CO2 Abgabe Beteiligung für Vermieter

Diskutiere CO2 Abgabe Beteiligung für Vermieter im Abrechnungs-/Umlagmaßstab Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo zusammen, entweder steh ich auf der Leitung oder kann es mir einfach nicht zusammen denken. Die geplante CO2 Abgabe. Soll das heißen dass...

ErdgeschossWohnung

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Hallo zusammen,

entweder steh ich auf der Leitung oder kann es mir einfach nicht zusammen denken.

Die geplante CO2 Abgabe. Soll das heißen dass ich bei einem einem miserablen Energieverbrauch einen großen Anteil der gesamten Heizkosten übernehmen muss?
Oder geht es hier um eine Beteiligung an der CO2 Steuer?

Unser Energieausweiß ist bei Stufe F also halb gelb halb rot. (Gasheizung BJ93)

Danke euch:-)
 

ErdgeschossWohnung

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Kann ich diese aus dem Jahresenergiebedarf berechnen?
 

Hutchinson Hatch

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Letztlich sind die reinen Kosten für die Vermieter in der Regel überschaubar. Ich halte nur die Folgewirkungen von der Politik nicht zu Ende gedacht. In schlecht sanierten Gebäuden dürfte ein Vermieter zweimal überlegen, ob er lieber ein Rentnerehepaar (mit viel Aufenthalt in der Wohnung) oder einen berufstätigen Single aufnimmt; ein höherer Heizungsverbrauch läßt den VM auch in eine höhere Stufe rutschen. Die Jobcenter-Kunden sind bei dem Heizungsmodell sowieso raus, da deren Motivation zum Energiesparen im Zweifel bei null liegt.
 
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Letztlich sind die reinen Kosten für die Vermieter in der Regel überschaubar. Ich halte nur die Folgewirkungen von der Politik nicht zu Ende gedacht. In schlecht sanierten Gebäuden dürfte ein Vermieter zweimal überlegen, ob er lieber ein Rentnerehepaar (mit viel Aufenthalt in der Wohnung) oder einen berufstätigen Single aufnimmt; ein höherer Heizungsverbrauch läßt den VM auch in eine höhere Stufe rutschen. Die Jobcenter-Kunden sind bei dem Heizungsmodell sowieso raus, da deren Motivation zum Energiesparen im Zweifel bei null liegt.
Wie Du sagst nicht durchdacht.

Eine Familie mit 5 Personen schicke ich nun zur Volkswohnung, bei mir zieht der CO2 Günstigere Single ein.
 

ehrenwertes Haus

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Mit einer Heizkostenabrechnung mag eine Aufteilung der CO2-Abgabe zwischen VM und Mieter noch relativ leicht umsetzbar sein.

Gebäude unter Denkmal- und Millieuschutz sind außen vor, da in diesen Fällen i.d.R nicht bzw. nur sehr eingeschränkt energetisch saniert werden darf.

Bleibt abzuwarten wie sich unsere Polithäuptlinge zu Etagenheizungen äußern. Hierfür gibt es i.d.R. keine Heizkostenabrechnung vom VM.
Ebenso zu Heizungen im Mietereigentum. Heute zwar nicht mehr üblich, in alten Verträgen, gerne mit Generationenwechsel, durchaus noch anzutreffen.
 

Hutchinson Hatch

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Bleibt abzuwarten wie sich unsere Polithäuptlinge zu Etagenheizungen äußern. Hierfür gibt es i.d.R. keine Heizkostenabrechnung vom VM.

Ich denke, hier wird der Mieter das Geld vom Vermieter aktiv einfordern müssen, eine andere Möglichkeit sehe ich hier nicht.
 

qwer1234

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Aber der Mieter könnte doch einen gasvertrag mit 100% Biogas abschließen, dann gäbe es 0 CO2 Abgabe, da keines anfällt. Könnte man ja vom Mieter verlangen, dass er so einen abschließt.
 

