeuerwehren näher konkretisiert. ..."

    Die Sache mit dem Angriffskonzept kommt aus der Überlegung, dass wenn die Gemeinschaft was macht, dann
    soll und muss das Hand-und-Fuss haben und auf der anderen Seite von Gemeinde und Feuerwehr abgesegnet sein.
    Was die Gemeinschaft nicht will und auch der Gemeinschaft nicht vermittelbar ist, sind Aktionen, die sich sich in kurzer
    Zeit als nur halb herausstellen. Und zu diesem Konzept gehört meiner Meinung nach eine Vorgehensweise der Feuerwehr.

    Wohnung 3711
     
  8. #8 Papabär, 15.05.2020
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    Und was der Verfasser dieses Satzes damit zum Ausdruck bringen wollte, hat der junge Mann hier treffend zusammengefasst:
     
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Brandschutz bei Einzelgaragen in einer Tiefgarage

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