Brennwert-Heizungsanlage

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von Beluga, 04.08.2007.

  1. Beluga

    Beluga Erfahrener Benutzer

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    Wer hat Erfahrung mit Brennwert-Heizungsanlage ?

    Was für Vorteile und Nachteile hat diese im Vergleich zu Herkömmliche ?
    Anschaffungskosten ? Energie-Sparen ?

    Brennwert-Heizungsanlage soll für Mehrfamilienhaus nicht geeignet sein,
    angeblich weil bei solcher Heizung an den Heizkörpern nicht herumgestellt
    (Temperatur Ventile) werden, sonst funktioniert die Wärmeversorgung nicht richtig ? Wobei in Mehrfamilienhaus individuelles Justieren nicht kontrolliert
    oder verhindert werden kann.
     
  2. AdMan

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  3. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Brennwertanlagen nutzen zusätzlich die Energie die im Wasserdampf enthalten ist. Der Kondensationspunkt liegt bei etwa 50-55 Grad.

    Daher kann man höchstens mit 50 Grad Vorlauftemperatur fahren um den vollen Brennwertnutzen zu erzielen, der bei bis zu 11% liegt.

    Um mit nur 50 Grad Vorlauf ein MFH richtig warm zu bekommen benötigt man zum einen deutlich größere Heizkörper und einen perfekten hydraulischen Abgleich um mit noch vertretbarer Durchflussmenge alle Heizkörper ausreichend mit Volumendurchsatz versorgen zu können.

    Zum anderen ist dann für die Warmwasserversorgung eine Legionellenautomatik notwendig damit das Wasser mindest ein Mal die Woche auf 60 Grad aufgewärmt wird.
     
  4. #3 onkelfossi, 06.08.2007
    onkelfossi

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    hallo,

    so etwas ist in meinen quatsch. wir haben 2006 eine gas-brennwerttherme von buderus in ein mehrfamilienhaus eingebaut. bisher gab es da keinerlei probleme. die heizung ist ausreichend dimensioniert, wurde von den temperaturen schon etwas unter 20 grad eingestellt und die heizkörper werden schön warm. wir hatten vorher eine alte ölheizung, zwar mit neuem brenner, aber trotzdem ein energiefresser. die alte heizung hat in den jahren vor abschaltung im schnitt 82000 kwh verbraucht. für 2007 werden es nach meiner hochrechnung ca. 40000 kwh sein. die ersparnis ist also ernorm.

    es sollten dich drei faktoren interessieren. 1. investitionskosten, 2. ersparnis, 3. wartungskosten.

    zu 1. wenn du gas hast, sind die preise zwischen brennwert und niedertemperatur gering, teilweise hat man bei brennwert sogar die bessere auswahl. hast du öl sind die preise zwischen brennwert und niedertemperatur sehr groß. laut buderus liste liegen die niedertemperaturmodelle bei ca. 5000 euro, je nach leistung. die brennwertmodelle kosten jedoch bei öl schon ab 11000 euro aufwärts.

    zu 2. orientiere dich am besten am wirkungsgrad nach hu der heizungen. brennwertmodelle bringen so 109-113%. niedertemperaturheizungen machen ca. 94-98%. die ersparnis wird bei brennwertheizungen deutlich höher ausfallen.

    zu 3. brennwertgeräte sind grundsätzlich sauberer. deswegen kommt der schornsteinfeger zur messung nur noch alle zwei jahre. das spart gegenüber neidertemperatur.

    wenn du gas hast nimm brennwert oder versuch auf gas zu wechseln. manche versorger machen da sogar angebote. bleibst du bei öl wird es aufgrund der kosten sicherlich auf niedertemperatur hinauslaufen.

    wenn du noch warten kannst, es kommen bald zeolithbrennwertgeräte. vailant ist bereits am testen. diese geräte erreichen einen wirkungsgrad von 135% und werden einen meilenstein in der heizungstechnik darstellen.

    vg, fossi :wink
     
  5. Beluga

    Beluga Erfahrener Benutzer

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    Vielen Dank.

    habe z. Zt. Buderus Gas-Heizung, die erneuert werden soll.