Ferdl

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Man kann das Ganze auch mal Relativieren.
Ich hab mal eine Rechnung über den dicken Daumen gemacht, Altbau, Einstufung 50%, ab 2025 = 55 €/to CO2
Da lande ich bei 8-9 €ct m²/Monat Vermieteranteil.

Ja, das ist ärgerlich, aber im Ernst, wem das die Kalkulation versaut, hat nicht nur ein wenig verkehrt gemacht.
 

ehrenwertes Haus

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Man kann das Ganze auch mal Relativieren.
Ich hab mal eine Rechnung über den dicken Daumen gemacht, Altbau, Einstufung 50%, ab 2025 = 55 €/to CO2
Da lande ich bei 8-9 €ct m²/Monat Vermieteranteil.

Ja, das ist ärgerlich, aber im Ernst, wem das die Kalkulation versaut, hat nicht nur ein wenig verkehrt gemacht.
Das ist nur der sichtbare Teil.

Neue Berechnungsformeln in eine Heizkostenabrechnung einbauen ist nicht der große Akt. Das überkritischen Mietern vermitteln schon.
Es ist aber wieder ein Punkt mehr, der zu Diskussionen führen wird und nicht immer zwischen Mieter und VM bleiben wird, auch bei korrekter Abrechnung.
Und das wegen Summen, die für beide Seiten den Kohl nicht fett machen, mit super ABM-Potential für VM, Juristen und Mieter-RS.

Am Ende zahlen ohnehin die Mieter diesen Mehraufwand. Ob über Mieterhöhungen oder höhere "Einstiegsmiete" bei Neuvermietung, spielt im Ergebnis keine Rolle.
Da VMs ohnehin die Lieblingsprügelknaben für Preissteigerungen auf dem Mietmarkt sind, wird nur 1x mehr verschwiegen, dass diese Preissteigerung auf Beschlüssen unserer Volksvertreter basiert. Ebenso wie fast alle Maßnahmen, die den Mietsektor regulieren sollen.
 

qwer1234

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Das ist nur der sichtbare Teil.

Neue Berechnungsformeln in eine Heizkostenabrechnung einbauen ist nicht der große Akt. Das überkritischen Mietern vermitteln schon.
Es ist aber wieder ein Punkt mehr, der zu Diskussionen führen wird und nicht immer zwischen Mieter und VM bleiben wird, auch bei korrekter Abrechnung.
Und das wegen Summen, die für beide Seiten den Kohl nicht fett machen, mit super ABM-Potential für VM, Juristen und Mieter-RS.

Am Ende zahlen ohnehin die Mieter diesen Mehraufwand. Ob über Mieterhöhungen oder höhere "Einstiegsmiete" bei Neuvermietung, spielt im Ergebnis keine Rolle.
Da VMs ohnehin die Lieblingsprügelknaben für Preissteigerungen auf dem Mietmarkt sind, wird nur 1x mehr verschwiegen, dass diese Preissteigerung auf Beschlüssen unserer Volksvertreter basiert. Ebenso wie fast alle Maßnahmen, die den Mietsektor regulieren sollen.
Genau, so sehe ich das auch. Es geht mir nicht um die 30 EUR pro Jahr, die zahlen kurz oder lang eh meine Mieter. Aber es ist halt wieder noch ne Stufe, alles komplizierter zu machen und fehleranfälliger.

Meine Mieter haben alle Gasetage oder Fernwärme, haben also eigene Verträge mit den Energiefirmen. Somit muss jetzt jeder Mieter mit mir abrechnen. Das nervt mich.

Stellt sich die Frage, ob in diesem Fall der Mieter ähnlich strenge formale Vorgaben erfüllen muss bei seiner Abrechnung wie der Vermieter bei dessen Abrechnung.... Ich hab ein paar nicht ganz intellektuelle M, da könnte es schon happig werden...
 

