Büro aus zwei Einheiten - doppelte Nebenkosten?

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von greentom, 27.07.2012.

  1. #1 greentom, 27.07.2012
    greentom

    greentom Neuer Benutzer

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    Guten Tag,

    meine Eltern haben vor ca. einem Jahr neue Büroräume in einem Mehrfamilienhaus erworben. Es handelte sich um einen Neubau, bei dem zwei Einheiten in der Mitte des Gebäudes zu einem Büro zusammengefasst wurden, wodurch die Räume zwei Ein- bzw. Ausgänge besitzen. Beim Kauf wurde vertraglich vereinbart, dass es Möglich sein soll das Büro in Zukunft wieder in zwei separate Einheiten zu teilen, so dass zwei Kreise der Installation (Wasser, Strom, etc.) vorhanden sind.

    Bei der Nebenkostenabrechnung werden nun alle auf Einheiten veranlagte Kosten natürlich zweifach berechnet. Von Wichtigkeit wird wohl sein, dass im Grundbuch zwei Einheiten eingetragen sind. Meine Frage und bitte wäre nun, ob und wie man den Sachverhalt ändern könnte, damit das Büro nur als eine Einheit angesehen wird, eine Aufteilung jedoch in Zukunft Möglich bleibt.

    Der Verkäufer des Büros hat wohl die Miteigentümer befragt und bis auf zwei Parteien wären Alle bereit das Büro als eine Einheit anzusehen und dadurch 9€ pro Monat an Mehrkosten für sich selbst zu tragen.

    Vielen Dank für Ihre Bemühungen im Voraus
     
  2. AdMan

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  3. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Hallo,
    m.E. müssten alle betroffenen Mieter und (der) Vermieter mietvertraglich schriftlich zustimmen. Auch die Betriebskostenregelungen müssten miteinbezogen werden.
     
  4. #3 greentom, 27.07.2012
    Zuletzt bearbeitet: 27.07.2012
    greentom

    greentom Neuer Benutzer

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    Danke für die Antwort zu dieser Zeit.

    D.h. dass sowohl Eigentümer als auch derzeitige Mieter zustimmen müssten?!?
    Betriebskostenregelungen -> Was habe ich darunter zu verstehen? Könntest du mir ein Beispiel nennen?


    Danke
     
  5. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    greentom:

    "D.h. dass sowohl Eigentümer als auch derzeitige Mieter zustimmen müssten?!?"
    Natürlich. Genauer: Alle betroffenen Mietvertragsparteien.

    "Betriebskostenregelungen -> Was habe ich darunter zu verstehen? Könntest du mir ein Beispiel nennen?"
    Nebenkosten oder Betriebskosten lt. den Mietverträgen, bspw. Strom, Wasser, Heizung, Versicherungen, öfftl. Abgaben, Müllabfuhr, etc.
     
  6. #5 greentom, 27.07.2012
    Zuletzt bearbeitet: 27.07.2012
    greentom

    greentom Neuer Benutzer

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    Okay,

    also hätte man ins Grundbuch nur eine Einheit eintragen dürfen? Alle Parteien wussten vor dem Kauf, dass dort nur ein Büro entstehen wird. Ob ich mir nun jeweils zwei Zähler oder einen einbaue ist ja letztlich meine Sache, wenn ich dessen Kosten übernehme. Und die Tür ins zweite -nicht genutzte- Treppenhaus könnte man auch zumauern.

    Eine theoretische Frage. Hätte man das Büro als eine Einheit eingetragen und wollte daraus zwei Einheiten machen. Hätten dann auch alle Eigentümer+Mieter zustimmen müssen?

    Dem Verkäufer wurde auch von Beginn an klar gemacht, dass es primär ein Büro mit der Möglichkeit zur Teilung werden soll. Immerhin muss jetzt ungefähr der doppelte an Hausgeld bezahlt werden.
     
  7. #6 Tobias F, 27.07.2012
    Tobias F

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    Also da es sich um mehrerer Eigentumseinheiten in einer Eigentümergemeinschaft handelt haben die Mieter schon ein mal gar nichts zu sagen, denn die Kostenverteilung ist Sache der Eigentümergemeinschaft, welche per Beschluss regelen kann wie welche Kosten verteilt werden.
    Beispiel: nach WEG werden grundsätzlich alle Gemeinschaftskosten nach MEA verteilt. Die WEG kann aber beschließen das z.B. die Kosten der Verwaltung, die ja unabhängig von MEA - sondern pro Einheit anfallen, auch nach Einheiten (Anzahl der Wohnungen) verumlagt werden.


    Mit Verkäufer meinst Du hier den Bauträger?
    Auch der hat nichts zu sagen, er hat das Haus nur gebaut und ab dem Verkauf der Einheiten keinen Einfluss mehr darauf was die WEG macht.
    Wenn im Grundbuch und der Teilungserklärung zwei Einheiten aufgelistet sind so ist die Kostenverteilung, so lange die WEG nichts anderes beschliesst, grundsätzlich richtig.
     
  8. #7 lostcontrol, 27.07.2012
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    ich bin ja grad in einer ähnlichen situation - evtl. bauen wir eine praxis auf 2 wohnungen zurück.
    um die zustimmung der mieter (bei mir ist's ja keine WEG) mache ich mir absolut keine gedanken, denn in diesem fall wird's ja für alle billiger. es würde mich wirklich sehr verblüffen, wenn da dann jemand widerspricht.
    umgekehrt - wenn's für alle teurer wird - sehe ich da weit mehr probleme. von daher denke ich habt ihr da schon die praktischere variante gewählt in dem ihr das jetzt als eine einheit laufen lasst.
     
  9. #8 Martens, 27.07.2012
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    Da es sich offensichtlich um eine WEG handelt, sind Überlegungen zu Mietern nicht hilfreich.

