Darf ein Mieter bei Auszug Waschbecken, Steckdosen, etc. mitnehmen?!

Dieses Thema im Forum "Übergabe Ein- oder Auszug" wurde erstellt von blindie, 17.01.2010.

  1. #1 blindie, 17.01.2010
    blindie

    blindie Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    23.10.2009
    Beiträge:
    16
    Zustimmungen:
    0
    Hallo zusammen,

    ich habe mal wieder eine kurze Frage zu unserem Lieblings-EX-Mieter :).

    Er ist nun ausgezogen, heute war Übergabe (ENDLICH) und wir sind das erste Mal seit Existenz der Wohnung in der Wohnung selbst gewesen.
    Übergabeprotokoll war vorbereitet, eine neutrale Person für Fotos und Dokumentation war dabei.

    Nun... verwüstet hat er die Wohnung nicht, aber...
    - jede einzelne Steckdose ausgeschraubt
    - Waschbecken, Armaturen und Spiegel im Bad abmontiert und mitgenommen, so dass jetzt im Fliesenspiegel, wo der Spiegel war, ein Loch von 4 x 3.5 Fliesen ist
    - Türen ausgehängt und mitgenommen
    - Scharniere von Einbauschränken etc. abmontiert
    - die Schränke der Einbauküche um jegliche Front erleichtert, so dass wir nun eine "Maßangefertigte" Unterbaukonstruktion drin stehen haben ohne eine Tür
    - Waschbecken in der Küche und Armaturen sind weg
    - Herd / Ofen sind natürlich auch draußen, das geht aber soweit, dass die "Wand" hinter dem Ofen "offen" ist, also ohne Verkleidung

    Kurz: Er hat jegliche Metallteile mitgenommen, so dass wir die Wohnung erstmal nicht nutzen können.

    Und das allerbeste:
    Im Hof hat er die Werkstatt-Tür mit schwarzer Farbe besprüht, weil er die eigentlich ausbauen wollte, aber nach einer Aufforderung unsererseits im September die Schlüssel dafür abgegeben hat.

    Meine Frage ist jetzt:

    Man liest ja immer wieder: Sanitär-Einrichtung geht mit Einbau in das Eigentum des Vermieters / Eigentümers über.
    Stimmt das so?
    Ein freies Waschbecken ist zwar schon verbunden, aber ja auch jederzeit änderbar.
    Genauso Amaturen usw. Der Spiegel geht mir auf den Sender, weil das Loch im Fliesenspiegel schon arg unschön ist...

    Wie verhält es sich mit Steckdosen??!?

    Und die Sachbeschädigung im Hof? Er hat sie ja sogar vor der neutralen Person zugegeben?!

    Nur zum Hintergrund:
    Die Wohnung wurde von ihm selbst ausgebaut, d.h. vor ihm war das eine Scheune, und die Scheune hatte keine Steckdosen :-). Er hat also nur Sachen ausgebaut, die er selbst auch eingebaut hatte.

    Besten Dank und schönen Tatort-Abend
    blindie
     
  2. AdMan

    Schau mal hier in diesem Ratgeber. Dort findet man viele Antworten!

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2 Thomas76, 17.01.2010
    Thomas76

    Thomas76 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.08.2009
    Beiträge:
    1.693
    Zustimmungen:
    0
    Wie war das mit dem Ausbau der Scheune denn im Mietvertrag geregelt ?

    Wenn es sich nur um die Vermietung ohne weitere handelt, würde ich meinen, das der Mieter natürlich alles wieder mitnehmen kann, was er eingebaut hat.Dadurch entstandene Schäden wird er allerdings beheben bzw. ersetzen müssen.

    Den Schaden an dieser Werkstatt-Tür (ich nehme mal an, die Tür war schon vor seinem Einzug da ? ) wird er ebenfalls beheben bzw. ersetzen müssen.
     
