Bundestagswahl / Welche Partei aus Vermietersicht wählen?

Diskutiere Bundestagswahl / Welche Partei aus Vermietersicht wählen? im Feierabend-Stammtisch Forum im Bereich Technische Abteilung; Natürlich wirst Du davon nirgendwo etwas finden, denn mit dieser "Wahrheit" würde man evtl. auch Wähelr verschrecken. Das kommt denn durch die...

wuxel

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Ich kann da nirgendwo etwas von Enteignung oder Drangsalierung von Kleinvermietern finden.

Natürlich wirst Du davon nirgendwo etwas finden, denn mit dieser "Wahrheit" würde man evtl. auch Wähelr verschrecken. Das kommt denn durch die Hintertür und plötzlich fällt man wieder aus allen Wolken und ist überrascht was dann so alles im Gesetz steht. Hat man ja schön am Berliner Mietendeckel gesehen. Übrigens auch ein Prestigeprojekt der Linken das selbstverständlich auch für alle Kleinvermieter galt.

Wer wissen will wo die Reise mit den Linken hingehen könnte (auch für Kleinvermieter) dem empfehle ich die Lektüre "Das rote Berlin". Mehr muss man dazu dann auch nicht mehr sagen.
 

Tinnitus

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Die Linke unterstützt "Deutsche Wohnen und Co. enteignen" und die IL schreibt "Doch Eigentum ist keine Lösung". Mal ehrlich, die Zukunft sieht ganz so wie von manchen gewünscht aus: Alles ist ein Abo/Service, nichts wird mehr besessen. Von der Autobatterie über Musik, Filme, Serien, Software, Mobiltelefone, Computerspiele, eBücher, usw.
 
dabescht

dabescht

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Vor Enteignung hab ich nun mal wirklich keine Angst. Ich denke Deutsche Wohnen auch nicht. Das kann sich Berlin erstens nicht leisten und zweitens würde das vor Gericht scheitern. Das ist ne nette Wahlkampfstory fürs Klientel.
Bundesweiter Mietendeckel kann uns da schon eher weh tun. Kommt natürlich auf die Ausgestaltung an. Führt aber, wie das Experiment in Berlin gezeigt hat, nur zu Angebotsverknappung und eher zu Verkauf, statt zur Vermietung. Und davon hat ja das Klientel der Linkswähler nichts. Kapieren die nur nicht. Vermutlich um das Schlupfloch Verkauf zu schließen will die SPD jetzt die 10-Jahresfrist abschaffen. Auf lange Sicht führt das natürlich alles dazu, dass weniger investiert/gebaut/saniert wird. Zumindest von privat. Es bleiben dann nur die Großen übrig. Ist sicher nicht besser oder billiger für den Mieter. Es gibt ohnehin schon genug private die nicht (mehr) vermieten und lieber Leerstand haben. Hab ich selber viermal in der Familie.
 

CS.Immobilien

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Natürlich wirst Du davon nirgendwo etwas finden, denn mit dieser "Wahrheit" würde man evtl. auch Wähelr verschrecken. Das kommt denn durch die Hintertür und plötzlich fällt man wieder aus allen Wolken und ist überrascht was dann so alles im Gesetz steht. Hat man ja schön am Berliner Mietendeckel gesehen. Übrigens auch ein Prestigeprojekt der Linken das selbstverständlich auch für alle Kleinvermieter galt.

Wer wissen will wo die Reise mit den Linken hingehen könnte (auch für Kleinvermieter) dem empfehle ich die Lektüre "Das rote Berlin". Mehr muss man dazu dann auch nicht mehr sagen.

Natürlich wirst Du davon nirgendwo etwas finden, denn mit dieser "Wahrheit" würde man evtl. auch Wähelr verschrecken. Das kommt denn durch die Hintertür und plötzlich fällt man wieder aus allen Wolken und ist überrascht was dann so alles im Gesetz steht. Hat man ja schön am Berliner Mietendeckel gesehen. Übrigens auch ein Prestigeprojekt der Linken das selbstverständlich auch für alle Kleinvermieter galt.