Ferdl

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Somit muss jetzt jeder Mieter mit mir abrechnen.
Genau das kann ich mir nicht vorstellen, üblicherweise wird der normale Mieter vom Gesetzgeber wie ein unterbelichteter, geschäftsunfähiger Depp, der vor allem Beschützt werden muss, behandelt.
Dass der auf einmal selbstständig unternehmerisch handeln soll, kann ich mir nicht vorstellen, genauso wenig wie ich ich mir vorstellen kann, das der Durchschnitsmieter das real tatsächlich auf die Reihe bekommen wird.
Von daher, denke ich, kommt da noch was nach. Wie immer, bei solch unausgegorenen Vorhaben.
 

set

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Ich bin auch gespannt wie das funktionieren soll. Mein Mieter rechnet auch direkt mit dem Versorger ab, da er eine eigene Heizung hat. Ich werde erst mal garnichts unternehmen und abwarten.
 
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Genau das kann ich mir nicht vorstellen, üblicherweise wird der normale Mieter vom Gesetzgeber wie ein unterbelichteter, geschäftsunfähiger Depp, der vor allem Beschützt werden muss, behandelt.
Dass der auf einmal selbstständig unternehmerisch handeln soll, kann ich mir nicht vorstellen, genauso wenig wie ich ich mir vorstellen kann, das der Durchschnitsmieter das real tatsächlich auf die Reihe bekommen wird.
Von daher, denke ich, kommt da noch was nach. Wie immer, bei solch unausgegorenen Vorhaben.
Der Nanny Staat kümmert sich um seine dummen Schafe.

Ich denke das Versorger genötigt werden die Umlegung der CO2 Strafsteuer auf VM fett und rot in die Rechnung zu schreiben.


Ich mach nix von allein. Und wenn die linken Politiker denken der VM zahlt die Zeche selber , dann haben Sie sich geirrt. Es gibt eine saftige Neuvermietungserhöhung trotz Fake Niedrig Mietspiegel.

Ansonsten gibt es noch alternativ Airbnb, WG Zimmer oder möbliertes Wohnen oder die Butze teuer verkaufen und dort investieren wo keine Idioten die Gesetze machen.
 
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qwer1234

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Ich denke das Versorger genötigt werden die Umlegung der CO2 Strafsteuer auf VM fett und rot in die Rechnung zu schreiben.
Ja, aber lustig wird es dann werden, wie der Mieter dann rausbekommen soll, welchen Anteil er weiterreichen kann. Im Energieausweis steht das so einfach ja nicht drin. Da steht ja nur kWh/m2 drin. Hat nichts damit zu tun, wie viel CO2 ausgepustet wird. zudem hat man bei der Gasetagenheizung das Problem, dass da auch Wasser mit erhitzt wird. Wie will man das rausrechnen?
 

Hutchinson Hatch

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Ja, aber lustig wird es dann werden, wie der Mieter dann rausbekommen soll, welchen Anteil er weiterreichen kann. Im Energieausweis steht das so einfach ja nicht drin. Da steht ja nur kWh/m2 drin. Hat nichts damit zu tun, wie viel CO2 ausgepustet wird. zudem hat man bei der Gasetagenheizung das Problem, dass da auch Wasser mit erhitzt wird. Wie will man das rausrechnen?

Nochmal: So schwierig wird das wohl nicht werden. Auf der Gasrechnung steht der CO²-Verbrauch; diese Rechnung gibt man an den Vermieter weiter. Dort dividiert er den Verbrauch durch die Quadratmeter, schon hat man die Stufeneinteilung.

Nicht das meine Motivation besonders hoch ist, den Mieter darauf aktiv hinzuweisen, aber machbar sollte es für Vermieter schon sein.
 

qwer1234

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Nochmal: So schwierig wird das wohl nicht werden. Auf der Gasrechnung steht der CO²-Verbrauch; diese Rechnung gibt man an den Vermieter weiter. Dort dividiert er den Verbrauch durch die Quadratmeter, schon hat man die Stufeneinteilung.

Nicht das meine Motivation besonders hoch ist, den Mieter darauf aktiv hinzuweisen, aber machbar sollte es für Vermieter schon sein.
Da bin ich aber gespannt, ob das so geht. Weil wenn einer viel heizt, dann verschlechtert sich die Stufe. Objektiver zur Stufeneinteilung wären die Angaben im Energieausweis.
 
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