  4. #3 pragmatiker, 17.01.2010
    pragmatiker

    pragmatiker Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    10.07.2007
    Beiträge:
    1.273
    Zustimmungen:
    0
    grundsätzlich muss und darf der mieter die gemietete sache so zurückgeben, wie er sie bezogen hat und normale abnutzung muss er nicht ersetzen. alles andere bedürfte einer mietvertraglichen vereinbarung.
     
  5. #4 blindie, 17.01.2010
    blindie

    blindie Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    23.10.2009
    Beiträge:
    16
    Zustimmungen:
    0
    Hallo,

    das war gar nicht geregelt (nicht nachfragen, die Bauchschmerzen hören eh grad erst so langsam auf :) ). Er hat nur einen stinknormalen Standard-Mietvertrag über eine Miete in Höhe von xxx.
    Da steht nix drin, dass er die Wohnung selbst ausbaut etc.

    Was genau heißt denn "Vermietung ohne weitere"?
    Was wäre denn der daraus entstandene Schaden im Falle des Bade? Das Loch in der Fliesenwand?

    Die Werkstatt-Tür war schon 2-3 Monate vor dem Einzug da, er hat sie aber selbst hergestellt und eingebaut.
    Da er ja alles, was er selbst gebaut hatte, demontiert hat, wollte er die natürlich auch noch abnehmen, ging aber halt nicht. Also hat er sie besprüht. Mich hat allerdings gewundert, dass er das auch noch zugegeben hat - ich hätte eher erwartet, dass er sagt, wir müssten ihm das erstmal beweisen...
    Aber die Werkstatt gehörte ja noch nicht mal zu seinem gemieteten Wohnraum dazu...?!
    Geht eine festeingebaute Tür nicht in das Eigentum des Eigentümers über?

    Für die Wohnung gibt es kein Übergabeprotokoll...
    Wahrscheinlich wird auch kein Gericht der Welt das eindeutig auseinanderklauben können, weil der Ausbau ja von unserem Geld finanziert wurde.
    Aber nach manchen Mietnomaden-Geschichten hier im Forum sind wir vielleicht noch glimpflich davon gekommen. Steckdosen und Waschtisch kosten ja nicht die Welt... :)

    Aber wegen dem Rückbau:
    Er kann ja nicht von unserem Geld die Wohnung ausbauen und bei Auszug (der nicht geplant war, aber von ihm gewünscht wurde) die Wände wieder rausreissen und die Dämmung zerstören? Dach, Fenster, etc..., das kann ich mir nicht vorstellen?!
     
  6. Larina

    Larina Benutzer

    Dabei seit:
    11.01.2010
    Beiträge:
    33
    Zustimmungen:
    0
    Oh Schreck...... was es alles so gibt .... sehr knifflig :?
     
  7. #6 Michael_62, 17.01.2010
    Michael_62

    Michael_62 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    02.06.2009
    Beiträge:
    1.097
    Zustimmungen:
    0
    Du formulierst hier ziemlich unklar.

    Wer hat hier mit wessen Geld angeschafft und ausgebaut?

    Auch wenn nichts schriftliches, irgend etwas müsst Ihr doch vereinbart haben?

    Bei Eigenausbau gibt es verschiedene Eigentumsmodelle. Aber die müssen schon festgelegt werden. Eine grundlegende Annahme zu irgendwas besteht da nicht.

    Deswegen sollte man von Modellen, in denen Mieter irgend etwas tuen GANZ WEIT ABSTAND halten.

    :stupid
     
  8. #7 Thomas76, 17.01.2010
    Thomas76

    Thomas76 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.08.2009
    Beiträge:
    1.693
    Zustimmungen:
    0
    Ich hab noch mal einen kurzen Blick auf deine älteren Beiträge geworfen, das war ja diese ultra-vertrackte-nichts-genaues-weiß-man-nicht-Geschichte, wo die Mutter vor X Jahren mal irgendwie halb auf Zuruf vermietet hat :garfield

    Dann kann er alles, was er eingebaut hat auch wieder mitnehmen.