Wer wissen will wo die Reise mit den Linken hingehen könnte (auch für Kleinvermieter) dem empfehle ich die Lektüre "Das rote Berlin". Mehr muss man dazu dann auch nicht mehr sagen.
Wer die Spielwiese der Linken Vorgängerpartei SED noch erlebte, die DDR, weiß das die Immobilien zum Leidwesen der Bevölkerung völlig planlos runtergewirtschaftet waren.
Motto "Ruinen schaffen ohne Waffen"
Einen erneuten Versuch sollten wir uns sparen.

Ein Wohnungstausch der Sonnenblumenpartei kommt für mich auch nicht in Frage. Wer bezahlt uns Vermietern hier die Mehrarbeit?
 
dots

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Der Gedanke des Tausches ist ja auf den ersten Blick zumindest nachvollziehbar.

Aber eigentlich wäre es m.E. besser, den Gesamttausch in Teile zu zerlegen.

Als Mieter will ich nicht mit einem anderen Mieter tauschen, sondern
- die bisherige Wohnung gefällt mir nicht mehr, man will diese Wohnung "loswerden"
- zusätzlich braucht man eine andere/neue Wohnung, welche bestimmte Kriterien erfüllen soll.

Das Problem beginnt also nicht damit, dass A und B miteinander tauschen wollen, sondern dass A eine nicht (mehr) passende Wohnung hat. Die will er erst mal loswerden. Der nächste Schritt ist dann, dass A eine andere Wohnung "braucht (haben möchte).

Dass A und B sich finden, und A die Wohnung von B gefällt, und umgekehrt - das ist relativ unwahrscheinlich. Es kommt vermutlich in vielen Fällen am Ende doch nicht zum Tausch.

Besser wäre es m.E., wenn A kündigt und was neues sucht. Dann könnte B die Wohnung von A mieten, C mietet die alte Wohnung von B und A die alte Wohnung von C. Alternativ kann man noch D, E und F in die Kette einfügen.

Bisher ist es jederzeit möglich, dass man- wenn man die aktuelle Wohnung nicht mehr braucht - diese kündigt, und sich was neues sucht.
Deshalb sehe ich den Vorteil von einem "direkten" Tausch nicht - mal davon abgesehen, dass sich das erst mal so anhört, als ob irgendeine Partei was tut, die Lösung hat, im Gespräch bleibt, ...
 

Ferdl

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Der Hintergedanke beim Tausch ist wohl eher der Mietpreis.
Es gibt genügend Fälle wo nach Auszug der Kinder, Tot des Ehepartners, gerne eine kleinere Wohnung genommen würde, diese jedoch teils erheblich teurer ist wie die derzeitige größere Wohnung und daher durchaus Einzelpersonen in für sie zu große Wohngen bleiben weil sie es sich nicht leisten können/wollen in eine kleinere zu ziehen.
Wie da Praktisch umsetzbar sein soll erschließt sich mit jedoch nicht.
Von daher wird das wohl ein Phantasiegebilde bleiben.
 
dabescht

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Mit der Tauscherei soll nur verhindert werden, dass irgendwelche Altverträge aus DM-Zeiten bei Neuvermietung mal auf das aktuelle Mietniveau gelupft werden.

Dass die gleiche Partei aber vom Vermieter verlangt, dass er stets in die Immobilie investieren soll um die Welt zu retten und danach die Miete auf Vorkriegsniveau belassen soll, gleicht der Quadratur eines Kreises.

Augenscheinlich sind zu wenige SPD-, Linke-, Grüne-Parteimitglieder Vermieter. Sonst würden die so einen Mist nicht ihr Wahlprogramm schreiben.

Was mir in der öffentlichen Diskussion völlig fehlt:

Neubauten werden immer seltener zur Vermietung zur Verfügung gestellt. Meiner Wahrnehmung, zumindest hier in unserer Region, wird hauptsächlich für Eigentümer gebaut.
Es ist einfach viel zu unattraktiv (auch wenn Reglementierungen der Miete bei Neubauten oftmals ausgenommen sind) für den privaten Investor/Vermieter.

