Brennholz für Kamin als Heizkosten verrechnen?

Diskutiere Brennholz für Kamin als Heizkosten verrechnen? im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo, Ich werde leider nicht fündig und bräuchte Hilfe. Ich besitze ein 2 Familienhaus, wohne als Vermieter im EG und Mieter im OG. Geheizt...

Nurdan1709

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Hallo,
Ich werde leider nicht fündig und bräuchte Hilfe. Ich besitze ein 2 Familienhaus, wohne als Vermieter im EG und Mieter im OG.
Geheizt wird mit Heizöl. Beim Warmwasser sind Wärmemengenzähler vorhanden womit ich den Verbrauch an Warmwasser abrechne. Bei der Heizung sind leider keiner Zähler dran. Daher wurde mit dem Mieter vereinbart, das die Heizkosten entsprechend der Wohnung geteilt werden 1/2. (Heizkostenverordnung findet keine Anwendung) .

Meine Wohnung ist mit Fußbodenheizung und Thermostaten ausgestattet. Sobald die gewünschte Temperatur erreicht wird, schaltet sich die Fußbodenheizung aus. In meiner Wohnung befindet sich ebenfals ein Kaminofen.
Darf ich die Kosten für Brennholz zu den Heizkosten hinzuzählen? Aufgrund der aktuellen Situation ist Heizöl sehr teuer und wir würden vermehrt mit dem Kamin heizen um Öl zu sparen. Rechnungen für den Kauf von Brennholz liegen vor.
 

lirumlarum

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Hat der Mieter im OG auch einen Kaminofen? Darf er sich am angeschafften Brennholz auch bedienen?
 

Nurdan1709

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Nein, im OG beim Mieter befindet sich kein Kaminofen. Nur unten im EG.
 
Andres

Andres

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Das Brennholz bzw. der Kaminofen sind nicht Teil einer Zentralheizung. Die Kosten dafür tragen nur die "angeschlossenen" Nutzer - also du, aber nicht der Mieter.

Ja, das führt dazu, dass der Mieter von der Beheizung mit Brennholz profitiert. Wenn man das nicht möchte, muss man nach Verbrauch abrechnen.
 

ehrenwertes Haus

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Das Brennholz bzw. der Kaminofen sind nicht Teil einer Zentralheizung. Die Kosten dafür tragen nur die "angeschlossenen" Nutzer - also du, aber nicht der Mieter.

Oder um Heizkosten zu sparen nur eine Wohnung ernsthaft beheizen, die dann gemeinsam genutzt wird.
Klingt unbefriedigend, aber Wer weiß auf welche Ideen die Leute (noch) kommen um Heizkosten zu senken.

Oder dem Mieter ebenfalls einen Holzofen spendieren, der auch zum Heizen geeignet ist.

Ja, das führt dazu, dass der Mieter von der Beheizung mit Brennholz profitiert. Wenn man das nicht möchte, muss man nach Verbrauch abrechnen.
Dann darf man aber nicht (teilweise) mit Holz heizen. Der Holzverbrauch ist in diesem Fall ja nicht auf den Mieter umlegbar.
 

ehrenwertes Haus

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Aufgrund der aktuellen Situation ist Heizöl sehr teuer und wir würden vermehrt mit dem Kamin heizen um Öl zu sparen.
Wenn es nur um Einsparung von Öl geht, funktioniert deine Idee ganz sicher.

Rechnungen für den Kauf von Brennholz liegen vor
Ob damit wirklich Sparpotential am Geldbeutel gegeben ist, musst du ausprobieren.
Wärme geben zwar alle Holzöfen ab, aber nicht alle taugen als Ersatz- oder Zusatzheizung.

Mit welcher Einsparung beim Ölverbrauch rechnest du denn oder ist das mehr ein Gedanke mit Sparpotential nach Bauchgefühl?
Wenn du wirklich den Holzofen als Zusatzheizung verwenden möchtest, sollte das mit deinem Kaminkehrer abgesprochen werden.
Es kann sein, dass dann mehr Kehrungen für diesen Ofen angesetzt werden müssen.

Darf ich die Kosten für Brennholz zu den Heizkosten hinzuzählen?
Mit deiner aktuellen Vereinbarung zur Heizkostenaufteilung nicht.
Einvernehmlich ist fast Alles machbar.

Du könntest diese Heizperiode/Winter als Testphase nutzen, ob dein Holzofen wirklich zu einer nennenswerten Kosteneinsparung und/oder Öleinsparung führt oder nicht. Abhängig vom Ergebnis mit dem Mieter reden und versuchen sich auf einen anderen Abrechnungsmodus zu einigen.
 

Benni.G

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Hallo,
also wenn ich google, dann kostet eine kWh Heizöl 2022 rund 13 Cent - also dich 6,5 Cent und deinen Mieter 6,5 Cent.
Wie ist der Wirkungsgrad der Heizung, also wie viel Leistung kommt von einer kWh Heizöl in den Wohnungen an.
Und wie ist der Wirkungsgrad des Kamins?

Nehmen wir mal an, dass der Wirkungsgrad gleich ist, dann dürfte dich die kWh Kaminholz maximal 6,5 Cent kosten, damit deine Heizkosten insgesamt sinken.
In die 6,5 Cent musst du natürlich auch deinen eigenen Aufwand reinzählen.
Kannst ja entweder einen "ganzen" Baum kaufen, Meterware oder verbrennfertige 30 cm Stücke.
Die verschiedenen Arten bedeuten für dich unterschiedlichen Zeit und Arbeitseinsatz.

Aber selbst die fertigen Stücke musst du vermutlich noch Stapeln, zum Verbrennen in die Wohnung holen, brauchst ein paar Minuten um den Ofen anzumachen, musst immer mal wieder nachlegen, sodass aus den zunächst günstigen Kamin im Endeffekt eine wahre wahre Kostenschleuder wird.

Ach und muss sich der Mieter dann auch an den Kosten für die Kehrung des zweiten Kamins beteiligen - oder macht er das sowieso schon?

Tja, die Welt ist ungerecht, weil Gerecht einfach zu teuer ist.

Viele Grüße
 
Thema:

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