    Damit meinte ich eine schriftliche Regelung, wer wie was mit welchem Geld ausbauen darf/soll/muß.Aber die gibt es ja leider nicht.

    Nein, denn er hat ja selber das Bad gefließt, und auch ansonsten den kompletten Innenausbau selber gemacht, oder ? Schäden wären z.B. Löcher für das anbohren des Waschbeckes, etc..Da aber vorher ja nur eine Scheune da stand, wird es praktisch gesehen wohl keine wirklich Schäden geben

    Boah, das ist ja schon wieder so ein völlig verkomplizierter Fall.Mal andersherum gefragt : Wenn der Herr so nett war, und euch eine (vernünftige ?) Tür für eine Werkstatt baut, die er nicht mal gemietet hat, wäre ich an eurer Stelle erst mal dankbar dafür.Das er die nun bemalt hat ist ja nicht so schlimm, er hätte sie ja auch komplett wieder mitnehmen können.

    Letzlich stellt es sich für mich so dar, das der Ex-mieter euch kostenlos (?) eine Werkstatttür gebastelt hat.

    Genau das ist ja das Hauptproblem in diesem Fall : da das alles nicht genau und nachweisbar geregelt wurde, wird's eben extrem schwierig werden, irgendwelche Forderungen zu begründen.
    Darüber hinaus muß auch die Arbeitszeit des Mieters bedacht werden, immerhin hat er ja eine Scheune in eine vernünftige Wohnung verwandelt, oder sehe ich das falsch ?

    Hat er das denn gemacht ? Ansonsten sind wir wieder beim gleichen Problem : Was ist genau beweisbar ? Vermutlich gar nichts.Also hat der Mann rechtlich gesehen irgendwann mal eine klapprige Scheune gemietet, und alles was er dort eingebaut hat, kann er auch wieder mitnehmen.

    Diese Geschichte von wegen eingebaute Dinge können nicht wieder ausgebaut werden gelten tlw. für nach Beauftragung für euch eingebaute Dinge, aber nicht generell für Dinge, die ein Mieter für sich eingebaut hat.

    Angesichts der total ungeregelten Gesamtlage würde ich die Sache so auf sich beruhen lassen, das dürfte das einfachste sein.Immerhin ist der Mieter nun draussen, kommt auch nicht wieder und hat aus einer Scheune eine Wohnung gemacht (oder ?).Ich weiß gar nicht, ob ihr da unter dem Strich wirklich verlust gemacht habt.

    Der Versuch, das alles rechtlich korrekt auseinanderzuklabüstern, wer nun wen für was bezahlt hat und wem welches Waschbecken gehört, etc. dürfte sowohl finanziell als auch nervlich ein Faß ohne Boden werden.
     
  9. #8 lostcontrol, 17.01.2010
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    04.08.2006
    Beiträge:
    16.606
    Zustimmungen:
    831
    blindie - vielleicht setzt du ja einen link auf den thread, in dem du uns das alles berichtet hast nochmal in diesen thread hier rein?
    ich erinnere mich um was es geht, aber ich glaub vielen anderen ist das jetzt so spontan nicht klar...

    bezüglich steckdosen: wollen wir hoffen dass nur von den verkleidungen die rede ist (die tatsächlich im normalfall nicht allzu teuer sind) und nicht von der eigentlichen technik dahinter (die nämlich, zumindest wenn ich in meine elektriker-rechnung schaue, dann doch eben recht teuer ist).

    ich fühle mit dir, aber ich fürchte du hast wirklich schlechte karten.
    ihr habt da einfach viel zu wenig geregelt, und jetzt zu sagen "sieh's als lehrgeld" finde ich zwar in den meisten fällen durchaus angebracht, aber bei euch tut's mir enorm leid dass eure mutter da so unglaublich leichtgläubig und gutmütig war...
    da ist nicht nur ein kleinwagen im nirwana verschwunden, das dürfte ja schon ein kleiner fuhrpark sein der da vom hof gefahren ist...
     
