Brennholzlagerung

Diskutiere Brennholzlagerung im Fristen Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo! Wir haben ein Mehrfamilienhaus gekauft, eine Wohnung bewohnen wir selbst, drei waren beim Kauf bereits vermietet. In einer Mietwohnung...

  1. Susann

    Susann Neuer Benutzer

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    Hallo!

    Wir haben ein Mehrfamilienhaus gekauft, eine Wohnung bewohnen wir selbst, drei waren beim Kauf bereits vermietet. In einer Mietwohnung wurde zusätzlich zur Zentralheizung ein Kamin für die Gemütlichkeit eingebaut. Für diesen lagert der Mieter Holz auf dem gemeinschaftlich genutzten Trockenboden, im Fahrradkeller sowie gestapelt an die Hauswand. Vereinbarungen dazu im Mietvertrag gibt es nicht, jedoch wurden diese Holzlager zumindest mit Duldung des vorherigen Eigentümers angelegt. Der Verbrauch an Holz pro Heizperiode ist bei diesem Mieter minimal, so dass sich die Lagerstätten auf absehbare Zeit nicht von selbst reduzieren werden. Muss ich das als neuer Vermieter so hinnehmen? Kann ich dem Mieter einen alternativen Lagerplatz anbieten und die Menge der Holzlagerung insgesamt begrenzen?

    Die Lagerung direkt an der Hauswand finde ich unschön, da es sich um eine Stadtvilla handelt und der Holzstapel nicht wirklich zum Gesamtbild passt. Wie ist in diesem Fall die rechtliche Situation? Und was wären eure Empfehlungen aus der Praxis?

    Vielen Dank für eure Antworten.
     
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  3. #2 RP63VWÜ, 29.04.2019
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    Zumindest die Lagerung im Haus würde ich mit Hinweis auf den Brandschutz unverzüglich untersagen.
    (schließlich dürften weder Trockenboden noch Fahrradkeller über eine Brandschutztür verfügen)
    Die Lagerung direkt an einer Hauswand dürfte der Fassade nicht gut tun.

    Ich finde den Vorschlag gut, in einer entspannten Atmosphäre nach Alternativen zu suchen.
     
  4. #3 ehrenwertes Haus, 29.04.2019
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    Brandschutz ist Ländersache + teilweise Vorgaben der Gemeinden.
    In einigen Gemeinden bietet die Feuerwehr Beratungen an. Vielleicht mal dort anfragen, welche Maßnahmen sie empfehlen würden, unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten und Vorschriften.

    Soweit mir bekannt, darf Holz direkt an und in Gebäuden gelagert werden, teilweise aber mit Einschränkungen bzgl. der Menge.
    Gebäudeschäden sind dadurch normalerweise nicht zu erwarten bzw. mit wirklich geringem Aufwand vermeidbar.
    Über die Optik kann man geteilter Meinung sein. Ein sichtbarer Holzstapel wird inzwischen gerne als "hier wohnen umweltbewußte Leute und Holzofen (als Extra) = gehobener Wohlfühlfaktor" gewertet.

    Fahrradkeller und Dachboden würde ich ausschließen. Nicht unbedingt wegen Brandschutz (Kellerzugänge haben i.d.R. Brandschutztüren), sondern wegen Zweckentfremdung. Dieser Keller ist doch für Drahtesel verplant, Trockenboden ist ungeeignet mit feuchter Wäsche.



    Wenn du alternative Lageroptionen anbieten möchtest, finde ich das gut.
    Je nach Quelle für das Holz, muss es aber mind. 3+ Jahre lagern bevor es ofentauglich wird, wenn es nicht direkt in Ofenqualität eingekauft wird. Vielleicht liegt auch hier ein Ansatzpunkt die Menge zu reduzieren.
     
  5. #4 edelpacker, 29.04.2019
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    Keller und Dachboden scheiden aus, da feuchtes Holz ausschließlich durch Wind und Sonne (am besten beides gleichzeitig) trocknet. Dann reichen in der Regel auch 12 Monate aus, damit die Holzfeuchte < 20% beträgt. Lagert es > 3 Jahre und ist bereits trocken, vermindert sich die Heizleistung von Jahr zu Jahr.
    An einer (geschützten) Hauswand läst es sich gut trocknen. Jedoch ist zwischen Wand und Holz zwingend ein Abstand von ca. 10cm einzuhalten, damit Luft zirkulieren und die Wand keinen Feuchteschaden nehmen kann.