    Angebote:
    €.3700,- (Buderus) oder
    €.4000,- (Brötje) inkl. neuer Umwälzpumpe oder
    €.5850,- Brennwert-Anlage (immerhin 58% teurer)

    Welche wäre am günstigsten bzw. sinnvollsten ?
     
  6. #5 onkelfossi, 06.08.2007
    onkelfossi

    onkelfossi Erfahrener Benutzer

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    hallo,

    also sind die ersten beiden niedertemperatur? nenn mal die modelle. also bei niedertemperatur solltest du darauf achten, dass der kessel aus guss und nicht aus stahl ist. stahl hält nicht so lange und die anlagen sind deshalb billiger. bei brennwert musst du noch beachten, dass es besser wäre ein kunststoffrohr in den schornstein einzuziehen. schau mal, ob das im angebot drin ist.

    vg, fossi :wink
     
  7. Beluga

    Beluga Erfahrener Benutzer

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    Toll. Was ihr alles wisst. Seid Ihr Heizungsbauer o. in verwandten Berufen ?


    Das betr. Haus hat 4 Wohneinheiten aber insg. 6 Etagen.

    Neue Kessel Produkte gibt es leider nur noch aus Stahl.

    Im Angebot von Brennwert-Anlage ist der Kunststoff-Schornstein schon beinhaltet.

    Es wird wohl nicht sinnvoll sein alle Heizkörper wegen Brennwertanlage mit größeren auszutauschen. Da wird die Investition nicht amortisierbar sein.

    Apropos Investition:
    Bei Erneuerung der Heizungsanlage können die Anschaffungskosten vermutlich nicht auf Mieter umgelegt werden, aber vielleicht einen Teil wegen Moder-
    nisierung (Heizkostenersparnis) ? Wieviel % von Anschaffungskosten wäre
    dann möglich ?
     
  8. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Die dauerhafte Einsparung von Energie ist eines der Kriterien für eine Modernisierungsumlage. Wird eine alte Heizungsanlage ausgetauscht, steht der Kostenumlage also nichts grundsätzliches entgegen. Von den Gesamtkosten sind Zuschüsse Dritter und ersparte Instandsetzungskosten abzuziehen.
     
  9. Beluga

    Beluga Erfahrener Benutzer

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    Da Teilkosten als "Modernisierungsmaßnahme" auf die Mieter umgelegt werden, muss diese Maßnahme dann auch den Mietern vorher angekündigt
    werden ?
     
  10. #9 onkelfossi, 07.08.2007
    onkelfossi

    onkelfossi Erfahrener Benutzer

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    hallo,

    nee ich hab nur so den durchblick :zwinker

    also ich würde bei gas heute nur noch brennwert nehmen. sicherlich sind die etwas teurer, aber es ist eben eine investition auf lange sicht. wenn zeolith demnächst kommt, dann hast du im verhältnis zu niedertemperatur in ein paar jahren eine alte energieschleuder. außerdem musst du auch mal die bessere vermietbarkeit sehen. 40 euro heizkosten sind eben besser als 60 euro. den beitrag zur schonenden umwelt sollte man auch noch erwähnen. aber es ist wie gesagt erst mal dein geld was weg ist. die positiven effekte wirken dann eher indirekt. und das mit den heizkörpern ist absoluter quatsch, sofern die heizung ausreichend leistung hat. oder hast du jetzt schon solche popelheizkörper? also wir haben beste erfahrungen gemacht und keine heizkörper vergrößert.

    wegen der mieterhöhung: du hast natürlich momentan keine instandhaltungskosten. deine anlage ist top in ordnung. gelder dritter nimmst du natürlich nicht in anspruch. also legst du volle 11% um. :zwinker :tuschel

    die moderniesierungmaßnahme muss 3 monate vorher angekündigt werden. es gibt noch weitere inhaltspunkte die da rein sollen: mögliche energieeinsparung, arbeitsaufwand in den wohnungen, wahrscheinliche mieterhöhung sofern du keinen festpreis hast, zeitpunkt der mieterhöhung, zeitraum der modernisierungsarbeiten, verteilung der modernisierungskosten auf die einzelnen wohnungen. ich würde das sehr ausführlich machen. machst du das nicht verlängert sich die frist auf 6 monate.


    vg, fossi :wink
     
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