  10. #9 blindie, 17.01.2010
    blindie

    blindie Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    23.10.2009
    Beiträge:
    16
    Zustimmungen:
    0
    Ne, ich formuliere schon so gut wie möglich klar - das Problem ist, dass es sich nicht genauer fassen lässt :D !

    Die Scheune gehört uns.
    Er baut aus.
    Mit unserem Geld.

    So einfach isses :-).

    Er hat für den kompletten Ausbau freie Hand gehabt, konnte Materialien (nicht grad billiger Vermietungsstandard) auswählen, Wände gestalten, wie er wollte (jetzt haben wir rundrum Holzvertäfelung) und hat nie irgendein No-Go von uns erhalten.
    Achtung Festhalten: Damit das für meine Mutter (die das damals angeleiert hat) am einfachsten ist, hat sie ihm eine Kontovollmacht für das Kreditkonto gegeben.
    D.h. er hat sich das Geld geholt und seine Rechnungen bar bezahlt, Quittungen/Rechnungen haben wir aber nur für die Baumaterialien wg Steuerberechnung erhalten (haben wir auch erst jetzt festgestellt, seit wir das von unserer Mutter übernommen haben...).

    Kompliziert wird die Sache nur deswegen, weil die Kreditsumme - laut ihm - nicht ausgereicht hat und er noch seinen privaten Bausparvertrag reingehängt hat. Beweise für die Summe haben wir nie gesehen. Ab wann es quasi von ihm bezahlt wurde, was von uns... no idea. Nur: Er hat ja auch nicht grad die billigsten Materialien gewählt. In eine Mietwohnung würde ich jedenfalls kein Nanotech-Waschbecken von V&B für 2000 DM reinsetzen?

    Schriftlich ist gar nix vereinbart, mündlich war nur ausgemacht, dass er ausbaut und drin wohnen bleiben kann, bis er in einer Kiste rausgetragen wird. Er zahlt quasi mit seiner Miete den Finanzierungskredit ab und wenn der Kredit abbezahlt ist, reduzieren wir die Miete.

    Irgendwann mal hat das ja gut gestartet, so vor 10-12 Jahren :).

    Ich sag ja, kein Gericht der Welt wird das im Falle des Streits auseinanderklauben können...
     
  11. #10 Thomas76, 17.01.2010
    Thomas76

    Thomas76 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.08.2009
    Beiträge:
    1.693
    Zustimmungen:
    0
    Also im Baumakrt ist's genau umgekehrt, da sind die Abdeckungen mindestens so teuer wie die Einbauten ;)

    Aber Steckdosen kosten nun nicht die Welt, die dürften an dem ganzen das kleinste Problem sein.
     
  12. #11 blindie, 17.01.2010
    blindie

    blindie Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    23.10.2009
    Beiträge:
    16
    Zustimmungen:
    0
    Ogott, sorry, ich war noch am Antwort-Erstellen, als die letzten 3 Antworten von Euch reinkamen...

    @ lostcontrol:
    Ich versuch das mal mit dem Link, aber ob das klappt... tendenziell eher nicht bei mir :-).

    http://www.vermieter-forum.com/thre...er-Vermietung,hilight-sachbesch-E4digung.html

    Eben genau diese komplizierte Geschichte ist es...

    Wir sind wirklich heilfroh, dass es zumindest halbwegs glimpflich abgelaufen ist, die Wohnung ist zwar nicht direkt vermietbar, es kostet aber auch nicht die Welt, sie in einen vermietbaren Zustand bringen zu lassen. Deswegen werden wir es wahrscheinlich eh mal wieder als Lehrgeld abhaken.
    Nur wissen wir nicht genau, was von ihm noch kommen wird. Er hat sich geweigert, das Abnahmeprotokoll zu unterschreiben etc, und wollte von meiner Mutter ad hoc eine "Summe" genannt bekommen, die er als "seelische Wiedergutmachung" erhält, wenn er uns die Scharniere etc. wieder da lässt oder wieder einbaut...?!

