Briefkästen im Treppenhaus

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  1. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Hallo zusammen,

    hier kam das Thema auf, dass es bei Briefkästen im Treppenhaus ein Zugangsproblem gibt: Nicht jeder Brief- und Paketdienst hat einen Haustürschlüssel.

    Ist das in der Praxis wirklich ein Problem? Bzw. wie löst man dieses Problem?

    Viele Grüße
    Christian
     
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  3. #2 immobiliensammler, 02.09.2020
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

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    Ja, kann ich auch bestätigen, vor allem in Objekten mit vielen Berufstätigen.

    Briefkästen vor das Haus versetzen, d.h. wahlweise an die Fassade oder (bei "privaten" Grundstücksstreifen vor dem Haus) freistehend.
     
  4. #3 Newbie15, 02.09.2020
    Newbie15

    Newbie15 Erfahrener Benutzer

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    Ja, es ist ein großes Problem und führt oft zu viel Ärger bei den Bewohnern. Pakete, die zurückgehen, weil man sie nicht annehmen konnte und keine Benachrichtigung erhalten hat, weil der Paketbote nicht an den Briefkasten kam. Briefe, die bei der Post ohne Benachrichtigung abgeholt werden müssten, doch wie soll man wissen, dass da was liegt.

    Je nach Gegebenheiten vor Ort eine neue Anlage wie Immobiliensammler schreibt, an die Fassade, freistehend oder ggf in die Tür integriert. Aber nicht langfristig innenliegend.
     
  5. #4 Sweeney, 03.09.2020
    Sweeney

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    Hier in Hamburg ist es eher die Regel als die Ausnahme, dass Briefkästen im Treppenhaus sind. Die Briefträger tragen typischerweise einen Schlüsselbund mit gefühlten 500 Schlüsseln und können sich das Hanteltraining wohl sparen. Probleme hatte ich damit nie.

    Benachrichtigungen von Paketdiensten werden von außen an die Haustür geklebt. In der Praxis funktioniert das deutlich besser als es zunächst klingen mag - Probleme gibt es natürlich trotzdem gelegentlich. Die DHL lässt die eigenen Benachrichtigungskarten auch teilweise am nächsten Tag durch den Briefträger zustellen, der durch den eigenen Schlüssel an den Briefkasten kommt.

    Wirklich nervig sind jedoch die Werbezusteller, die Flyer von Sushi- oder Pizzadiensten in die Briefkästen einwerfen möchten. Dafür werden erst mal alle Kligeln betätigt, um Zutritt zum Treppenhaus zu erhalten. Die Begeisterung bei Menschen, die Nachts arbeiten oder älteren Menschen, die ihren MIttagsschlaf abhalten, ist hierbei verständlicherweise begrenzt. Das ist insbesondere unangenehm sein, wenn ein Klingelsystem verbaut wurde, das sich aus der Wohnung nicht auf stumm schalten lässt.
     
  6. #5 ehrenwertes Haus, 03.09.2020
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    Mache Post- und Paketdienste übernehmen eine Haftung für ausgegebene Haustürschlüssel, die größten Zustellfirmen nicht. Überwiegend haften dafür aber die Zusteller persönlich und gehen nicht unbedingt sorgsam damit um.

    Aus Gesprächen mit den Zustellern hier weiß ich, dass die Schlüssel für Post- und Paketzusteller der Post und DHL (vielleicht nur hier in der Region) nicht verschlossen aufbewahrt werden, sondern in den meisten Filialen/Zustellzentren für jeden Mitarbeiter zugänglich in Grabbelkisten mit Tour und Anschrift. Verlust ist den Unternehmen egal, da sie keine Haftung übernehmen.

    Die Ausgabe von Schlüsseln an die gängigsten Postdienste bzw. einen Mitarbeiter, der diese Tour üblicherweise hat ist bequem.
    Aaber wie sieht das mit der Haftung aus, wenn diese Schlüssel misbraucht werden oder der Postler vergißt die Haustür wieder zu schließen und damit für Jedermann der Zutritt zum Haus freigegeben ist?

    Viele Haustüren mit Denkmalschutz lassen sich einfach per Türklinke öffnen, wenn sie nicht abgeschlossen sind. Früher war das auch nicht wichtig, weil eigentlich immer jemand zu Hause war über Mehrgenerationenfamilien und der Frauenrolle KKK. Heute sind tagsüber viele MFH Geisterhäuser, die Bewohner ausgeflogen in Schule, Arbeit, Urlaub...
    Umrüsten auf moderne Schließtechnik ist dann nur mit Zustimmung der Denkmalschützer zulässig und die stellen ist oft quer, weil dadurch die Außenansicht solcher Türen dauerhaft verändert wird.
     
  7. Duncan

    Duncan
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    Als weitere Variation kenne ich hier ein Haus, dass auf dem Klingeltableau einen Knopf "Postbote" hat. Dieser in der Zeit von glaube 7 bis 20 Uhr gedrückt öffnet die Haustür, analog dem elektronischen Türöffner vom Haustelefon aus. Klar, so ist die Haustür tagsüber nicht verschlossen, über die Mechanik nur geschlossen, aber es tut im Allgemeinen seinen Zweck. Bei Handwerkern und den meisten Zustellern findet diese Lösung guten Anklang, von den Bewohnern sind mir bisher keine Klagen darüber bekannt, in dem Haus wohnen vorrangig ältere Personen u.a. auch die diversen Miteigentümer der vielköpfigen Erbengemeinschaft. Und unter jenen hat das "Meckerkopp-Gen" eine erhebliche Dominanz bewiesen...
     
