Darf der Vermieter das wirklich, was soll ich tun?

Dieses Thema im Forum "Mietvertrag über Stellplätze" wurde erstellt von Wommel, 30.08.2015.

  1. Wommel

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    Im Mai diesen Jahres wurde ich auf ein Zeitungsinserat aufmerksam, wo ein ehemaliger Bauernhof Stellplätze für Wohnwagen, Wohnmobile, PKW usw. zur Miete/ offen von je ab 30 Euro im Monat anbot. Ich setzte mich mit dem Vermieter in Verbindung und mietete 5 Stellplätze an zu jeh 30 Euro. Er bot mir zudem eine Garage bei sich dort im Wohnhaus an für eine monatliche Miete von 120 Euro im Monat , inklusive Strom. Der Vertrag wurde abgeschlossen bis zum Jahre 2020 mit der schriftlichen Zusicherung, das es keine Mieterhöhung für die Garage geben wird. Die Miete muss dort jeden Monat in bar bezahlt werden; gut, es gibt eine Quittung wenigstens.
    Nur einen Monat später meldete sich bei mir schriftlich eine Tante des Vermieters aus München die angab, ein notarielles "Mitspracherecht" in Vermietangelegenheiten zu haben. So gut, so schön dachte ich, sie ist nicht meine Vertragspartnerin; nehme ich nicht für ernst. Auf jedenfall erklärte mir nun der Vermieter in ihrem Auftrag, das ab kommenden Monat, also Juni, eine Gebühr für das Nutzung des Wegerechtes anfallen würde. Diese würde im Monat 100 Euro, zusätzlich zur Garagenmiete ausmachen. Das lehnte ich strickt ab, der Vermieter gab nach und ich musste mich verpflichten, jetzt im Monat 10 Arbeitsstunden zu leisten in Form von Rasen mähen, Pflanzen und Hecken schneiden usw.. Da ich mit den Fahrzeugen nicht so schnell weiss wohin, habe ich dem zugestimmt. Aber der Vermieter bestimmt nun, wann ich was und wie zu machen habe, unabhängig ob ich arbeiten muss oder nicht. Er ruft am Tag mindestens 2-3 mal an, beschwert sich, das ich nicht ans Telefon gehe.
    Vorkurzem schickte er mir über seinen Rechtsanwalt einen Brief, das er die Kopien der Briefe von den dort abgestellten Autos haben möchte. Ich solle nachweisen, das ich der Eigentümer bin. Ausserdem solle auch meine Frau den Garagenmietvertrag mit unterschreiben (zur Sicherheit, welche Sicherheit bitte schön?). Und er und sein Rechtsanwalt möchten mich gerne zuhause besuchen, warum und weshalb? Wurde mir nie gesagt!
    Jeden Tag habe ich von ihm irgendwelche Zettel am Auto oder im Briefkasten, wann welche Gartenarbeiten zu erledigen sind. Natürlich verzählt er sich auch sehr gern bei den geleisteten Stunden; immer zu meinem Ungunsten, aber ich kann auch rechnen und schreibe alles auf.
    Heute fand er etwas ganz neues, sein Rechtsanwalt hatte versucht als ich nicht da war, über den Notausgang, welcher aus dem Haus in die von mir angemietete Garage führt; aber nicht als solcher gekennzeichnet ist zu gelangen, da ich dort 3 kleine Regale angebracht habe. Ich fragte darauf hin, welche Notsituation es denn gegeben hätte, das dieser dort versuchte einzudringen? Das würde keine Rolle spielen, generell müsste jede Türe frei bleiben, war des Vermieters Antwort.
    Er drohte mir damit zu kündigen, falls bis Dienstag diese Türe nicht komplett zu öffnen ist. Sie geht zu öffnen, aber momentan etwa nur 10 cm weit. Werde ich aber so machen, das das kein Problem darstellt. So aber, gelangt der Vermieter praktisch zu jeder Zeit in die von mir gemietete Garage, ohne das ich etwas dagegen tun kann, oder!?
    Jeden Monat muss ich die Fahrzeuge von da nach da, und dann wieder nach da setzen, bischen Schikane, stehe ich aber drüber.
    Was würdet Ihr in so einer Situation machen? Ich bin doch sehr streitbar und werde hier nicht nachgeben, warum auch!? Aber er meinte heute noch zu mir...der Dirk(???), der will hier nämlich rein...! Nur dazu muss er mich erst einmal rausklagen und das wird für ihn ein sehr hartes Brot!
    Falls jemand für mich Urteile hat in diesen Angelegenheiten, wäre ich doch sehr dankbar; auch für jeden weiteren Ratschlag oder Tip! Habe ich ein Recht auf Schadensersatz, falls ich mich entscheide, dort früher auszuziehen? Aber ehrlich, das will ich garnicht!
    Noch zum Schluss, es gibt keinen anderen Weg zur Garage, ich muss also etwa 150 Meter von einer öffentlichen Strasse aus über seinen Weg fahren um an die Garage zu kommen. Und dafür muss ich Miete bezahlen jeden Monat plus 10 Stunden Gartenarbeit oder ebend noch zusätzlich 100 Euro pro Monat. Das kann niemals gerecht sein!? Danke für Eure Hilfe!!!
     