    Das Ärgerlichste an der ganzen Geschichte ist halt, dass wir jetzt eine Wohnung haben, für die wir den Kredit abzahlen, in die jetzt noch Geld reingesteckt werden muss, aber die noch nicht mal unseren Ideen und Vorstellungen entspricht, weil der Herr SEHR RUSTIKAL veranlagt war.
    Aber auch das ist Lehrgeld...

    Wegen der Werkstatt-Tür:
    Kann ich ehrlich sagen:
    Ich baue Dir eine Tür, baue sie bei Dir ein, die Kosten zahle ich von dem Kredit, aber wenn ich nach 13 Jahren ausziehe, nehme ich die Tür an Deinem Eigentum mit oder verschandele sie - ohne dass ich mich der Sachbeschädigung schuldig mache??

    Wenn ich eine gebrauchte Badewanne bei einem Freund einbaue, und nach 10 Jahren fällt mir ein, ich will sie wieder haben?!
    Das scheint mir schon etwas komisch. Ich hätte eher vermutet, dass es auf konkludentes Verhalten rausläuft und die Sache dann als geschenkt gilt, wenn ich sie bei jemand anderem FEST einbaue... Kann mich aber natürlich auch täuschen, deswegen habe ich ja hier gefragt :-).

    Grüße und besten DANK an alle, muss jetzt noch Tatort-Gucken gehen, bin aber später nochmal hier!
    blindie

    Und Danke für den NICHT-BAUMARKT-TIPP, werde versuchen ihn zu beherzigen :-)
     
  13. #12 Thomas76, 17.01.2010
    Thomas76

    Thomas76 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.08.2009
    Beiträge:
    1.693
    Zustimmungen:
    0
    Da muß man mal gegenrechnen, was kauf+einbau dieser Scharniere generell kosten würde.Wenn er das günstiger machen würde, könnte mand rüber reden ;)

    Naja, du darfst aber eben nicht vergessen, das dieser Herr auch eine Menge Zeit&Arbeit in EURE Wohnung gesteckt hat.Vieleicht stelle ich mir das ja auch falsch vor, aber so wie es sich mir darstellt, hat dieser Typ aus einer klapprigen Scheune eine vernünftig ausgebaute Wohnung gezaubert, hast du mal grob überschlagen was das gekostet hätte, wenn es eine Firma gemacht hätte ? Ich finde, diesen Punkt darf man nicht einfach unter den Tisch fallen lassen.
    Es ist ja scheinbar auch nicht so, das er nun jede Schraube und jede Holzlatte wieder ausgebaut und mitgenommen hat, die gesamte Grundsubstanz der Wohnung ist ja vorhanden (Oder ? )

    Da müßte man die gesammten Summen mal gegenrechnen, siehe oben, Eigenleistung des Ex-Mieters.
    Wenn du dir z.b. von einem Tischler irgendwelche Einbaumöbel maßgeschneidert anfertigen und einbauen läßt, sind die Materialkosten normalerweise die kleinste Summe.
    Sonderfall hier ist natürlich, das die Tür nicht zum vermieteten Teil gehört.
    Darüber hinaus wird man sich sicherlich darüber streiten können, ob das schwarz anstreichen einer Werkstatttür als Verschandelung bzw. Sachbeschädigung zu sehen ist.

    Wenn du das bei irgendwem machst, kann man das evtl. so sehen.Wenn du aber etwas in eine gemietete Wohnung einbaust, wird kaum jemand davon ausgehen, das du das dem Vermieter geschenkt hast, oder ?
     
  14. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    23.04.2006
    Beiträge:
    4.801
    Zustimmungen:
    1
    Mietereinbauten sind nicht vom Mieter nach auszug zu entfernen. Die Gegenstände sind in den Besitz des Vermieters über gegangen. (Fest mit Gebäude verbunden etc) Das gleiche ist bei einem Handwerker (Zimmermann), der seine Dachbalken wieder ausbaut, weil der Auftraggeber nicht zahlt. Der Besitzübergang ist mit dem Einbau erfolgt.
     