Die Gestehungskosten (dank vielfältiger Vorschriften und Niedrigzins) sind mittlerweile bei min. 2500€ / qm angelangt. Bei 5% Brutto-Rendite, was ich für die ganze Arbeit für zu gering erachte, muss man hier schon 10,42€ kalt verlangt. Das ist für viele Mieter deutlich zu viel.

Und da es ja in den Parlamenten vor Juristen nur so wimmelt, geht auch niemand daran mal die Notarvergütung zu reformieren. Warum kassiert für eine halbe Stunde Standarttext vorlesen jemand rund 1,6-2%?
Oder warum sind Grundbucheintragungen so teuer?
Immerhin habe ich schon Grunderwerbssteuer zu bezahlen, sollte dieser Service da nicht inklusive sein?

Mir schwillt regelmäßig der Hals wenn ich solche Ahnungslosen-Diskussionsrunden im TV sehe.
 
immobiliensammler

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Augenscheinlich sind zu wenige SPD-, Linke-, Grüne-Parteimitglieder Vermieter. Sonst würden die so einen Mist nicht ihr Wahlprogramm schreiben.

Glaube ich nicht, alle Parteien versuchen alle möglichen Seiten abzudecken, die Mehrheit auch der Parteimitglieder kann denke ich schon abschätzen was davon Wahlkampf und was wirkliche Ziele sind. Gerade in Bayern schön zu beobachten: Söder versucht die Grünen beim Umweltschutz zu überholen (hat gleichzeitig den Bauern (Stammwähler der CSU) schon versprochen, dass dies alles schon nicht so schlimm wird), Seehofer als Innenminister der CSU deckt die rechte Flanke ab damit nicht zu viele zur AfD wechseln.
 
Andres

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Neubauten werden immer seltener zur Vermietung zur Verfügung gestellt. Meiner Wahrnehmung, zumindest hier in unserer Region, wird hauptsächlich für Eigentümer gebaut.
Es ist einfach viel zu unattraktiv (auch wenn Reglementierungen der Miete bei Neubauten oftmals ausgenommen sind) für den privaten Investor/Vermieter.
Das nehme ich auch so wahr. Wenn jemand ein Grundstück erbt, mag es ein bisschen freundlicher aussehen, ebenso wenn man ein eigenes Bauunternehmen führt, und wenn große Träger noch größere Projekte stemmen, mögen sie manchmal zu einem bestimmten Anteil Mietwohnungsbau verpflichtet werden, aber grundsätzlich steigen die Baupreise so viel stärker als die Mieten, dass niemand mit Kompetenz in Grundrechenarten freifinanziert Mietwohnungen baut, wenn er nicht muss. Entsprechend entwickelt sich das Angebot.

Wenn du stattdessen Eigentumswohnungen baust, kannst du Preissteigerungen voll durchreichen (wenn du rechnen kannst) und im Vergleich zum Mietrecht ist das Kaufrecht an Immobilien praktisch nicht reguliert. Wer nicht kaufen kann, z.B. weil er nie einen vernünftigen Eigenkapitalstock ansparen kann, der hat eben Pech gehabt.

Mir schwillt regelmäßig der Hals wenn ich solche Ahnungslosen-Diskussionsrunden im TV sehe.
Einfach nicht angucken. Unabhängig von selbst gewählten Bezeichnungen der Anstalten (ich mag das Wort ...), ist das Unterhaltungsprogramm, keine politische Informationsveranstaltung. Alleine das Format verhindert schon regelmäßig eine sachliche Diskussion. Wenn es dich nicht unterhält, schau es nicht an. Einen langweiligen Film schaue ich doch auch nicht zu Ende.
 

Hutchinson Hatch

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@Andres Es finden schon durchaus interessante Diskussionsrunden statt, nur fernab von Illner und co. Manch Münchner Runde auf Phoenix ist wirklich ansehbar, da dort die Leute auch mal einen Satz aussprechen dürfen und nicht ständig vom Gameshow-Master unterbrochen werden. "Fakt ist!" fiel mir diesbezüglich auch schon häufiger positiv auf.
 
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