    Sofern man Wohn- oder Teileigentum erwirbt, werden die Kosten gemäß der Teilungserklärung sowie ggfs. ergänzender Beschlüsse auf die Eigentümer verteilt. Das ist vorher bekannt (ob man es zur Kenntnis genommen und entsprechend verstanden hat oder nicht, spielt keine Rolle) und erst einmal nicht zu ändern.

    Für bestimmte Kosten kann seit 2007 eine abweichende Kostentragung beschlossen werden, hier sind aber die Voraussetzungen zu prüfen. Auskunft sollte der WEG-Verwalter geben können. Sofern die anderen Eigentümer diese aber nicht beschließen, bleibt alles, wie es ist.

    Es ist möglich, zwei Einheiten grundbuchlich zu vereinigen, die Kosten dafür übersteigen aber wohl den Nutzen (9€ pro Monat?).

    Sofern die beiden Einheiten später mal getrennt genutzt werden sollten, bietet es sich an, diese auch jetzt als zwei Einheiten zu behandeln.

    Christian Martens
     
  10. #9 Christian, 27.07.2012
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    Christian Gesperrt

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    Hallo,

    was sind das denn für Kosten?

    Vielleicht würde es in diesem Zusammenhang Sinn machen, über einen anderen Umlageschlüssel nachzudenken?
    Man könnte ja die Kosten, die nach Einheiten umgelegt werden, z.B. auch nach Fläche umlegen.

    Ist nur so eine Idee am Rande ...

    Gruß,
    Christian
     
  11. #10 Heidemarie, 27.07.2012
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    Ich suche da auch das Problem??????????

    Nebenkosten kann man doch nach qm abrechnen - fertig.
     
  12. #11 Christian, 27.07.2012
    Christian

    Christian Gesperrt

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    Warum "auch"? Sucht noch jemand außer dir?

    Ja, kann man - aber muss man nicht und macht man in diesem Fall wohl auch nicht.

    Gruß,
    Christian

    PS: Mindestens eine Taste deiner Tastatur scheint zu klemmen.
     
  13. Berny

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    Nöö, Heidemarie, fertig noch lange nicht, denn es könnte auch noch anderslautende vertragliche Regelungen geben.

    Nöö, Christian, dat is dem Heidemarie ihre klemmende Tastatur...:84:
     
  14. #13 Heidemarie, 27.07.2012
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    Ich finde jedenfalls, die Verteilung der Kosten anteilig auf die qm verteilt, am besten. Klar muß das vorher festgelegt werden. das ist ja auch nur eine Anregung.

    @Christian: Nein mein Tastatur ist vollkommen in Ordnung. Manchmal macht es einfach Spaß!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :-))
     
  15. Berny

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    Jaja, wie seinerzeit die Studentin bei mir, die mit 17% der Mietfläche des Hauses 45% des Warmwasserverbrauchs offenbarte.
    Dann wurden 14 Wasserzähler eingebaut und der Schrecken für die anderen Mieter war vorbei.
     
  16. #15 lostcontrol, 27.07.2012
    lostcontrol

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    in meinem fall wurden und werden auch weiterhin die meisten betriebskosten auf quadratmeter umgelegt. bis auf 3 ausnahmen, die nach partei umgelegt werden, nämlich schornsteinfeger, allgemeinstrom und wasser-grundgebühr. da diese posten letztendlich nur ein paar euro ausmachen, hab ich mir da bisher wenig gedanken drum gemacht, zumal ich wie gesagt nicht denke dass jemand rebelliert wenn er weniger zahlen muss. aber da sich jetzt ja die betriebskosten so oder so für alle ändern, werd ich die gelegenheit nutzen und versuchen das zu optimieren.
    mit dem schornsteinfeger wird's vielleicht schwierig - da haben wir 'ne extrem komplizierte situation.
    wasser-grundgebühr gehört eigentlich eh nach verbrauch umgelegt, das sollte nicht das problem sein, und beim allgemeinstrom find ich die umlage nach parteien eigentlich garnicht so falsch, wenn nicht grad dieser seltene ausnahmefall auftritt wie jetzt (aus einer grossen werden zwei kleinere parteien).
     
  17. #16 Christian, 28.07.2012
    Christian

    Christian Gesperrt

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    Hallo Losti,

    hier im Forum ist gerade ein anderer Thread aktiv, der deine Aussage eindrucksvoll widerlegt.
    Kernaussage aus dem Thread ist sinngemäß, daß Mieten nicht durch Leerstand bedingt mit einem verhältnismäßig hohen Anteil an den Fixkosten belastet werden dürfen.

    Gruß,
    Christian
     
  18. #17 lostcontrol, 28.07.2012
    lostcontrol

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    hm - klingt auch logisch. dann lass ich's halt wie's ist - nach parteien. wird dann für alle billiger.
    welcher thread ist das denn von dem du redest? dann les ich mir das mal durch.
     
  19. Syker

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    Hi Losti,

    Christian meint diesen hier

    VG Syker
     
  20. #19 lostcontrol, 28.07.2012
    lostcontrol

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    @ Syker - da geht's aber doch um die zähler-MIETE? bei mir geht's um die wasser-grundgebühr, also die gebühr für den wasser-hausanschluss. unsere wasserzähler sind (leider?) nicht gemietet, wär übrigens auch ungerecht, denn davon gibt's in jeder wohnung gleich mehrere (und es sind nicht immer gleich viele).
     
  21. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

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    OK mag sein das es nicht so ganz auf dich passt,
    war aber sicherlich der Tröödd den Christian meinte.

    Wie ist das denn mit deiner Grundgebühr?
    Ändert sich diese mit der Anzahl der Mieter, oder anhand des Verbrauchs?

    VG Syker
     
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