  15. #14 blindie, 17.01.2010
    blindie

    blindie Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    23.10.2009
    Beiträge:
    16
    Zustimmungen:
    0
    @ Thomas76

    Die Werkstatt ist eben nicht Teil der Wohnung, sondern Teil der Scheune. Seine Wohnung ist quasi im OG, die Werkstatt im EG. Die beiden Bereiche sind aber nicht miteinander verbunden. Im EG ist bspw. auch noch unsere Garage, die Waschküche, etc...
    Im Mietvertrag hat er die Werkstatt nicht mitgemietet...

    Klar hat er die Wohnung ausgebaut und sich in einigen (vielen) Dingen wahnsinnig viel Mühe gegeben (bspw. ist kein Holzteil ohne Fräsung, Muster etc. drin).
    Es gefällt uns halt einfach nur nicht und es ist für jegliche andere Bedürfnisse als seine nicht sonderlich gut geeignet - wir haben jetzt zwar über 80 m2 Wohnfläche, aber nur ein Zimmer, Küche, Bad. Dafür 2 riesige "tote Räume" im Eingangsbereich EG und OG. Ausgemacht war ja, dass er da drin wohnen bleibt bis zum bitteren Ende, und das hätte gut-und-gerne noch 25 Jahre gehen können. Jetzt sitzen wir auf einer Alpenchalet-Wohnung in Südbaden und müssen erstmal schauen, wie wir die an eine Person vermietet bekommen, weil mehr keinen Platz haben :).
    Die Arbeit, die er hatte, rechne ich mit Sicherheit hoch an.
    Andererseits muss man dann auch wieder sehen: Beim Ausbau hat ihm meine Mutter (als einzige von ihm akzeptierte Hilfskraft) sehr viel geholfen; der Ausbau folgte genau seinen Regeln - und die haben mit Sicherheit einiges Mehr an Zeit gekostet, als ein "normaler" Ausbau gebraucht hätte. Wenn ich auf eine Ständerwand Rigips-Platten draufhaue, dauert das vermutlich weniger lang wie wenn ich eine komplette Holzvertäfelung mit Ornamenten anfertige. Aber wegen uns wären die Ornamente und die Holzvertäfelung nicht notwendig gewesen?!
    Zudem hätten wir die Wohnung, wäre sie von Fachfirmen ausgebaut worden, mit Sicherheit mit einem höheren m2-Preis vermietet. Von daher müsste man hier natürlich auch gegenrechnen, dass wir für den Ausbau jetzt seit 12 Jahren auf ca. ein Drittel der Miete verzichtet haben...
    Wobei ich das Thema ja schon im letzten Beitrag hatte und da wohl falsch denke :).

    Werde mich die kommende Woche auf jeden Fall an die Berechnung der Scharnier- und Steckdosen-Kosten machen :).

    @Capo:
    Was ich allerdings in meinem Hirn einfach nicht richtig sortiert bekomme, ist:
    Was zählt nun zu "Fest mit dem Gebäude verbunden" und was zählt zu "Rückbau nach Auszug"?
    Und ich meine jetzt nicht unbedingt nur unseren Fall, sondern auch allgemein?!
    Ein Waschbecken im Bad? Fest oder nicht?
    Eine Wohnzimmertüre? Die Zarge? Das Türblatt? Das Ein-Schnapp-Dings in der Türzarge (wo bei uns grad ein Loch kläfft :) )?
    Eine Einbauküche? Bspw. v.a. auch in dem Fall, dass hinter der Küche keine richtige Wandverkleidung ist, weil die Küche direkt eingebaut wurde?
    Oder eben auch die popligen Steckdosen?
    Sind die "Fest verbunden" oder "Rückbaufähig"?