    LG
    Michael
     
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  6. Susann

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    Habt vielen Dank für eure Antworten bis hierher.

    Die Holzvorräte, auch im Gebäude, sind getrocknet und liegen an den jeweiligen Stellen schon mehr als vier Jahren. Länger kann ich es im Moment nicht zurückverfolgen, da müsste ich den Mieter noch einmal konkret fragen. Das Holz ist also fertig zum Heizen, das allerdings erfolgt so selten, dass die aktuellen Vorräte und Lager noch auf viele Jahre hin vorhanden bleiben werden.

    Dem Hinweis auf den Brandschutz zumindest im Dachboden werde ich noch einmal nachgehen. Auch den Hinweis auf die Zweckentfremdung der Gemeinschaftsräume finde ich wichtig. Hier hat sich der Mieter auch noch eine kleine Fahrradwerkstatt eingerichtet und sämtliche Gartengerätschaften untergebracht, die er aus seinem früheren Schrebergarten mitgebracht hat. So etwas könnte ich dann auch entfernen lassen, mit dem Hinweis auf die Zweckentfremdung?

    Wie ist eure Einschätzung: kann ich die Holzmenge mit dem Wissen, dass davon kaum etwas aufgebraucht wird, begrenzt halten? Kann ich also den Mieter untersagen, bei nächster Gelegenheit, wieder hier neues Brennholz einzulagern? Und würdet ihr es für zumutbar halten, aus rein optischen Gründen um eine Verlegung des Holzstapels am Haus zu bitten?

    Der Mieter hat wie auch die anderen Mieter im Haus das Recht zur Mitnutzung des Gartens. Hierbei ist mir nicht ganz klar, in wie fern das über den Aufenthalt im Garten auch eine Gestaltung beziehungsweise Dauerverwendung von Außenflächen einschließt, siehe Holzstapel.

    Viele Grüße, Susann
     
  7. #6 ehrenwertes Haus, 29.04.2019
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    Dazu sollte sich im Mietvertrag was finden.

    Mitnutzung bedeutet für mich kein eigenständiges Recht auf Um- oder Neugestaltung, sondern eher eine gemeinschaftliche Nutzung im Sinn von Kaffeklatsch, Picknick, Sonnenbad, Spielwiese, ... aber keine Hobbygärtneraktionen.
     
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  8. Susann

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    In den Mietverträgen und Hausordnungen (hier wurden vom vorherigen Verwalter unterschiedliche Formularverträge verwendet) gibt es zur Gartennutzung keinerlei Ausführungen, außer jener, dass eine solche Nutzung gestattet ist. Besagte Mietpartei, die seit 17 Jahren im Haus wohnt, hat den kompletten Hausgarten gestaltet und bepflanzt, circa 650 m². Dazu gehören auch Bäume, Sträucher, Hecken, Pflanzkübel und so weiter. Die Gestaltung ist, vorsichtig formuliert, nicht ganz mein Geschmack. Die anderen beiden Mieter nutzen den Garten ausschließlich für Aufenthalte darin.
     
  9. #8 ehrenwertes Haus, 29.04.2019
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    Dann überleg dir doch mal eine Gartengestalltung nach deinem Geschmack. Vielleicht findet das dein gärtnernder Mieter ja auch toll.
    Wenn er weiterhin den Garten auch pflegen möchte, kann man ja über einen kleinen (etwas versteckten) Lagerschuppen für sein Holz und Gartengerätschaften wohlwollend (evt. mietfrei) nachdenken.

    Falls ihr euch da einigen solltet, schriftlich festhalten + Autogramm von euch beiden nicht vergessen.
     
  10. #9 Papabär, 29.04.2019
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    Sehe ich grundsätzlich genauso, ABER
    die mehrjährige Duldung durch den Vermieter könnte als konkludente Zustimmnug zu einer Vertragsänderung gewertet werden. Das hätte im Zweifel ein Richter zu entscheiden.

    In atrio autem in medio mari, et in manus dei (sagt zumindest Tante Google).
     
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