  8. #7 RP63VWÜ, 04.09.2020
    Zuletzt bearbeitet: 04.09.2020
    RP63VWÜ

    RP63VWÜ Erfahrener Benutzer

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    In einem 19-WE-Haus habe ich einen elektronischen Zylinder verbaut, der sich mit RFID-Chips (oder auch mit Konto- oder Kreditkarten) öffnen lässt.
    Diese Chips gibt es - wenn man gut sucht - bereits für weniger als 50 Cent.
    Das schöne daran ist, dass man Berechtigungen für festgelegte Nutzungszeiten vergeben kann.
    (z.B. Postbote von 9:00 - 18:00 Uhr an Werktagen, Zeitungsbote von 3:00 - 6:30 Uhr)
    Außerdem lässt sich so ein Chip blitzschnell sperren (mittels Bluetooth per Smartphone oder Tablet).
    Jeder Berechtigte kann von mir einen Chip per geringer Kostennote (5,- €) erhalten.

    Angenehmer Nebeneffekt:
    Seit Einführung dieses Systems vor zwei Jahren werden keine Chips mehr "verloren", weil der alte Chip von mir umgehend gesperrt wird.
    Auch kann ich jederzeit die Liste der letzten 1.000 Öffnungen als CSV per Mail (an mich selbst) versenden.
    Unnötig zu erwähnen, dass ich dabei streng nach DSGVO handele! :054sonst:
     
  9. #8 Papabär, 04.09.2020
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Nach einigen suboptimalen Erfahrungen bewerte ich diese Haftungen nicht höher als beispielsweise Kautionsversicherungen.
    In einem Fall wollte der Zustelldienst nach 13 Jahren reibungsloser Tätigkeit einen Nachweis haben, dass der Botenschlüssel (war im Plan der Schließanlage tatsächlich berücksichtigt) auch wirklich ausgehändigt wurde. Leider hatte man den Schlüssel seinerzeit nur mit der normalen Feldpost verschickt - also keinen Nachweis, dass der Schlüssel jemals angekommen ist. Laut Aussage des Zustelldienstes sei in diesen 13 Jahren immer irgendein Mieter gerade gekommen oder gegangen, weshalb dem Zusteller der fehlende Schlüssel nicht aufgefallen sei. Ja nee, is klar ...


    Dann würde ich über einen neuen Federschließer nachdenken. :056sonst:


    Eine Umrüstung ist auch durchaus ohne Veränderung der Außenansicht möglich. Leider kriegen das die großen Anbieter oft* nicht gebacken. Unser kleiner Haus-, Hof- und Wiesenschlüsseldienst hat einfach die Türklinke außer Funktion gesetzt (keine Ahnung wie) und dahinter einen elektrischen Mechanismus verbaut.
    Eine Hauseingangstür (=Rettungs- und Fluchtweg), die man so abschließen muss/kann, dass auch niemand mehr hinaus kommt, habe ich glücklicherweise nicht mehr im Bestand. Aktuell gehe ich da die Kellertüren an.


    Eine Kollegin vom mir betreut hier in Berlin einige Objekte, für die sie das "Kiwi-System" (so nennt sie das zumindest) eingerichtet hat. Soll ganz gut funktionieren ... wobei ich bislang noch nicht ganz dahintergestiegen bin, wie es funktioniert. Angeblich haben die Zusteller so einen Transponder (den sie selber kaufen müssen?) und teilen ihr einen Code mit, den sie dann in die Schließanlage einprogrammiert. (Ja Feli, Du hast mir das schon tausendmal versucht zu erklären und mir auch gezeigt wo die Broschüre steht. Mir fehlt bislang einfach die Muße, mich da reinzuzwirbeln :unsicher037:)



    *zugegeben, ich hatte nur einen solchen Fall und habe da vermutlich auch nicht alle großen Anbieter gefragt. Die Aussage hat also keinen repräsentativen Charakter.
     
  10. #9 ehrenwertes Haus, 04.09.2020
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    So pauschal, nein.
    Teilweise geht das, aber längst nicht immer.
     
  11. #10 RP63VWÜ, 04.09.2020
    RP63VWÜ

    RP63VWÜ Erfahrener Benutzer

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    @Papabär
    Nur ganz kurz, bin unterwegs:
    Der Chip hat eine hexadezimale Kennung.
    Die Wahrscheinlichkeit, ihn zu erraten, liegt bei einem vielfachen der Weltbevölkerung.
    Entweder er ist dem Besitzer bekannt, dann kann man ihn auch in Abwesenheit freischalten.
    Ich nehme aber grundsätzlich meine eigenen Chips, die ich dann problemlos per Brief verschicken kann.
     
  12. Andres

    Andres
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    Pöhse Puben erraten ihn deshalb nicht, sondern lesen ihn aus. Bessere (und leider auch teurere) Systeme basieren auf einem Handshake.

    Trotzdem ist das ein gutes System. Auch der mechanische Schlüssel ist nicht endgültig sicher und letztendlich ist die Haustüre auch nicht der entscheidende Punkt.
     
  13. #12 RP63VWÜ, 04.09.2020
    RP63VWÜ

    RP63VWÜ Erfahrener Benutzer

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    Dass dies kein Problem ist, sollte spätestens dann klar sein, wenn ja auch der Zylinder oder das Kassenterminal dies schafft.
    Es dürfte also kein großes Problem darstellen, eine Kopie eines Chips herzustellen.
    Dazu müsste imho aber ein freigeschalteter Chip vorliegen.
    Bei Mieterwechsel sperre ich den Chip (besser: den zugehörigen Hex-Code) zerstöre den zurück gegebenen, und bediene mich an meinem 30-Cent-Fundus.
    Dann kann die "Raubkopie" auslösen, wie sie will.
    (Und ich stelle spätestens beim nächsten Auslesen fest, dass da etwas erfolglos schlummert)
     
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