    Bin gespannt, ob ich es irgendwann kapieren werde :)

    Dankeschön und Grüße,
    blindie
     
  16. #15 Thomas76, 18.01.2010
    Thomas76

    Thomas76 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.08.2009
    Beiträge:
    1.693
    Zustimmungen:
    0
    Da dürfte es aber eine Grauzone in der Definition geben, was nun wirklich "Einbauten" sind.Ist ein Regal, das fest mit der Wand verschraubt ist schon als Einbaute in diesem Sinne zu sehen ? Oder ein Waschbecken ? Oder eine Steckdose ?

    Darüber hinaus sind ja, soweit ich weiß, für solche Einbauten normalerweise dann auch Ablösesummen fällig, wenn sie in der Wohnung verbleiben sollen
     
  17. Larina

    Larina Benutzer

    Dabei seit:
    11.01.2010
    Beiträge:
    33
    Zustimmungen:
    0
    Im Großen und Ganzen ist die ganze Sache m.E. Sch.... gelaufen!

    Allerdings hat euer Ex-Mieter tatsächlich diese Scheune/Wohnung ausgebaut und damit bewohnbar gemacht. Wenn auch mit eurem Geld, doch auch sicher mit viel Mühe und Eigenleistung.
    Ihr habt ihm freie Hand gelassen und das dies jetzt nicht EUREM Geschmack entspricht, nun, da habt ihr leider Pech gehabt!

    Aber da sieht man es wieder, so etwas sollte man immer exat regeln und im Mietvertrag verankern.
    Denn Keiner kann in die Zukunft sehen und weiss wie es in einigen Jahren aussieht!

    Meine persönliche Meinung!
     
  18. #17 Thomas76, 18.01.2010
    Thomas76

    Thomas76 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.08.2009
    Beiträge:
    1.693
    Zustimmungen:
    0
    Genau das wurde hier offensichtlich versäumt und daraus resultierte eben das ganze Übel.Naja, nun dürfte die Sache eh' gelaufen sein.
     
  19. #18 blindie, 18.01.2010
    blindie

    blindie Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    23.10.2009
    Beiträge:
    16
    Zustimmungen:
    0
    Ja klar hat meine Mutter am Anfang (mal wieder) alles gut gemeint und versäumt, wichtige Dinge festzulegen. Deswegen sage ich ja, wir zahlen (mal wieder) Lehrgeld...

    Nur wollte ich für den Fall, dass der Herr noch irgendwelche abstrusen Dinge vorbringt, einfach ein wenig Input haben, wie ich mich verhalten kann/soll/darf - in diesem Sinne Danke für die Anregungen :-).

    Wir werden sowieso nichts eskalieren lassen, dafür lieben wir alle unseren Frieden zu arg und verstehen zu wenig Anwaltsdeutsch :-)

    Grüße, blindie
     
  20. #19 nobrett, 15.03.2010
    nobrett

    nobrett Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    15.03.2010
    Beiträge:
    411
    Zustimmungen:
    0
    Hallo.

    Ich sehe das anders und würde dem Ex-Mieter durchaus Stress machen. Du schreibst doch, Deine Mutter habe die Materialien bezahlt und habe auch die Quittungen (wegen der Steuer). Wenn er die ausbaut und mitnimmt, dann ist das Diebstahl. Auch wenn er sie mal eingebaut hat. Wenn er meint, er habe sie von seinem Geld bezahlt, dann soll er das mal beweisen.

    Und wenn er eine Tür mit Farbe besprüht, dann ist das Sachbeschädigung und er macht sich schadenersatzpflichtig. Wo kämen wir denn da hin.

    Ich hätte da auch keine Skrupel ihn vor den Kadi zu zerren, denn offenbar ist das ja auch nicht gerade ein Menschenfreund, der auf eine faire und kooperative Abwicklung des Mietverhältnisses Wert legt, denn sonst hätte er sich ja mal mit Euch zusammengesetzt um zu besprechen wie man das am besten für beide Seiten abwickeln könnte. Das klingt mehr nach Vandalismus, denn Schranktüren die nirgendwo anders passen, Steckdosenabdeckungen und gebrauchte Scharniere haben eigentlich keinen Wert. Ausser da wo sie jetzt fehlen.