  2. AdMan

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  3. Andres

    Andres
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    So hat eben jeder seine Hobbies. Manche sammeln Briefmarken, andere beantworten Fragen in einem Forum - du möchtest dir mit dem Hammer auf deine Zehen schlagen. Wenn's Spass macht ...

    Wenn der Sarkasmus dann ausreichend durchgeschlagen hat, setzt sich danach vielleicht der Verstand durch: Der Vermieter will dich offenkundig loswerden. Auch wenn er dabei weitgehend nicht im Recht ist, muss man sich doch ernsthaft fragen, was dieser Kleinkrieg bringen soll. Daher kann der Rat eigentlich nur lauten: Suche umgehend eine andere Abstellmöglichkeit, einige dich mit dem Vermieter auf eine Aufhebung des Vertrages.


    Einzelkritik:

    Vielleicht hättest du dir viel Ärger sparen können, wenn du diese Sache etwas ernster genommen hättest. Wenn man dem Vermieter nämlich schon an diesem Punkt unmissverständlich klar gemacht hätte, dass man zwar ein netter Kerl ist, aber auf die Einhaltung des Vertrages besteht, dann wären die Fronten deutlich schneller geklärt gewesen. Wer an der Nutzung der Mietsache ein "Mitspracherecht" hat, kann dir nämlich ziemlich egal sein - wenn der Vermieter etwas vermietet hat, das er nicht vermieten durfte, dann ist das sein Problem. Wie er das wieder hinbiegt und seinen Verpflichtungen nachkommt, ist seine Sache.

    Bei den sonstigen Absurditäten dieser Räuberpistole könnte man auch mal vorsichtig nachfragen, ob es diese "Tante" überhaupt gibt. Das eröffnet ganz neue Sichtweisen, z.B. Betrug ...


    Ja was denn nun? Strikt abgelehnt oder zu Sklavenarbeit verpflichtet? Auch hier hätte man dem Vermieter mal freundlich aber bestimmt mitteilen sollen, dass er sich gefälligst an den Vertrag zu halten hat. Steht dort nichts von der Beteiligung an Kosten für eine Grunddienstbarkeit (die Wirksamkeit wäre eine andere Frage), hat sich das Thema erledigt.

    Wie man außerhalb der Starkbierzeit auf die Idee mit diesen Arbeitsstunden kommen kann, erschließt sich mir nicht.


    Überrascht?


    Auf welcher Grundlage beruht dieser Anspruch? Nebenbei heißen die nicht mehr Brief.


    Gleiche Frage: Anspruchsgrundlage? Wozu soll dieser Nachweis gut sein?


    Sicherheit für die Mietzahlung. Die Frage nach dem Anspruch hatte ich doch schon irgendwo gestellt ...?


    Gegenvorschlag: Die Räume der Kanzlei. Die Gründe kann man dort besprechen.


    Wie kann man durch einen Notausgang (egal ob gekennzeichnet oder nicht) irgendwo eindringen? Entweder ist es ein Notausgang, dann ist er zumindest in Fluchtrichtung (du schreibst: aus dem Haus) offen, oder es ist keiner. Sollte abgeschlossen sein: Anzeige wegen Hausfriedensbruch. Sollte es ein Fluchtweg sein: Ist schon aus pragmatischen Gründen freizuhalten, und zwar jederzeit.

    Noch dazu ist es vermutlich nicht erlaubt in der Garage Regale oder andere Möbel aufzubauen bzw. generell Dinge zu lagern. Solche Räume unterliegen in den meisten Bundesländern einer ziemlich strikten Zweckbindung.


    Hat sich damit dann wohl erledigt.


    Was erwartest du darauf als Antwort? Die Benutzung von Türen müssen wir dir hoffentlich nicht erklären.


    Warum musst du?


    Das kommt auf die Umstände an, unter denen du die Räume verlässt. Allgmein erfordert Schadenersatz eine schuldhafte Pflichtverletzung der Vermieters und einen bezifferbaren Schaden deinerseits. Dass der Vermieter dir mit seinen Forderungen auf die Nerven fällt, ist weder eine schuldhafte Pflichtverletzung (dazu müsste man ihm schon nachweisen können, dass er vorsätzlich Dinge fordert, auf die er keinen Anspruch hat - knapp neben unmöglich) noch ein Schaden. Vereinfacht gesagt: Die Beschädigung des persönlichen Nervenkostüms ist kein zu ersetzender Schaden.

    Daher auch mein Rat von oben.
     
    Akkarin, Nanne und Syker gefällt das.
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