    Warum verhalten sich Leute eigentlich so scheisse? Der hat doch auch nichts davon. Oder erpresst er Euch jetzt, Ihr sollt zahlen, damit er die Sachen wieder zurückgibt und einbaut?

    Fassungsloser Gruß,

    nobrett
     
  21. #20 armeFrau, 15.03.2010
    armeFrau

    armeFrau Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    12.12.2009
    Beiträge:
    728
    Zustimmungen:
    0
    Der Hass und Neid des Menschen ist grenzenlos!
     
Thema: Darf ein Mieter bei Auszug Waschbecken, Steckdosen, etc. mitnehmen?!
Besucher kamen mit folgenden Suchen
  1. was darf der mieter mitnehmen

    ,
  2. was darf ich beim auszug mitnehmen

    ,
  3. was darf mieter bei auszug mitnehmen

    ,
  4. auszug was darf ich mitnehmen,
  5. was darf ich bei auszug mitnehmen,
  6. was darf der mieter bei auszug mitnehmen,
  7. Darf ein Mieter fest eingebaute Sachen mitnehmen? ,
  8. was darf der mieter beim auszug mitnehmen,
  9. steckdose zum mitnehmen,
  10. mieter steckdosen ausgebaut,
  11. was darf ein mieter mitnehmen,
  12. was dürfen mieter bei auszug mitnehmen,
  13. kann man in einer mietwohnung seinen eigenen heizkörper bei auszug mitnehmen,
  14. mieter baut waschbecken ein,
  15. welche einrichtungen darf ein mieter mitnehmen,
  16. Mieter Waschbecken ausgebaut,
  17. bei auszug was darf ich mitnehmen,
  18. Mieter nimmt Steckdosen mit,
  19. mieter steckdose,
  20. ein und ausbau von steckdosen,
  21. was darf ich als mieter beim auszug mitnehmen,
  22. was darf man beim auszug alles mitnehmen,
  23. mieter nimmt bei auszug steckdosen mit,
  24. FEstgeschraubte dinge aus mietwohnung wieder mitnehmen,
  25. wadewanne mitnehmen bei Auszug
Die Seite wird geladen...

Darf ein Mieter bei Auszug Waschbecken, Steckdosen, etc. mitnehmen?! - Ähnliche Themen

  1. Ich (als Mieter & Hausmeister) möchte meiner Hausverwaltung Wärmecontracting schmackhaft machen.

    Ich (als Mieter & Hausmeister) möchte meiner Hausverwaltung Wärmecontracting schmackhaft machen.: Also, wie macher weiß, mache ich die Hausmeisterdienste in dem MFH in dem ich zur Miete wohne. In letzter Zeit habe ich einige Beiträge...
  2. Mieter von Gewerberaum nicht auffindbar / Kündigung

    Mieter von Gewerberaum nicht auffindbar / Kündigung: Hallo, wir haben schon seit geraumer Zeit mit einem Mieter Probleme wegen unregeläßigen Mietzahlungen, Beleidigung, Sachbeschädigung, Androhung...
  3. Mieter nervt/droht

    Mieter nervt/droht: Hallo, ich habe ja eine Mieterin die mit ihrem Nachbarn Probleme hat. Der Nachbar ist zum Glück nicht mein Mieter. Besagter Nachbar ließ mir über...
  4. Temporärer Mieter aus dem (EU) Ausland - was beachten?

    Temporärer Mieter aus dem (EU) Ausland - was beachten?: Hallo, ich bin leider und früher als erhofft Eigentümer einer Immobilie geworden. Leider habe ich bisher keinen "seriösen" Mieter für die frei...
  5. Vermieter darf Gas Anbieter wechseln?

    Vermieter darf Gas Anbieter wechseln?: Guten Abend, ich bin Vermieter und habe das Gewerbe vom vor Besitzer übernommen. Der vor Besitzer hat Gas Vertrag von den Stadtwerke. Und Gewerbe...